Herzlich willkommen auf unserem Single Mama-Blog!

Hallo Ihr Lieben,

Ihr seid hier auf dem Blog von Single City Mama gelandet – das sind Wiebke (33, im ersten Leben Hamburger Single Mama und „Was-mit-Medien-Macherin“) und der kleine Piranha (3, nach letzter Zählung 20/20 Zähnchen (whoop!), im ersten Leben rotzfreches Schleckermäulchen und alleinerziehender Plüschtiervater (Status: Es ist kompliziert…).

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Man findet uns – wenn wir nicht gerade den Tätigkeiten unseres ersten Leben nachgehen und/oder schlafen (beides tun wir meist synchron!) mit Buggy, der Borkumer Plüschrobbe „Robbie“ und Schmuse-Petz „Bääär“ (der eigentlich „Werner“ heißt, der verlorene Bruder von „Willi“ ist, der nach einem fatalen Wurf aus dem Buggy auf Weltreise gegangen ist, und – O-Ton Mitreisende im Kinderabteil – „ziemlich durchgenudelt“ aussieht) auf den Straßen der Hansestadt.

Auf unserem Blog erwartet Euch ein kunterbunter Mix aus Anekdoten unseres Alltags und jede Menge Themen, die (Single) Mamas (und Papas) im Großstadt-Dschungel beschäftigen: vom positiven Schwangerschaftstest über den Alltag mit Baby und Kleinkind, Vorsätze und Vorurteile, Organisatorisches, Behördliches, Rechtliches, Netzwerke und Netzwerken, Elternzeit, Wiedereinstieg in den Beruf, Portraits und Interviews, Single Urlaub mit Kind, Abschalten vom Alltag, Angst und Achtsamkeit, und vieles, vieles mehr…

Schön, dass Ihr hier seid! Feedback ist jederzeit willkommen und wird zeitnah beantwortet 🙂

Wenn Ihr Lust habt, für diesen Mama-Blog einen Gastbeitrag zu schreiben, portraitiert oder interviewt zu werden etc., schreibt mir gerne eine Mail!

Warum ich im Erklärbärtum eine Niete bin (darum!)

Liebste Lieblingsmamas,

der kleine Piranha hat gerade einen gruseligen Infuenza-Virus auskuriert und frönt derzeit mit beharrlicher Leidenschaft sehr unterhaltsamen Identitätsspielen – und Fragemarathons (Marathonen? Egal…).

Ehrlich – ich habe nicht die geringste Ahnung woher das Kind seine Phantasie nimmt. Meine eigene reicht meist nicht mal mehr aus, um für enge Freunde und Verwandte ein semi-originelles Geburtstagsgeschenk zu besorgen und der Piranha konstruiert ganze, zumeist animalische Biografien – allerdings (noch) ohne die entsprechende Garderobe.

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Der kleine Piranha wäre oft gerne einfach der kleine Hai… (Bild: Horror-Shop.com)

Mal ist er „Eddie“, unser Beagle, der bei Baba-Opa wohnt, mal der kleine Wauwau (nicht zu verwechseln mit dem großen Wauwau – ratet, wem diese Ehre zuteil wird…), mal ein Hai, der nur in kalten Gewässern schwimmt (die kürzlich selbst eingeforderte kalte Dusche von Baba-Opa fand er allerdings weitaus weniger großartig), und mal ist er einfach nur Mama.

„Du bist Ole und ich bin Mama“ erklärt mein kleiner Drei-Käse-Hoch, nur um mich direkt im Anschluss mit tückischen Suggestivfragen zu überrumpeln. „Möchtest Du heut in der großen Heia schlafen, Ole?“ fragt mich das Kind scheinheilig und lacht sich dabei diebisch in seine kleinen Fäustchen.

So gerne ich seine Elaborationen höre – oft stoße ich beim antworten an meine imaginären Grenzen. Denn der kleine Piranha fragt sich alles ganz genau nach und fordert Erklärungen bis ins kleinste Detail. Warum? Wieso? Weshalb? Das läuft meistens so ab.

Piranha: Wohin fahren wir?

Ich: Nach Hause.

Piranha: Warum?

Ich: Weil es spät ist.

Piranha: Warum ist es spät? oder Warum ist das unser Zuhause?

Ich: Darum. Oder: Weil wir dort wohnen.

Piranha: Warum wohnen wir da?

Ihr versteht das Konzept…

Die Fragerei ist toll … und zermürbend … darum, seufze ich oft nach der fünften Schleife resigniert und fühle mich gleichzeitig ein bisschen rabig.

Gibt es etwas pädagogisch wertloseres als eine Mutter, die den Wissensdrang ihres Kindes unterbindet? Vermutlich nicht, also ziehe ich mir Erklärungen aus dem Hintern, über die selbst die Schnullerfee und der Weihnachtsmann nur herzhaft lachen könnten. Haarsträubend und jeglicher Logik trotzend. Den Bluff durchschaut manchmal sogar der kleine Piranha. „Aber Du hast doch gesagt…“ FUCK!

„Elephants never forget“ sagt Tante Hu gerne, wenn sie mich mit irgendeiner Peinlichkeit aus der näheren und ferneren Vergangenheit aufzieht. Piranhas never forget. Und ich bin froh, dass ich mich nie für ein Lehramt entschieden habe.

Warum? Darum! (verdammte Kiste, um es mit den Worten des kleinen Mannes zu sagen)

Eure Single City Mama

Happy New Year – von Ausreißern und Vorsätzen

Hallo Ihr Lieben,

ein wunderschönes, glückliches und gesundes neues Jahr 2018 wünschen wir Euch!

Der kleine Piranha hat das vierte Silvester seines Lebens gut überstanden. Für den kleinen Mann und zwei seiner besten Freunde war der Jahreswechsel eine rauschende Soirée mit großem Schreckmoment für die Erwachsenen.

Denn während wir zu fünft im Wohnzimmer gemütlich die Fleischspieße brieten und schnackten, waren die Drei-Käsehochs vom „Donner“ der Feuerwerkskörper so fasziniert, dass sie das Spektakel aus nächster Nähe beobachten wollten. Sprach’s – schlüpften in ihre blinkenden Gummistiefel und weg waren sie. Alarm im Sperrbezirk!

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Köstlich und gemütlich – um nichts in der Welt hätte ich an Silvester mein Wohnzimmer gegen einen öffentlichen Dancefloor tauschen wollen… (Bild: Single City Mama)

In perfider Gemeinschaftsarbeit gelang es den frechen Nasen, die schwere Haustür  unten aufzustemmen und sich ins Freie zu manövrieren. Doch während seine Freunde das schlechte Gewissen packte, stolzierte der Herr des Hauses schnurstracks in Richtung zündelnder Nachbarschaft… Kaum hatten wir realisiert, was da vor sich ging, war meine Freundin Susann schon auf der Straße und trug den kleinen Ausreißer in Richtung Haus.

Nach dem der Schreck (und die Spieße) verdaut und mit einem Schluck Cremant herunter gespült waren, wurde es ein sehr entspannter Jahreswechsel und umso gespannter bin ich, was das neue Jahr für uns bereit hält. Langweilig wird es bestimmt nie.

Meine Vorsätze ähneln denen der letzten Jahre – ein bisschen mehr Struktur, mehr Zeit für den Piranha und mich, reisen und so viel von der Welt sehen, wie es das Budget zulässt.

Für Januar hat mich Tante Hu mit einem großartigen London-Wochenende überrascht, das der Piranha mit Baba-Opa und Übernachtungsparties bei seinen Kumpels verbringen wird. Entsprechende Get-Aways werden zum Glück mit zunehmendem Alter noch unkomplizierter und ich freue mich riesig auf die Zeit mit meiner Schwester, die Themsenmetropole und Kinky Boots… whooooop!

Liebste Grüße von Eurer

Single City Mama

„Morgen kommt der Abschleppwagen“

Liebste Lieblingsmamas,

ich hoffe, Ihr habt die Weihnachtszeit rund und gesund überstanden – und dass bald etwas Entschleunigung einsetzt.

Der kleine Piranha wurde trotz aller Vorsätze mal wieder mit „Baschenken“ überhäuft – wobei mir die Selbstverständlichkeit, mit der der kleine Mann die Waren einforderte, ordentlich gegen den Strich ging. Als ich am Vorweihnachtsmorgen beim morgendlichen Kuscheln leicht off-tune „Morgen kommt der Weihnachtsmann“ zum Besten gab, stimmte der Piranha direkt mit ein „Morgen kommt der Abschleppwagen…“ What?

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Der kleine Piranha nimmt selig „Baschenke“ in Empfang… (Bild: Single City Mama)

Jep… obwohl wir dem Nikolaus *extra* einen Zettel in den Schuh gelegt hatten, der die prioritär „wichtigsten“ Spielzeuge auflistete (Abschleppwagen, Werkstatt, Müllauto, Blinkestiefel…), wuchs die Übersicht bis zum Heiligabend noch exponentiell bzw. überstieg meine ohnehin kaum existenten Mathematik-Kenntnisse.

Als dann die sehnsüchtig antizipierte Werkstatt am Heiligabend noch nicht unter dem Baum lag, fragte der kleine Piranha bereits misstrauisch-anklagend nach deren Verbleib. Auch als sein Vater sie gestern stellvertretend für den Weihnachtsmann  überreichte, zog der Piranha zunächst eine Schippe, bis er die Funktionen erkundet hatte. „Verwöhntes Gör!“ dachte ich… „normales Kind“, seufzten die meisten.

Tatsächlich bekam er gut die Hälfte seiner Herzenswünsche erfüllt und praktische Utensilien, wie eine Bettwäsche-Garnitur (und mein ekstatisches  „Nein, guck mal Schatz, der Weihnachtsmann hat eine neue Bettwäsche gebracht“ gratis dazu… hoho).

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Der Weihnachtsmann denkt mit… (Bild: Baby-Walz.de)

Es war schön. Ich bekam einen Handstaubsauger, einen kuscheligen Einteiler für die Couch, der mein Single-Mama-Dasein auch für das kommende Jahr sichern wird – und wurde von Tante Hu zu einem grandiosen Musical-Wochenende nach London eingeladen. Freude!

Dazu köstliches Essen (wobei die jährliche Hummer-Tradition vermutlich zumindest für mich in diesem Jahr zum Abschluss kommt, da ich in tiefe ethische Konflikte geriet), einpaar Erkältungsviren und den schlimmsten Hangover meines Lebens, nachdem ich dachte, es sei eine gute Idee, Champagner, Wein und Clarithromycin (CWC on the Rocks) zu kombinieren – nein, das war sie nicht. Mir ging es furchtbar.

Und es gab melancholische Momente. Als ich dem kleinen Piranha erklärte, dass Oma leider keine Leiter im Himmel hat, über die sie uns Weihnachten selbstgekochtes Essen bringen kann. Beim Anblick der Schlagzeilen, die das Leid und den Terror in Krisengebieten zwar reißerisch, aber umso eindringlicher demonstrierten. Und bei einer Reportage über eine Mutter, die die Organe und das Gesicht ihres einzigen Kindes gespendet hatte – der Gedanke an diese unfassbar starke Frau brach mir fast das Herz.

Bei aller materiellen Sicherheit, für die ich dankbar bin, sind Gesundheit und physische Unversehrtheit unbezahlbare Güter. Entsprechend sind Empathie und Toleranz die wichtigsten Grundwerte, die ich dem kleinen Piranha mit auf seinen Weg geben möchte.

Silvester werden wir ganz entspannt mit Freuden das vierte und vermutlich letzte Fondue bis zur nächsten Weihnachtssaison zelebrieren und um Mitternacht mit drei aufgeregten Knirpsen (wenn sie so lange durchhalten) auf ein spannendes, glückliches und gesundes 2018 anstoßen.

Das wünsche ich Euch allen, meine Lieben!

Eure Single City Mama

 

Mama Interruptus

Lieblingsmamas,

die letzten Wochen war es furchtbar ruhig auf unserem Blog. Ich fühle mich schon ganz rabig und will Euch unbedingt updaten, aber mir fehlte tatsächlich die Zeit. High-Performing-Muttifunktionstalent-at-its-fucking-finest, aber wem sage ich das?

Im Büro steppt so kurz vor Weihnachten regelmäßig der Bär. Zusätzlich ging es Baba-Opa gar nicht gut, so dass er zwei Wochen im Krankenhaus verbringen musste. Ich war schrecklich in Sorge und aufgewühlt, da zunächst nicht feststand, was ihm fehlte. Zum Glück ist er mittlerweile weitestgehend genesen, aber die letzten Wochen forderten ihren Tribut.

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Ein fast menschenleerer Strand im Ostseebad Koserow… (Bild: Single City Mama)

Um wieder zu Kräften zu kommen und ein bisschen Reserveenergie zu tanken, verbrachte ich das vergangene Wochenende ganz allein auf der Ostsee-Insel Usedom. Ich hatte ein Super-Turbo-Schnäppchen gebucht (dass es so schnappig war, verdankte ich vor allem der Weihnachtsfeier des örtlichen Harley-Clubs, die mich bis in die frühen Morgenstunden aus Morpheus Armen trieb, gah!), aber ansonsten war es herrlich. Lecker Essen, ein schöner Pool, zwei kräftige Rückenmassagen und lange Spaziergänge an der tosenden See. Hach.

Der kleine Piranha verbrachte derweil Zeit mit Familie und Freunden, feierte eine Sleep Over mit Kumpel Joni, ließ sich von seinen Patenonkels bespaßen und tobte mit unserer Hundenanny Nicole über den Indoor-Spielplatz. Nachdem er anfänglich zornig gewesen war, dass ich ohne ihn schwimmen gehen würde, nahm er mir die kleine Auszeit nicht krumm – insbesondere, als er selig das „Souvenir“ (ein Polizeiauto, das ich an der Raststätte Fuchsberg erstanden hatte) bespielte.

Die Moral von der Geschicht‘: Mehr-Zeit-für-uns. Es ist so wichtig und die logistische Herausforderung ist es alle mal wert. Wie singt Clueso so schön? Wir können den Wind nicht ändern, nur die Segel drehen…

Liebste Vorweihnachtsgrüße von Eurer

Single City Mama

„Mama, Du bist blöd“

Guten Morgen Ihr Lieben,

als mich neulich morgens zwei blaue Piranha-Äuglein provokativ anfunkelten und mein Kind mir „Mama, Du bist blöd“ entgegen blökte, dachte ich jetzt hackt’s…

Pffffh – da gibst Du täglich Dein Bestes, um Job, Haushalt, Dein eigenes Leben und die Bedürfnisse Deines Kindes unter einen Hut zu bekommen und dabei fröhlich, entspannt und gesund zu bleiben, und dann trifft Dich der Undank auf zwei (kurzen) Beinchen. Un-fucking-fassbar!

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Ob blöde Mamas sind durch Plastiktunnel winden und Quatsch machen? Fraglich! (Bild: Single City Mama)

Versteht sich natürlich von selbst, dass blöde Mamas auch nicht auf den Spielplatz gehen, keine Quetschis und Fruchtriegel in der Tasche haben, keine Überraschungseier kaufen, Plüschtiere suchen und Kindersendungen auf dem Tablet anschalten (und ständig wieder aufspringen, um die Werbung zu überspringen), nicht mehrmals am Tag Kinderpopos sauber machen, Paprika schnippeln, Wäscheberge managen, Wutausbrüche aushalten und Verspannungen in Kauf nehmen, damit Querschläfer genug Platz in der großen Heia haben… nein, blöde Mamas tun das nicht.

Überhaupt ist der kleine Piranha momentan in einer ziemlich provokanten Phase, was bei mir so manches mal einen Nerv trifft. Geht es nicht nach der Nase des kleinen Trotzkopfes wird erstmal gebrüllt. Ein tränenloses Wutgebrüll versteht sich, das oft binnen Sekunden in ein schallend dreckiges Lachen umschlägt. Schimpfe ich dann, geht die Sirene erst richtig los. „Mama, nicht böhöhöhöööse sein!“.

Plötzlich fallen mir die Phrasen aus meiner eigenen Kindheit wieder ein. „Ihr wisst gar nicht, wie gut Ihr es habt…“ oder „Warte mal ab, bis Du selber Kinder hast…“ Meine Eltern hatten ja gar nicht so Unrecht, doch damals, in meinem kindlichen Universum, waren sie manches mal einfach sooo blöd… und nie hätte ich gewusst warum 😉

Liebste Grüße von Eurer

Single City Mama

 

Gemüse & Genuss: Alles is(s)t gut

Posting basiert auf einer Event-Einladung von HelloFresh

Lieblingsmamas,

gestern Abend war ich – passenderweise nachdem der kleine Piranha, Claudi und ich zur Feier des Tages ein köstliches Stück Pflaumenkuchen verdrückt und mit Sekt bzw. Milch heruntergespült hatten – zu einem sehr informativen Get-Together von HelloFresh in den Alstertower eingeladen.

Das Thema: gesundes Familienessen. Der Hersteller leckerer Kochboxen (ideal für Menschen für mich, die schon am Gewürzregal überfordert sind) hatte ein Experten-Gremium geladen, um vor und mit uns über ausgewogene Kinderernährung zu diskutieren.

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Köstlich und informativ – ein gelungener Abend mit wichtigen Erkenntnissen… (Bild: Single City Mama)

Durch den Abend führte die KiKa-Moderatin Singa Gätgens, flankiert von Prof. Dr. Christoph Klotter (Gesundheits- und Ernährungspsychologe), Charlotte Karlinder (Gesundheitsexpertin beim Frühstücksfernsehen), Eva Imhof (Reporterin und Vlog-Betreiberin) und Tilman Eichstädt, der bei HelloFresh den Einkauf leitet.

Vorgestellt wurde eine aktuelle GfK-Umfrage zum Thema Familienessen – und schon die ersten Minuten ließen mich rot wie Curry Risotto werden. Ich mache alles falsch – dachte ich, und überlegte, ob ich in diesem kulinarisch-elitären Kreis von abends-immer-zusammen-warme-Dreigängemenüs-speisenden-Quotenfamilien richtig aufgehoben war.

Vor meinem inneren Augen sah ich den kleinen Piranha, wie er Paprika-mampfend die Wurst vom Brot pickt, während er Feuerwehrmann Sam auf dem iPad schallend lachend in Endlosschleife rezipiert und ich dabei die Wäsche sortiere. Nein, vermutlich könnte ich diesen Abend produktiver damit verbringen, meine nicht-existente Briefmarkensammlung zu sortieren.

Zwischenfazit: Ich war in puncto Kinderernährung der Antichrist und von der Expertenempfehlung in etwa so weit entfernt wie Diepholz von Waggawagga. Der arme Piranha!

Nach der Vorspeise lockerte es allerdings etwas auf und vor allem der anwesende Psychologe beruhigte uns: Nein, Kinder müssen ihren Teller nicht aufessen und mit fünf ebenso viele Gemüsesorten kennen wie Geburtstagskerzen auspusten.

Entspannt Euch, Mamas! Die Kinder bekommen alles und werden satt

Essen sollte niemals mit Zwang verbunden sein, sagte Professor Klotter. Ob wir denn wüssten, dass die statistische Lebenserwartung eines Menschen mit „guten“ Cholesterin-Werten nur 3 Monate (!!) höher als die eines Menschen mit „schlechten“ sei? Daraufhin ging natürlich ein Aufschrei durch die Gruppe: „Aber, aber, Arterienverkalkung, Herzinfarkt …! Pauschalisierung … geht gar nicht … fatales Signal …ahhhh! Obacht!“ Der Psychologe grinste.

Was er nämlich mit seinem provokanten Beispiel eigentlich mitteilen wollte, war, dass wir bei allem Respekt vor Chiasamen & Co den Genuss und die Lebensfreude nicht vergessen dürfen – auch auf den Tellern unserer Kinder.

Was wichtig sei, da waren sich alle einig, sind feste Mahlzeitenstrukturen und Regeln. Gemeinsam am Tisch sitzen, sich austauschen, warten bis alle aufgegessen und ausgeredet haben – diese Strukturen seien wichtig, auch für die Allerkleinsten.

Die würden sich, so der Psychologe lachend, zwar häufig bockig zur Wehr setzen, aber dabei gleichzeitig nach diesen Regeln schreien. „Struktur ist wichtig“ tippte ich in mein Handy und nahm mir vor, diese Regel wirklich zu beherzigen.

Insgesamt ein launiger, leckerer Abend, an dem ich einige gesunde Kalorien und wertvolle Erkenntnisse mitnahm. Vieles, was gesagt wurde, deckte sich mit dem, was ich in meiner eigenen Ernährungsgruppe regelmäßig mit Mitstreitern und Experten bespreche: Strukturen, bewusster Genuss, Essen und Achtsamkeit als wichtige Elemente liebevoller Selbstfürsorge. Soviel mache ich gar nicht falsch, dachte ich beim gehen. Der kleine Piranha isst gut und gerne, hat Spaß am Probieren. Er inhaliert Grießbrei, liebt aber auch Paprika und quakt nach Joghurt und Sojamilch. Ein Überraschungsei kann in der Tasche auch bis morgen warten (diese Konsequenz stammt nicht aus meinem Genpool) und er fragt sogar in die Runde, ob alle aufgegessen haben.

Von festen Mahlzeitenstrukturen profitieren wir beide und HelloFresh möchte ich unbedingt kennenlernen. Da ich vor dem Kochen oft zurück schrecke und mir denke „das ist viel zu kompliziert“, ist die Box-Idee verlockend. Es ist alles da, mundgerecht bereitet, schmeckt und bringt Inspiration.

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Ein knackiges Dinner aus der Kiste bietet HelloFresh. Sieht köstlich aus!  (Bild: HelloFresh)

Ich werde es probieren und Euch berichten. Und freue mich über Eure Erfahrungen und Tipps in den Kommentaren.

Liebste Grüße von Eurer

Single City Schlemmermama

Bullshit-Bingo

Ihr Lieben,

heute ist ein großer, großer Tag im Hause Piranha!

Der kleine Mann feiert Abschied in der Krippe und wird von nun an im Elementarbereich der Schwestereinrichtung unserer Kita betreut werden. Die ist zwar geografisch nur zwei Straßen entfernt, aber der Schritt für den kleinen Piranha ist ein riesengroßer.

Sehr aufgeregt und ein bisschen wehmütig brachte ich ihn heute zum letzten Mal in die bekannte Krippengruppe. Für den kleinen Mann folgt nun ein neuer Lebensabschnitt bei den „Großen“: Jede Menge Input, ältere Kinder, an denen er sich orientieren kann, eine neue Fremdsprache (Mandarin-Chinesisch beherrscht er zum Glück bereits fließend ;-), spannende Ausflüge – es wird bestimmt nicht langweilig werden. Zum Glück sind seine Freunde Louisa und Kasimir mit von der Partie und die Erzieher kennt er bereits.

Vektor Illustration eines starken Superhelden

Ein großer Tag für den kleinen Piranha! Heute beginnt ein neuer, schnullerfreier Lebensabschnitt! (BIld: Fotolia/Christine Wulf)

Als wir vorgestern Abend den Schnuller nicht fanden (ich habe in meinem Leben mindestens 1000 Stück gekauft, von denen exakt noch ein Exemplar wissentlich in unserem Haushalt verweilte), schlief der kleine Piranha nach mehrminütigen Klagegesängen ohne seinen geliebten „Null-Null“ ein. Als es auch am Folgetag gut klappte, packte ich gestern Abend meine löchrige, fast schon absurde Geschichte von der Schnullerfee aus, die heute kommt und den letzten Schnuller (der ja eigentlich offiziell nicht auffindbar ist, ich aber trotzdem in einer meiner Handtaschen lokalisieren konnte) mitzunehmen und dafür ein großes „Baschenk“ (Lego Duplo) auf dem Kissen des Piranhas zu hinterlassen.

Bullshit-Bingo at its finest

Der kleine Mann löcherte mich mit Fragen und durchschaute meinen Bluff sofort. Wie sollte die Schnullerfee einen Schnuller mitnehmen, der ja angeblich nicht auffindbar war? Und warum konnten wir sie telefonisch nicht erreichen? (Tante Hu ging leider nicht an ihr Handy und wurde daraufhin unehrenhaft aus dem Feendienst entlassen). Fragen über Fragen. Ich erzählte dem Kind eine wilde, teils widersprüchliche Story, während der Tag sich ereignisreich und unstrukturiert vor meinem geistigen Auge ausbreitete. Chaos-Alert!!

Wo sollte ich so schnell ein Baschenk auftreiben? Und: Ist es verantwortungslos, heute Abend – dem Abend des großen Tages, der erst Ende vergangener Woche zum großen Tag wurde – nicht da zu sein, da ich zum HelloFresh Family Food Talk, einer Blogger-Veranstaltung zum Thema gesunde Ernährung, eingeladen bin? Schaffen wir es nach dem Kindergarten zum Spielplatz? Wann kann ich meinem Kopf aus dem Bällebad abholen? Wer schreibt meine Artikel und bereitet meine Interviews vor? Im Büro ist natürlich – wie sollte es anders sein? – Highlife in Tüten. Am Samstag/Sonntag bin ich in Frankfurt auf der Buchmesse und der kleine Piranha macht sich ein schönes Wochenende mit Baba-Opa und Tante Hu. Achtsamkeit, Aaaaaaachtsamkeit, schwebt es über mir wie ein Mantra. Hahahahaaaa, singen die Stresshormone, und legen ne wilde Rumba auf’s Parkett.

Ich bin so gespannt auf die nächsten Tage, die Stimmung meines großen, kleinen Piranhas, wie er diesen neuen Schritt ins Lebens als schnullerloses, großes Kindergartenkind meistert und mir der Spagat zwischen beruflichen Verpflichtungen, seelischem Piranhabeistand und gesunder Selbstfürsorge gelingt… Ich werde berichten!

Liebste, aufgeregte Grüße von Eurer

Single City Mama

Colors & Vino: Herr Flamingo & Ich

Hallo Ihr Lieben,

manche von Euch erinnern sich vielleicht an ein Posting aus dem vergangenen Sommer, das die Rettungsaktion des kleinen Piranhas aus dem Hagenbeck’schen Flamingo-Teich beschrieb. Der kleine Mann war wie von der Tarantel gestochen im Zoo auf seinen kurzen Beinchen losgesaust und ich hinterher – sorgenfrei in die kloakige Brühe hinein. Yummie! Ein Erlebnis, das ich erstmal mit einem Aperol Spritz verdauen musste…

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Die Evolution des Flamingos! Zwei Stunden, zwei Cocktails und viele Pinselstriche später, war das Werk vollendet… (Bild: Single City Mama)

Bunte Farben und viiiiel Vino

Den Aperol gab es gestern abend wieder und dazu einen Flamingo, den ich aber dieses mal mit einer netten Gruppe von Hobby-Malerinnen (+ einem Maler) und Cocktail-Gourmets in der „Bar Celona“ ums Eck unter der fachkundigen Anleitung der lieben Kalifornierin Josie auf die Leinwand zauberte.

Das Konzept heißt Colors & Vino – und macht richtig Spaß. Unter Anleitung werden in deutschen Großstädten regelmäßig Tische in netten Locations reserviert und während man das ein oder andere Gläschen süppelt, um die Kreativität anzuregen, wird gemalt. Die Daten, Motive und Bars werden dabei übersichtlich auf der Website bekannt gegeben.

Josie gab uns wie immer eine genaue Anleitung, wo und wann welche Farbe und welcher Pinselstrich angebracht sei, aber wer wollte, konnte auch sein eigenes Motiv zaubern. Meine größte Sorge war übrigens, dass ich nach dem zweiten Cocktail und schon etwas Flamingo-pink im Gesicht den Pinsel versehentlich in meinem Drink auswaschen könnte. Passierte zum Glück nicht, aber den Schwipps hatte ich trotzdem.

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So sah übrigens das Original-Motiv aus… (Bild: Colors and Vino)

Allein oder mit Freundinnen: Spaß macht’s immer

Gestern war ich im Gegensatz zu den letzten beiden Veranstaltungen spontan allein da, da ich an einer Veranstaltung kürzlich nicht teilnehmen konnte und noch eine Gutschrift hatte. Was allerdings gar kein Problem ist, da man beim gemeinschaftlichen malen und trinken schnell nette Kontakte knüpft und immer mal wieder bekannte Gesichter dabei sind. Malkünste sind dabei keinesfalls wichtig, was meiner visuell-kreativ verkümmerten Ader sehr entgegen kommt.

Es ist tatsächlich der Spaß an der Sache an sich, der hier den Ausschlag gibt. Und den hat man auf jeden Fall. Kosten tut der Spaß €25 zzgl. Verzehr  dafür bekommt man seine Leinwand und alle Materialien, Josies Anleitung und zwei lustige Stunde geboten.

Beide Mama-Däumchen hoch für dieses originelle Konzept!

Eure Single City Mama Monet

 

 

Single City Mama in da Country

Ihr Lieben,

nach einer 5-tägigen Auszeit auf dem Bauernhof sind der kleine Piranha und ich – einen Tag früher als geplant, weil der Piranha hohes Fieber bekam – am Freitag wieder im Großstadtdschungel gestrandet.

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Selbst für mich als geborene, gebürtige, urban verwurzelte Großstadt-Pflanze war der Exkurs in das Landleben ein echtes Highlight.

Wir bewohnten ein niedliches Appartment inmitten von Wiesen und Deichen in Büsumer-Deichhausen kurz vor dem Nordseestädchen Büsum. Jeden Morgen liefen wir vorbei an Ponyweiden und Pferdeställen auf den Hof der Schäferei Rolfs, den Ihr Euch als El Dorado für kurze Matschhosen-Beinchen vorstellen könnt.

Es gibt ein großes Café, ein riesiges Außengelände mit Klettergerüsten, einen Spielplatz, eine Spielscheune, eine Kinderwerkstatt zum Basteln, Hasen, Katzen (und Mäuse), Ponies, Hühner, Schafe, Hängebauchschweine… Ein Paradies für all die kleinen Nachwuchsbauern und Entdecker – und dazu noch ein laufender landwirtschaftlicher-Betrieb, der allein durch die Traktoren-Dichte ein Highlight in für den kleinen Piranha und seine kleinen Gefährten war.

Jeder Zentimeter ist familienfreundlich mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Ohne mit der Wimper zu zucken teilte uns die liebe Dame am Buffett einen großen, prominenten Tisch als „unseren“ Frühstückstisch zu, auch wenn kleinere zur Verfügung gestanden hätten – eine Geste, die ich ihr hoch anrechnete.

Der Piranha litt zwar unter gelegentlichem Heimweh (insbesondere, da er nicht sein gesamtes Hab & Gut in seine Reisebox gestopft bekommen hatte), aber eigentlich fand er es ziemlich großartig. Jeden Morgen durfte er eine halbe Stunde auf dem Pony reiten (der kleine Piranha schielte dabei besonders auf jene Ponies, die eigentlich jenseits seiner Größenliga trabten) und nachmittags wurde in der Jahreszeitenwerkstatt gebastelt mit anschließender gemeinschaftlicher Tierfütterung.

Anm. der Red.: Wenn mir vor einigen Jahren jemand gesagt hätte, dass ich mal auf einem Bauernhof aus Socken „Plapperponies“ schaffen und „Allesfresser“ filzen würde, hätte ich vermutlich an seinem (und meinem) Geisteszustand gezweifelt, aber wir hatten jede Menge Spaß.

Trotz unseres voll ausgestatteten Appartments gönnte ich uns jeden Morgen das große Frühstücksbuffett im Café und auch wenn ich als einzige Single Mama von manchen Urlaubsgenossen etwas exotisch beäugt wurde, waren alle sehr nett und aufgeschlossen, halfen im Akutfall sofort mit Zäpfchen aus (ich hatte natürlich Berge von Klamotten, aber weder Fieberthermometer noch Medikamente eingepackt, was dazu führte, dass ich Norman Bates‘ Style mitten in der Nacht bei Nachbarn klopfen musste) und wir haben schnell nette Kontakte geknüpft.

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Nach dem Frühstück und Ponyclub machten der kleine Piranha und ich Ausflüge – nach Downtown Büsum, auf den Deich oder ins gar nicht so weit entfernte St. Peter-Ording, meinen Lieblingsstrandort – und abends gingen wir essen (Kind Pommes, Mama Fisch), oder ich zauberte aufwändige Menus à la SpagBol, Griesbrei & Ravioli, die wir gemeinsam einnahmen, während das Kind meine Schlafgeräusche immitierte und sich dabei köstlich amüsierte.

Okay, wirklich entspannen konnte ich nicht, dafür ist der kleine Piranha einfach zu aktiv, zu sehr Mama-Kind, und munter und es gab niemanden, der mich bei der Betreuung mal ablösen hätte können. Wenn er gegen 20.30 sein Haupt bettete, lag auch ich – um höchstens 2 Stunden später nochmal aufzustehen und meine Kontaktlinsen rauszunehmen.

Dafür genoss ich die frische Luft und Zeit mit dem kleinen Mann, der mit seinem Mundwerk alle erheiterte und mir die Schamesröte ins Gesicht trieb, in vollen Zügen.

Es war ein Abenteuer – und wir fühlten uns pudelwohl.

Eure Single City Country Mama

Chocaholic & Family im Paradies

Post enthält Werbung und fördert Heißhunger

Liebste Lieblingsmamas,

mit kleiner Verzögerung, da wir aktuell auf dem Büsumer Schafhof weilen, folgt hier unser Bericht aus dem Schlaraffenland a.k.a. Chocoversum. Tante Hu, der kleine Piranha und ich waren nämlich am vergangenen Samstag zu einer fantastischen Führung durch das Schokoladenmuseum in der Speicherstadt eingeladen. Es war köstlich, informativ und hat jede Menge Spaß gebracht. Wenn Ihr mich fragt, war eine entsprechende Institution, die das zartcremige Glück gebührend huldigt, längst überfällig.

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Süßer die Brunnen nie sprudeln… (Bilder: Single City Mama)

Wir Blogger-Mamas und Anhänge bekamen einen sehr netten, informativen Rundgang durch die Welt der Schokolade, erfuhren allerlei Wissenswertes über den Anbau der Kakao-Bohne und den Import in hiesige Gefilde und verkosteten, was das Zeug hielt. Gleich zu Anfang begrüßte uns ein majestätischer Schokobrunnen.

Ein absolutes Highlight für Groß und Klein war das Kreieren einer eigenen Tafel Schokolade, die wir nach Herzenslust verzieren (und natürlich hübsch verpackt mit nach Hause nehmen konnten). Leider ist mittlerweile nur noch die Hälfte vorhanden, aber zumindest die Verzierung der Tüte habe ich wieder angebracht 😉

Spaß und Schoki für die ganze Familie

Was mich neben der köstlichen Schokolade besonders begeistert hat, war die liebevolle Gestaltung des Museums. Es ist wunderschön, stilvoll und appetitlich – die Räume sind groß und boten jede Menge Platz für unruhige Kinderfüßchen, während wir Erwachsenen stets alles im Blick hatten. Die Kinder konnten fast alles anfassen und es gab sogar eine Waage, auf der man sich sein Gewicht in Kakaobohnen anzeigen lassen konnte, wenn man wollte. Ich habe mich lieber fern gehalten.

„Einen Platz zum Glücklichsein“ hatten die Organisatorinnen versprochen – und das ist es wirklich, das Chocoversum.

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Nein, die Schoki wächst nicht am Baum… Der kleine Piranha begutachtet das Fleisch einer Kakao-Bohne… (Bilder: Single City Mama)

Ich würde jederzeit wiederkommen. Ein zuckersüßes Must See für Chocaholics & Co-Schleckermäuler!

Liebste Grüße von Eurer

Single City Mama