Herzlich willkommen auf unserem Single Mama-Blog!

Hallo Ihr Lieben,

Ihr seid hier auf dem Blog von Single City Mama gelandet – das sind Wiebke (34, im ersten Leben Hamburger Single Mama und „Was-mit-Medien-Macherin“) und der kleine Piranha (4, nach letzter Zählung 20/20 Zähnchen (whoop!), im ersten Leben rotzfreches Schleckermäulchen und alleinerziehender Plüschtiervater (Status: Es ist kompliziert…).

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Man findet uns – wenn wir nicht gerade den Tätigkeiten unseres ersten Lebens nachgehen und/oder schlafen (beides tun wir meist synchron!) – mit der Borkumer Plüschrobbe „Robbie“, Schmuse-Petz „Bääär“ (der eigentlich „Werner“ heißt, der verlorene Bruder von „Willi“ ist, der nach einem fatalen Wurf aus dem Buggy auf Weltreise gegangen ist, und – O-Ton Mitreisende im Kinderabteil – „ziemlich durchgenudelt“ aussieht) und dem gemeinsamen Kind „Baby Robby“, auf den Straßen der Hansestadt.

Auf unserem Mama-Blog erwartet Euch ein kunterbunter Mix aus Anekdoten unseres Alltags, Kooperationen, die zu uns passen (plumpe Werbung findet Ihr nie!!), und jede Menge Themen, die (Single) Mamas (und Papas) im Großstadt-Dschungel beschäftigen:

… vom positiven Schwangerschaftstest über den Alltag mit Baby und Kleinkind, Vorsätze und Vorurteile, Organisatorisches, Behördliches, Rechtliches, Netzwerke und Netzwerken, Elternzeit, Wiedereinstieg in den Beruf, Portraits und Interviews, Single Urlaub mit Kind, Abschalten vom Alltag, Angst und Achtsamkeit, und vieles, vieles mehr…

Schön, dass Ihr hier seid! Feedback ist jederzeit willkommen und wird zeitnah beantwortet 🙂

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Wenn Ihr Lust habt, für diesen Mama-Blog einen Gastbeitrag zu schreiben, portraitiert oder interviewt zu werden etc., schreibt mir gerne eine Mail!

Vom Erholungs-Klimax und lispelnden Piranhas

Post entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit Europa Apotheek

Lieblingsmamas,

da es draussen nass und schmuddelich ist, versuche ich mich gerade mit Gedanken an unseren bevorstehenden Urlaub abzulenken.

Wie jedes Jahr reisen wir in Kürze wieder im Generationen-Trupp mit Baba-Opa ins Zillertal. Dort steht ein schönes Kinderhotel, dem wir seit einigen Jahren die Treue halten. Was Urlaube angeht, bin ich ein kleiner Spießer. Bekanntes erhöht den Erholungsfaktor! Bekanntes + Kinderbetreuung + Panoramapool ist sozusagen der Klimax der Mama-Relaxation.

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Bild: Markus Bormann/Fotolia

Damit ich mich in zwei Wochen nicht bergabwärts kugele, bin ich kulinarisch in der vergangenen Woche noch mal etwas auf die Bremse getreten. Klappt bis jetzt ganz gut, obwohl eine zuckerreiche Faschingssoirée dazwischen lag. Seit September habe ich jetzt 18 Kilo abgenommen und fühle mich schon richtig frühlingsfit und bereit für meine schönen Kleider!

Aber zurück zur Urlaubsplanung. Neben unserem Doppelfach-Koffer werde ich diesmal auch an genügend Meds und ein Fieberthermometer denken und mich vor der Reise bei Europa Apotheek online eindecken. Unvergessen, als der kleine Piranha vor zwei Jahren auf dem Bauernhof hoch fieberte und ich nachts an fremden Appartments klopfte, um Säuglingszäpfchen zu schnorren. Wovon ich dem Piranha direkt zwei hintereinander in den Allerwertesten schob (ist der Rabenmutter-Award schon vergeben?).

Was Medis und lecker Proteinshakes angeht, bin ich übrigens ein großer Fan von Versandapotheken geworden. Meistens googele ich vorher, wo es Rabattaktionen gibt. Manchmal muss Baba-Opa als Neukunde herhalten. Über den mache ich mich übrigens (noch) gerne lustig, wenn er mit feuchten Augen erzählt, dass die Margarine an einem Wochenende in einem Supermarkt am Ende der Stadt drei Cent billiger ist.

Wenn wir aus dem Urlaub zurück sind stehen gleich mehrere Termine an: Eine ganztägige Geschäftsreise, die U9 des Piranhas und mein Termin beim Amtsgericht wegen der Beitrags-Streitigkeiten mit unserer desaströsen Ex-Kita. Fun!

Außerdem werde ich mich wohl um eine Logopädie für den Piranha kümmern müssen. Er lispelt noch ziemlich stark. Doch während man mich in der Grundschule beim 4 1/2-jährigen-Gespräch bat, das Thema möglichst vor der Vorschule in Angriff zu nehmen, streuben sich unsere Kinderärzte bisweilen ein Rezept auszustellen mit dem Hinweis, ein Kind müsse erst mit sechs die S-Laute richtig bilden können. Was(s) denn nu?

Insgesamt befürchte ich, durch die überlange Schnullerzeit zum „Sprachfehler“ des Piranhas beigetragen zu haben. Als ich das Thema während der Begutachtung der Sandflöhe/Virenbeiwerk bei unserer Kinderärztin erneut eintüten wollte, entgegnete die nur „na, Sie stoßen ja auch mit der Zunge etwas an“. Als ob ich den „ätschebätsche, mein Kind lis(s)pelt, tu was dagegen“ gemacht hätte.

Tue ich tatsächlich und das geht vermutlich auch nicht mehr weg. Die meisten finden es „niedlich“, der Rest ist höflich genug, mir nichts Gegenteiliges zu berichten. Manchmal achte ich regelrecht darauf, es zu unterlassen, weil mich starkes Lispeln selbst furchtbar nervt, aber dann klingt es noch merkwürdiger.

Ich war selbst während des Studiums mal bei einer Logopädin, weil ich immer viel zu schnell geredet habe, aber so richtig gebracht hat es auch nichts. Durch zehn Jahre in einem Kommunikationsberuf ist das mittlerweile alles Routine, so schnell bringt mich und meine Atmung nichts aus der Fassung.

Nur wenn ich aufgeregt bin, verselbstständigt meine Zunge sich. Das merke ich dann selber. Embrace your differences! Würde ich auch zum Piranha sagen, aber es ist doch sehr stark und in der Vor- und Grundschule täte er sich damit sicher keinen Gefallen.

Ich werde Euch auf dem Laufenden halten und wünsch Euch was, Ihr Lieben!

Eure Single City Mama

Gewinnspiel: Wer kommt mit uns ernten?

Post entstand in freundlicher Kooperation mit Meine-Ernte

Guten Morgen meine Lieben,

gestern berichtete ich Euch von unseren Veggie-botanischen Ambitionen!

Dazu habe ich am Nachmittag von dem lieben Meine-Ernte-Team die Nachricht bekommen, dass es in Norderstedt bei Hamburg noch freie Gärten gibt und ich einen unter Euch verlosen kann ❤

Wer von den City- und Umland-Hamburgern hat Lust, ein frisches, sonniges Gartenjahr (Wert: 229,-) zu gewinnen?

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Ganz viel Sonne und leckeres Gemüse – wir sind sehr gespannt auf unser Gartenjahr! (Bild: Meine-Ernte)

Um das Gärtnern für Euch möglichst stressfrei zu halten, bietet das Team von Meine-Ernte Euch einen professionell vorbereiteten Gemüsegarten mit über 20 verschiedenen Gemüsesorten bepflanzt und besät.

Der Nahrung beim Wachsen zusehen

Dazu gibt es Gartengeräte und Gießwasser vor Ort; professionelle Unterstützung vor, während und nach der Saison; eine persönliche Einführungsveranstaltung nebst Gemüsehotline, regelmäßige Gärtnersprechstunden beim Profi sowie Lernvideos mit Gartenthemen zum Nachlesen und vielen Tipps.

Natalie und Wanda, die Gründerinnen von Meine-Ernte, erklären, warum das Konzept gerade bei Eltern so beliebt ist:

„Manche möchten ihren Kindern zeigen, dass das Gemüse nicht im Supermarkt in Plastikverpackungen wächst. Andere finden es spannend, durch unser Gartenprojekt in ihrer Versorgung wieder selbstständiger zu werden und mit uns in und von der Natur zu lernen.“

Habt Ihr Lust, Euch selbst mit Veggies zu versorgen und mit uns die Harke zu schwingen?

Dann erzählt mir einfach bis Sonntag, den 10. 3. 2019 (23:59), warum Ihr das Gartenjahr gewinnen möchtet – als Kommentar unter dem Blog, auf Facebook oder schreibt mir eine Mail an wiebke(at)singlecitymama.com.

Liebste Grüße von Eurer

Single City Mama

Country Vibes – wir gärtnern bald!

Dieser Post enthält Infos und Links zu unserer Kooperation mit Meine-Ernte

Lieblingsmamas,

wir gehen unter die Gärtner!

Das ich das mal schreibe, mutet für den ein oder anderen, der mich besser kennt, bizarr an, denn wenn ich eines absolut nicht habe, ist es ein grüner Daumen. Unvergessen bleibt eine Anekdote aus meiner München-Zeit, als mir das Nachbars-Pärchen vor ihrem Erasmus-Jahr seine Balkon-Pflanzen anvertraute.

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Das, meine Lieben, sind bald wir. Herr Möhre ist Baba-Opa. Denkt Euch einfach die Krücke dazu… (Bild: Meine-Ernte)

Ich warnte die beiden natürlich vor. Das Paar lachte; alles sei besser, als sie einfach verdorren zu lassen. True Words! Etwa vier Monate später kam der Mann, um sechs große – natürlich leere – Blumenkübel wieder abzuholen. Wir schwiegen beide. Betreten stellte ich fest, dass es wohl einfach zu kalt gewesen war.

Ich behielt lieber für mich, dass die Pflanzen nur etwa zwei Wochen in meiner Obhut überlebt haben. All meine Ikea-Pflanzen, Bambusse (Bamben?) und sogar Kakteen ereilte ein ähnliches Schicksal. Ich kann das einfach nicht (mimimi). Mittlerweile gibt es bei uns nur noch Kunstblumen. Anm. der Redaktion: Dem Piranha geht es blendend! Er atmet, ist wohlgenährt und sauber ;-).

Nein, aber im Ernst: Ich bin eine City Mama durch und durch. Den Großteil meines Lebens habe ich in Großstädten verbracht – Hamburg, München, San Diego – nur zum Studium zog es mich ins possierliche Greifswald an der Ostsee. Was auch schön war! Aber ich liebe den Trubel der Stadt, offene Geschäfte, Cafés und Restaurants und Busse im Minutentakt.

Als meine Schwester und ich noch klein waren, besaßen unsere Eltern ein Haus in der Lüneburger Heide. Mein Vater (Baba-Opa) hatte dort seine Kindheit verbracht. Das Haus grenzte an einen großen Wald und Pferdekoppeln, Tante Hu und ich spielten dort regelmäßig mit den Nachbarskindern, ritten auf Steckenpferden und suchten Ostereier im Wald.

Retrospektiv kann ich sagen: Es war idyllisch und wunderschön. Das Haus war staubig, plüschig und roch immer mittelschwer nach Jahrhundertmuff. Es gab keine Spülmaschine und ein Abend auf dem Sofa forderte meine Hausstaub-Allergie zum Tango und meine Nase zum 100m-Sprint auf – aber die Vögel zwitscherten, die Luft war (abgesehen von den Tango-Milben) gut und die Welt schien dort, in einem 300-Seelen-Dorf südlich von Lüneburg, noch absolut in Ordnung. Der größte Claim-to-Fame der Ortschaft war übrigens, dass in der gleichen Straße ein Mitglied einer bekannten Deutschen Rockband residierte.

Als größeres Kind und Teenie fand ich es sterbenslangweilig und uncool. Der nächste Supermarkt war zwei Kilometer entfernt, Süßigkeitengeschäfte gab es nicht und meine Schulfreunde waren viel zu weit weg. Mimimi!

Vor drei Jahren hat Baba-Opa „die Heide“ verkauft. Es war eindeutig die richtige Entscheidung, da großer Sanierungsbedarf bestand und wir es kaum nutzten. Wir fanden eine liebe Käuferin, die sich in das Haus – „eine zauberhafte Puppenstube“ -schockverliebt hatte und es tatsächlich weitestgehend so beließ, wie es war – nur machte sie es viel schöner, pflegte das Grundstück und dekorierte es liebevoll. Ur-Baba Opa (1908-1992), der das Haus vor ewigen Zeiten von einer Tante geschenkt bekommen und dann erweitert hatte, stolziert stolz über seine Wolke, da bin ich sicher!

Aber meine Stadtaffinität soll nicht bedeuten, dass ich ländliches Idyll nicht zu schätzen weiß. Seit der Piranha zwei ist, machen wir mindestens ein bis zweimal im Jahr Bauernhof-Ferien in Büsum an der Nordsee. Der kleine Raubfisch liebt Tiere und ich genieße Natur und Ruhe – in Maßen – heute auch in vollen Zügen.

Vom Prädikat „Öko“ bin ich vermutlich so weit entfernt wie Bruce/Kaitlyn Jenner von Walter „Bruce“ Willis, aber vor kurzem beschloss ich aus verschiedenen Gründen, unsere Ernährung weitestgehend vegetarisch zu gestalten.

Von daher passte eine Kooperation perfekt: Der Piranha und ich bekommen in diesem Jahr einen Gemüsegarten von Meine Ernte zum Testen – ein tolles Projekt, auf das ich mich riesig freue.

Wir werden hier auf einem vorbereiteten Stückchen Land unser eigenes Gemüse anbauen. Da ich absolut keinen grünen Daumen habe (s.o.), wird es für mich eine große Herausforderung – aber zum Glück gibt es umfangreiche Tutorials, Infoabende und die fachmännische Grundpflege eines heimischen Hofes in Norderstedt.

Der Hit: Alles, was wir in unserem Garten säen, können wir sukzessive über die Saison ernten und verputzen. Am aufgeregtesten ist vermutlich der kleine Piranha, für den Gartenarbeit ein echtes Highlight ist. Wir werden berichten!

Liebste Grüße von Eurer

Single City Mama

Sonne, Strand und Sandflöhe?

Post enthält Werbung durch Verlinkung

Lieblingsmamas,

ich hoffe, Ihr habt alle schon ein bisschen Frühlingsluft schnuppern können.

Bei uns geht es zur Zeit drunter und drüber. Nachdem der kleine Piranha und ich letzte Woche zwei herrliche Tage am sommerlichen Timmendorfer Strand verbrachten (das Maritim Club Hotel hatte aus Kulanz eine frühere, eigentlich unstornierbare Buchung geschoben), fanden wir uns gestern mal wieder bei unserer Kinderärztin ein.

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Ob der Ostsee-Strand die Sandflöhe brachte? (Bild: Single City Mama)

Der Piranha hatte seit Freitag plötzlich rote Punkte entwickelt und klagte über Halsschmerzen. Alarm im Sperrbezirk! Da er gegen Masern, Röteln, Windpocken und sämtlichen Spaß geimpft ist, waren Tante Hu, Dr. Google und ich ratlos – und sind es nach wie vor.

Die Diagnose lautete nämlich wahlweise Sandflöhe (brrh!), die er sich am Strand eingefangen haben könnte, oder eine Begleiterscheinung abklingender Enteroviren – ich weiß nicht, was ich verstörender finde. Nach eingehender Ergoogelung der Sandflöhe, vermute ich übrigens, dass es doch die Viren sind.

Den Piranha juckte es (haha) herzlich wenig und er war guter Dinge, insbesondere, da eigentlich heute der Kita-Fasching bevorstand. Leider herrscht jedoch auch in der Kita zurzeit hoher Krankenstand, so dass die Soirée kurzerhand um eine Woche geschoben wurde. Der kleine Piranha verkleidet sich als Ninjago Jay und ist entsprechend ekstatisch – auch ich durfte auch bereits kurz in die Maske schlüpfen, was minutiös durch Bewegtbilder dokumentiert wurde („Mamaaa, mach noch mal nen Videooo“).

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Weniger erfreulich ist, dass ich mich momentan wegen Streitigkeiten ob der Kündigungsfrist mit unserer alten Kita herumärgere und mich diesbezüglich nächsten Monat zu einer mündlichen Verhandlung vor dem Amtsgericht einfinden muss – drückt mir die Daumen.

Auch Baba-Opas Umzug aus unserem Elternhaus in unser jetziges Haus steht für den Frühsommer an. Tante Hu und ich müssen in diesem Zusammenhang nicht nur seinen Umzug und den seiner 7.000.000 Erinnerungen organisieren, sondern auch unsere eigenen Kinderzimmer entrümpeln. Für jemanden, der sich ohnehin nicht allzu gut von Dingen trennt, eine Mammutaufgabe. Tante Hu fasste es neulich treffend zusammen.

Man stößt auf jede Menge Kram, den man eigentlich schon ganz vergessen hat und entsprechend auch nicht vermisst, aber wenn man ihn dann in der Hand hält, fällt das Wegschmeißen schwer.

Wir wollen im Frühjahr mal auf dem Flohmarkt unser Glück probieren 🙂

Ich wünsch Euch was, Ihr Lieben.

Eure Single City Mama

Travelling Mama

Lieblingsmamas,

oh man, der Februar nähert sich dem Ende entgegen und es war viel zu ruhig auf unserem Blog. Der Alltag – ich sag’s Euch! Wir waren reihum krank und eine Woche zuhause hat mich auch arbeitstechnisch ganz schön zurück geworfen.

Dafür steht der Februar bei uns aber auch im Zeichen der tollen Kurztrips. Letztes Wochenende war ich mit Tante Hu zu einem wunderbar-nerdigen Quiz-Event in der Hauptstadt. Ich fühlte mich zwar im Nachgang ungebildeter denn je, aber es war definitiv ein Erlebnis (es gibt keine Antwortmöglichkeiten und die Fragen aus Geschichte, Politik, Musik, Lifestyle, Sport, Wirtschaft und Wissenschaft haben es richtig ins sich! Bei vielen ist es mir absolut schleierhaft, woher Menschen so etwas wissen).

Zudem mietete uns meine Schwester anlässlich ihres 29+ Geburtstags in ein wunderschönes Wellness-Hotel am Ku’damm ein. Ein rundum tolles WE!

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Wissen und Wellness – ein schönes Sister-WE in der Hauptstadt (Bilder: Single City Mama)

Das geht am Freitag schon in der Verlängerung, denn wir reisen nach Prag. Und da waren wir beide noch nie! Der kleine Piranha verbringt die Mama-freien Tage bei engen Freunden und Baba-Opa, wobei die zwei ihre Männer-Runden richtig genießen.

Als kleine Entschädigung fahren der kleine Mann und ich kommende Woche für zwei Tage an den Timmendorfer Strand und lösen eine Gutschrift aus einer alten Stornierung ein. Ich freue mich sehr auf Strand und Planschgelage und viel Zeit mit dem kleinen Raubfisch. Zwischendurch arbeite ich natürlich auch ganz normal und rotiere zwischen allerlei freiwilligen und weniger freiwilligen sozialen Verpflichtungen – Ihr kennt das.

Apropos freuen: Der Frühling kommt, yippieh! Ich bin mittlerweile mehr als bereit für Sonne und Garten und Cafés und überhaupt ❤ Geht Euch das auch so? Ein roter Mantel ist schon wieder am Start (mein roter Lieblingsmantel von Desigual kneift leider noch ein bisschen und darf noch einpaar Wochen auslüften). Allein die frische, sonnige Luft – Happiness!

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Der Frühling steht in den Startlöchern – läuft bei uns…

Ich wünsche Euch was, Ihr Lieben!

Eure Single City Mama

 

Das F-Wort (nicht das, was Ihr denkt!)

Lieblingsmamas,

immer wieder bin ich gerührt von der kindlich-unschuldigen Freundschaftsdefinition des kleinen Piranhas und seiner Kumpels. „Mama, ich habe heute einen neuen Freund gefunden“, verkündet er regelmäßig stolz, wenn er in der Kita mit einem „neuen“ Kind gespielt hat. Wurscht, dass er teilweise gar nicht weiß, wie das Kind heißt. Jemand, der nett ist und mit dem er gerne spielt, ist ein „Freund“.

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(Symbolbild: Unsplash)

Mit zunehmendem Alter wird diese Definition ein bisschen komplexer. Das musste auch der kleine Piranha erfahren, als er den etwas älteren Sohn einer Bekannten unschuldig fragte, ob er sein Freund sei und dieser – eigentlich total korrekt – entgegnete, dass ein gemeinsames Spiel noch keine Freundschaft begründet. Stimmt ja eigentlich – ein bisschen Exklusivität darf man als „Freund“ schließlich erwarten.

Dabei ist das Verständnis des kleinen Piranhas in Bezug auf das zarte Band der Zuneigung tiefgründiger, als ich zunächst dachte. Als wir Silvester im Kreise der Familie ein Partyspiel spielten, bei dem wir 2018 Revue passieren ließen, wurde der Piranha mit der Frage konfrontiert, wer sein Jahr 2018 besonders bereichert hatte.

„Dejan“ erklärte er mit vollem Herzen und meinte seinen engsten Kita-Kumpel. „Er war immer für mich da“. Wir alle waren sehr gerührt.

Mitten in den Vorbereitungen meiner eigenen Geburtstagsparty (whoop whoop!!) musste ich auch bei der Planung der Gästeliste neulich über das Wort Freundschaft nachdenken und wie sich der Kontext verändert.

Früher, in den Dino-Zeiten der Kindheit, gab es ein bis zwei „allerbeste“ Freundinnen, mit denen man ständig unterwegs war und über alles gequatscht hat. Aber oft verlief sich der Kontakt – mal mehr, mal  weniger schmerzhaft, ähnlich wie bei einer Trennung. Dann kam die Cliquen-Philosophie, die sich durch weite Teile der Schulzeit und des Studiums zog.

Und dann sind da die Menschen, die man eigentlich kaum kennt, aber bei denen einfach Chemie und Wellenlänge stimmen. Und die plötzlich wichtig werden. Und auch zum Mikrokosmos „Freundschaft“ gehören, gefühlt sogar mehr als andere, die man schon sein halbes Leben lang kennt. Apropos halbes Leben: Auch da gibt es Freundschaften, die heute immer noch bestehen, und die mir total nahestehen. Wir sind zusammen erwachsen geworden. Also so ein bisschen zumindest, auf dem Papier.

Was mir bei der Planung meines Geburtstags auffiel: Aus jedem Lebensabschnitt ist immer noch jemand in meinem Leben präsent. Kindergarten, Grundschule, Schule, Studium, Ausland, berufliche Stationen, Zufallsbekanntschaften, bei denen es einfach „geklickt“ hat – es ist ein schönes Gefühl, viele Menschen zu haben, die einem etwas bedeuten und vice versa.

Natürlich gibt es Abstufungen. Es gibt Menschen, die ich sehr gerne mag, mit denen ich aber einfach sehr selten spreche. Bei den meisten ist das ok. Wenn wir uns wiedersehen, knüpfen wir genau dort an, wo wir aufgehört haben. Grund für den seltenen Kontakt ist meistens, dass sich der Alltag durch unterschiedliche Lebensentwürfe und Entfernungen kaum überschneidet. Keiner nimmt es dem anderen übel.

Verunsicherungen gibt es eigentlich nur, wenn die Erwartungen unterschiedlich sind, sich einer mehr Verbindlichkeit oder Kontakt wünscht. Oder beim anderen Geschlecht: Wenn man einfach nicht weiß, woran man ist. Liebe, Freundschaft, eigentlich Liebe, aber noch mehr Angst, Freunde mit Vorzügen – wer blickt denn da noch durch? Und was darf man wo erwarten???

Dann stellt sich meiner küch. psych. Meinung nach immer die Frage, wie wichtig einem gerade dieser Mensch ist, und bis wohin es gesund ist, Kompromisse einzugehen (Stichwort: Selbstfürsorge). Andere ändern zu wollen ist schließlich müßig. Also lieber die Frage: Tut mir das gut? Und offen und möglichst vorwurfsfrei ansprechen. „Du, ich hätte mir eigentlich gewünscht, dass…“. Dann sind die Karten auf dem Tisch und der andere kann reagieren.

Dazu gibt es Freunde, die ich ganz regelmäßig sehe, und das ist toll – ich würde sie um nichts in der Welt missen wollen. Man ist immer up-to-date, was beim anderen gerade los ist, holt und gibt sich Rat und öffnet sich emotional total. Numerisch gesehen sind das natürlich die wenigsten, aber auch das ist total okay.

Aber es gibt auch Freundschaften, die sich wieder auseinander entwickeln. Ich finde, das ist auch total normal und gesund (meistens ist es ja ein beidseitiges Gefühl, wenn es nicht mehr so richtig „passt“), solange kein tieferer Groll dahintersteckt, der ausgesprochen werden sollte. Wir alle verändern uns schließlich. Das sieht man schon beim kleinen Piranha. Einige enge Freundschaften sind beständig, bei anderen verläuft sich der Kontakt, immer wieder kommen neue Menschen, Ansichten und Dynamiken dazu.

Nicht alles lässt sich rational erklären. Bei der Freundschaft ist ja wie bei der Liebe immer eine große unbekannte Variable dabei. Der eine Mensch ist total anders als man selbst und gerade deshalb total spannend. Oder tickt ganz ähnlich und ist dadurch ein guter Ratgeber, mit dem man viel lachen kann.

Ich freu mich schon total auf meinen Geburtstag. Von außen betrachtet wird es wirklich ein buntes Sammelsurium an Menschen, die mich aus ganz unterschiedlichen Stationen bzw. Situationen kennen. Mit meiner Freundin Sybille habe ich schon im Kindergarten den Ententanz getanzt, meine Freundin Tina kommt extra aus München angereist, um den Abend mit mir zu feiern. Meine Schwester, Tante Hu, die gleichzeitig meine beste Freundin und „Stimme der Vernunft“ ist, ist selbstredend am Start… und so viele liebe Leute mehr. Aber: Keiner ist zufällig auf der Liste gelandet. Alle bedeuten mir viel und ich bin froh, dass es sie gibt.

Ich bin gespannt, wie sich das Netz des kleinen Piranhas entwickelt. Wer sein Leben bereichert, wen er mir vorstellt, über wen wir uns vielleicht sogar streiten…

Schließlich zeigen ja unsere Freunde auch immer ein bisschen, wer wir selber sind. Ich bin stolz auf meine!

Liebste Grüße,

Eure Single City Mama

 

 

Baba-Opas Storytelling

Lieblingsmamas,

am vergangenen Wochenende haben wir uns in Cuxhaven den eiskalten Nordsee-Wind um die Nase wehen lassen!

Dafür sattelten wir Freitag Nachmittag die Pferde, verluden 4/5 der Familie Piranha (Tante Hu zog Skifahren mit der Kanzlei in Saalbach-Hinterglemm vor, Sauerei!) in mein provisorisch entrümpeltes Auto und düsten mit Piranha und Beagle „Eddie“ auf der Rückbank los.

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Die Fahrt war unkompliziert und Baba-Opa erzählte herrliche Anekdoten aus seiner Jugend. Ich hatte gar nicht mehr auf dem Zettel, wie umtriebig er damals gewesen war. Er erzählte von seiner ersten Liebe, die nach dem Abitur in ein Internat in Oberfranken „verschifft“ worden war. Baba-Opa pendelte damals zu der besagten Dame und verdiente sich in der benachbarten „Pension Puff“ Kost und Logis.

Als er 1967 der Marine beitrat, hatte er direkt zu Beginn einen schweren Autounfall, nachdem er nach einem 36-Stunden-Einsatz übermüdet in einen Graben fuhr und ihm das Wasser anschließend bis zum Hals lief. Trotz diverser Frakturen überstanden Baba-Opa und seine Mitfahrer den Unfall zum Glück ohne Spätfolgen.

Dann berichtete Baba-Opa überaus unterhaltsam von seinen Auto-Exkursionen durch Europa (z.B. Spanien inklusive Schildkröten-Schmuggel) und seiner Marine-Ausbildung (u.a. auf dem Segelschulschiff Gorch Fock). Als auf einer Südamerika-Reise eigentlich seine Beförderung anstand, wurde Baba-Opa Opfer einer ziemlich fiesen Verleumnung.

In Brasilien sollten nämlich Lebensmittel und Spirituosen an Bord gebracht werden. Nach einigem Hin-und Her mussten die Güter händisch von Deck zu Deck gereicht werden. Als Baba-Opa auf Deck 3 plötzlich von oben eine einsame Vodka-Flasche gereicht bekam, überlegte er kurz, sie abzuzwacken und sich einen feucht-fröhlichen Abend zu machen, reichte sie dann aber weiter nach unten – mit fatalen Folgen.

Irgendwer hatte sich nämlich einen feucht-fröhlichen Abend gemacht und die Flasche danach einfach im Kabinenmüll entsorgt. Da niemand die Flasche zuordnen konnte, Baba-Opa jedoch als Überreicher identifiziert worden war, erhielt er einen Verweis wegen Diebstahls in seiner Akte. Die anstehende Beförderung wurde für Baba-Opa gestrichen und er musste als einziger der Crew den Rest der Reise in seiner Matrosenkluft verbringen.

Baba-Opa war verständlicherweise erbost und beschwerte sich beim Kommandanten. Dort wurde ihm mitgeteilt, dass Widerstand zwecklos sei und er die Entscheidung zu akzeptieren habe. Seine Einsprüche wurden abgelehnt. Baba-Opa ging – zusammen mit zwei Freunden – vor das zuständige Gericht, wo man sich verglich. Er wurde nachträglich befördert und beschloss, nach seiner Marine-Zeit in der Crew 4/67 Jura zu studieren. Auch Oma lernte er – viele Jahre später – auf einem Schiffsempfang, natürlich am Buffett, kennen.

Ich war mir nach unserer Autofahrt nicht sicher, ob ich die ersten Geschichten schon mal gehört hatte, aber war dankbar, dass mein Vater sie so launig zum Besten gab – als wären sie erst gestern passiert und nicht vor 50 Jahren. Auch freute er sich sichtlich, sie zu erzählen. „Kennst Du die Geschichte gar nicht?“ fragte er, und setzte schon zum Reden an.

In Cuxhaven verbrachten wir zwei schöne Tage. Am Sonntagmorgen gab es einen kurzen Eklat, als der Hund das Müsli des kleinen Piranhas speiste. Ein Vergehen, dass das Kind erst verzieh, als er im nahegelegenen Hotel ein neues Müsli bekam. Mein Stresslevel war zwischenzeitlich relativ hoch, als ich zwischen einem sehr lebhaften 4-jährigen und meinem Vater, dem das ganze bisweilen etwas auf die Nerven ging, vermittelte.

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Der Versuch, den Piranha nachts ohne Windeln schlafen zu lassen, blieb leider erfolglos, so dass er erst sein und dann mein Bett unter Wasser setzte, aber zum Glück gab es Waschmaschinen und Kekse.

Die Meerluft war traumhaft, wir spazierten über Strand und Dünen und kamen wie immer mit vielen Menschen ins Gespräch. Als ich bei Taifun/Comma nach einem Bolero-Jäckchen suchte, unterstützte der kleine Piranha tatkräftig den Verkäufer, was ihm seinen ersten handschriftlichen Arbeitsvertrag einbrachte.

Der Piranha „unterschrieb“ und zeigte das Schriftstück stolz Menschen in der Fußgängerzone. Abends aßen wir Fisch und der kleine Piranha und ich checkten gestern noch die Thalasso-Therme in Duhnen aus. Baba-Opa verbrachte die meiste Zeit aufgrund seiner eingeschränkten Mobilität in der Ferienwohnung, was seiner Reiselust aber keinen Abbruch tut.

Im März touren wir wieder gemeinsam in die Alpen in das wunderschöne Alpina im Zillertal – ich freu mich schon.

Liebste Grüße und habt einen guten Wochenstart,

Eure Single City Mama

Mama, die zauberhafte Zahnfee

Post entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit baby-walz

Hallo meine Lieben,

aus aktuellem Anlass  – der kleine Piranha flasht seit Verlust von „Schneidezahn-unten-links“ regelmäßig vor Freunden, Passanten und Restaurantbedienungen ungefragt seine Zahnlücke – beschäftige ich mich aktuell mit dem Thema Zähne.

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Zahnringe gab es bei uns auch jede Menge… (Bild: baby-walz)

Auf die Lücke ist er seeehr stolz und präsentiert feierlich den nachkommenden „große-Jungs-Zahn“. Vorgestern bat er mich sogar ein Foto von seiner Mundhöhle zu machen. Falls jemand meine Handydaten ausspionieren möchte – you are more than welcome!

Natürlich besuchte uns auch die Zahnfee (etwas verspätet, denn bei ihrem ersten Versuch, ein Präsent niederzulegen, wachte der kleine Piranha auf und verwechselte die Fee mit mir, ob meines elfengleichen Antlitzes natürlich absolut verständlich ;-))

Die Fee klampfte sich den Zahn in der Dose, ließ eine Paw Patrol-Kopfhörer-Mütze dort und sorgte so für noch mehr Euphorie. Mittlerweile findet der kleine Piranha den Status „zahnlos“ sogar ein bisschen zu cool („Mama, was passiert, wenn ich mir alle Zähne raushaue? Bringt die Zahnfee dann ganz viele Geschenke?“). Nö. Aber mehr Toblerone für mich, muhaha!

Seiteneinwurf: Wusstet Ihr, dass einige Babies schon mit Zähnen auf die Welt kommen? Zum Glück war dem bei uns nicht der Fall, andernfalls hätte meine Brust vielleicht auch ohne mich das Weite gesucht.

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Es gab eine Zeit im Hause Piranha, als Kauen vollkommen überbewertet wurde…

Auch die Zahnpflege ist leider nicht des Piranhas größtes Hobby. Ich habe mir schon allerhand einfallen lassen (z.B. selbst-komponierte Smash Hits über Tiger- und Drachenzähne, bei denen der Piranha Refrain-artig „ghhhrrrrr“ machen muss und ich wie ein Schimpanse mit der Kinderzahnbürste bewaffnet um ihn herum hüpfe), und so rocken wir das momentan eigentlich ganz gut.

Das Zahnen selber verlief bei uns eigentlich ganz entspannt. Der Piranha sabberte, was das Zeug hielt und ab und zu schmierte ich Zahngel auf die betroffenen Stellen, aber an schlaflose Nächte oder dergleichen kann ich mich nicht erinnern. Vielleicht hab ich das aber auch verdrängt.

Den ersten Zahnarztbesuch starteten wir vor etwa einem halben Jahr. Statt zu einem Kinderzahnarzt nahm ich den Piranha einfach mit zu meiner Ärztin und ließ ihn schon bei der Zahnreinigung zusehen. Zum Glück war der Besuch vollkommen unkompliziert und zog keine weiteren Behandlungen mit sich, so dass ich der nächsten Visite entspannt entgegenblicke.

Wenn Euch das Thema Zähne und Zahnen interessiert, kann ich Euch die Themenseite über Zahnen von baby-walz ans Herz legen oder aber die Blogbeiträge unserer Kinderärztin Dr. McGowan.

Auf alle Fälle macht es Sinn, mit spätestens drei Jahren mal beim Zahndoktor vorstellig zu werden, auch um dem Kind Angst und Scheu zu nehmen.

Liebste Grüße,

Eure Single City Mama

Von Sorgen und Dämonen

Lieblingsmamas,

meine Ängste habe ich auf diesem Blog ja schon mehrfach offen thematisiert und weiß deshalb, dass es vielen von Euch ähnlich geht.

Dabei sind es gar nicht so sehr die realen Ängste, sondern vielmehr gedanklich inszenierte Horrorszenarien, die mir das Leben manchmal schwer machen.

Dr. Google und der Sensemann

Während es mir gelingt, alltäglichen Stress und Sorgen oftmals ganz gut zu verdrängen, bin ich seit ich denken kann ein Hypochonder, wenn es um Krankheiten geht. Schon als Kind befürchtete ich bei so manch kleinem Wehwehchen das allerschlimmste, wenn bestimmte Symptome mit den Diagnosen von Dr. Google (an deren Ende immer irgendwo der Sensemann steht) übereinstimmte, plante ich in Gedanken schon meinen Nachlass.

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Bild: Janett Menzel, auf ihrem Blog 

Es klingt lustiger als es ist. 2016 gipfelte das Ganze zusammen mit sehr viel Stress in der Herausbildung von Angstzuständen und Panikattacken, die ich nur mit therapeutischer und medikamentöser Unterstützung in den Griff bekam. Körperlich war ich kerngesund, aber mein Kopf signalisierte mir bei der kleinsten Kreislaufschwankung, dass ich den nächsten Tag nicht erleben würde – ein furchtbarer Teufelskreis, den viele, die in irgendeiner Form schon mal mit Angst zu tun hatten, nur zu gut kennen.

Auch in Bezug auf den kleinen Piranha bekomme ich das oft zu spüren. Zwar bin ich alles andere als eine „Helikopter-Mama“ und gewähre dem kleinen Mann viele Freiheiten, aber die Angst ist geblieben. Klagt der kleine Piranha zum Beispiel über Bauch oder Rückenschmerzen, denke ich zunächst an das allerschlimmste und statistisch am wenigsten wahrscheinliche, und erst dann an Blähungen oder Wachstumsschmerzen.

Ich versuche meine Gedanken jedoch möglichst vom Piranha abzuschirmen, um meine hypochondrische Paranoia nicht auf den kleinen Mann zu übertragen. Das gelingt mir manchmal besser und manchmal schlechter, siehe Zahnwechsel.

Natürlich hat man nie die absolute Gewissheit, dass einem nie etwas passiert, man nie krank wird, jemanden verliert etc. – aber was nützt das längste, gesündeste Leben, wenn einen die permanente Angst vor Worst Case Szenarien um die ganze Freude bringt? Nicht viel. Und ich bin sehr gewissenhaft, was Vorsorgen angeht.

Apropos Vorsorge

Apropos Vorsorge… Gestern war wieder so ein Härtetest, der mich mit meinen Ängsten konfrontierte. Als ich morgens von der Kita ins Büro fuhr, sah ich auf meinem Handydisplay mehrere verpasste Anrufe meiner Frauenarztpraxis. Ich war im Dezember zur jährlichen Krebsvorsorge gegangen und die Ärztin verabschiedete sich mit den Worten, sich nur zu melden, wenn etwas auffällig sei.

Da war er nun der Anruf, drei Wochen später, aber wie der Rückruf ergab, war es tatsächlich die Ärztin persönlich, die versucht hatte mich zu erreichen.

Ich geriet in Panik. Ein Anruf konnte nur bedeuten, dass etwas auffällig war und das widerrum bedeutete, dass mir nicht viel Zeit blieb.

In Gedanken arbeitete ich meine Bucket List durch. Ich hatte Angst. Fuhr rechts ran und rief sofort zurück. Die Ärztin hatte gerade eine Patientin, ich solle es gleich nochmal probieren, sagte die Sprechstundenhilfe, und so blieben mir ganze 15 Minuten, um mich gedanklich auf meinen Abschied vorzubereiten.

„Das ist vollkommen lächerlich,“ flüsterte der rationale, leise Teil meines Gehirns. „Warte doch erstmal ab, was die Ärztin sagt, bevor Du den Kranz auswählst. Und wenn etwas ist, musst Du auch damit umgehen“. Aber mein Blutdruck stieg und heiße Tränen schossen mir in die Augen.

Schließlich entpuppte es sich als das, was statistisch gesehen auch das wahrscheinlichste war – dem Zytogenetiker, der meinen Abstrich untersucht hatte, war eine kleine Abnormalität aufgefallen. Wahrscheinlich völlig harmlos (oft durch kleine Entzündungen bedingt) und ohnehin noch nicht mit schweren Erkrankungen in Verbindung zu bringen, aber statt in einem Jahr sollte ich in einem halben Jahr wieder zur Vorsorge erscheinen. That’s it. Keine weiteren Untersuchungen, kein Grund zur Panik, kein Todesurteil.

In Relation gesetzt…

Ich ärgerte mich über mich selbst, dass meine Dämonen mich für einen Moment wieder hatten. Es gab doch soviel reelles, worüber man sich aufregen konnte, was Ängste verdiente. Dazu kam ein schlechtes Gewissen – im Freundes und Bekanntenkreis gibt es einige Frauen, die viel souveräner mit ganz anderen Befunden umgehen – und ich hyperventiliere wegen einer Vorsichtsmaßnahme.

Schließlich beschloss ich, mit mir selbst etwas nachsichtiger zu sein und eine beobachtende Rolle einzunehmen. Wovor hatte ich Angst? Was wollte ich kontrollieren, was ich ohnehin nicht kontrollieren konnte? Und was sollte ich stattdessen kontrollieren?

Ein bisschen stolz war ich aber auch, dass ich heute überhaupt in der Lage bin, so zu denken. Das sah vor einpaar Jahren, als der Notarzt um fünf Uhr morgens in meinem Wohnzimmer stand und mir Valium spritzen wollte, weil ich dachte, ich hätte einen Herzinfarkt, noch ganz, ganz anders aus.

Leben und lernen, Ihr Lieben.

In diesem Sinne, bleibt gesund und genießt das Leben – ohne Angst,

Eure Single City Mama

„Dinner for Onesie“ in 2019

Lieblingsmamas (und alle, die meinen Blog lesen),

ich wünsche Euch einen wunderschönen Start in ein glückliches und gesundes neues Jahr – mit vielen schönen Stunden, wenig Sorgen und ganz viel von dem Liebesdings!

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Wir haben die Feiertage und den Jahreswechsel vergleichsweise tiefenentspannt im Casa de Piranha im Kreise unserer Kleinstfamilie verbracht.

Silvester begingen wir stilvoll-skurril ein familiäres „Dinner-for-Onesie“ mit entsprechendem Dresscode (Einteiler! Meiner ist schwarz, unförmig, aus Fleece-ähnlichem Polyester, herrlich unsexy, aber sehr bequem). Die Gästeliste: Nur Baba-Opa, der kleine Piranha, Tante Hu und ich. Wir aßen Fondue, stießen um Mitternacht an und beobachteten vom Zimmer des Piranhas, wie der halbstarke Nachwuchs unserer elitären Nachbarschaft ihr Taschengeld in den Nachthimmel schossen. Schön war’s! Und günstig – zumindest für uns!

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Bilder von uns in den Onesies möchte ich Euch nicht zumuten… stattdessen: Der Tisch! (Bilder: Single City Mama privat)

Es gab viel köstliches Essen, einen sehr fleißigen Weihnachtsmann und jede Menge Programm, um einen energiegeladenen Piranha irgendwie zu bändigen. Wir verlustierten uns auf dem Indoor-Spielplatz, waren im Schwimmbad, im Wildpark, auf der Hafenfähre, und und und… Der kleine Piranha strotzt vor Energie und Tatendrang.

Ich hingegen hätte heute morgen gerne länger mein Kopfkissen geherzt (nachdem ich nachts viel zu lange „You – Du wirst mich lieben“, eine creepig-spannende neue Netflix-Serie, rezipiert hatte). Heute begann nämlich für uns der Alltagswahnsinn – und der Start in einen überaus ereignisreichen Januar und Februar.

Ein Kurztrip mit Baba-Opa, Piranha und Familienbeagle „Eddie“ nach Cuxhaven, mein 35. Geburtstag mit „Get your Glam on“-Party, Tante Hus 29+ Geburtstag kombiniert mit einem Quiz-Wochenende in Berlin und ein Sister-Trip nach Prag (mein vollkommen uneigennütziges Geschenk für Tante Hu) stehen unmittelbar bevor. Ich freue mich riesig!

Natürlich hab ich auch für dieses Jahr einpaar gute Vorsätze, die da wären…


Na gut, für einen Moment hatte ich Euch.

Nein, ich möchte weiterhin auf eine gesunde Ernährung und ein gut austariertes Stresslevel achten (dazu zählt auch schöner Stress, s.o.) und den Grad meiner Verpeiltheit nach unten schrauben. Wer mich kennt, weiß, dass ich Chaos auf zwei Beinen bin. Das finden viele zunächst liebenswert und gehört auch ein bisschen zu mir, kann aber auch ziemlich anstrengend sein. Meine Familie dreht regelmäßig am Rad. Ich manchmal auch. Selbst mein vierjähriges Kind ist strukturierter als ich.

Meine Wünsche? Ich hoffe inständig, dass wir alle gesund bleiben. Dass Baba-Opas Umzug in unser Haus (in seine eigene Wohnung in unserem Haus) gut über die Bühne geht und Eddie und er sich schnell akklimatisieren. Dass wir uns alle gut in unserem Mehr-Generationen-Haus eingrooven.

Ich hoffe, auch in diesem Jahr wieder viel rumzukommen, Freunde wiederzusehen, die ich im letzten Jahr gar nicht oder viel zu wenig gesehen habe, vielleicht ein bisschen öfter meine Komfortzone zu verlassen, aber auch auf meine Grenzen – seelisch, finanziell und überhaupt – zu achten.

SingleCityMama_Reise

London, Meran, Zürich, Fuerteventura, Zillertal, Nordsee, Ostsee, Mainhattan… 2018 haben wir viel gesehen – ein großes Privileg ❤

Mein Job macht mir Spaß – das darf gerne so weiter gehen.

Und Ihr so?

Liebste Grüße von Eurer

Single City Mama