Es ist ein… ja was eigentlich?

Hallo Ihr Lieben,

ich hoffe, Ihr habt ein fantastisches Pfingstwochenende genossen!

Im Hause Piranha hat sich Nachwuchs angekündigt. Nein, nein, ich genieße weiterhin mein abendliches Gläschen Vino und habe die Umstandsklamotte seit 2014 im Keller verbarrikadiert.

Tatsächlich ist der kleine Piranha gewissermaßen zum Großvater geworden, denn seine treuen Plüsch-Gefährten Robbie und Bär haben Nachwuchs bekommen – Baby Robbie. Damit ist Robbie (der Ältere) jetzt offiziell Papa Robbie und Bär… nun ja! Wir wissen es nicht, aber wir sind eine sehr moderne Familie. „Robbie und Bär sind die Eltern von Baby Robbie“ verkündete der Piranha kürzlich stolz und machte mich damit zur Urgroßmutter.

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Robbie hat das Casanova-Dasein definitiv in den Genen… (Bild: Gettyimages)

Insgesamt ist das Thema Familienzuwachs für den Piranha momentan sehr präsent. „Mama…“ fragte er mich neulich vor dem Einschlafen. „Wann werde ich endlich großer Bruder?“ Mir blieb vor Schreck fast „Kommt ein Vogel geflogen“ im Hals stecken. „Irgendwann, Schatz…“, sagte ich, wohlwissend, dass der Piranha sich damit nicht abspeisen lassen würde. „WANN?“ fragte er, diesmal mit Nachdruck.

„Erst muss ich den richtigen Mann kennenlernen“, sagte ich vage, und hoffte, dass wir das Thema damit erstmal ruhen lassen könnten. „Wozu?“ fragte das Kind und ich schwieg. Gibt es BravoTV schon auf Kika? Gibt es das überhaupt noch? „Aber Du kennst doch Männer“ argumentierte der Piranha und zählte einige auf: Baba-Opa, unsere Handwerker, seinen neuen Erzieher Paul und den fremden Herrn, dem er neulich eine Löwenzahn-Blume auf der Straße geschenkt hatte… Touché!

Tatsächlich ist die Frage wahrscheinlich für alle Single Mamas irgendwie präsent. Einige Bekannte fragen auch ganz direkt. „Kannst Du Dir eigentlich noch ein Geschwisterchen für Ole vorstellen? Also wenn der „Richtige“ kommt?“, als wenn ich die Bestellung nur noch bei Amazon abschicken müsste.

Klar, denke ich dann. Warum nicht? Ich bin doch „erst“ 34 und immer allein bleiben – och nö. So ein Fünkchen Restromantik ist dann doch geblieben. Muss ja nicht gleich der Schimmel sein, es reicht auch ein Polo. Und Intelligenz, Humor, Verlässlichkeit, Kante, eine rauchige Stimme – ach das übliche Kleingedruckte.

In Wirklichkeit kann ich es mir oft überhaupt nicht vorstellen. Ich bewundere alle Mehrfach-Mamas aus tiefstem Herzen, alleinerziehende ganz besonders. Ein kleiner Mensch, dessen Bedürfnisse zentral über Deinen stehen, ein Job, der das ganze finanziert und ein Körper, der das alles gut wegsteckt – aber zwei? Oder gar mehrere?

Ich bin Mama mit Leib und Seele – oft frage ich mich sogar, was mich früher wirklich erfüllt hat, als es noch keinen rotzfrechen, verschmusten, dreckig lachenden Raubfisch in meinem Leben gab – aber es ist ein Full-Time-Job. Könnte ich zwei handlen? Oder gar mehrere? Sind Männer da wirklich eine Unterstützung? Die Fragen einer Unwissenden.

Was mich beruhigt: Trotz des Patchworkings seiner „Viecher“, wie wir Robbie und Bär manchmal liebevoll nennen, findet der kleine Piranha unsere eigene Familienkonstellation (Mama, Piranha, Baba-Opa und Tante Hu) völlig normal.

Zumindest mir gegenüber hat er das Ganze noch nie hinterfragt. Er weiß natürlich, wer sein Papa ist und genießt die wenige Zeit mit ihm, aber da er es nie anders kennengelert hat, fehlt ihm augenscheinlich auch nichts. Ich bin froh, dass das so ist.

Auf die Geschwister-Frage kann ich dem kleinen Piranha zwar keine konkrete Antwort geben. Aber Baby Robbie, der gehört jetzt schon zu unserer Mischpoke.

Liebste Grüße von Eurer

Single City Mama

 

 

 

Böse Mama Inc.

Lieblingsmamas,

momentan lebe ich mit einem kleinen Rumpelstilzchen unter einem Dach.

Erst heute Mittag bekam der kleine Piranha einen Wutanfall, weil ich es gewagt hatte, bereits das Mittagessen vorzubereiten (Pfannkuchen mit Apfelmus, die Leibspeise des feinen Herrn), während er noch genüsslich Paw Patrol auf meinem iPad rezipierte.

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Manchmal macht der kleine Piranha seinem Titel alle Ehre… (Bild: HearthStone Wiki)

Als der kleine Piranha in die Küche kam, brutzelte der Teig schon in der Pfanne. „Gleich gibts Essen, Schatz“ säuselte ich Martha Stewart-Style. Die Miene des gierigen Piranhas, der sich bis dato auf die Eierspeise gefreut hatte, verfinsterte sich dramatisch.

„Ich wollte heeeeeeelfen“, tobte er und tanzte wütend im Kreis. „Und Du lähähäst mich nicht. BÖSE MAMA!“. Der Piranha war untröstlich und beruhigte sich erst, als er eine Viertelstunde später die Pfannkuchenstücke, die ich liebevoll mit Apfelmuß beträufelt hatte, hinunter schlang und sich dabei erschöpft an meinen Arm lehnte. Der Tobsuchtsanfall verflog so schnell er gekommen war und den Rest des Essens lachte der Piranha dreckig vor sich hin.

Mehrmals täglich bin ich momentan eine „Böse Mama!“, manchmal sogar eine „Sehr böse Mama!“. Zum Glück (für mich) wechselt sich die Beleidigung meiner Person mit herzigen Liebesschwüren ab. „Ich hab Dich sooooo lieb. Bis zum nächsten Feuerwerk!“ säuselt der Wutzwerg und schlingt Abends die kleinen Ärmchen um meinen Hals. Und ich schmelze jedes mal dahin.

Ach, die Gefühlsschwankungen des Piranhas sind entwicklungsbedingt und mit Sicherheit ganz normal, wenn auch manchmal leidig. Auch der Kitawechsel hebt seine kleine Welt (positiv) aus den Angeln.

Als wir letzte Woche mit unseren Freunden Susann und Joni auf dem Nordsee-Bauernhof verbrachten, war es vor allem Joni, der permantent provozierte und Susanns Nerven aufs Außerste strapazierte.

Der kleine Piranha – für seine Verhältnisse lammfromm – machte in erster Linie durch melodramatische Heultiraden von sich reden. „Er ist sehr empathisch“ sagte Susann aufmunternd, als wir „Schweinchen Babe“ nach wenigen Minuten abbrechen musst, weil der Piranha die Trennung von Mama und Babe nicht verkraftete – eine durchaus positive Eigenschaft.

Soll er fühlen und toben und wüten, der kleine Mann. Zum Glück gibts es Wein. Und hartes Zeug aus dem Hause Ben & Jerry’s.

Und die sonnigste Aussicht des Monats: Wir reisen nach Fuerteventura. Der kleine Piranha und ich wurden als Influencer geladen und sind wahnsinnig aufgeregt – mehr dazu in Kürze.

Liebste sonnige Grüße von Eurer sehr bösen

Single City Mama

Vom Gärtnern und Genießen

Lieblingsmamas,

nach einem rundum wunderschönen sonnigen Alpen-Urlaub hat uns der Alltag wieder mit Lichtgeschwindigkeit absorbiert. Und die Woche hat es in sich.

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Der Urlaub im Zillertal war wieder mal herrlich. Mein alter Freund, der Panorama-Pool, und ich hatten allmorgendliche Dates, in denen ich das kühle Nass und die Wahnsinnsaussicht nur für mich allein hatte. Ich werde wahrscheinlich nie begreifen, warum der Pool in Wellness-Hotels nur so selten frequentiert wird, aber ich LIEBE es. Je weniger Nasen mir vor die Nase schwimmen, desto besser.

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Ich habe stolz den Hauch einer Bräune davon getragen und mir die Hälfte meiner zuvor abgefasteten Kilos wieder angefuttert – aber ehrlich, das war es wert. Ich wurde massiert, pedikürt und habe es geschafft, vor dieser Traumkulisse wirklich mal abzuschalten. Ehrlich – hätte ich die Wahl zwischen Fügen und Fidschi – ich müsste zweimal überlegen :-).

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Auch Baba-Opa hat das alpine Feeling und die Rund-um-die-Uhr-Verköstigung sichtlich genossen. Häufig saß er auf unserem riesigen Balkon und beobachtete seinen Enkel beim Spielen. Und der kleine Piranha? War voll in seinem Element und hat in Linus (knapp 3) einen neuen Freund fürs Leben gefunden. Die Zwei waren ab dem ersten Tag unzertrennlich und kluckten von morgens bis abends aufeinander. Ein riesiger Außenspielplatz, Hallenbad, Turnhalle und Kindergruppe taten ihr Übrigens und beseelt traten wir vergangenen Samstag die Heimreise an.

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Und jetzt? Es wird knackig. Ich bin wieder voll eingespannt in diverse Redaktionsprojekte und der Kita-Wechsel steht kurz bevor. Der kleine Piranha weiß es noch nicht, weil ich ihn nicht verunsichern wollte. Heute Abend werde ich aber mal das Gespräch mit ihm suchen, damit er sich auch von seiner alten Kita verabschieden kann.

Letzte Woche haben wir die ersten sommerlichen Tage genossen und nachmittags beim Grillen im Garten relaxt. Der kleine Piranha und sein Freund Talis konnten am Donnerstag bei hanseatisch-hochsommerlichen 25 Grad bereits „anplanschen“ und waren sichtlich erfreut. Gestern unternahmen der Piranha, Baba-Opa und ich einen Tagesausflug in die Lüneburger Heide, wo der Piranha beim Tannenzapfen-Sammeln das Landleben auf Zeit genoss.

Apropos Land… unseren heimischen Hintergarten haben wir ganz nebenbei mit zwei sehr netten, semi-freiwilligen Helfern auf Vordermann gebracht und entlaubt – ich bin ein bisschen stolz. Und wo wir grad beim Thema Garten sind – ich habe gerade eine tolle Kooperation angeboten bekommen. Es ist um mietbare Gemüsegärten – mehr dazu in Kürze.

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Wir gehen unter die Gärtner … mehr dazu in Kürze (Bild: meine ernte)

Erstmal wünsche ich Euch eine wunderschöne Woche. Behaltet die Sonne zumindest im Herzen.

Eure Single City Mama

Du bist wie ich – nur so schön anders!

Liebste Mamas,

als ich heute morgen den kleinen Piranha durch den Schnee(!!)matsch(!!) (ernsthaft? OSTERN!) in die Kita karrte, dudelte im Radio „So schön anders“ von Adel Tawil.

… Du bist wie ich (du bist wie ich, so schön anders)
Nur so schön anders (du bist wie ich, so schön anders) 
Du bist wie ich (du bist wie ich, so schön anders)

Ich musste lachen, weil es mich an den kleinen Piranha und mich erinnerte. Je älter er wird, desto mehr charakterliche Parallelen entdecke ich zwischen uns. Wir haben den gleichen Humor, eine aufgeschlossene Art und ein grundsonniges Gemüt.

Der Piranha ist ein fröhliches, sonniges Kerlchen, der auf der Straße und in Supermärkten wildfremde Menschen mit „Hallooo! Wie heißt Du? Was machst Du da?“ begrüßt. (Anm. jetzt kennt Ihr auch meine Flirt-Line und wisst, warum dieser Blog SINGLE City Mama heißt 😛). Einiges hat er von seiner Oma – das herzhafte Lachen, die schelmische Art.

Auf der anderen Seite ist er sehr pedantisch. „Mama, Du musst mal Dein Auto aufräumen“ (bitte?). Renata, „Nata“, unserer Haushaltshilfe, erklärt er jeden Mittwoch morgen, wo noch Staub liegt und wie sie ihn beseitigen kann (ich könnte jedes mal im Boden versinken). Während ich mich kürzlich beim Autofahren über Schleicher aufregte, beschwichtigte mein 3-jähriges Kind „Mama, die wollen doch auch nur nach Hause!“. Arrghhhhhh!

Oft neige ich dazu, Situationen emotional zu bewerten. Ich bin zwar weder nachtragend noch leicht beleidigt, aber auch nicht besonders rational geschweige denn strukturiert. Herz über Kopf und Portemonnaie über Bankkonto ist eher mein Motto. Der kleine Piranha ist da anders. Er wägt Argumente ab, spricht meist sachlich und wenn er Mist gebaut hat (aka mich vorsätzlich mit Spielzeug beschmeißt), entschuldigt er sich mehrfach mit gedämpfter Stimme (tulligung, Mama, tulligung) und wickelt seine Ärmchen um mich herum.

Bei unseren Babysittern ist der kleine Piranha als absolut unkompliziert bekannt und beliebt. Wenn ich gehe, schaut er meist nicht mal von seinem Spielzeug hoch. Maximal bekomme ich meinem kleinen Mann ein halbherziges „Tüss, Mama“ abgerungen.

Wenn ich manchmal höre, was sich anderswo für Dramen abspielen, bin ich froh darüber und sehe es nicht als Affront. Ich glaube, dass der Piranha sich sicher fühlt. Er weiß auch immer wo ich bin. Wenn ich Salsa tanze, wünscht er mir viel Spaß und gehe ich mit Freunden essen, bittet er mich – ganz Piranha – ihm etwas aufzubewahren.

Ich bin sooo gespannt, wie mein Sohn heranwächst und wie sich seine Persönlichkeit entwickeln wird. Eine Persönlichkeit war er schon als schelmisch grinsender, zahnloser Säugling. Und ich wünsche mir, dass mein Kind immer so selbstbewusst und souverän durchs Leben stolziert. Dass er weiß, dass er absolut ok ist, so wie er ist und innigst geliebt wird.

Ich bin unendlich stolz auf diesen kleinen Menschen und hätte es nicht besser treffen können ❤

Eure Single City Mama

Seid freundlich. Seid komisch. Genießt das Chaos!

Lieblingsmamas,

whoooooooooop – trotz unserer etwas längeren Pause habe ich eben eine Email von Patrick von Elterngeld.de bekommen – Single City Mama ist wieder unter den Top 50 Family-Blogs!

Ich freue mich sehr – weniger über die Auszeichnung, als über die Tatsache, dass Ihr Spaß am Lesen habt und Euch in vielen Artikeln wiederfindet.

In vielen Bereichen sind wir sehr privilegiert. Baba-Opa ist eine echte Stütze – Opa, Oma und Erziehungsperson in Einem <3. Wenn der kleine Piranha krank ist oder ich ihn brauche, ist er sofort zur Stelle. Ebenso Tante Hu, die dem Piranha auch mal Grenzen setzt, wenn ich Herzchen in den Augen habe. Ich habe ein tolles Netzwerk, zum Kindsvater gibt es einen positiven Kontakt, ich habe einen gut bezahlten Job und einen flexiblen Arbeitgeber. Das könnte viel schlimmer sein – und ich weiß, dass viele Alleinerziehende in diesem Bereich mehr Sorgen haben.

Aber auch ich stehe ständig unter Strom, versuche Job, Haushalt und einen quirligen Dreijährigen unter einen Hut zu bekommen und mich selbst dabei nicht zu vergessen, Hobbies zu haben, Freundschaften zu pflegen und sogar auf Dates zu gehen (wenn der Mann spannend ist und Kraft und Zeit es zulassen).

Im Sommer 2016 bekam ich die Quittung für ein über lange Zeit zu hohes Stresslevel – auch emotional – und mir wurde die Fragilität der mentalen Gesundheit vor Augen geführt. Gefühlt von heut auf morgen wurde aus einer starken, souveränen Redakteurin mit Hummeln im Hintern ein fragiles Bündel, dass Angst hatte, den nächsten Tag nicht zu überleben.

Die Ärzte attestierten mir eine einwandfreie physische Gesundheit und diagnostizierten Panikattacken. Ich suchte mir professionelle Hilfe und thematisierte das Ganze offen, „sogar“ am Arbeitsplatz, fuhr in eine Mutter-Kind-Kur und wurde achtsamer. Abends bleibt der Laptop aus, ab 20.30 gehört die Zeit mir, einen Großteil der Abende entspanne ich Zuhause bis mir auf dem Sofa die Augen zufallen. Ich mache wieder mehr Sport und lernte mich besser abzugrenzen, wurde mir meines eigenen Wertes und meiner Grenzen bewusster.

Denn mir war klar: Anders geht es nicht. Anders kann ich das Pensum nicht bewältigen. Durch das Schreiben möchte ich Euch zum lachen bringen, aber auch vieles weitergeben, was ich für mich selbst gelernt habe.

Vor allem: Je offener man durchs Leben geht, desto mehr kommt zurück. Menschen öffnen sich, erzählen von sich. Es gibt natürlich nach wie vor Enttäuschungen, Ärger im Job, Liebeswirrwarr, alles, was das Leben bunt macht – aber an allem wächst man…irgendwie…auch wenn es uns manchmal erst viel später klar wird.

Gestern habe ich ein schönes Zitat gefunden, das die Netzgemeinde Anthony Hopkins zuschreibt:

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Wer auch immer diese Worte gesprochen hat – ich unterschreibe das. Voll und ganz.

Liebste Grüße von Eurer

Single City Mama

Das Begreifen der Endlichkeit

Guten Morgen Ihr Lieben,

diese Woche begann für den kleinen Piranha und mich sehr nachdenklich. Da der kleine Mann sich eine Bindehautentzündung eingefangen hatte, waren wir am Montag mittag bei unserer Kinderärztin auf dem Gelände des Hamburger Uniklinikums.

Nur wenige Gebäude entfernt liegt die beste Freundin Baba-Opas mit einer sehr schweren Erkrankung auf der Palliativstation. Da sie eigentlich keinen Besuch empfangen möchte, beschloss ich, ihr eine kleine Aufmerksamkeit in Form eines Buches und Osterschokolade vorbei zu bringen und im Schwesternzimmer zu hinterlegen.

Als wir auf der Station ankamen, die in warmen Tönen gestrichen und mit einer kleinen Bibliothek mehr Würde und Gelassenheit ausstrahlte, als ich zunächst vermutete, bat uns die herzliche Schwester einen Moment zu warten, während sie unsere Freundin fragte, ob sie uns kurz empfangen wolle.

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Etwas pathetisch, aber die Botschaft finde ich schön… (Bild: Palliativzentrum Unna)

Sie willigte ein und der kleine Mann und ich durften eintreten. Es tat weh, Baba-Opas Freundin so fragil und sichtlich geschwächt zu sehen und zu wissen, dass wir nichts würden tun können. Floskeln wie „gute Besserung“ erübrigten sich ebenso wie Mitleidsbekundungen oder „oh Gott, wie schrecklich“-Elaborationen. Und so unterhielten wir uns über Baba-Opa und ich fragte, wie es ihr heute ging.

Ich bewunderte die unglaubliche Stärke und den Humor, den sich die tapfere Frau bewahrt hat – und ich bewunderte mein Kind für seine Empathie. Entgegen seiner momentanen Rocker-Phase war der kleine Piranha ganz ruhig, während ich mich mit unserer Freundin unterhielt. Er weinte nicht und motzte nicht, wie er es manchmal in Krankenhausumgebungen tut. Erst zum Schluss brachte er mit Sprüchen wie „guck mal, wie groß ich schon bin“ uns alle zum Lachen.

Auch als wir das Zimmer wenig später verließen, war der Piranha ungewöhnlich ruhig. Ich überlegte, wie ich dem kleinen Mann die Situation möglichst kindgerecht, aber ohne blumige Metaphern beibringen konnte. Ich wollte nicht, dass er das Gefühl bekommt, jede Krankheit sei ein unumstößliches One Way-Ticket in den Himmel, aber ich möchte auch, dass er die Endlichkeit als einen normalen Prozess begreift, kein verdrängtes Tabu.

Durch den frühen Tod meiner Mutter, kennt er seine Oma nur aus unseren Erzählungen, aber er hat dennoch ein inniges Verhältnis zu ihr aufgebaut. „Ich möchte, dass Oma hier bei mir ist“, klagt er manchmal und ich versuche ihm so ruhig wie möglich die Situation zu schildern, möglichst natürlich. Auf Fragen wie „Sieht Oma uns jetzt?“ oder „Hat Oma im Himmel ein Wohnzimmer?“ antworte ich wahrheitsgemäß, dass ich es nicht weiß, aber es eine schöne Vorstellung finde.

Am Abend fragte ich Tante Hu, ob es richtig war, den kleinen Piranha mit auf die Palliativstation zu nehmen, oder ob ich ihn damit emotional überfordert haben könnte. „Viele Kinder haben gar keine Wahl“, sagte Tante Hu richtigerweise.

Ich denke, so lange der kleine Piranha Raum für alle Gefühle bekommt und fragen kann, war es für uns die richtige Entscheidung. Es hat jemandem ein Stückchen Freude geschenkt und es hat uns selbst Demut vor dem Wert unserer Gesundheit beschert.

Nachdenkliche Grüße von Eurer

Single City Mama

Single City Wauwau & Sohn

Hallo meine Lieben,

es bellt im Hause Piranha! Der kleine Raubfisch hat die Hundephase erreicht. Die Gründe für die Identifikation mit Eddie, unserem Beagle, der bei Baba-Opa lebt, liegen zwar weiterhin im Dunkeln, aber der kleine Mann ist Feuer und Flamme.

Meistens spricht er von sich, dem „kleinen Wauwau“, in der der dritten Person. „Der kleine Wauwau hat Hunger“ oder „Darf der kleine Wauwau einen Griesbrei essen?“. Vor allem, wenn es um das Herunterholen von Spielsachen geht oder Speisen zubereitet werden sollen, wird der „große Wauwau“ aka ich zu Rate gezogen.

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Der kleine Piranha macht sich für den Kitafasching bereit…

Auch kalendarisch ist der kleine Kläffer der gemeinen Zeitrechnung schon einige Monate voraus und hat seinen Wunschzettel im Geiste bereits erstellt. Der Weihnachtsmann soll neben einem Hundekorb auch eine Hundeleine und einen Hundetransportkäfig bringen. (ist klar, kleiner Wauwau!)

Lustigerweise erinnern mich die animalischen Freuden des kleinen Piranhas an eine Zeit im Leben von Mini-Tante Hu. Die war nämlich ebenfalls im Alter von etwa drei Jahren temporär ein Dackel und bekam vom Weihnachtsmann ein entsprechendes Körbchen geschenkt 😛

Kürzlich las Baba-Opa uns beim Familienfrühstück in der „B…. örse am Sonntag“ das chinesische Horoskop vor.  Der kleine Piranha jubilierte, da es ihn selbst als Pferd, Baba-Opa als Hund, Tante Hu als Tiger und mich als Ratte klassifizierte. „Mama, Du bist ein Ratte… muhahaha“ tönt es seitdem mehrfach täglich, begleitet von einer dreckigen Kleinkinderlache.

Hat der kleine Piranha nur verdammt viel Phantasie oder sind menschliche Wauwaus weiter verbreitet, als ich dachte? Als ich ein bisschen recherchierte, wurde ich auf einen interessanten Artikel aufmerksam:

Rollenspiele setzen mit ungefähr drei Jahren ein, machen Kindern aber oft bis weit in die Grundschulzeit hinein Freude. Für die Kita- und Vorschulzeit sind sie eine sehr typische und häufige Form des Spielens. (Quelle: Kindergesundheit-Info)

Demnach spielen sich die Kids in die Welt der Erwachsenen hinein. What? Sprach’s und strich sich die Haare hinter die Schlappohren. Weiter heißt es:

Das Rollenspiel hilft, Erlebnisse zu verarbeiten und Ängste abzubauen. Indem Kinder das, was sie erlebt haben, im Rollenspiel darstellen, können sie es leichter verarbeiten. Auch Ängste können auf diese Weise bearbeitet werden: So versucht beispielsweise manches Kind, seine Angst vor Hunden zu überwinden, indem es selbst immer wieder spielt, ein Hund zu sein.

Angst hat der kleine Piranha sicher nicht – das bewiesen schon zahlreiche Begegnungen mit zum Teil gigantischen Doggen, die der Piranha zärtlich mit „Hallo Wauwi“ begrüßte. Aber dennoch: Die Argumentation leuchtet ein.

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Nach unserem letzten Bauernhofurlaub scheint mir die Kuh eine durchaus würdige Nachfolgerolle… (Bild: Karneval Universe)

Jaja, wie der kleine Piranha zum Kitafasching erschien könnt Ihr Euch vorstellen… Großer Wauwau ist schon gespannt, was als nächstes kommt. Zum Glück gibt es bei Hagenbeck und natürlich im Internet jede Menge Inspiration 🙂

Animalische Grüße von Eurer

Single City Mama

Baba-Opas Ohrringphobie

Lieblingsmamas,

einen wunderschönen Mittwoch wünsche ich Euch!

Perfider Weise begann dieser für mich heute schon um 6.15, als ich von einem querliegenden Piranha aus dem Traumland vertrieben wurde.

Da ich noch jede Menge auf der Agenda hatte, stand ich auf, schmiss die erste Ladung Wäsche in die Maschine, reinigte rudimentär unsere Küche und reflektierte das vergangene Wochenende. Baba-Opa hatte wieder herrliche Zoten in petto.

Aktuell planen wir gerade unseren nächsten Generationenurlaub in den Alpen nach Ostern und Baba-Opa echauffierte sich wiederholt über meine Ohrringe. „So fahre ich nicht mit Dir weg, Kind“, sinnierte er kopfschüttelnd.

Wieder einmal sah ich mich um, ob er mit mir, seiner 34-jährigen Tochter sprach, oder mit dem kleinen Piranha. Er sprach mit mir, während der Piranha mit Gusto Schweinebraten mit Gelee in sich reinschauffelte. „Nicht mit diesen Dingern in den Ohren“, ergänzte er angewidert. Gemeint waren kleine Rosenquartze, die an einem Stück Gold ca. 2 mm von meinen Ohrläppchen baumeln. Man muss dazu sagen, dass Baba-Opa schon immer strikter Gegner von Piercings jeglicher Art war und seine Abneigung in der Regel lautstark zum Ausdruck bringt.

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Diese kleinen Ohrringe waren im wahrsten Sinne des Wortes der Stein des Anstoßes….

Als ich mit 16 für ein Austauschjahr in den USA lebte, ließ ich mir die Ohrlöcher heimlich stechen und stellte ihn vor vollendete Tatsachen. Mein Vater war zwar „not amused“, aber arrangierte sich mit der Situation. Dennoch hat er das Bedürfnis, jedes Paar, das sich mit meinem Besitz befindet (befand, vollständig sind kaum noch welche) zu kommentieren. „Die darfst Du meinetwegen tragen“, sagt er gnädig, wenn ich kleine Perlenstecker ausführe. Als ich eines Tages mit Kreolen kam, verschlug es ihm vor Gram die Sprache.

Meistens muss ich schmunzeln, da ich ihn lange genug kenne, um zu wissen, dass er nichts Böses im Sinn hat. Dennoch ist er mir wichtig, dass er mich ernst nimmt. Klar, meine Schwester und ich bleiben immer seine „kleinen Mädchen“ und wahrscheinlich wird es mir mit dem Piranha nicht anders gehen – aber oft muss ich ihm vor Augen führen, dass ich mittlerweile eine berufstätige Mutter mit einem akademischen Abschluss bin, einen eigenen Haushalt führe und selbst meine Steuern zahle.

Sogar das „Füße unter seinen Tisch strecken“ funktioniert nicht mehr – meist streckt er mittlerweile seine unter unseren.

Abgrenzung ist wichtig

Meine Entscheidungen – ob sie richtig oder falsch sind – treffe ich selber und auch der latente Machismus, der in der Generation meines Vaters noch ziemlich weit verbreitet war („hol mir mal…“), muss sich nicht unbedingt auf den kleinen Piranha übertragen.

In diesem Zusammenhang erzählte mir meine Freundin Sybille neulich eine Anekdote, die uns beide nachdenklich machte. Mann und Sohn (3) hatten im Wohnzimmer etwas zusammengebaut. Als Sybille helfen wollte, sagte der Kleine „Du kannst in die Küche gehen und was leckeres kochen“. Wir mussten beide lachen, aber schlussfolgerten, dass wir unsere Söhne definitiv zu emanzipierten Männern erziehen werden, die Frauen auf Augenhöhe sehen. Jawoll!

In diesem Sinne,

liebste Grüße von Eurer

Single City Mama

 

Vom Fasten und der Sehnsucht nach dem Frühling

Hallo Ihr Lieben,

ich muss mal wieder eine kleine Staubschicht abpusten… mooooment.

Bei uns herrschte in den vergangenen Wochen mal wieder jede Menge Trubel und kaum Zeit, das Erlebte irgendwie zu reflektieren geschweige denn in die Tasten zu hauen. Ich befand mich im Funktionsmodus… tick tack! Aber wir leben noch und es geht uns gut.

Wo soll ich anfangen? Der kleine Piranha wächst und spricht und ist frech und fordernd und dabei unfassbar süß. Und ich? Arbeite viel, schlafe tendenziell zu wenig und tupfe morgens sorgfältig meine Augenschatten ab. Und ich schrumpfe.

Denn seit 2 Wochen faste ich mich in eine sommerkleidertaugliche Frühlingsfigur. Der Hintergrund ist, dass ich eine hoffnungslose Stressesserin bin und mit dem steigenden Stresslevel der letzten Monate hat meine Liebe für cremige, beruhigende, zuckersüße Schokolade überhand genommen und meinem Körper unnötige Pfunde beschert. Ziemlich viele sogar in sehr kurzer Zeit – ein Teufelskreis.

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Feste Speisen nimmt momentan nur der kleine Piranha zu sich… (Bild: Dreamstime)

Als wir vor 2 Wochen auf unserem Lieblingsbauernhof an der Nordsee urlaubten, fühlte ich mich so unwohl, schlapp und unfit, dass ich wusste, dass etwas passieren muss. Aber leider war ich auch nicht weniger gestresst und so setzte die Verdrängeritis einer Süchtigen ein.

Da ich mich entsprechend von meinen liebgewonnenen Zuckervorräten und abendlichen Vinosessions kaum trennen konnte, entschied ich mich für ein vierwöchiges modifiziertes Fasten mit Eiweiß-Pülverchen (mit begleitender Ernährungsberatung). Das kenn ich und das kann ich und überhaupt – manchmal tut so ein Kick-Off gut und hilft, alles wieder in die richtigen Bahnen zu lenken.

Weg vom Essen, weg von allem und vor allem: Struktur. Und es funktioniert. Ich lungere zwar regelmäßig nach der Paprika und den Toastbrötchen des kleinen Piranhas, aber ich habe keinen körperlichen Hunger und mein Körper schrumpft sich in Form.

Bis Ostern werde ich das Fasten noch durchziehen. Da wir anschließend mit Baba-Opa ins Zillertal fahren und dort eine köstliche Verpflegung (und ein Panorama-Pool) wartet, werde ich rechtzeitig normale Mahlzeiten wieder in meinen Tagesplan integrieren (so masochistisch bin ich dann auch wieder nicht). Am Dienstag startete auch nach der Winterpause wieder mein Salsa-Kurs, so dass das 2-stündige Gute-Laune-Power-Workout hoffentlich sein Übriges tun wird, um mich frühlingsfit zu machen. Tschakka!

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Ich liiiiebe es – mein wöchentliches Power-Workout… (Bild: Fotolia)

Apropos Frühling: Ich kann es ehrlich kaum erwarten, bald wieder die Abende im Garten oder auf dem Balkon zu verbringen. Und schon bald stehen große Veränderungen ins Piranha-Haus: Urlaub in den Bergen, der Piranha wechselt in eine neue Kita und am ersten Juni wird der kleine Mann vier! Vier! WAAA!

Oh, und ich versuche bei all dem Muttitasking mich selbst nicht zu vergessen und werde mich heute abend mal wieder ins Kino bewegen und „Die Verlegerin“ anschauen. Ganz allein – weil ich es kann ;-).

Liebste Grüße und ein wunderschönes WE,

Eure Single City Mama

Warum ich im Erklärbärtum eine Niete bin (darum!)

Liebste Lieblingsmamas,

der kleine Piranha hat gerade einen gruseligen Infuenza-Virus auskuriert und frönt derzeit mit beharrlicher Leidenschaft sehr unterhaltsamen Identitätsspielen – und Fragemarathons (Marathonen? Egal…).

Ehrlich – ich habe nicht die geringste Ahnung woher das Kind seine Phantasie nimmt. Meine eigene reicht meist nicht mal mehr aus, um für enge Freunde und Verwandte ein semi-originelles Geburtstagsgeschenk zu besorgen und der Piranha konstruiert ganze, zumeist animalische Biografien – allerdings (noch) ohne die entsprechende Garderobe.

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Der kleine Piranha wäre oft gerne einfach der kleine Hai… (Bild: Horror-Shop.com)

Mal ist er „Eddie“, unser Beagle, der bei Baba-Opa wohnt, mal der kleine Wauwau (nicht zu verwechseln mit dem großen Wauwau – ratet, wem diese Ehre zuteil wird…), mal ein Hai, der nur in kalten Gewässern schwimmt (die kürzlich selbst eingeforderte kalte Dusche von Baba-Opa fand er allerdings weitaus weniger großartig), und mal ist er einfach nur Mama.

„Du bist Ole und ich bin Mama“ erklärt mein kleiner Drei-Käse-Hoch, nur um mich direkt im Anschluss mit tückischen Suggestivfragen zu überrumpeln. „Möchtest Du heut in der großen Heia schlafen, Ole?“ fragt mich das Kind scheinheilig und lacht sich dabei diebisch in seine kleinen Fäustchen.

So gerne ich seine Elaborationen höre – oft stoße ich beim antworten an meine imaginären Grenzen. Denn der kleine Piranha fragt sich alles ganz genau nach und fordert Erklärungen bis ins kleinste Detail. Warum? Wieso? Weshalb? Das läuft meistens so ab.

Piranha: Wohin fahren wir?

Ich: Nach Hause.

Piranha: Warum?

Ich: Weil es spät ist.

Piranha: Warum ist es spät? oder Warum ist das unser Zuhause?

Ich: Darum. Oder: Weil wir dort wohnen.

Piranha: Warum wohnen wir da?

Ihr versteht das Konzept…

Die Fragerei ist toll … und zermürbend … darum, seufze ich oft nach der fünften Schleife resigniert und fühle mich gleichzeitig ein bisschen rabig.

Gibt es etwas pädagogisch wertloseres als eine Mutter, die den Wissensdrang ihres Kindes unterbindet? Vermutlich nicht, also ziehe ich mir Erklärungen aus dem Hintern, über die selbst die Schnullerfee und der Weihnachtsmann nur herzhaft lachen könnten. Haarsträubend und jeglicher Logik trotzend. Den Bluff durchschaut manchmal sogar der kleine Piranha. „Aber Du hast doch gesagt…“ FUCK!

„Elephants never forget“ sagt Tante Hu gerne, wenn sie mich mit irgendeiner Peinlichkeit aus der näheren und ferneren Vergangenheit aufzieht. Piranhas never forget. Und ich bin froh, dass ich mich nie für ein Lehramt entschieden habe.

Warum? Darum! (verdammte Kiste, um es mit den Worten des kleinen Mannes zu sagen)

Eure Single City Mama