Von Hugos und Hunde-Selfies

Moin moin Ihr Lieben,

ein ereignisreiches Wochenende liegt hinter uns. Wir hatten Besuch von lieben Freunden (Daniela und Niklas, die wir letztes Jahr auf Borkum kennengelernt hatten mit Papa Nico im Gepäck). Da die drei Hamburg bisher kaum kannten, schwangen wir uns gestern bei strahlendem Sonnenschein in die U3 und düsten gen Hafen. „Elphi“, HafenCity, Hugo schlürfen, Klettern und Schokoeis – es war ein richtig schöner Nachmittag und abends schmissen wir den Elektrogrill (!!) im Wohnzimmer an.

Nico kümmerte sich rührend um die beiden Jungs, tobte mit ihnen und machte mit ihnen Wettrennen. Im Gegensatz zum leiblichen Vater des kleinen Piranhas, der es in den vergangenen sieben Wochen leider nicht geschafft hatte, seinen jüngsten Sohn auch nur ein einziges Mal anzurufen, geschweige denn zu besuchen (…wohl aber die Zeit fand, am Goldstrand zu urlauben und das Netz mit Selfies von sich und seinem Hund zu ver(w)(h)öhnen… es wäre definitiv komisch, wenn es nicht so traurig wäre.)

Väter

Vater werden ist nicht schwer, Vater sein… Ihr kennt den Schnack!

Auch wenn ich den kleinen Piranha gerne beschützen würde, wird er sich sein eigenes Bild machen bzw. tut es schon heute. Ab und zu fragt er natürlich nach ihm (wo ist Papa? Wann kommt er?) und freut sich, in unregelmäßigen Abständen Zeit mit ihm zu verbringen, aber ich versuche avisierte Besuche aus gegebenen Anlass immer vage zu halten und rede dem kleinen Gegenüber nur positiv von seinem Vater (Wauwaus sind ja zum Glück hoch im Kurs, um mal ein bisschen Galgenhumor einzustreuen).

Zudem versuche ich mich selbst nicht (mehr) zu ärgern. Man ändert die Menschen schließlich nicht, kann emotionale Nähe und Verantwortung nicht erzwingen und zum Glück zeigen Männer wie Ertan, der Vater von Piranha-Freund Joni, dass es auch bei getrennten Elternteilen eben auch anders geht. Ich schwöre mir insgeheim, dass ich dem kleinen Mann in Zukunft nur noch verlässliche, interessierte Männer an Mamas Seite vorstellen werde. Zum Glück mangelt es ihm auch so nicht an liebenden Bezugspersonen, dafür sorgen schon Baba-Opa, Tante Hu, Claudia, Jürgen und unsere vielen liebe Freunde.

Auf jeden Fall gab es auch viele positive Erkenntnisse des Wochenendes. Hamburg ist wunderschön und es gibt so viele Ecken, die wir viel öfter besuchen sollten.

 

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Da der Kindergarten des kleinen Piranhas die kommenden 2 Wochen Sommerpausen-bedingt geschlossen ist, brachte ich den kleinen Mann heute morgen in seine Ersatzkita (des gleichen Trägers) nach Altona.

Doch während er im letzten Jahr mit Bär in der Hand sofort hineinspaziert war, gab es heute viele, bittere Tränen. Der kleine Piranha vergrub sich die erste halbe Stunde an meiner Brust und weinte bitterlich. Ich hielt ihn im Arm, kuschelte ihn und war froh, dass ich so einen tollen Chef habe, der mir an solchen Tagen vertraut, dass ich meine Arbeit auch so erledigt bekomme. Als wir mit der ganzen Kinderschar auf den Spielplatz gingen, war er zur „Trennung“ bereit und ich hole ihn gleich zum Mittagsschläfchen in der „großen Heia“ wieder ab. Dann machen wir uns einen schönen Nachmittag. Den wünschen wir Euch allen auch! Lasst es Euch gut gehen und ärgert Euch möglichst wenig.

Hochsommerliche Grüße von Eurer

Single City Mama

Pinguine am Strand

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Guten Morgen Ihr Lieben,

… nach der Party ist vor der Party – und es folgt: der versprochene Event-Bericht. Ach, es war ein richtig lustiger Abend gestern, den die Gastgeber Satisfyer und partner da im Strandpauli Beachclub für uns ausgerichtet hatten! Als Set Up könnt Ihr Euch eine Tupper Party vorstellen, nur dass statt Silikonbackformen summende Pinguine auf uns warteten.

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Der „Satisfyer Pro Penguin“ war eines der Highlights des Abends… (Bilder: Single City Mama)

Ich war ehrlich beeindruckt, wie entspannt und humorvoll die Organisatoren das Event gestaltet hatten und bis auf den Moment des Gruppenfotos, für das wir mit Special Guest Eve Champagne und den kleinen Gadgets auf der Treppe posierten und so manchem Beachclubber vor Erstaunen der Mojito aus der Hand fiel (Sind das wirklich…? Nee, oder…?), hätte man von „außen“ nie vermutet, dass hier Sextoys präsentiert werden. Summende Love-Companions, made in Bielefeld.

Selbstverständlich beschränkte sich das obligatorische „Hands-On“ auf die Begutachtung des prämierten Designs und der originellen Formen und Materialien.

Wir Gäste (ca. 16 Bloggerinnen), die Mädels von Satisfyer und partner (vertrieben über EIS.de) sowie der Agentur IC, und der „Quotenmann“, der sich in diesem femininen Set Up wirklich bravourös schlug, hatten einen herrlichen Abend. Es war ehrlich, locker, witzig, aber nie plump. Die Produkte, die originell und ästhetisch in Szene gesetzt waren, wurden fachkundig erklärt. „Sextoys werden salonfähig“, resümierte PR Lady Ellie. Raus aus der Schmuddelecke, rein in die Gadgetvorschläge der Hochglanzmagazine.

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Ein „Sneak Peak“ auf die neue Kollektion offerierte der originell dekorierte Tisch…

Soweit ich es überblicken konnte, war Single City Mama der einzige vertretene Mama-Blog des Abends. Die meisten Mädels bloggten über Lifestyle- und Beautythemen. Dabei ist es gerade für Mamas oft eine echte Herausforderung, dass das Liebes- und Intimleben im Alltag zwischen „Kacki“ und „Quetschis“ nicht komplett auf der Strecke bleibt. Da stimmte mir auch meine Freundin Sybille zu, die seit einigen Jahren mit ihrem Mann Matthias verheiratet ist.

Wie oft verliert sich das erotische Knistern in der Hektik des Alltags zwischen Windeln und singenden Comic-Zügen? Auch als Single rutscht die Priorität „netten ER kennenlernen“ oft hinter „Kinderturngruppe finden“ oder „Feuerwehrmann Sam“-T-Shirt bestellen. Für amouröse Abenteuer fehlt neben der emotionalen (nicht-) Eignung auch häufig die Zeit – und die Energie. Patchwork ist bei uns derzeit nur das Muster des Kindersofas.

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Liebe und Sex gehören ja auch irgendwie zusammen – auch wenn es die berühmte Selbstliebe ist…

Als VIP-Gast plauderte Burlesque-Ikone Eve Champagne locker-flockig aus dem Nähkästchen. Neben ihren Auftritten arbeitet sie in einem Erotikshop auf dem Kiez als „Beziehungshygieneartikelbearbeiterin“ und hatte einige lustige Anekdoten zu erzählen. Und wir? Tranken Cocktails, aßen Burger, lachten, quatschten und begutachteten die schicken Toys – die neueste Generation, die im Herbst erscheinen wird.

Das gelungene Event war – im wahrsten Sinne des Wortes – ein echter Höhepunkt der regnerischen Woche.

Liebste Grüße von Eurer

Single City Mama

Das schönste Tabu der(rrh) Welt (Part 1)

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Hot-hot-hallo Ihr Lieben,

neulich blinkte meine Inbox mit meiner allerersten Event-Einladung in meiner Funktion als Mama-Bloggerin. Whoop whoop! Befreundete Blogger-Mamas hüpfen immer wieder auf Veranstaltungen herum, bei denen es vor allem um neue Produkte von Kinderutensilien-Herstellern und das megahippe Trendthema „Nachhaltigkeit“ geht.

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She who must not be named: Der heutige Abend steht ganz im Zeichen eines herrlichen Tabus… (Bild: Fotolia/pix:sell)

Ich wurde bisher noch nicht kontaktiert – vermutlich, da unser Blog keine Produkttests enthält, sondern ich mir am liebsten frisch und frei von der Seele schreibe, was uns gerade bewegt. Ich nutze zwar alle möglichen Produkte und bin von „öko“ relativ weit entfernt (auch wenn ich viel Wert auf draußen gelegte Frühstückseier lege – mit einer Stoffwindel würde ich höchstens die Fensterbank abwischen), aber schreiben tue ich dann doch meistens über die emotionalen Facetten des Mama-Piranhatums.

Aber zurück zu meiner Event-Einladung: Eine Veranstaltung im St. Pauli Beachclub…mitten im Hochsommer…mit Burgern und Cocktails…ja, da bin ich doch dabei, nom nom 🙂 Dass das Event auf einen Mittwoch fällt, passt auch perfekt, da heute eh unsere Leihomi Claudia am Start ist. „Yeah, cool“, dachte ich „Das wird bestimmt witzig“. Dann las ich den Gastgeber: Die Lovetoy-Marken „Satisfyer“ und „partner“… Dumdidum, summ summ? Ein „naughty“ Event im Beachclub und Single City Mama mitten drin. Ich als rasende Reporterin oder Cocktails-süppelnde Masturbationsmama? Als Special Guest wurde die deutsche Burlesque Queen Eve Champagne aus dem Olivia Jones-Ensemble anteasert.

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Das „sündige“ St. Pauli und die Reeperbahn kennt jeder, der schon mal in Hamburg war. Der Beachclub mit Blick auf die Docks ist ein echtes Highlight… (Bild: Strandpauli Beachclub)

Also prüde bin ich als Generation „Bravo-Leserin, als die Nackedeis sich noch mit dem Selbstauslöser knipsten“ ganz und gar nicht – jemand, der freimütig über alle Facetten ihres Intimlebens plaudert, allerdings auch nicht. Aber aufgeschlossen und neugierig bin ich, und das war meine Eintrittskarte. Schnell war klar: Solo ist zwar manches schön, aber so ein Event macht doppelt soviel Spaß mit einer lieben Freundin – und so lies ich mich „+1“ akkreditieren. Als alte PR-Häsin finde ich es übrigens sehr schön, mal als Gast auf der „anderen Seite“ zu stehen und die Orga den anderen zu überlassen.

In drei Stunden geht es los! Ich bin schon gespannt wie ein Flitzebogen, muss noch die Outfit-Frage klären und werde Euch natürlich später hier berichten!

Liebste Grüße

von Eurer Single City Mama

Kopf über Fuß – das Salsa Festival

Guten Morgen Ihr Lieben,

ein ereignisreiches Wochenende liegt hinter mir und meine Füße haben Briefmarken-Format. In Hamburg fand nämlich das 15. internationale Salsa Festival statt. Viele Tänzer waren aus aller Welt eingetroffen, um in zig Workshops an ihren Styles zu feilen und einfach Spaß zu haben.

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Salsa-Profi Luiz Vasquez moderierte gut gelaunt die große Gala in der Laeiszhalle am zweiten Abend des Festivals… (Bild: Single City Mama)

Abends gab es jeweils eine große Gala mit Show Acts und anschließender Party im 23. Stock des Emporio Hauses bzw. in der benachbarten Laeiszhalle mitten in der City. Für Anfänger waren die Parties zwar etwas deprimierend, da hier hauptsächlich fortgeschrittene Tänzer über die Tanzfläche wirbelten und auch zum größten Teil unter sich blieben. Man stand also mit Cola und Kleidchen lächelnd dabei und dachte sich „ich will auch“ – aber keiner fragte. Aber dafür waren die Workshops klasse. Ich habe gefühlt mit 100 Männern aller Altersklassen getanzt (manche davon konnten wirklich gut führen!), neue Kombinationen gelernt und es hat richtig Spaß gemacht. Olé olé!

Ein Fest(ival) der Toleranz

Was ich außerdem toll fand: Die Künstler waren bunt gemischt. Alle Nationalitäten, Altersgruppen, Hautfarben und Körperformen waren vertreten. Jeder Act sprühte vor Eleganz und Stolz. Ein Fest der Toleranz und eine Hommage an die Vielfalt!!

Die Workshops waren in drei Level aufgeteilt – ich reihte mich unter die Beginner. Tatsächlich hatten wir in den Kursen Männer-Überschuss, so dass wir Mädels direkt charmant aufgefordert wurden. Kurze Vorstellung (den Namen hatte man meistens schon bei der ersten Drehung wieder vergessen, da häufig nach einem Tanz wieder gewechselt wurde) und es wurde losgewirbelt.

Einen Kurs lang tanzte ich mit dem auf den ersten Blick unscheinbaren, aber total interessanten Franzosen Cédric, mit dem ich gerne noch länger gequatscht hätte. Doch er war am nächsten Tag nicht mehr da. Vermutlich, da er auch beruflich mit Kollegen in Hamburg war, um eine Doku über Immigration zu drehen. Oder weil er Samstag sechs Workshops in Folge durchgetanzt hatte und sich am Sonntag nicht mehr bewegen konnte. Ich werde es vermutlich nie erfahren, aber es war eine dieser Festival Begegnungen, die schon in der Momentaufnahme eine echte Bereicherung waren.

Mehrfach hörte ich während der Kurse die ermahnenden Worte des Trainers: „Du musst Dich auch führen lassen“ oder „Du gibst dem Mann keine Chance zur Führung“. Puh – gar nicht so einfach – wenn man als Powerfrau im Alltag es einfach gewohnt ist, die Führung zu übernehmen. Das überträgt sich sogar aufs Tanzen. Ich weiß, gleich kommt die Linksdrehung? Super, krieg ich hin – und drehe mich. Ohne darauf zu warten, dass mir mein Tanzpartner mit seiner Hand den Impuls zum Drehen gibt. Der Mann guckte dann oft etwas verdattert aus der Wäsche. Bei einigen Figuren stießen wir auf dieses Problem. Irgendwie lief’s nicht rund, aber wo lag der Fehler? Dabei geht es doch beim Tanzen vor allem um das Miteinander, das „sich einlassen“, die sinnliche Bewegung, die Spaß macht, ins Schwitzen bringt und einfach schön aussieht.

Kopf über Fuß – sich fallenlassen…

Kopf über Fuß – ein bisschen wurde ich an diesem Wochenende also auch wieder mit der Problematik konfrontiert, zu kopflastig zu sein. Im Alltag müssen vor allem wir Single Mamas das zwar immer wieder sein (wir denken schließlich für unsere kleine Familie und kompensieren häufig den Elternteil, der sich weitaus weniger Gedanken um den Alltag und die Logistik unseres Kindes macht und alle paar Wochen/Monate zum Spielen aufschlägt) und halten alles am Laufen. Wir balancieren unseren Job, unser Kind/unsere Kinder und versuchen dabei selbst nicht auf der Strecke zu bleiben.

Gestern Abend, als das Festival für mich vorbei war, hatte ich gemischte Gefühle. Ich war ausgepowert, inspiriert und hatte nette Leute kennengelernt, aber als mir der kleine Piranha schon im Treppenhaus ums Bein fiel und „meine Mami“ seufzte, hatte ich auch ein schlechtes Gewissen, da der kleine Mann an diesem Wochenende ein bisschen zu kurz gekommen war. Als Ausgleich fahren wir heute nachmittag wieder ins Erlebnisbad, wo wir wieder gemeinsam rutschen und mein Piranhalein seinem Spitznamen mit seinen Schwimmflügeln alle Ehre macht (die Schwimmflosse wird übrigens noch bestellt).

Einen tollen Start in die Woche wünscht Euch

Eure Single City Mama

Das Bollerwagen Dilemma

Ihr Lieben,

gestern wurde es uns auf Balkonien zu bunt und wir packten Taschen über Taschen, schnappten Baba-Opa, Wauwau und Wauwaus Nanny Nicole und düsten nach St. Peter-Ording (genau, dort wo zu Saurierzeiten Ralph Bauer & Hardy Krüger Jr. gegen den Wind surften)…

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Immer ein tolles Ausflugsziel – St. Peter-Ording…

Ein Tag am weißen  Sandstrand war ganz nach dem Gusto des kleinen Mannes. Splitterfasernackig peste er über den Strand, planschte in den Nordsee-Wellen, unterhielt die Restaurant-Terrasse des Strandgut Hotels und sorgte selbstständig für Wauwaus leibliches Wohl (beherzte Griffe in den Brotkorb mit den Worten „Wauwau hat noch Hunger“).

Dass die Hilfsbereitschaft einiger Menschen beim geliehenen Bollerwagen endet, merkte ich beim Rückweg vom Strand. Den Buggy hatten wir mitsamt Baba-Opa und Hund beim Strandkorb der Hotelterrasse geparkt. Den Hinweg über den ca 1 Km langen Steg steckte der Piranha noch ganz gut weg, aber da auch die Siesta ausgefallen war, wurde der Rückweg ein K(r)ampf. Er blieb ständig stehen und motzte lautstark.

Als ein Pärchen mit Bollerwagen und einem kleinen Mädchen vorbei fuhr, fragte ich freundlich, ob sie dem kleinen Piranha eine Mitfahrgelegenheit geben würden. Beide guckten mich an, als ob ich vorgeschlagen hätte, das Mädchen in den Dünen auszusetzen. „Nööö“ nölte der Mann und die Frau nickte zustimmend. „Das wird zu voll“. Sprach`s und gingen ihrer Wege. Ich schaute ihnen verdattert nach. War das noch gesunde Abgrenzung oder einfach nur grob unhöflich? Persönlich konnte ich es nicht nachvollziehen.

Schließlich trugen Nicole und ich den Piranha abwechselnd zurück zum Hotel, aßen zu Abend und traten die Heimreise an. Schöööön wars! Den Rest unseres Balkonien-Trips werden wir im Schwimmbad und im Zoo verbringen. Hat auch mal was!

Gewittrige Grüße,

Eure Single City Mama

Sommer 2017 – Beaches, Beaus und Lovetoys

Guten Morgen Ihr Lieben,

ich sehe gerade mit Schrecken, dass ich das Bloggen seit einem Monat sträflichst vernachlässigt habe. Was war passiert? Kurz und knapp: Das Leben.

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Meer, Meer, wir fahren ans Meeeeeer 🙂 (Bild: Fotolia/Romolo Tavani)

Ein fordernder Piranha, ganz viel Buzz im Job, einpaar paarungswillige Kitaviren, die in mir eine wilde Party feierten und mich mehrmals ins Wartezimmer von Dr. Rajjid beförderten (Ihr erinnert Euch vielleicht – der Medicus, den ich seit Anfang meiner 20er nach einer kurzen Begegnung als heißblütigen, schlagfertigen McSteamy imaginiert hatte, nur um herauszufinden, dass er aalglatt und weitestgehend humorneutral wirkt und Patienten mit einem ambitionierten „tüüü“ verabschiedet… nett im brüderlichen Sinne… Ihr wisst schon 🙂 Ein bisschen sommerlicher Freizeitstress hier und da – und wumms, ist schon wieder ein ganzer Monat rum.

Letztes Wochenende wurde unsere Stadt von einem Gipfeltreffen politischer Gipfelstürmer und Gangstern in schwarzen Hoodies, die mit dem iPhone Selfies schossen, während sie gegen den Kapitalismus randalierten, isoliert… Hubschrauberlärm zum Frühstück und Aussagen wie „Der Mob bewegt sich in Richtung Eures Stadtteils“. Gruselig – und wie alle waren wir froh, als es vorbei war. Der kleine Piranha und ich verbrachten den G20 weitestgehend im Garten (G wie Garten, naheliegend, oder?) und hofften, dass der kriminelle Mob Abstand von Familiengefährt „Lothar“ neben würde. Auch wenn der kleine Piranha momentan eine gewisse Faszination für Feuer hegt, da er es direkt mit seinem Idol Feuerwehrmann Sam in Verbindung bringt – Lothar musste verschont bleiben.

Hachja – zu einem wesentlich vielversprechenderen Gipfeltreffen: Am Wochenende findet das internationale Salsafestival in Hamburg statt, worauf ich schon sehr gespannt bin. Um mal einpaar Tage die Füße hochzulegen, habe ich gerade drei Tage Urlaub eingereicht. Einen Tag wollen wir nach St. Peter-Ording und auf dem Weg dahin mit Baba-Opa in Friedrichskoog Seewauwaus gucken. Um das Maximum aus meinem Urlaub herauszuholen habe ich außerdem beschlossen, mein altes Kinderzimmer in Baba-Opas Haus, das momentan der Verlängerung eines Recyclinghofes gleicht, rigoros auszumisten (bis auf Tagebücher, Liebesbriefe und Plüschtiere, die einem gewissen Nostalgie-Schutz unterliegen), um es dem kleinen Piranha zu vermachen. Dann könnte er auch mal wieder bei Baba-Opa übernachten. Ein Schelm, wer mir dabei Berechnung unterstellt ;-).

Der gutmütige Baba-Opa erholt sich übrigens gerade von seiner gestrigen Babysitting-Session, als der kleine Piranha und sein Kumpel Joni am Abend noch mal richtig aufdrehten und Baba-Opas Potential als „Human Punching-Ball“ entdeckten. Die Jungs hatten Spaß – Baba-Opa war hingegen sichtlich konsterniert. „Ich war das Opfer“ klagte er, während er sich bei einem Grillteller von den Strapazen des Abends erholte.

Ach ja, und ich wurde zu einem herrlichen Blogger-Event eines Lovetoy-Herstellers in den Beachclub eingeladen. Die Sause steigt nächsten Mittwoch und ich werde naturgemäß Euch hier davon berichten. Ich wünsch Euch was, Ihr Lieben.

Liebste Sommergrüße von Eurer

Single City Mama

 

 

 

Von Kindern und Kindeskindern

Guten Morgen Ihr Lieben,

es ist 8.15, der Piranha schläft noch friedlich (könnte sein, dass sein Rhythmus in den vergangenen Tages etwas durcheinander geraten ist) und ich bin natürlich schon mindestens eine Stunde wach… Murphy’s Law!! Dafür nutze ich die Zeit produktiv um 1. die Wohnung aufzuräumen (hab ich das nicht erst gestern?) und 2. das Abendessen abzudecken und Frühstücksgeschirr hinzustellen, 3. die Spülmaschine anzustellen und die Küche zu feudeln (living the life, kann ich Euch sagen!) und mal wieder einpaar Gedanken in die Tastatur zu tickern.

Gestern nachmittag besuchten wir nach der Kita Baba-Opa und als ich den kleinen Mann friedlich auf dem Bauch meines Vaters einen verspäteten Mittagsschlaf halten sah, wurde mir wieder einmal klar, wie absurd die Menschheitsgeschichte eigentlich ist.

Positiv absurd – ich bin immer wieder geflasht. Der Piranha wird so schnell groß und mein Vater, der selbst schon 37 war, als ich zur Welt kam, ist jetzt Großvater und nennt mich – sein erstes Baby, dessen Ankunft er mit seinen Freunden beim Italiener kräftig begoss – in Gegenwart des Kindes (und manchmal auch aus Spaß zwischendurch) „Mama“.

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Stolzer Baba-Opa 1984 mit seinem Töchterchen, das heute die Mutter seines Enkels ist… (Bild: Single City Mama)

Wenn mein Vater seufzt „dieses Kind“ oder „was hat das Kind wieder getan?“ muss ich immer kurz überlegen, ob er den Piranha oder mich meint. Früher musste ich immer lachen, wenn meine Oma vor ihren Freunden erzählte, was „die Kinder so machen“. Die Kinder – meine Mutter und ihre Geschwister – waren damals schon erfolgreiche Mitvierziger, die gute Jobs und selber Kinder hatten.

Als Mutter kann ich das nachvollziehen. Ich nenne den kleinen Piranha gerne scherzhaft „mein Baby“ (im Sinne von „hallo mein Baby“ – nicht „was hat das Baby wieder gemacht? Eieiei“) und jedes mal tönt es belehrend „Ich bin kein Baby. Bin großer Junge!“.

Eines Tages wird der Piranha Kinder haben und ich werde Baba-Opas Dilemma nachvollziehen können. Ob ich eifersüchtig oder sentimental werde? Oder ob alles ganz normal sein wird?

Irgendwann habe ich meinen Vater mal gefragt, ob es komisch ist, dass sein Kind jetzt ein Kind hat. Dass er sein Kind vor 3 Jahren auf der selben Wöchnerinnenstation der Uniklinik besuchte, auf der 30 und 28 Jahre zuvor seine eigenen Töchter zur Welt kamen (soviel hatte sich da nicht geändert, außer dass die Räume jetzt Feng Shui können). Dass wir mit dem befreundeten Gynäkologen, der meine Schwester und mich auf die Welt holte, bei Kaffee und Kuchen die Geburt des kleinen Piranhas besprachen und wer von der „alten Garde“ noch über die Krankenhausflure schwoft. „Ach nein“, sagte er. „Ich hatte ja genug Zeit mich darauf vorzubereiten“. Er ist jetzt der „Senior“ der Familie – und der kleine Piranha der „Junior“.

Und wieder einmal bin ich unendlich dankbar für meine kleine Familie. Einen tollen Sohn, einen liebenden Vater, eine fantastische Schwester und die coolste Oma des Sonnensystems, die als Schutzengel aufpasst, damit uns nichts passiert.

Tränchen-in-den-Augen-Grüße von

Eurer Single City Mama

Von Rabenmüttern und Wettermännern

Blame it on the weathermaaaaaaan! Oder den kleinen Mann! Rabenmutter-Alarm im Hause Piranha!

Erst neulich ist mir wieder ein furchtbar peinlicher Faux-Pas passiert, den ich dem kleinen Mann in die ebenso kleinen Schuhe geschoben hatte.

In morgendlicher Voll-Verpeiltheit hatte ich mich auf ein technisches Gerät einer Bekannten gesetzt, das sie bei mir vergessen hatte. Morgens um 4.30 ging der Wecker los… und noch mal um 6.00… ich jagte aus dem Bett ins Wohnzimmer, bis ich das schrillende Gerät schließlich frustriert unter ein Kissen auf der Couch schob – nur um mich wenige Stunden später genüsslich darauf zu fletzen. Unter dem Gewicht meines gewichtigen Hinterteils quittierte das Gerät sofort (und nachhaltig) seinen Dienst. Schock!!! Der Kerl im Reparaturgeschäft lachte kurz (mit einer Spur von Häme) auf. „Nee, sorry. Da kannste echt nix mehr machen!“

 

Niedlicher Rabe mit Schal

Wie sieht eine Rabenmama aus? (Bild: Fotolia/Christine Wulf)

Wie sieht eine Rabenmama aus? (Bild: Fotolia/Christine Wulf)

Schnell bestellte ich in neues, sehr ähnliches Modell und überlegte mir eine Entschuldigungsstrategie. Die Wahrheit sagen? Eine Option. Keine schöne. Von der menschlichen Toleranz gegenüber dem Zerstörungswahn eines Kleinkindes profitieren? Eindeutig die bessere.

Als ich der Bekannten das Missgeschick beichtete, mussten wir beide lächeln. „Kinder… Machen ihren Eltern das Leben teuer“. Der kleine Piranha bekam von dem Missgeschick und der Schuldzuweisung seiner (Raben-)Mama zum Glück nichts mit. Sonst hätte er mich vermutlich mit seiner wundervollen kindlichen Ehrlichkeit geoutet. „Mama hat das kaputt gemacht“.

Sogar Tante Hu – die normalerweise meine Ratio und Stimme der Vernunft ist – verurteilte mich nicht: „Wozu hat man Kinder?“, war ihr pragmatischer Kommentar. Nur Baba-Opa, der gerne selbst zu Notlügen greift, moserte: „Das hat das Kind nicht verdient“ – als wenn ich ihn den Hagenbeck’schen Wölfen zum Fraß vorgeworfen hätte.

Vermutlich werde ich mich eines Tages beim kleinen Mann revanchieren können. Und meine Bekannte freut sich auf ihr neues Gerät 😉

Liebe, schuldanerkennende Grüße,

Eure Single City Mama

Kindermund…

Hallo Ihr Lieben,

diese Woche hatte ich so viel um die Ohren, dass ich noch gar nicht zum Bloggen gekommen bin. Dabei musste ich gestern gerade wieder an die absurde Komik kindlicher Ehrlichkeit denken.

Momentan bereitet sich der kleine Piranha intensiv auf eine Karriere als Rausschmeißer vor. Baba-Opa, Tante Hu, Freunde – niemand ist vor seinen unverblümten Verabschiedungsfloskeln sicher.

Hund Boxer braun liegt mit Schnautze auf Boden und guckt traurig

Mein zerknirschter Blick, wenn der Piranha mal wieder Freunde und Verwandte zum Gehen auffordert… (Bild: Fotolia/Sikorski-Fotografie)

Der pragmatische Hintergrund: Haben wir Gäste, ist die Aufmerksamkeit nicht ausschließlich auf den kleinen Mann gerichtet. Das ist dem Herrn des Hauses ein Dorn im Auge und so schmeißt er einfach raus, wen er zu nah an seinem „Dust of Fame“ wittert – ohne Rücksicht auf Etikette und familiäre Bindungen.

„Tante Hu geh nach oben“…“Gleich kommt Mama, dann gehst Du nach Hause“ gehören noch zu den höflicheren Abschiedsaufforderungen des Kindes.

Und ich? Fange automatisch an, weitreichend zu elaborieren, dass der kleine Piranha das (warum auch immer) derzeit ständig tut und Gäste es bitte nicht persönlich zu nehmen haben. Der sporadisch-soziopathische Piranha mag nämlich Besuch (besonders den, der Baschenke per Postweg überbringt) und ist auch eigentlich ganz und gar nicht so und überhaupt…

Kindliche Direktheit – kann einen ganz schön in die Bredouille bringen. Als der Piranha neulich eine alleinstehende Freundin der Familie rauswarf, erklärte sie dem kleinen Mann ruhig, aber bestimmt, dass zuhause niemand auf sie wartet. Der Piranha war daraufhin argumentativ in die Enge getrieben und widmete sich wieder der Entsandung des Sandkastens (der Rasen dankte!).

Unvergessen, wie unser (inzwischen 13-jähriger) Nachbarsjunge, im Alter des Piranhas meine Rückansicht mit den Worten „Mama, warum hat die Frau so einen großen Popo?“ kommentierte. Ich bin ja zum Glück kaum nachtragend und mittlerweile grüße ich ihn wieder ;-).

Bleibt abzuwarten, was mein Kind noch so in der Welt herumtönen wird… Moment, welches Kind? 😉

Eure Single City Mama

3’s a Party!!

Gestern war der große Tag! Der kleine Piranha – stolzer Jubilar, der es nicht versäumte, jedem von seinem Ehrentag zu berichten – und ich waren in Höchstform. Ich hatte mir extra einen Tag Urlaub genommen, um im Garten die letzten Vorbereitungen zu treffen (ein Prozess, der sich über mehrere Tage hinzog) und war fix und alle, als die ersten Gäste (sogar vor uns) eintrafen…

 

Aber schööön wars. Und Petrus war uns wohl gesonnen! 12 Zwerge und Mamas hatten einen ganzen Nachmittag in der Sonne Spaß, es gab tolle, liebevoll ausgesuchte „Baschenke“, lecker Kuchen und Grillgut (dank Grillmeister Vito). Der kleine Piranha war so aufgeregt, dass es Tante Hu und mir erst mit vereinten Kräften gelang, ihn gegen 22.00 ins Bett zu bringen.

Ein echtes Highlight war die geliehene Hüpfburg von Geburtstagsfee, die auch bei den größeren Geschwistern ganz hoch im Kurs war.

Und für mich? War das Ganze ganz schön stressig, was es nicht hätte sein müssen. Statt alles möglichst „perfekt“ machen zu wollen, hätte wahrscheinlich auch weniger Aufwand zu einem genauso schönen Ergebnis geführt. Aber anders als im letzten Jahr hatte ich wirklich die Chance, mich mit allen Freundinnen zu unterhalten und sogar neue Mamas von Kita-Freundinnen des kleinen Piranhas kennenzulernen.

Unser frisch gepimpter Garten sah so toll aus und ich war natürlich stolz wie Oskar auf den zuckersüßen Jubilar, der in entsprechender Montur („Ich bin 3“-Shirt) wie ein Pfau durch den Garten schritt, hüpfte und seine „Baschenke“ bespielte. Ich war richtig glücklich und dankbar für mein kleines Männchen und die lieben, entspannten Menschen in unserem Leben. Lustigerweise verstanden die sich untereinander auch so gut, dass gleich weitere Geburtstagseinladungen ausgesprochen wurden. Sandkasten-Networking at its finest 😀

Als der kleine Piranha zu später Stunde sein Haupt schließlich mit Robbie und Werner gebettet hatte, entkorkte ich noch eine Flasche Champagner und stieß mit Baba-Opa und Tante Hu auf den kleinen Mann an.

Auf unser nächstes, turbulentes gemeinsames Jahr,

Eure Single City Mama