„Alleinerziehend gibt es in Afrika nicht“

Liebste Single Mamas,

Einsamkeit, Überlastung und Existenzängste sind wichtige Themen, die viele von uns in der ein oder anderen Form schon mal gefühlt haben. Die meisten Entscheidungen für unser Kind oder unsere Kinder treffen wir allein, viele Mamas müssen Vollzeit arbeiten, um über die Runden zu kommen und die horrenden Mieten in Großstädten aufzubringen.

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Dazu kommen oft emotionale Belastungen wie Streitereien mit dem Ex-Partner um das Sorgerecht, den Umgang und allgemeine Erziehungsfragen, die man doch eigentlich als Team beantworten sollte. So war es doch oft zumindest mal der Plan gewesen.

Und auch wenn wir ökonomisch abgesichert sind, wünschen wir uns eine starke Schulter, die uns unterstützt. Die uns berät, uns mal entlastet und unseren Kindern genauso wie wir Werte und Liebe vermittelt.

Manche haben das Glück, unterstützende Großeltern in der Nähe zu haben, die uns beratend zur Seite stehen. In vielen Ländern der Welt ist das Konzept der gemeinschaftlichen Erziehung allgegenwärtig.

Was wir von Afrika lernen können…

Alleinerziehende gibt es zum Beispiel in Afrika de facto gar nicht. Die meistens Kinder wachsen hier in großen Mehrgenerationen-Haushalten auf, die Erziehung wird geteilt. Kinder lernen so früh, eine Rolle und Verantwortung zu übernehmen – das kann Vor- und Nachteile haben. Aber vor allem ist es spannend, über den eigenen Tellerrand zu gucken.

Apropos Teller: Anlässlich des African Food Festivals, das am 9. und 10. Juni hier bei uns in Hamburg stattfindet, spreche ich mit Pamela Owusu-Brenyah über den Geschmack von Afrika – und was wir von der Kultur lernen können.

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Ich freue mich sehr darauf.

Liebste Grüße von Eurer

Single City Mama

Das Sandkisten-Biotop

Ihr Lieben,

die Temperaturen in der Hansestadt klettern derzeit auf subtropische 31 Grad + und wir genießen die Sonne – der eine mehr, der andere weniger. Da ich bei schwülem Wetter häufig von Kopfschmerzen geplagt werde, hält sich bei mir ab 25 Grad die Sonnen-Ekstase meistens in Grenzen.

Aber den kleinen Piranha freut es sehr und er verwandelt beinahe täglich durch relokalisierten Sandkisten-Sand und matschige Füßchen unser Planschbecken in ein unansehnliches Biotop. So unansehnlich, dass Bekannte sich (bzw. mich!) schon fragten, ob wir das Wasser niemals wechseln. Doch. Täglich. Zumindest vor jedem Planschgelage. Und dennoch…

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Da war das Wasser noch frisch. Wenig später hatte der kleine Piranha mindestens die halbe Sandkiste im kühlen Nass verteilt… (Bild: Single City Mama)

Am Freitag steht die Gartenparty zum 4. Geburtstag des kleinen Mannes ins Haus, für die ich noch jede Menge vorbereiten muss.  Und schon eine Woche später geht es auf große Abenteuerreise- whoop whoop!!

Wir besuchen unsere Freunde in Pforzheim, stoppen beim ElternBloggerCafé in Köln und fliegen dann am Montag mittag von Hannover aus mit anderen Blogger-Mamis & Kids in den Robinson Club Esquinzo Playa nach Fuerteventura. Aufregend! Ich bin schon sehr gespannt auf die lange Autofahrt und den Flug mit meiner kleinen Begleitung, habe aber vorsorglich bereits die Kopfstützen-Halterung für unser Tablet geordert. Die Kopfhörer kommen natürlich auch mit, sonst könnte ich wahrscheinlich schon bald alle Peppa Wutz-Staffeln mitsprechen.

Da ich mich ohnehin oft frage, warum sämtliches mühsam erlerntes Schul- und Uniwissen komplett von meiner internen Festplatte radiert wurde und stattdessen Lyrics steinalter Lucilectric Songs („Weil ich ein Mähähähädchen bin“) immer noch vorhanden und jederzeit – vor allem im geschlossenen, schalldichten Auto – abrufbar sind, wäre eine Gehirnwäsche der jovialen, zwischen den Worten grunzenden Schweinefamilie fatal.

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Eingängig, aber herzig – der kleine Piranha liebt Peppa Wutz… (Bild: KiKa)

Der kleine Piranha liebt die Sendung allerdings so heiß und innig, dass Peppa, Schorsch & Co auch das Motto seiner Geburtstagssause stellen werden. Zwischenzeitlich machte ich mir Sorgen, als er begann, das Grunzen ebenfalls in seinen kindlichen Sprachjargon zu integrieren. Falls Ihr Euch jemals fragt, wer bei namhaften Online-Retailern peinliche Partysets ordert – da habt Ihr die Antwort.

Wir werden Bericht erstatten!

Liebste sonnige, vorfreudige Grüße von Eurer

Single City Mama

Räumen oder träumen? Die Sonntagsfrage!

Lieblingsmamas,

heute ist Sonntag!! In einem Land vor unserer Zeit, als ich noch keine Mama war, waren Sonntage der Inbegriff der Chilligkeit. Ich stand irgendwann auf, frühstückte oder traf mich mit Freunden zum Brunchen und überlegte, wie ich den Tag verbrachte.

Sonnige Nachmittage im Englischen Garten in München, Café Dates mit Freunden, Ausflüge an den See, Kinobesuche, Sport… alles war irgendwie möglich und zwischendurch war ich zuhause, hörte Musik, textete Freunden und tat irgendwie … nichts! Und keinen interessierte es… Wirklich niemanden!

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Warum fällt uns Mamas das Abschalten so schwer? (BIld: Fotolia)

Those days are gone! Passé, futschissimo – da kann man gar nicht drum herum reden.

Die Zeiten des entspannten Nixtuns sind spätestens mit der Geburt des ersten Kindes vorbei. Klar gibt es auch mit dem kleinen Piranha Auszeiten vom Alltag, Momente des Alleinseins, möglich gemacht durch Baba-Opa, unsere Babysitter, Freunde, die Kita, aber….

Und jetzt kommt das große ABER … wir schaffen uns diese Freiräume meistens nur, wenn wir bereits Pläne haben, Verpflichtungen etc. Und – das schlechte Gewissen ist immer dabei. Die überschaubare Zeit, die wir für unsere Bedürfnisse haben, muss irgendwie sinnvoll genutzt werden. Doch wer bestimmt diesen Sinn? Und warum fühlen wir uns so schlecht dabei, einfach mal nichts zu tun?

Als Baba-Opa heute zum Frühstück kam, beschloss das Kind spontan, heute in Opas Garten den Vormittag verbringen zu wollen. Da ich ganz schön ko war und mich der Staub an den Fenstern bereits seit längerem verhöhnte, zog ich den Piranha schnell an, cremte ihn ein und Baba-Opa und sein Enkel sausten in Opas Smart winkend von dannen.

Da stand ich nun, ungeschminkt, ungeduscht in Sommerklamotte und überlegte, wie ich die nächsten 2 Stunden möglichst sinnvoll investieren kann. Die Möglichkeiten sind quasi unbegrenzt und reichen von…

  1. Aufräumen (schon wieder liegen Spielzeug und perfide Frühstückskrümel überall herum, obwohl ich gestern aufwendig die ganze Wohnung gesagt und geräumt habe)
  2. Fenster putzen (das habe ich schon seit Wochen vor)
  3. Ein Buch lesen (das will ich seit Monaten und finde nicht die Muße… oder die Zeit… oder, oder, oder…)
  4. Whatsapp-Nachrichten beantworten (viele Freunde warten noch auf eine Antwort, einpaar Geburtstage sind mir durchgerutscht, Verabredungen der nächsten Woche wollte ich noch in meinen Kalender eintragen…)
  5. Klamotten aussortieren (im Kinder- und Schlafzimmer stapeln sich Berge von Kleidung, die ich aussortieren bzw. in den Keller schaffen will. Sie stapeln sich da und verhöhnen mich und haben sich mit dem schlechten Gewissen verbündet)
  6. Träumen statt räumen (ich sitze auf dem Sofa ausgestreckt mit dem Lappi auf den Knien und überleg ernsthaft, die nächsten 1,5 Stunden einfach nichts zu tun. Hinlegen, Augen zu, und entspannen…)

Der Rest des Tages ist vollgepackt, wir sind nachher noch verabredet, in Gedanken plane ich die nächste Woche, in der jeder einzelne Abend bereits verplant ist. Am Freitag steht der Geburtstag des kleinen Mannes an, der Donnerstag vorbereitet werden will, Samstag und Sonntag sind Tante Hu und ich in Potsdam…

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Da! Sie verhöhnen mich, die gläsernen Biester! (Bild: Single City Mama)

Eigentlich täte mir eine Siesta grad ziemlich gut und ich merke jetzt schon beim Tippen, dass die Augen schwer werden. Wenn bloß das Gewissen nicht so an mir nagen würde. Und die verdammten Fenster…

Liebste Grüße von Eurer

Single City Mama

PS: Vielleicht sollte ich eine weitere Kategorie anlegen? „Mama & die Prokrastination“

 

Wie alles begann…

Liebste Mamas,

dieses Bild habe ich schon einmal gepostet und Facebook zeigt es mir alle Jahre wieder als Erinnerung an.

Da saß ich, hochschwanger, wenige Tage vor der Geburt des kleinen Piranhas in unserem Starbucks und war aufgeregt. Um ehrlich zu sein, hatte ich keine Ahnung, was mich erwarten würde. Ich hatte bis auf wenige Babysitter-Jobs in meiner Teenie-Zeit Nullkommanull Erfahrung mit Kindern geschweige denn Säuglingen, hatte noch keine Windel gewechselt oder eine Milch warm gemacht. Das Mobiliar des Piranhas war aufgebaut, die ersten Strampler hingen auf der Heizung und ich wartete…

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Meine Schwester, Tante Hu in spe, war eine Woche vorher aus ihrer Referendariatsstation in Dublin zurück gekehrt, um im Falle einer frühzeitigen Geburt des kleinen Mannes anwesend zu sein. Wir hatten besprochen, dass sie mich in den Kreissaal begleiten würde.

Der Kontakt zum Vater des Piranhas war zu diesem Zeitpunkt weitestgehend zum Erliegen gekommen (das hat sich mittlerweile geändert, hier ist alles gut), so dass ich das Abenteuer Geburt allein unternehmen würde.

Während sich der kleine Mensch in meinem Bauch startklar für sein Leben machte, erkundigte sich auch Baba-Opa, bei dem ich vorübergehend wieder wohnte, täglich nach seinem Enkel, den er zärtlich-abstrakt als „Nasciturus“ bezeichnete. „Wie geht es dem Nasciturus?“ fragte er mich allmorgendlich beim gemeinsamen Frühstück, gefolgt von Baba-Opa-Style-Komplimenten wie „Kind, Du wirst immer dicker!“.

Mir ging es blendend. Keine Frage, ich war eine Hormonbombe, watschelte durch das hochsommerliche Hamburg (oft am Arm von Tante Hu) und fragte mich, wann das Baby sich ankündigen würde. Er ließ sich Zeit. Der 28. Mai – und damit der Geburtstermin -verstrich, und kein Piranha war in Sicht. Im Ultraschall sah man nur noch Fragmente des Kindes, aber die zweitägigen Kontrolluntersuchungen bestätigten: Dem Herrn ging es blendend in seinem Loft.

Da ich im letzten Trimester eine leichte Schwangerschaftsdiabetes entwickelt hatte, die zum Glück nicht weiter behandlungsbedürftig war, und der Piranha bereits eine stattliche Größe erreicht hatte (man schätzte ihn auf 3700 Gramm, de facto waren es 4260), beschlossen die Ärzte am 31. Mai, drei Tage nach dem errechneten Geburtstermin, die Geburt sanft einzuleiten. Dem Piranha drohte die Zwangsräumung.

Dazu sollten Tante Hu und ich uns vormittags im Krankenhaus einfinden (auf dem Weg dahin stritten wir uns noch, da die irische Ballade „Fields of Athenry“ von den Dubliners in ihrem Autoradio mich emotional zu sehr aus dem Konzept brachte).

Im UKE wurde ich an den Wehenschreiber angeschlossen und bekam einen „leckeren“ Drink in die Hand gedrückt. Ich war überrascht, da ich irgendwie vermutet hatte, bei diesem Termin würde das weitere Vorgehen besprochen werden. „Sie verlassen dieses Krankenhaus als Mutter“, sagte die Hebamme, die erste, die uns während des Geburtsmarathons begleiten sollte.

Tante Hu und ich gingen nach dem Cocktail nochmal spazieren und trafen dabei auf Jungmamas in spe, bei denen die Geburt zum Teil schon Tage zuvor eingeleitet worden war. Ich war leicht panisch und legte ich mich nachmittags erschöpft nochmal hin. Wenig später ging es los. Die Wehen setzten ein und die Geburt meines Kindes war offiziell – ohne Fanfaren, dafür mit flüssigem Buscopan – „eröffnet“.

Die Hebamme brachte uns in den Kreissaal, der Chef-Anästhesist fand sich ein, nachdem die Assistenzärztin beim Setzen der PDA unsicher geworden war, und der Piranha verabschiedete sich von der Idee, ein Maikäferchen zu werden.

Bis in die frühen Morgenstunden des 1. Juni tat sich de facto nichts und just als die hinzugezogene Oberärztin mir eröffnete, dass aus Zeitgründen nun nebenan der Kaiserschnitt vorbereitet werden würde, akzeptierte der kleine Mann zur Überraschung der Ärztin („Kaiserschnitt ist vom Tisch, er kommt“) die Zwangsräumung und gab sich die Ehre.

Unsere tapfere Hebamme Franzi, die vermutet hatte, bis zum Ende ihrer Schicht um 6.00 wäre der Piranha längst da, überzog und begleitete den kleinen Mann ins Leben. Tante Hu ist übrigens immer noch überzeugt, dass ich mich aufgrund der kontinuierlich gesteigerten PDA-Dosis, durch die Geburt gechillt habe.

Um Punkt 6.30 erblickte mein Baby kerngesund das Licht der Welt und machte mich zur Mama. Als er gierig zur Speisung schritt, gab ihm die Kinderkrankenschwester auf der Neugeborenenstation den Titel „Piranha“, den er bis heute trägt und verteidigt.

Unser gemeinsamer Weg begann – und jeder einzelne Tag war seitdem ein wundervolles Abenteuer.

Eure dankbare und verliebte

Single City Mama

Marry me, Mama!

Lieblingsmamas,

just nachdem ich Euch vorgestern von den Bruderplänen des kleinen Piranhas berichtete, kippte die Stimmung gestern Abend dramatisch.

„Mama, Du sollst niemanden heiraten!“ forderte der Piranha mit dünnem Stimmchen, als wir nach einem Spargelessen bei Baba-Opa nach Hause fuhren. „Aber gerade habe ich das doch auch gar nicht vor, Schatz“ beschwichtigte ich, doch der Piranha hatte sich bereits in Rage gewütet und war untröstlich. „Dann bin ich ganz allein“ sagte er und mir blutete das Mutterherz. Ich fragte mich, woher diese Verlustangst auf einmal kam, da es in punkto Familienplanung doch gar keine Veränderung in meinem Leben gibt.

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Bild: Fotolia

Im Gegenteil, wesentlich akuter als die Frage, ob und wann und wen ich einmal heirate, ist gerade das Thema Fleckenbeseitigung aus meiner neuen Tunika. Und der bevorstehende Geburtstag von Baba-Opa. Und das Piranha-Fest kommenden Freitag und unsere Fuerteventura-Reise und außerdem – wer denkt da ans Heiraten? Und überhaupt – wen sollte ich ehelichen? Der Empfänger der Löwenzahn-Botanik aus unserem Garten trug meines Wissens bereits einen Ring (die Erinnerung mag mich trügen) und war geschätzte 150 Jahre alt.

„Du wirst Du immer meine Nummer Eins sein“, vergewisserte ich dem kleinen Piranha und überlegte, ob ich zur Deeskalation der Situation einfach sagen sollte, dass ich ohnehin nicht heiraten wollte. Psychologisch war es vermutlich ratsamer, den kleinen Piranha sich mit der Situation und seinen Gefühlen diesbezüglich auseinander setzen zu lassen. Plötzlich wollte er partout kein Bruder mehr sein, aus Angst, jemand könnte ihm seine Mama abspenstig machen.

Das Thema beschäftigte den kleinen Mann noch etwa eine halbe Stunde, bis er mit einem pragmatischen Lösungsvorschlag um die Ecke kam: Wenn er groß wäre und selbst ein Papa sei, dann könnte ich ihn heiraten. Ich dankte meinem Kind für die liebevolle Idee, erläuterte, dass dies leider nicht möglich ist, aber irgendwie konnten wir das Thema damit ruhen lassen und gingen zum abendlichen Kuscheln, Peppa Wutz gucken und Vorlesen über.

Ich vermute, der bevorstehende 4. Geburtstag des Piranhas und der Kita-Wechsel führen dazu, dass er momentan besonders anhänglich ist. Am liebsten würde er gar nicht in die Kita gehen und jeden Tag mit ins Büro kommen, wo er mich nach eigener Aussage auch nicht stören würde. Der Piranha ist sehr schmusig und kommt zu vielen Gelegenheiten angekuschelt, auch um Schabernack anzustellen.

Da ich großes Vertrauen in die neue Kita habe und nachmittags regelmäßig einen vergnügten Piranha einsammle, mache ich mir keine großen Gedanken. Es ist wahrscheinlich wirklich eine Phase. Die Phase, er der er mich wieder auffordert mich zu „schleichen“, wird wieder kommen, ganz bestimmt, und ich werde die Kuscheleinheiten einfordern müssen.

Und irgendwann wird er groß sein und ausziehen und, ach lassen wir das! Er bleibt immer mein Baby!

Liebste Grüße von Eurer

Single City Mama

Es ist ein… ja was eigentlich?

Hallo Ihr Lieben,

ich hoffe, Ihr habt ein fantastisches Pfingstwochenende genossen!

Im Hause Piranha hat sich Nachwuchs angekündigt. Nein, nein, ich genieße weiterhin mein abendliches Gläschen Vino und habe die Umstandsklamotte seit 2014 im Keller verbarrikadiert.

Tatsächlich ist der kleine Piranha gewissermaßen zum Großvater geworden, denn seine treuen Plüsch-Gefährten Robbie und Bär haben Nachwuchs bekommen – Baby Robbie. Damit ist Robbie (der Ältere) jetzt offiziell Papa Robbie und Bär… nun ja! Wir wissen es nicht, aber wir sind eine sehr moderne Familie. „Robbie und Bär sind die Eltern von Baby Robbie“ verkündete der Piranha kürzlich stolz und machte mich damit zur Urgroßmutter.

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Robbie hat das Casanova-Dasein definitiv in den Genen… (Bild: Gettyimages)

Insgesamt ist das Thema Familienzuwachs für den Piranha momentan sehr präsent. „Mama…“ fragte er mich neulich vor dem Einschlafen. „Wann werde ich endlich großer Bruder?“ Mir blieb vor Schreck fast „Kommt ein Vogel geflogen“ im Hals stecken. „Irgendwann, Schatz…“, sagte ich, wohlwissend, dass der Piranha sich damit nicht abspeisen lassen würde. „WANN?“ fragte er, diesmal mit Nachdruck.

„Erst muss ich den richtigen Mann kennenlernen“, sagte ich vage, und hoffte, dass wir das Thema damit erstmal ruhen lassen könnten. „Wozu?“ fragte das Kind und ich schwieg. Gibt es BravoTV schon auf Kika? Gibt es das überhaupt noch? „Aber Du kennst doch Männer“ argumentierte der Piranha und zählte einige auf: Baba-Opa, unsere Handwerker, seinen neuen Erzieher Paul und den fremden Herrn, dem er neulich eine Löwenzahn-Blume auf der Straße geschenkt hatte… Touché!

Tatsächlich ist die Frage wahrscheinlich für alle Single Mamas irgendwie präsent. Einige Bekannte fragen auch ganz direkt. „Kannst Du Dir eigentlich noch ein Geschwisterchen für Ole vorstellen? Also wenn der „Richtige“ kommt?“, als wenn ich die Bestellung nur noch bei Amazon abschicken müsste.

Klar, denke ich dann. Warum nicht? Ich bin doch „erst“ 34 und immer allein bleiben – och nö. So ein Fünkchen Restromantik ist dann doch geblieben. Muss ja nicht gleich der Schimmel sein, es reicht auch ein Polo. Und Intelligenz, Humor, Verlässlichkeit, Kante, eine rauchige Stimme – ach das übliche Kleingedruckte.

In Wirklichkeit kann ich es mir oft überhaupt nicht vorstellen. Ich bewundere alle Mehrfach-Mamas aus tiefstem Herzen, alleinerziehende ganz besonders. Ein kleiner Mensch, dessen Bedürfnisse zentral über Deinen stehen, ein Job, der das ganze finanziert und ein Körper, der das alles gut wegsteckt – aber zwei? Oder gar mehrere?

Ich bin Mama mit Leib und Seele – oft frage ich mich sogar, was mich früher wirklich erfüllt hat, als es noch keinen rotzfrechen, verschmusten, dreckig lachenden Raubfisch in meinem Leben gab – aber es ist ein Full-Time-Job. Könnte ich zwei handlen? Oder gar mehrere? Sind Männer da wirklich eine Unterstützung? Die Fragen einer Unwissenden.

Was mich beruhigt: Trotz des Patchworkings seiner „Viecher“, wie wir Robbie und Bär manchmal liebevoll nennen, findet der kleine Piranha unsere eigene Familienkonstellation (Mama, Piranha, Baba-Opa und Tante Hu) völlig normal.

Zumindest mir gegenüber hat er das Ganze noch nie hinterfragt. Er weiß natürlich, wer sein Papa ist und genießt die wenige Zeit mit ihm, aber da er es nie anders kennengelert hat, fehlt ihm augenscheinlich auch nichts. Ich bin froh, dass das so ist.

Auf die Geschwister-Frage kann ich dem kleinen Piranha zwar keine konkrete Antwort geben. Aber Baby Robbie, der gehört jetzt schon zu unserer Mischpoke.

Liebste Grüße von Eurer

Single City Mama

 

 

 

Böse Mama Inc.

Lieblingsmamas,

momentan lebe ich mit einem kleinen Rumpelstilzchen unter einem Dach.

Erst heute Mittag bekam der kleine Piranha einen Wutanfall, weil ich es gewagt hatte, bereits das Mittagessen vorzubereiten (Pfannkuchen mit Apfelmus, die Leibspeise des feinen Herrn), während er noch genüsslich Paw Patrol auf meinem iPad rezipierte.

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Manchmal macht der kleine Piranha seinem Titel alle Ehre… (Bild: HearthStone Wiki)

Als der kleine Piranha in die Küche kam, brutzelte der Teig schon in der Pfanne. „Gleich gibts Essen, Schatz“ säuselte ich Martha Stewart-Style. Die Miene des gierigen Piranhas, der sich bis dato auf die Eierspeise gefreut hatte, verfinsterte sich dramatisch.

„Ich wollte heeeeeeelfen“, tobte er und tanzte wütend im Kreis. „Und Du lähähäst mich nicht. BÖSE MAMA!“. Der Piranha war untröstlich und beruhigte sich erst, als er eine Viertelstunde später die Pfannkuchenstücke, die ich liebevoll mit Apfelmuß beträufelt hatte, hinunter schlang und sich dabei erschöpft an meinen Arm lehnte. Der Tobsuchtsanfall verflog so schnell er gekommen war und den Rest des Essens lachte der Piranha dreckig vor sich hin.

Mehrmals täglich bin ich momentan eine „Böse Mama!“, manchmal sogar eine „Sehr böse Mama!“. Zum Glück (für mich) wechselt sich die Beleidigung meiner Person mit herzigen Liebesschwüren ab. „Ich hab Dich sooooo lieb. Bis zum nächsten Feuerwerk!“ säuselt der Wutzwerg und schlingt Abends die kleinen Ärmchen um meinen Hals. Und ich schmelze jedes mal dahin.

Ach, die Gefühlsschwankungen des Piranhas sind entwicklungsbedingt und mit Sicherheit ganz normal, wenn auch manchmal leidig. Auch der Kitawechsel hebt seine kleine Welt (positiv) aus den Angeln.

Als wir letzte Woche mit unseren Freunden Susann und Joni auf dem Nordsee-Bauernhof verbrachten, war es vor allem Joni, der permantent provozierte und Susanns Nerven aufs Außerste strapazierte.

Der kleine Piranha – für seine Verhältnisse lammfromm – machte in erster Linie durch melodramatische Heultiraden von sich reden. „Er ist sehr empathisch“ sagte Susann aufmunternd, als wir „Schweinchen Babe“ nach wenigen Minuten abbrechen musst, weil der Piranha die Trennung von Mama und Babe nicht verkraftete – eine durchaus positive Eigenschaft.

Soll er fühlen und toben und wüten, der kleine Mann. Zum Glück gibts es Wein. Und hartes Zeug aus dem Hause Ben & Jerry’s.

Und die sonnigste Aussicht des Monats: Wir reisen nach Fuerteventura. Der kleine Piranha und ich wurden als Influencer geladen und sind wahnsinnig aufgeregt – mehr dazu in Kürze.

Liebste sonnige Grüße von Eurer sehr bösen

Single City Mama

Vom Gärtnern und Genießen

Lieblingsmamas,

nach einem rundum wunderschönen sonnigen Alpen-Urlaub hat uns der Alltag wieder mit Lichtgeschwindigkeit absorbiert. Und die Woche hat es in sich.

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Der Urlaub im Zillertal war wieder mal herrlich. Mein alter Freund, der Panorama-Pool, und ich hatten allmorgendliche Dates, in denen ich das kühle Nass und die Wahnsinnsaussicht nur für mich allein hatte. Ich werde wahrscheinlich nie begreifen, warum der Pool in Wellness-Hotels nur so selten frequentiert wird, aber ich LIEBE es. Je weniger Nasen mir vor die Nase schwimmen, desto besser.

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Ich habe stolz den Hauch einer Bräune davon getragen und mir die Hälfte meiner zuvor abgefasteten Kilos wieder angefuttert – aber ehrlich, das war es wert. Ich wurde massiert, pedikürt und habe es geschafft, vor dieser Traumkulisse wirklich mal abzuschalten. Ehrlich – hätte ich die Wahl zwischen Fügen und Fidschi – ich müsste zweimal überlegen :-).

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Auch Baba-Opa hat das alpine Feeling und die Rund-um-die-Uhr-Verköstigung sichtlich genossen. Häufig saß er auf unserem riesigen Balkon und beobachtete seinen Enkel beim Spielen. Und der kleine Piranha? War voll in seinem Element und hat in Linus (knapp 3) einen neuen Freund fürs Leben gefunden. Die Zwei waren ab dem ersten Tag unzertrennlich und kluckten von morgens bis abends aufeinander. Ein riesiger Außenspielplatz, Hallenbad, Turnhalle und Kindergruppe taten ihr Übrigens und beseelt traten wir vergangenen Samstag die Heimreise an.

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Und jetzt? Es wird knackig. Ich bin wieder voll eingespannt in diverse Redaktionsprojekte und der Kita-Wechsel steht kurz bevor. Der kleine Piranha weiß es noch nicht, weil ich ihn nicht verunsichern wollte. Heute Abend werde ich aber mal das Gespräch mit ihm suchen, damit er sich auch von seiner alten Kita verabschieden kann.

Letzte Woche haben wir die ersten sommerlichen Tage genossen und nachmittags beim Grillen im Garten relaxt. Der kleine Piranha und sein Freund Talis konnten am Donnerstag bei hanseatisch-hochsommerlichen 25 Grad bereits „anplanschen“ und waren sichtlich erfreut. Gestern unternahmen der Piranha, Baba-Opa und ich einen Tagesausflug in die Lüneburger Heide, wo der Piranha beim Tannenzapfen-Sammeln das Landleben auf Zeit genoss.

Apropos Land… unseren heimischen Hintergarten haben wir ganz nebenbei mit zwei sehr netten, semi-freiwilligen Helfern auf Vordermann gebracht und entlaubt – ich bin ein bisschen stolz. Und wo wir grad beim Thema Garten sind – ich habe gerade eine tolle Kooperation angeboten bekommen. Es ist um mietbare Gemüsegärten – mehr dazu in Kürze.

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Wir gehen unter die Gärtner … mehr dazu in Kürze (Bild: meine ernte)

Erstmal wünsche ich Euch eine wunderschöne Woche. Behaltet die Sonne zumindest im Herzen.

Eure Single City Mama

Du bist wie ich – nur so schön anders!

Liebste Mamas,

als ich heute morgen den kleinen Piranha durch den Schnee(!!)matsch(!!) (ernsthaft? OSTERN!) in die Kita karrte, dudelte im Radio „So schön anders“ von Adel Tawil.

… Du bist wie ich (du bist wie ich, so schön anders)
Nur so schön anders (du bist wie ich, so schön anders) 
Du bist wie ich (du bist wie ich, so schön anders)

Ich musste lachen, weil es mich an den kleinen Piranha und mich erinnerte. Je älter er wird, desto mehr charakterliche Parallelen entdecke ich zwischen uns. Wir haben den gleichen Humor, eine aufgeschlossene Art und ein grundsonniges Gemüt.

Der Piranha ist ein fröhliches, sonniges Kerlchen, der auf der Straße und in Supermärkten wildfremde Menschen mit „Hallooo! Wie heißt Du? Was machst Du da?“ begrüßt. (Anm. jetzt kennt Ihr auch meine Flirt-Line und wisst, warum dieser Blog SINGLE City Mama heißt 😛). Einiges hat er von seiner Oma – das herzhafte Lachen, die schelmische Art.

Auf der anderen Seite ist er sehr pedantisch. „Mama, Du musst mal Dein Auto aufräumen“ (bitte?). Renata, „Nata“, unserer Haushaltshilfe, erklärt er jeden Mittwoch morgen, wo noch Staub liegt und wie sie ihn beseitigen kann (ich könnte jedes mal im Boden versinken). Während ich mich kürzlich beim Autofahren über Schleicher aufregte, beschwichtigte mein 3-jähriges Kind „Mama, die wollen doch auch nur nach Hause!“. Arrghhhhhh!

Oft neige ich dazu, Situationen emotional zu bewerten. Ich bin zwar weder nachtragend noch leicht beleidigt, aber auch nicht besonders rational geschweige denn strukturiert. Herz über Kopf und Portemonnaie über Bankkonto ist eher mein Motto. Der kleine Piranha ist da anders. Er wägt Argumente ab, spricht meist sachlich und wenn er Mist gebaut hat (aka mich vorsätzlich mit Spielzeug beschmeißt), entschuldigt er sich mehrfach mit gedämpfter Stimme (tulligung, Mama, tulligung) und wickelt seine Ärmchen um mich herum.

Bei unseren Babysittern ist der kleine Piranha als absolut unkompliziert bekannt und beliebt. Wenn ich gehe, schaut er meist nicht mal von seinem Spielzeug hoch. Maximal bekomme ich meinem kleinen Mann ein halbherziges „Tüss, Mama“ abgerungen.

Wenn ich manchmal höre, was sich anderswo für Dramen abspielen, bin ich froh darüber und sehe es nicht als Affront. Ich glaube, dass der Piranha sich sicher fühlt. Er weiß auch immer wo ich bin. Wenn ich Salsa tanze, wünscht er mir viel Spaß und gehe ich mit Freunden essen, bittet er mich – ganz Piranha – ihm etwas aufzubewahren.

Ich bin sooo gespannt, wie mein Sohn heranwächst und wie sich seine Persönlichkeit entwickeln wird. Eine Persönlichkeit war er schon als schelmisch grinsender, zahnloser Säugling. Und ich wünsche mir, dass mein Kind immer so selbstbewusst und souverän durchs Leben stolziert. Dass er weiß, dass er absolut ok ist, so wie er ist und innigst geliebt wird.

Ich bin unendlich stolz auf diesen kleinen Menschen und hätte es nicht besser treffen können ❤

Eure Single City Mama

Seid freundlich. Seid komisch. Genießt das Chaos!

Lieblingsmamas,

whoooooooooop – trotz unserer etwas längeren Pause habe ich eben eine Email von Patrick von Elterngeld.de bekommen – Single City Mama ist wieder unter den Top 50 Family-Blogs!

Ich freue mich sehr – weniger über die Auszeichnung, als über die Tatsache, dass Ihr Spaß am Lesen habt und Euch in vielen Artikeln wiederfindet.

In vielen Bereichen sind wir sehr privilegiert. Baba-Opa ist eine echte Stütze – Opa, Oma und Erziehungsperson in Einem <3. Wenn der kleine Piranha krank ist oder ich ihn brauche, ist er sofort zur Stelle. Ebenso Tante Hu, die dem Piranha auch mal Grenzen setzt, wenn ich Herzchen in den Augen habe. Ich habe ein tolles Netzwerk, zum Kindsvater gibt es einen positiven Kontakt, ich habe einen gut bezahlten Job und einen flexiblen Arbeitgeber. Das könnte viel schlimmer sein – und ich weiß, dass viele Alleinerziehende in diesem Bereich mehr Sorgen haben.

Aber auch ich stehe ständig unter Strom, versuche Job, Haushalt und einen quirligen Dreijährigen unter einen Hut zu bekommen und mich selbst dabei nicht zu vergessen, Hobbies zu haben, Freundschaften zu pflegen und sogar auf Dates zu gehen (wenn der Mann spannend ist und Kraft und Zeit es zulassen).

Im Sommer 2016 bekam ich die Quittung für ein über lange Zeit zu hohes Stresslevel – auch emotional – und mir wurde die Fragilität der mentalen Gesundheit vor Augen geführt. Gefühlt von heut auf morgen wurde aus einer starken, souveränen Redakteurin mit Hummeln im Hintern ein fragiles Bündel, dass Angst hatte, den nächsten Tag nicht zu überleben.

Die Ärzte attestierten mir eine einwandfreie physische Gesundheit und diagnostizierten Panikattacken. Ich suchte mir professionelle Hilfe und thematisierte das Ganze offen, „sogar“ am Arbeitsplatz, fuhr in eine Mutter-Kind-Kur und wurde achtsamer. Abends bleibt der Laptop aus, ab 20.30 gehört die Zeit mir, einen Großteil der Abende entspanne ich Zuhause bis mir auf dem Sofa die Augen zufallen. Ich mache wieder mehr Sport und lernte mich besser abzugrenzen, wurde mir meines eigenen Wertes und meiner Grenzen bewusster.

Denn mir war klar: Anders geht es nicht. Anders kann ich das Pensum nicht bewältigen. Durch das Schreiben möchte ich Euch zum lachen bringen, aber auch vieles weitergeben, was ich für mich selbst gelernt habe.

Vor allem: Je offener man durchs Leben geht, desto mehr kommt zurück. Menschen öffnen sich, erzählen von sich. Es gibt natürlich nach wie vor Enttäuschungen, Ärger im Job, Liebeswirrwarr, alles, was das Leben bunt macht – aber an allem wächst man…irgendwie…auch wenn es uns manchmal erst viel später klar wird.

Gestern habe ich ein schönes Zitat gefunden, das die Netzgemeinde Anthony Hopkins zuschreibt:

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Wer auch immer diese Worte gesprochen hat – ich unterschreibe das. Voll und ganz.

Liebste Grüße von Eurer

Single City Mama