Warum ich im Erklärbärtum eine Niete bin (darum!)

Liebste Lieblingsmamas,

der kleine Piranha hat gerade einen gruseligen Infuenza-Virus auskuriert und frönt derzeit mit beharrlicher Leidenschaft sehr unterhaltsamen Identitätsspielen – und Fragemarathons (Marathonen? Egal…).

Ehrlich – ich habe nicht die geringste Ahnung woher das Kind seine Phantasie nimmt. Meine eigene reicht meist nicht mal mehr aus, um für enge Freunde und Verwandte ein semi-originelles Geburtstagsgeschenk zu besorgen und der Piranha konstruiert ganze, zumeist animalische Biografien – allerdings (noch) ohne die entsprechende Garderobe.

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Der kleine Piranha wäre oft gerne einfach der kleine Hai… (Bild: Horror-Shop.com)

Mal ist er „Eddie“, unser Beagle, der bei Baba-Opa wohnt, mal der kleine Wauwau (nicht zu verwechseln mit dem großen Wauwau – ratet, wem diese Ehre zuteil wird…), mal ein Hai, der nur in kalten Gewässern schwimmt (die kürzlich selbst eingeforderte kalte Dusche von Baba-Opa fand er allerdings weitaus weniger großartig), und mal ist er einfach nur Mama.

„Du bist Ole und ich bin Mama“ erklärt mein kleiner Drei-Käse-Hoch, nur um mich direkt im Anschluss mit tückischen Suggestivfragen zu überrumpeln. „Möchtest Du heut in der großen Heia schlafen, Ole?“ fragt mich das Kind scheinheilig und lacht sich dabei diebisch in seine kleinen Fäustchen.

So gerne ich seine Elaborationen höre – oft stoße ich beim antworten an meine imaginären Grenzen. Denn der kleine Piranha fragt sich alles ganz genau nach und fordert Erklärungen bis ins kleinste Detail. Warum? Wieso? Weshalb? Das läuft meistens so ab.

Piranha: Wohin fahren wir?

Ich: Nach Hause.

Piranha: Warum?

Ich: Weil es spät ist.

Piranha: Warum ist es spät? oder Warum ist das unser Zuhause?

Ich: Darum. Oder: Weil wir dort wohnen.

Piranha: Warum wohnen wir da?

Ihr versteht das Konzept…

Die Fragerei ist toll … und zermürbend … darum, seufze ich oft nach der fünften Schleife resigniert und fühle mich gleichzeitig ein bisschen rabig.

Gibt es etwas pädagogisch wertloseres als eine Mutter, die den Wissensdrang ihres Kindes unterbindet? Vermutlich nicht, also ziehe ich mir Erklärungen aus dem Hintern, über die selbst die Schnullerfee und der Weihnachtsmann nur herzhaft lachen könnten. Haarsträubend und jeglicher Logik trotzend. Den Bluff durchschaut manchmal sogar der kleine Piranha. „Aber Du hast doch gesagt…“ FUCK!

„Elephants never forget“ sagt Tante Hu gerne, wenn sie mich mit irgendeiner Peinlichkeit aus der näheren und ferneren Vergangenheit aufzieht. Piranhas never forget. Und ich bin froh, dass ich mich nie für ein Lehramt entschieden habe.

Warum? Darum! (verdammte Kiste, um es mit den Worten des kleinen Mannes zu sagen)

Eure Single City Mama

Happy New Year – von Ausreißern und Vorsätzen

Hallo Ihr Lieben,

ein wunderschönes, glückliches und gesundes neues Jahr 2018 wünschen wir Euch!

Der kleine Piranha hat das vierte Silvester seines Lebens gut überstanden. Für den kleinen Mann und zwei seiner besten Freunde war der Jahreswechsel eine rauschende Soirée mit großem Schreckmoment für die Erwachsenen.

Denn während wir zu fünft im Wohnzimmer gemütlich die Fleischspieße brieten und schnackten, waren die Drei-Käsehochs vom „Donner“ der Feuerwerkskörper so fasziniert, dass sie das Spektakel aus nächster Nähe beobachten wollten. Sprach’s – schlüpften in ihre blinkenden Gummistiefel und weg waren sie. Alarm im Sperrbezirk!

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Köstlich und gemütlich – um nichts in der Welt hätte ich an Silvester mein Wohnzimmer gegen einen öffentlichen Dancefloor tauschen wollen… (Bild: Single City Mama)

In perfider Gemeinschaftsarbeit gelang es den frechen Nasen, die schwere Haustür  unten aufzustemmen und sich ins Freie zu manövrieren. Doch während seine Freunde das schlechte Gewissen packte, stolzierte der Herr des Hauses schnurstracks in Richtung zündelnder Nachbarschaft… Kaum hatten wir realisiert, was da vor sich ging, war meine Freundin Susann schon auf der Straße und trug den kleinen Ausreißer in Richtung Haus.

Nach dem der Schreck (und die Spieße) verdaut und mit einem Schluck Cremant herunter gespült waren, wurde es ein sehr entspannter Jahreswechsel und umso gespannter bin ich, was das neue Jahr für uns bereit hält. Langweilig wird es bestimmt nie.

Meine Vorsätze ähneln denen der letzten Jahre – ein bisschen mehr Struktur, mehr Zeit für den Piranha und mich, reisen und so viel von der Welt sehen, wie es das Budget zulässt.

Für Januar hat mich Tante Hu mit einem großartigen London-Wochenende überrascht, das der Piranha mit Baba-Opa und Übernachtungsparties bei seinen Kumpels verbringen wird. Entsprechende Get-Aways werden zum Glück mit zunehmendem Alter noch unkomplizierter und ich freue mich riesig auf die Zeit mit meiner Schwester, die Themsenmetropole und Kinky Boots… whooooop!

Liebste Grüße von Eurer

Single City Mama

„Morgen kommt der Abschleppwagen“

Liebste Lieblingsmamas,

ich hoffe, Ihr habt die Weihnachtszeit rund und gesund überstanden – und dass bald etwas Entschleunigung einsetzt.

Der kleine Piranha wurde trotz aller Vorsätze mal wieder mit „Baschenken“ überhäuft – wobei mir die Selbstverständlichkeit, mit der der kleine Mann die Waren einforderte, ordentlich gegen den Strich ging. Als ich am Vorweihnachtsmorgen beim morgendlichen Kuscheln leicht off-tune „Morgen kommt der Weihnachtsmann“ zum Besten gab, stimmte der Piranha direkt mit ein „Morgen kommt der Abschleppwagen…“ What?

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Der kleine Piranha nimmt selig „Baschenke“ in Empfang… (Bild: Single City Mama)

Jep… obwohl wir dem Nikolaus *extra* einen Zettel in den Schuh gelegt hatten, der die prioritär „wichtigsten“ Spielzeuge auflistete (Abschleppwagen, Werkstatt, Müllauto, Blinkestiefel…), wuchs die Übersicht bis zum Heiligabend noch exponentiell bzw. überstieg meine ohnehin kaum existenten Mathematik-Kenntnisse.

Als dann die sehnsüchtig antizipierte Werkstatt am Heiligabend noch nicht unter dem Baum lag, fragte der kleine Piranha bereits misstrauisch-anklagend nach deren Verbleib. Auch als sein Vater sie gestern stellvertretend für den Weihnachtsmann  überreichte, zog der Piranha zunächst eine Schippe, bis er die Funktionen erkundet hatte. „Verwöhntes Gör!“ dachte ich… „normales Kind“, seufzten die meisten.

Tatsächlich bekam er gut die Hälfte seiner Herzenswünsche erfüllt und praktische Utensilien, wie eine Bettwäsche-Garnitur (und mein ekstatisches  „Nein, guck mal Schatz, der Weihnachtsmann hat eine neue Bettwäsche gebracht“ gratis dazu… hoho).

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Der Weihnachtsmann denkt mit… (Bild: Baby-Walz.de)

Es war schön. Ich bekam einen Handstaubsauger, einen kuscheligen Einteiler für die Couch, der mein Single-Mama-Dasein auch für das kommende Jahr sichern wird – und wurde von Tante Hu zu einem grandiosen Musical-Wochenende nach London eingeladen. Freude!

Dazu köstliches Essen (wobei die jährliche Hummer-Tradition vermutlich zumindest für mich in diesem Jahr zum Abschluss kommt, da ich in tiefe ethische Konflikte geriet), einpaar Erkältungsviren und den schlimmsten Hangover meines Lebens, nachdem ich dachte, es sei eine gute Idee, Champagner, Wein und Clarithromycin (CWC on the Rocks) zu kombinieren – nein, das war sie nicht. Mir ging es furchtbar.

Und es gab melancholische Momente. Als ich dem kleinen Piranha erklärte, dass Oma leider keine Leiter im Himmel hat, über die sie uns Weihnachten selbstgekochtes Essen bringen kann. Beim Anblick der Schlagzeilen, die das Leid und den Terror in Krisengebieten zwar reißerisch, aber umso eindringlicher demonstrierten. Und bei einer Reportage über eine Mutter, die die Organe und das Gesicht ihres einzigen Kindes gespendet hatte – der Gedanke an diese unfassbar starke Frau brach mir fast das Herz.

Bei aller materiellen Sicherheit, für die ich dankbar bin, sind Gesundheit und physische Unversehrtheit unbezahlbare Güter. Entsprechend sind Empathie und Toleranz die wichtigsten Grundwerte, die ich dem kleinen Piranha mit auf seinen Weg geben möchte.

Silvester werden wir ganz entspannt mit Freuden das vierte und vermutlich letzte Fondue bis zur nächsten Weihnachtssaison zelebrieren und um Mitternacht mit drei aufgeregten Knirpsen (wenn sie so lange durchhalten) auf ein spannendes, glückliches und gesundes 2018 anstoßen.

Das wünsche ich Euch allen, meine Lieben!

Eure Single City Mama

 

Mama Interruptus

Lieblingsmamas,

die letzten Wochen war es furchtbar ruhig auf unserem Blog. Ich fühle mich schon ganz rabig und will Euch unbedingt updaten, aber mir fehlte tatsächlich die Zeit. High-Performing-Muttifunktionstalent-at-its-fucking-finest, aber wem sage ich das?

Im Büro steppt so kurz vor Weihnachten regelmäßig der Bär. Zusätzlich ging es Baba-Opa gar nicht gut, so dass er zwei Wochen im Krankenhaus verbringen musste. Ich war schrecklich in Sorge und aufgewühlt, da zunächst nicht feststand, was ihm fehlte. Zum Glück ist er mittlerweile weitestgehend genesen, aber die letzten Wochen forderten ihren Tribut.

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Ein fast menschenleerer Strand im Ostseebad Koserow… (Bild: Single City Mama)

Um wieder zu Kräften zu kommen und ein bisschen Reserveenergie zu tanken, verbrachte ich das vergangene Wochenende ganz allein auf der Ostsee-Insel Usedom. Ich hatte ein Super-Turbo-Schnäppchen gebucht (dass es so schnappig war, verdankte ich vor allem der Weihnachtsfeier des örtlichen Harley-Clubs, die mich bis in die frühen Morgenstunden aus Morpheus Armen trieb, gah!), aber ansonsten war es herrlich. Lecker Essen, ein schöner Pool, zwei kräftige Rückenmassagen und lange Spaziergänge an der tosenden See. Hach.

Der kleine Piranha verbrachte derweil Zeit mit Familie und Freunden, feierte eine Sleep Over mit Kumpel Joni, ließ sich von seinen Patenonkels bespaßen und tobte mit unserer Hundenanny Nicole über den Indoor-Spielplatz. Nachdem er anfänglich zornig gewesen war, dass ich ohne ihn schwimmen gehen würde, nahm er mir die kleine Auszeit nicht krumm – insbesondere, als er selig das „Souvenir“ (ein Polizeiauto, das ich an der Raststätte Fuchsberg erstanden hatte) bespielte.

Die Moral von der Geschicht‘: Mehr-Zeit-für-uns. Es ist so wichtig und die logistische Herausforderung ist es alle mal wert. Wie singt Clueso so schön? Wir können den Wind nicht ändern, nur die Segel drehen…

Liebste Vorweihnachtsgrüße von Eurer

Single City Mama

„Mama, Du bist blöd“

Guten Morgen Ihr Lieben,

als mich neulich morgens zwei blaue Piranha-Äuglein provokativ anfunkelten und mein Kind mir „Mama, Du bist blöd“ entgegen blökte, dachte ich jetzt hackt’s…

Pffffh – da gibst Du täglich Dein Bestes, um Job, Haushalt, Dein eigenes Leben und die Bedürfnisse Deines Kindes unter einen Hut zu bekommen und dabei fröhlich, entspannt und gesund zu bleiben, und dann trifft Dich der Undank auf zwei (kurzen) Beinchen. Un-fucking-fassbar!

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Ob blöde Mamas sind durch Plastiktunnel winden und Quatsch machen? Fraglich! (Bild: Single City Mama)

Versteht sich natürlich von selbst, dass blöde Mamas auch nicht auf den Spielplatz gehen, keine Quetschis und Fruchtriegel in der Tasche haben, keine Überraschungseier kaufen, Plüschtiere suchen und Kindersendungen auf dem Tablet anschalten (und ständig wieder aufspringen, um die Werbung zu überspringen), nicht mehrmals am Tag Kinderpopos sauber machen, Paprika schnippeln, Wäscheberge managen, Wutausbrüche aushalten und Verspannungen in Kauf nehmen, damit Querschläfer genug Platz in der großen Heia haben… nein, blöde Mamas tun das nicht.

Überhaupt ist der kleine Piranha momentan in einer ziemlich provokanten Phase, was bei mir so manches mal einen Nerv trifft. Geht es nicht nach der Nase des kleinen Trotzkopfes wird erstmal gebrüllt. Ein tränenloses Wutgebrüll versteht sich, das oft binnen Sekunden in ein schallend dreckiges Lachen umschlägt. Schimpfe ich dann, geht die Sirene erst richtig los. „Mama, nicht böhöhöhöööse sein!“.

Plötzlich fallen mir die Phrasen aus meiner eigenen Kindheit wieder ein. „Ihr wisst gar nicht, wie gut Ihr es habt…“ oder „Warte mal ab, bis Du selber Kinder hast…“ Meine Eltern hatten ja gar nicht so Unrecht, doch damals, in meinem kindlichen Universum, waren sie manches mal einfach sooo blöd… und nie hätte ich gewusst warum 😉

Liebste Grüße von Eurer

Single City Mama

 

Gemüse & Genuss: Alles is(s)t gut

Posting basiert auf einer Event-Einladung von HelloFresh

Lieblingsmamas,

gestern Abend war ich – passenderweise nachdem der kleine Piranha, Claudi und ich zur Feier des Tages ein köstliches Stück Pflaumenkuchen verdrückt und mit Sekt bzw. Milch heruntergespült hatten – zu einem sehr informativen Get-Together von HelloFresh in den Alstertower eingeladen.

Das Thema: gesundes Familienessen. Der Hersteller leckerer Kochboxen (ideal für Menschen für mich, die schon am Gewürzregal überfordert sind) hatte ein Experten-Gremium geladen, um vor und mit uns über ausgewogene Kinderernährung zu diskutieren.

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Köstlich und informativ – ein gelungener Abend mit wichtigen Erkenntnissen… (Bild: Single City Mama)

Durch den Abend führte die KiKa-Moderatin Singa Gätgens, flankiert von Prof. Dr. Christoph Klotter (Gesundheits- und Ernährungspsychologe), Charlotte Karlinder (Gesundheitsexpertin beim Frühstücksfernsehen), Eva Imhof (Reporterin und Vlog-Betreiberin) und Tilman Eichstädt, der bei HelloFresh den Einkauf leitet.

Vorgestellt wurde eine aktuelle GfK-Umfrage zum Thema Familienessen – und schon die ersten Minuten ließen mich rot wie Curry Risotto werden. Ich mache alles falsch – dachte ich, und überlegte, ob ich in diesem kulinarisch-elitären Kreis von abends-immer-zusammen-warme-Dreigängemenüs-speisenden-Quotenfamilien richtig aufgehoben war.

Vor meinem inneren Augen sah ich den kleinen Piranha, wie er Paprika-mampfend die Wurst vom Brot pickt, während er Feuerwehrmann Sam auf dem iPad schallend lachend in Endlosschleife rezipiert und ich dabei die Wäsche sortiere. Nein, vermutlich könnte ich diesen Abend produktiver damit verbringen, meine nicht-existente Briefmarkensammlung zu sortieren.

Zwischenfazit: Ich war in puncto Kinderernährung der Antichrist und von der Expertenempfehlung in etwa so weit entfernt wie Diepholz von Waggawagga. Der arme Piranha!

Nach der Vorspeise lockerte es allerdings etwas auf und vor allem der anwesende Psychologe beruhigte uns: Nein, Kinder müssen ihren Teller nicht aufessen und mit fünf ebenso viele Gemüsesorten kennen wie Geburtstagskerzen auspusten.

Entspannt Euch, Mamas! Die Kinder bekommen alles und werden satt

Essen sollte niemals mit Zwang verbunden sein, sagte Professor Klotter. Ob wir denn wüssten, dass die statistische Lebenserwartung eines Menschen mit „guten“ Cholesterin-Werten nur 3 Monate (!!) höher als die eines Menschen mit „schlechten“ sei? Daraufhin ging natürlich ein Aufschrei durch die Gruppe: „Aber, aber, Arterienverkalkung, Herzinfarkt …! Pauschalisierung … geht gar nicht … fatales Signal …ahhhh! Obacht!“ Der Psychologe grinste.

Was er nämlich mit seinem provokanten Beispiel eigentlich mitteilen wollte, war, dass wir bei allem Respekt vor Chiasamen & Co den Genuss und die Lebensfreude nicht vergessen dürfen – auch auf den Tellern unserer Kinder.

Was wichtig sei, da waren sich alle einig, sind feste Mahlzeitenstrukturen und Regeln. Gemeinsam am Tisch sitzen, sich austauschen, warten bis alle aufgegessen und ausgeredet haben – diese Strukturen seien wichtig, auch für die Allerkleinsten.

Die würden sich, so der Psychologe lachend, zwar häufig bockig zur Wehr setzen, aber dabei gleichzeitig nach diesen Regeln schreien. „Struktur ist wichtig“ tippte ich in mein Handy und nahm mir vor, diese Regel wirklich zu beherzigen.

Insgesamt ein launiger, leckerer Abend, an dem ich einige gesunde Kalorien und wertvolle Erkenntnisse mitnahm. Vieles, was gesagt wurde, deckte sich mit dem, was ich in meiner eigenen Ernährungsgruppe regelmäßig mit Mitstreitern und Experten bespreche: Strukturen, bewusster Genuss, Essen und Achtsamkeit als wichtige Elemente liebevoller Selbstfürsorge. Soviel mache ich gar nicht falsch, dachte ich beim gehen. Der kleine Piranha isst gut und gerne, hat Spaß am Probieren. Er inhaliert Grießbrei, liebt aber auch Paprika und quakt nach Joghurt und Sojamilch. Ein Überraschungsei kann in der Tasche auch bis morgen warten (diese Konsequenz stammt nicht aus meinem Genpool) und er fragt sogar in die Runde, ob alle aufgegessen haben.

Von festen Mahlzeitenstrukturen profitieren wir beide und HelloFresh möchte ich unbedingt kennenlernen. Da ich vor dem Kochen oft zurück schrecke und mir denke „das ist viel zu kompliziert“, ist die Box-Idee verlockend. Es ist alles da, mundgerecht bereitet, schmeckt und bringt Inspiration.

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Ein knackiges Dinner aus der Kiste bietet HelloFresh. Sieht köstlich aus!  (Bild: HelloFresh)

Ich werde es probieren und Euch berichten. Und freue mich über Eure Erfahrungen und Tipps in den Kommentaren.

Liebste Grüße von Eurer

Single City Schlemmermama

Colors & Vino: Herr Flamingo & Ich

Hallo Ihr Lieben,

manche von Euch erinnern sich vielleicht an ein Posting aus dem vergangenen Sommer, das die Rettungsaktion des kleinen Piranhas aus dem Hagenbeck’schen Flamingo-Teich beschrieb. Der kleine Mann war wie von der Tarantel gestochen im Zoo auf seinen kurzen Beinchen losgesaust und ich hinterher – sorgenfrei in die kloakige Brühe hinein. Yummie! Ein Erlebnis, das ich erstmal mit einem Aperol Spritz verdauen musste…

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Die Evolution des Flamingos! Zwei Stunden, zwei Cocktails und viele Pinselstriche später, war das Werk vollendet… (Bild: Single City Mama)

Bunte Farben und viiiiel Vino

Den Aperol gab es gestern abend wieder und dazu einen Flamingo, den ich aber dieses mal mit einer netten Gruppe von Hobby-Malerinnen (+ einem Maler) und Cocktail-Gourmets in der „Bar Celona“ ums Eck unter der fachkundigen Anleitung der lieben Kalifornierin Josie auf die Leinwand zauberte.

Das Konzept heißt Colors & Vino – und macht richtig Spaß. Unter Anleitung werden in deutschen Großstädten regelmäßig Tische in netten Locations reserviert und während man das ein oder andere Gläschen süppelt, um die Kreativität anzuregen, wird gemalt. Die Daten, Motive und Bars werden dabei übersichtlich auf der Website bekannt gegeben.

Josie gab uns wie immer eine genaue Anleitung, wo und wann welche Farbe und welcher Pinselstrich angebracht sei, aber wer wollte, konnte auch sein eigenes Motiv zaubern. Meine größte Sorge war übrigens, dass ich nach dem zweiten Cocktail und schon etwas Flamingo-pink im Gesicht den Pinsel versehentlich in meinem Drink auswaschen könnte. Passierte zum Glück nicht, aber den Schwipps hatte ich trotzdem.

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So sah übrigens das Original-Motiv aus… (Bild: Colors and Vino)

Allein oder mit Freundinnen: Spaß macht’s immer

Gestern war ich im Gegensatz zu den letzten beiden Veranstaltungen spontan allein da, da ich an einer Veranstaltung kürzlich nicht teilnehmen konnte und noch eine Gutschrift hatte. Was allerdings gar kein Problem ist, da man beim gemeinschaftlichen malen und trinken schnell nette Kontakte knüpft und immer mal wieder bekannte Gesichter dabei sind. Malkünste sind dabei keinesfalls wichtig, was meiner visuell-kreativ verkümmerten Ader sehr entgegen kommt.

Es ist tatsächlich der Spaß an der Sache an sich, der hier den Ausschlag gibt. Und den hat man auf jeden Fall. Kosten tut der Spaß €25 zzgl. Verzehr  dafür bekommt man seine Leinwand und alle Materialien, Josies Anleitung und zwei lustige Stunde geboten.

Beide Mama-Däumchen hoch für dieses originelle Konzept!

Eure Single City Mama Monet

 

 

Mama Chocolicious

Post enthält Werbung und fördert Heißhunger

Jaaa, ich liebe Schokolade! Das war schon immer so, meine Rundungen sprechen für sich. Jaja, es gibt Besseres und Schöneres. Kinder zum Beispiel und Liebe und Gesundheit sowieso.

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Spoiler Alert: Am Samstag werden wir im Chocoversum eine köstliche Schoki zaubern… wenn die Zutaten nicht vorher den Weg des jährlichen Plätzchenteigs gehen… (Bild: Chocoversum)

Und nein, ich weiß, Schokolade ist manchmal auch keine Lösung (das hat man mir zumindest beigebracht, ganz überzeugt bin ich noch nicht). Aber eindeutig kann sie die Lösungsfindung versüßen und ist – in Maßen verzehrt (das muss ich ergänzen, um nicht unehrenhaft aus meiner Ernährungsgruppe entlassen zu werden) – einfach ein zauberschöner Genuss. Und ich genieße gerne.

Der kleine Piranha sowieso (ich glaube, sowas vererbt sich spätestens mit der schokoladig-süßen Muttermilch). Im stolzen Alter von 5 Wochen wurde er bereits als „Wellness-Baby“ identifiziert, genoss Massagen und entwickelte sich zum Schleckermäulchen. Kompensierend für das obligatorische Ü-Ei im Supermarkt schnippel ich jeden Abend Paprika und habe den Piranha in weiser Voraussicht in einer zuckerfreien Kita und beim Kinderturnen angemeldet. Know your weaknesses!

Entsprechend groß ist die Vorfreude auf unser Family-Event am Samstag! Tante Hu (die sich gerade kulinarisch-masochistisch in ihren Australien-Bikini fastet), der kleine Piranha und ich sind nämlich in das Schokoladenmuseum von Hachez – dem Chocoversum – eingeladen. Wie Ihr Euch denken könnt, stand ein Besuch ohnehin auf meiner To Do-Liste und so freuen wir uns riesig, was wir unter dem Hashtag #staychocolicious am Samstag zu sehen bekommen.

Ich habe nicht die geringste Ahnung, wie ich hungrig diesen Beitrag zuende schreiben soll, deshalb halte ich den Spannungsbogen aufrecht und wünsche Euch einen fantastischen, glücklichen, schokosüßen Donnerstag. Ein ausführlicher Bericht folgt!

Eure Sweet Tooth Single City Mama

Stolz und Vorurteil

Hallo meine Lieben,

gestern habe ich es nach zwei stressigen Wochen im Job endlich mal wieder zum Salsa geschafft – und ich musste lachen. Ihr glaub nicht, wie viel Zwischenmenschliches sich im Tanzen widerspiegelt. Und wie viele unterschiedliche Charaktere dort zumindest zu einem kurzweiligen harmonischen Miteinander gezwungen werden. One, two, three… AUA.

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Liebe und Freundschaft sind ein Tanz nach einem ganz eigenen Rhythmus… (Bild: Fotolia)

Wie gewohnt forderte zu Beginn der Stunde jeder Mann eine „Lady“ auf. Nachdem wir die neue Figur geübt hatten, wurde rotiert. Die Männer zogen nach jedem Tanz eine Dame weiter. Und wie im Leben jenseits der Tanzfläche, zeigt sich hier ganz schnell, wer mit wem kann und wer nicht. Jeder hat seinen eigenen Stil, seine Stärken und Schwächen. Meistens spielt man sich schnell ein, man übersieht gerne Fehler und gibt sich dem Spaß der Sache hin.

Es gibt aber auch ganz verbissene Kandidaten und die fehlerfreien Pedanten, die den Fehler erstmal beim Gegenüber suchen. „Du lässt mir keine Chance zu führen und bist viel zu schnell“ maulte mich ein Herr gestern direkt nach unserem kurzen Tanz an. Ich war perplex, da wir gar nicht groß gepatzt hatten und ich mir dachte „dann dreh dich doch schneller mit statt mich anzumaulen, Du Depp“. Mit der Botschaft hatte er sicher Recht, da es mir tatsächlich nicht so leicht fällt, mich fallen zu lassen und für konstruktive Kritik wäre ich dankbar gewesen.

Was mich ärgerte war die Tonalität und der Vorwurf in seiner Stimme: Es passt nicht – Du bist Schuld. Als wir das nächste Mal zusammen tanzten, wurde er noch unwirscher und attestierte mir impliziert grobe Tollpatschigkeit „Du hast wieder… Ach was solls…“. Da es mit allen anderen anwesenden Tänzern prima klappte, lächelte ich nur, dachte mir meinen Teil und kam zu dem Schluss, dass das Tanzen – wie alles andere Zwischenmenschliche – eine Frage der Chemie ist. Es passt – oder es passt nicht.

Was mir Anfang der Woche beim Wiedersehen mit einem Freund schon klar wurde: Wenn die Chemie passt, ist es auch völlig wurscht, wie oft man sich sieht oder wie lange man sich kennt. Man fühlt sich einfach total wohl und spielt sich schnell aufeinander ein. Fließend und schön.

Im Umkehrschluss zeigte mir die Salsa-Stunde gestern: Wenn es nicht passt, muss man einfach weitertanzen und keinen Gedanken mehr daran verschwenden – vor allem sollte man sich selbst nicht über die normale Reflektion hinaus hinterfragen. Das ist Selbstrespekt, der gerade uns Frauen manchmal fehlt. Das fängt schon bei einem Klassiker an: Der Mann verhält sich sonderbar – die Frau ist schuld. Sie ist halt nicht „die Richtige“, für die der Mann sich anders verhalten würde. Wenn ich im Freundeskreis solche Sprüche höre, drehe ich regelmäßig mit den Augen. Es ist so ein uraltes Klischee, das aber fest in vielen Köpfen verankert ist. Und das Schlimme: viele meiner Freundinnen denken genauso – dass sie etwas falsch machen oder nicht gut genug sind, so wie sie sind. Bullshit! Liebe und Freundschaft sind immer ein Tanz, nach einem ganz eigenen Rhythmus. Auf die Kompatibilität der Schritte kommt es an, nicht auf die Perfektion des Einzelnen.

Ich glaube, selbst der kleine Piranha hat schon einen natürlichen Radar für die Kinder, die er mag und die, die er lieber meidet bzw. mit denen er nichts im Sinn hat. Ich hoffe, dass ich ihm die Souveränität mit auf den Weg gebe, zu seinen Stärken und Schwächen zu stehen und seine Zeit mit Menschen zu verbringen, die ihn optimal ergänzen.

Liebste Grüße von Eurer Single City Mama

Flohmarkt in unserer Hood

Hallo meine Lieben,

gestern waren wir seit langer Zeit mal wieder auf einem Flohmarkt. In erster Linie, um das Zeitfenster zwischen 9.00 und 10.00 zu füllen, bis Baba-Opa zum Brunch mit Brötchen bei uns auf der Matte stand. Aber auch, da ich richtig Lust auf Schnäppchenjagd hatte und der Piranha in Lichtgeschwindigkeit seiner Kleidung entwächst.

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Immer wieder lustig… das Stöbern und Feilschen auf dem Flohmarkt… (Bild: Fotolia)

Also schnappte ich mir den Piranha, köderte ihn mit einem avisierten Spielzeug und wir schoben mit Buggy, Bär und Robbie an Bord, in den nahegelegenen Lehmweg. Schon ging das Gewusel los. Stände über Stände mit Antiquitäten, Ramsch, Ramsch, der als Antiquitäten getarnt war, Klamotten, Spielzeug (…) Ich wollte schon umdrehen, da das Angebot zu sehr unserem eigenen Kellerbestand glich und die Kleidergröße des kleinen Piranhas rar gesäht war, als ich einen netten Stand ganz am Ende der Straße entdeckte.

Ich kam mit der sympathischen Mama schnell ins Plaudern und sahnte richtig ab. Pullis, Sweatjacken, Matschhosen… alles war super in Schuss, niedlich-stylish und günstig. Darunter auch echte Perlen wie ein handgestrickter Pullunder, der dem kleinen Piranha leider zu klein war.

An einem weiteren Stand griff der kleine Piranha schließlich noch ein Parkhaus von FisherPrice ab, das er den Rest des Tages selig bespielte, und irgendwie fand ich den Gedanken schön, dass einst heiß geliebte Geschenke und liebevoll ausgesuchte Kinderklamotten auf Flohmärkten ein zweites Leben geschenkt bekommen (… pathetisch formuliert! Dabei fällt mir eine Reportage über Objektophilie wieder ein, die neulich – vermutlich auf VOX – bizarre Liebesgeschichten zwischen Menschen und Gegenständen thematisierte…“Sven liebt ein Atomkraftwerk“… und ähnlich romantisches Geschwader).

Ich habe selbst schon einen Großteil an Klamotten an befreundete Babies und Kleinkinder weitergegeben und Mobiliar verschenkt bzw. zum Teil im Freundeskreis günstig verkauft. Um im Keller zu verstauben, sind die Sachen einfach zu schade, und bis der kleine Piranha großer Bruder wird, wird die Erde vermutlich noch einpaar mal um die Sonne ziehen ;-).

Ich wünsche Euch allen ein tollen Start in die Woche,

Eure Single City Mama