„Mama, Du bist blöd“

Guten Morgen Ihr Lieben,

als mich neulich morgens zwei blaue Piranha-Äuglein provokativ anfunkelten und mein Kind mir „Mama, Du bist blöd“ entgegen blökte, dachte ich jetzt hackt’s…

Pffffh – da gibst Du täglich Dein Bestes, um Job, Haushalt, Dein eigenes Leben und die Bedürfnisse Deines Kindes unter einen Hut zu bekommen und dabei fröhlich, entspannt und gesund zu bleiben, und dann trifft Dich der Undank auf zwei (kurzen) Beinchen. Un-fucking-fassbar!

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Ob blöde Mamas sind durch Plastiktunnel winden und Quatsch machen? Fraglich! (Bild: Single City Mama)

Versteht sich natürlich von selbst, dass blöde Mamas auch nicht auf den Spielplatz gehen, keine Quetschis und Fruchtriegel in der Tasche haben, keine Überraschungseier kaufen, Plüschtiere suchen und Kindersendungen auf dem Tablet anschalten (und ständig wieder aufspringen, um die Werbung zu überspringen), nicht mehrmals am Tag Kinderpopos sauber machen, Paprika schnippeln, Wäscheberge managen, Wutausbrüche aushalten und Verspannungen in Kauf nehmen, damit Querschläfer genug Platz in der großen Heia haben… nein, blöde Mamas tun das nicht.

Überhaupt ist der kleine Piranha momentan in einer ziemlich provokanten Phase, was bei mir so manches mal einen Nerv trifft. Geht es nicht nach der Nase des kleinen Trotzkopfes wird erstmal gebrüllt. Ein tränenloses Wutgebrüll versteht sich, das oft binnen Sekunden in ein schallend dreckiges Lachen umschlägt. Schimpfe ich dann, geht die Sirene erst richtig los. „Mama, nicht böhöhöhöööse sein!“.

Plötzlich fallen mir die Phrasen aus meiner eigenen Kindheit wieder ein. „Ihr wisst gar nicht, wie gut Ihr es habt…“ oder „Warte mal ab, bis Du selber Kinder hast…“ Meine Eltern hatten ja gar nicht so Unrecht, doch damals, in meinem kindlichen Universum, waren sie manches mal einfach sooo blöd… und nie hätte ich gewusst warum 😉

Liebste Grüße von Eurer

Single City Mama

 

Gemüse & Genuss: Alles is(s)t gut

Posting basiert auf einer Event-Einladung von HelloFresh

Lieblingsmamas,

gestern Abend war ich – passenderweise nachdem der kleine Piranha, Claudi und ich zur Feier des Tages ein köstliches Stück Pflaumenkuchen verdrückt und mit Sekt bzw. Milch heruntergespült hatten – zu einem sehr informativen Get-Together von HelloFresh in den Alstertower eingeladen.

Das Thema: gesundes Familienessen. Der Hersteller leckerer Kochboxen (ideal für Menschen für mich, die schon am Gewürzregal überfordert sind) hatte ein Experten-Gremium geladen, um vor und mit uns über ausgewogene Kinderernährung zu diskutieren.

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Köstlich und informativ – ein gelungener Abend mit wichtigen Erkenntnissen… (Bild: Single City Mama)

Durch den Abend führte die KiKa-Moderatin Singa Gätgens, flankiert von Prof. Dr. Christoph Klotter (Gesundheits- und Ernährungspsychologe), Charlotte Karlinder (Gesundheitsexpertin beim Frühstücksfernsehen), Eva Imhof (Reporterin und Vlog-Betreiberin) und Tilman Eichstädt, der bei HelloFresh den Einkauf leitet.

Vorgestellt wurde eine aktuelle GfK-Umfrage zum Thema Familienessen – und schon die ersten Minuten ließen mich rot wie Curry Risotto werden. Ich mache alles falsch – dachte ich, und überlegte, ob ich in diesem kulinarisch-elitären Kreis von abends-immer-zusammen-warme-Dreigängemenüs-speisenden-Quotenfamilien richtig aufgehoben war.

Vor meinem inneren Augen sah ich den kleinen Piranha, wie er Paprika-mampfend die Wurst vom Brot pickt, während er Feuerwehrmann Sam auf dem iPad schallend lachend in Endlosschleife rezipiert und ich dabei die Wäsche sortiere. Nein, vermutlich könnte ich diesen Abend produktiver damit verbringen, meine nicht-existente Briefmarkensammlung zu sortieren.

Zwischenfazit: Ich war in puncto Kinderernährung der Antichrist und von der Expertenempfehlung in etwa so weit entfernt wie Diepholz von Waggawagga. Der arme Piranha!

Nach der Vorspeise lockerte es allerdings etwas auf und vor allem der anwesende Psychologe beruhigte uns: Nein, Kinder müssen ihren Teller nicht aufessen und mit fünf ebenso viele Gemüsesorten kennen wie Geburtstagskerzen auspusten.

Entspannt Euch, Mamas! Die Kinder bekommen alles und werden satt

Essen sollte niemals mit Zwang verbunden sein, sagte Professor Klotter. Ob wir denn wüssten, dass die statistische Lebenserwartung eines Menschen mit „guten“ Cholesterin-Werten nur 3 Monate (!!) höher als die eines Menschen mit „schlechten“ sei? Daraufhin ging natürlich ein Aufschrei durch die Gruppe: „Aber, aber, Arterienverkalkung, Herzinfarkt …! Pauschalisierung … geht gar nicht … fatales Signal …ahhhh! Obacht!“ Der Psychologe grinste.

Was er nämlich mit seinem provokanten Beispiel eigentlich mitteilen wollte, war, dass wir bei allem Respekt vor Chiasamen & Co den Genuss und die Lebensfreude nicht vergessen dürfen – auch auf den Tellern unserer Kinder.

Was wichtig sei, da waren sich alle einig, sind feste Mahlzeitenstrukturen und Regeln. Gemeinsam am Tisch sitzen, sich austauschen, warten bis alle aufgegessen und ausgeredet haben – diese Strukturen seien wichtig, auch für die Allerkleinsten.

Die würden sich, so der Psychologe lachend, zwar häufig bockig zur Wehr setzen, aber dabei gleichzeitig nach diesen Regeln schreien. „Struktur ist wichtig“ tippte ich in mein Handy und nahm mir vor, diese Regel wirklich zu beherzigen.

Insgesamt ein launiger, leckerer Abend, an dem ich einige gesunde Kalorien und wertvolle Erkenntnisse mitnahm. Vieles, was gesagt wurde, deckte sich mit dem, was ich in meiner eigenen Ernährungsgruppe regelmäßig mit Mitstreitern und Experten bespreche: Strukturen, bewusster Genuss, Essen und Achtsamkeit als wichtige Elemente liebevoller Selbstfürsorge. Soviel mache ich gar nicht falsch, dachte ich beim gehen. Der kleine Piranha isst gut und gerne, hat Spaß am Probieren. Er inhaliert Grießbrei, liebt aber auch Paprika und quakt nach Joghurt und Sojamilch. Ein Überraschungsei kann in der Tasche auch bis morgen warten (diese Konsequenz stammt nicht aus meinem Genpool) und er fragt sogar in die Runde, ob alle aufgegessen haben.

Von festen Mahlzeitenstrukturen profitieren wir beide und HelloFresh möchte ich unbedingt kennenlernen. Da ich vor dem Kochen oft zurück schrecke und mir denke „das ist viel zu kompliziert“, ist die Box-Idee verlockend. Es ist alles da, mundgerecht bereitet, schmeckt und bringt Inspiration.

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Ein knackiges Dinner aus der Kiste bietet HelloFresh. Sieht köstlich aus!  (Bild: HelloFresh)

Ich werde es probieren und Euch berichten. Und freue mich über Eure Erfahrungen und Tipps in den Kommentaren.

Liebste Grüße von Eurer

Single City Schlemmermama

Colors & Vino: Herr Flamingo & Ich

Hallo Ihr Lieben,

manche von Euch erinnern sich vielleicht an ein Posting aus dem vergangenen Sommer, das die Rettungsaktion des kleinen Piranhas aus dem Hagenbeck’schen Flamingo-Teich beschrieb. Der kleine Mann war wie von der Tarantel gestochen im Zoo auf seinen kurzen Beinchen losgesaust und ich hinterher – sorgenfrei in die kloakige Brühe hinein. Yummie! Ein Erlebnis, das ich erstmal mit einem Aperol Spritz verdauen musste…

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Die Evolution des Flamingos! Zwei Stunden, zwei Cocktails und viele Pinselstriche später, war das Werk vollendet… (Bild: Single City Mama)

Bunte Farben und viiiiel Vino

Den Aperol gab es gestern abend wieder und dazu einen Flamingo, den ich aber dieses mal mit einer netten Gruppe von Hobby-Malerinnen (+ einem Maler) und Cocktail-Gourmets in der „Bar Celona“ ums Eck unter der fachkundigen Anleitung der lieben Kalifornierin Josie auf die Leinwand zauberte.

Das Konzept heißt Colors & Vino – und macht richtig Spaß. Unter Anleitung werden in deutschen Großstädten regelmäßig Tische in netten Locations reserviert und während man das ein oder andere Gläschen süppelt, um die Kreativität anzuregen, wird gemalt. Die Daten, Motive und Bars werden dabei übersichtlich auf der Website bekannt gegeben.

Josie gab uns wie immer eine genaue Anleitung, wo und wann welche Farbe und welcher Pinselstrich angebracht sei, aber wer wollte, konnte auch sein eigenes Motiv zaubern. Meine größte Sorge war übrigens, dass ich nach dem zweiten Cocktail und schon etwas Flamingo-pink im Gesicht den Pinsel versehentlich in meinem Drink auswaschen könnte. Passierte zum Glück nicht, aber den Schwipps hatte ich trotzdem.

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So sah übrigens das Original-Motiv aus… (Bild: Colors and Vino)

Allein oder mit Freundinnen: Spaß macht’s immer

Gestern war ich im Gegensatz zu den letzten beiden Veranstaltungen spontan allein da, da ich an einer Veranstaltung kürzlich nicht teilnehmen konnte und noch eine Gutschrift hatte. Was allerdings gar kein Problem ist, da man beim gemeinschaftlichen malen und trinken schnell nette Kontakte knüpft und immer mal wieder bekannte Gesichter dabei sind. Malkünste sind dabei keinesfalls wichtig, was meiner visuell-kreativ verkümmerten Ader sehr entgegen kommt.

Es ist tatsächlich der Spaß an der Sache an sich, der hier den Ausschlag gibt. Und den hat man auf jeden Fall. Kosten tut der Spaß €25 zzgl. Verzehr  dafür bekommt man seine Leinwand und alle Materialien, Josies Anleitung und zwei lustige Stunde geboten.

Beide Mama-Däumchen hoch für dieses originelle Konzept!

Eure Single City Mama Monet

 

 

Mama Chocolicious

Post enthält Werbung und fördert Heißhunger

Jaaa, ich liebe Schokolade! Das war schon immer so, meine Rundungen sprechen für sich. Jaja, es gibt Besseres und Schöneres. Kinder zum Beispiel und Liebe und Gesundheit sowieso.

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Spoiler Alert: Am Samstag werden wir im Chocoversum eine köstliche Schoki zaubern… wenn die Zutaten nicht vorher den Weg des jährlichen Plätzchenteigs gehen… (Bild: Chocoversum)

Und nein, ich weiß, Schokolade ist manchmal auch keine Lösung (das hat man mir zumindest beigebracht, ganz überzeugt bin ich noch nicht). Aber eindeutig kann sie die Lösungsfindung versüßen und ist – in Maßen verzehrt (das muss ich ergänzen, um nicht unehrenhaft aus meiner Ernährungsgruppe entlassen zu werden) – einfach ein zauberschöner Genuss. Und ich genieße gerne.

Der kleine Piranha sowieso (ich glaube, sowas vererbt sich spätestens mit der schokoladig-süßen Muttermilch). Im stolzen Alter von 5 Wochen wurde er bereits als „Wellness-Baby“ identifiziert, genoss Massagen und entwickelte sich zum Schleckermäulchen. Kompensierend für das obligatorische Ü-Ei im Supermarkt schnippel ich jeden Abend Paprika und habe den Piranha in weiser Voraussicht in einer zuckerfreien Kita und beim Kinderturnen angemeldet. Know your weaknesses!

Entsprechend groß ist die Vorfreude auf unser Family-Event am Samstag! Tante Hu (die sich gerade kulinarisch-masochistisch in ihren Australien-Bikini fastet), der kleine Piranha und ich sind nämlich in das Schokoladenmuseum von Hachez – dem Chocoversum – eingeladen. Wie Ihr Euch denken könnt, stand ein Besuch ohnehin auf meiner To Do-Liste und so freuen wir uns riesig, was wir unter dem Hashtag #staychocolicious am Samstag zu sehen bekommen.

Ich habe nicht die geringste Ahnung, wie ich hungrig diesen Beitrag zuende schreiben soll, deshalb halte ich den Spannungsbogen aufrecht und wünsche Euch einen fantastischen, glücklichen, schokosüßen Donnerstag. Ein ausführlicher Bericht folgt!

Eure Sweet Tooth Single City Mama

Stolz und Vorurteil

Hallo meine Lieben,

gestern habe ich es nach zwei stressigen Wochen im Job endlich mal wieder zum Salsa geschafft – und ich musste lachen. Ihr glaub nicht, wie viel Zwischenmenschliches sich im Tanzen widerspiegelt. Und wie viele unterschiedliche Charaktere dort zumindest zu einem kurzweiligen harmonischen Miteinander gezwungen werden. One, two, three… AUA.

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Liebe und Freundschaft sind ein Tanz nach einem ganz eigenen Rhythmus… (Bild: Fotolia)

Wie gewohnt forderte zu Beginn der Stunde jeder Mann eine „Lady“ auf. Nachdem wir die neue Figur geübt hatten, wurde rotiert. Die Männer zogen nach jedem Tanz eine Dame weiter. Und wie im Leben jenseits der Tanzfläche, zeigt sich hier ganz schnell, wer mit wem kann und wer nicht. Jeder hat seinen eigenen Stil, seine Stärken und Schwächen. Meistens spielt man sich schnell ein, man übersieht gerne Fehler und gibt sich dem Spaß der Sache hin.

Es gibt aber auch ganz verbissene Kandidaten und die fehlerfreien Pedanten, die den Fehler erstmal beim Gegenüber suchen. „Du lässt mir keine Chance zu führen und bist viel zu schnell“ maulte mich ein Herr gestern direkt nach unserem kurzen Tanz an. Ich war perplex, da wir gar nicht groß gepatzt hatten und ich mir dachte „dann dreh dich doch schneller mit statt mich anzumaulen, Du Depp“. Mit der Botschaft hatte er sicher Recht, da es mir tatsächlich nicht so leicht fällt, mich fallen zu lassen und für konstruktive Kritik wäre ich dankbar gewesen.

Was mich ärgerte war die Tonalität und der Vorwurf in seiner Stimme: Es passt nicht – Du bist Schuld. Als wir das nächste Mal zusammen tanzten, wurde er noch unwirscher und attestierte mir impliziert grobe Tollpatschigkeit „Du hast wieder… Ach was solls…“. Da es mit allen anderen anwesenden Tänzern prima klappte, lächelte ich nur, dachte mir meinen Teil und kam zu dem Schluss, dass das Tanzen – wie alles andere Zwischenmenschliche – eine Frage der Chemie ist. Es passt – oder es passt nicht.

Was mir Anfang der Woche beim Wiedersehen mit einem Freund schon klar wurde: Wenn die Chemie passt, ist es auch völlig wurscht, wie oft man sich sieht oder wie lange man sich kennt. Man fühlt sich einfach total wohl und spielt sich schnell aufeinander ein. Fließend und schön.

Im Umkehrschluss zeigte mir die Salsa-Stunde gestern: Wenn es nicht passt, muss man einfach weitertanzen und keinen Gedanken mehr daran verschwenden – vor allem sollte man sich selbst nicht über die normale Reflektion hinaus hinterfragen. Das ist Selbstrespekt, der gerade uns Frauen manchmal fehlt. Das fängt schon bei einem Klassiker an: Der Mann verhält sich sonderbar – die Frau ist schuld. Sie ist halt nicht „die Richtige“, für die der Mann sich anders verhalten würde. Wenn ich im Freundeskreis solche Sprüche höre, drehe ich regelmäßig mit den Augen. Es ist so ein uraltes Klischee, das aber fest in vielen Köpfen verankert ist. Und das Schlimme: viele meiner Freundinnen denken genauso – dass sie etwas falsch machen oder nicht gut genug sind, so wie sie sind. Bullshit! Liebe und Freundschaft sind immer ein Tanz, nach einem ganz eigenen Rhythmus. Auf die Kompatibilität der Schritte kommt es an, nicht auf die Perfektion des Einzelnen.

Ich glaube, selbst der kleine Piranha hat schon einen natürlichen Radar für die Kinder, die er mag und die, die er lieber meidet bzw. mit denen er nichts im Sinn hat. Ich hoffe, dass ich ihm die Souveränität mit auf den Weg gebe, zu seinen Stärken und Schwächen zu stehen und seine Zeit mit Menschen zu verbringen, die ihn optimal ergänzen.

Liebste Grüße von Eurer Single City Mama

Flohmarkt in unserer Hood

Hallo meine Lieben,

gestern waren wir seit langer Zeit mal wieder auf einem Flohmarkt. In erster Linie, um das Zeitfenster zwischen 9.00 und 10.00 zu füllen, bis Baba-Opa zum Brunch mit Brötchen bei uns auf der Matte stand. Aber auch, da ich richtig Lust auf Schnäppchenjagd hatte und der Piranha in Lichtgeschwindigkeit seiner Kleidung entwächst.

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Immer wieder lustig… das Stöbern und Feilschen auf dem Flohmarkt… (Bild: Fotolia)

Also schnappte ich mir den Piranha, köderte ihn mit einem avisierten Spielzeug und wir schoben mit Buggy, Bär und Robbie an Bord, in den nahegelegenen Lehmweg. Schon ging das Gewusel los. Stände über Stände mit Antiquitäten, Ramsch, Ramsch, der als Antiquitäten getarnt war, Klamotten, Spielzeug (…) Ich wollte schon umdrehen, da das Angebot zu sehr unserem eigenen Kellerbestand glich und die Kleidergröße des kleinen Piranhas rar gesäht war, als ich einen netten Stand ganz am Ende der Straße entdeckte.

Ich kam mit der sympathischen Mama schnell ins Plaudern und sahnte richtig ab. Pullis, Sweatjacken, Matschhosen… alles war super in Schuss, niedlich-stylish und günstig. Darunter auch echte Perlen wie ein handgestrickter Pullunder, der dem kleinen Piranha leider zu klein war.

An einem weiteren Stand griff der kleine Piranha schließlich noch ein Parkhaus von FisherPrice ab, das er den Rest des Tages selig bespielte, und irgendwie fand ich den Gedanken schön, dass einst heiß geliebte Geschenke und liebevoll ausgesuchte Kinderklamotten auf Flohmärkten ein zweites Leben geschenkt bekommen (… pathetisch formuliert! Dabei fällt mir eine Reportage über Objektophilie wieder ein, die neulich – vermutlich auf VOX – bizarre Liebesgeschichten zwischen Menschen und Gegenständen thematisierte…“Sven liebt ein Atomkraftwerk“… und ähnlich romantisches Geschwader).

Ich habe selbst schon einen Großteil an Klamotten an befreundete Babies und Kleinkinder weitergegeben und Mobiliar verschenkt bzw. zum Teil im Freundeskreis günstig verkauft. Um im Keller zu verstauben, sind die Sachen einfach zu schade, und bis der kleine Piranha großer Bruder wird, wird die Erde vermutlich noch einpaar mal um die Sonne ziehen ;-).

Ich wünsche Euch allen ein tollen Start in die Woche,

Eure Single City Mama

Roadtrip in die Oberlausitz

Guten Morgen Ihr Lieben,

dieses Wochenende verbrachten der kleine Piranha, Baba-Opa und ich bei der Familie (Onkel, Tante, meine Cousins und Cousine und ihre jeweiligen kleinen Töchter, die Großcousinen des kleinen Piranhas) in der Oberlausitz.

Wir starteten unseren Roadtrip mit etwa 3-stündiger Verspätung (Baba-Opa, der meine Verspätung nach eigener Aussage bereits antizipiert hatte, hatte bei unserer Ankunft noch nicht mal gepackt) auf die Autobahn.

Fatalerweise hatte ich unser Tablet nur mit einer Folge „Feuerwehrmann Sam“ bespielt, die der kleine Piranha dann mehrfach rezipierte, bis er meinen Bluff durchschaut hatte und mich erbost aufforderte, das Gerät zu entfernen. Nach einer vergleichsweise kurzen Siesta meckerte er lautstark, dass er wieder nach Hause wollte. Sofort. Und Baba-Opa sollte alleine weiterfahren… Wir pausierten bei einem McDo direkt vor Berlin, wo der Piranha den Rutschturm erklomm und zumindest für die kommende Stunde etwas besser gelaunt war.

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Der kleine Mann und die unberührte Natur der Oberlausitz. Besonders die Pferde hatten es ihm angetan… (Bild: Single City Mama)

Als wir um 19.00 unsere Ferienwohnung erreicht hatten, war ich ehrlich begeistert. Wir hatten ein riesiges Appartment mit drei Schlafzimmern, Terrasse und großem Garten, woran die Pferdekoppel grenzte. Auf den Piranha warteten also nicht nur die „Hottehüs“ (meistens bin ich übrigens diejenige, die die Tiere verbal verniedlicht, während das Kind korrekt von „Hunden“ und „Pferden“ spricht…hmm), die seltsamerweise nicht ganz so scharf auf das „Ei machen“ waren, wie der kleine Mann, und ein großes Trampolin, auf dem der Piranha und ich uns stundenlang Bälle hin- und her warfen.

Als wir gegen halb neun abends in der Jagdhütte unserer Familie mitten im Wald eintrafen, schloss der kleine Piranha schnell Freundschaft mit dem großen Familienzweig meiner Tante, der Frau meines Onkels, und versorgte mich regelmäßig mit Getränken von der Bar. Nicht-alkoholischen, versteht sich 😉 Wobei er auch einmal unvermittelt vor mir stand und fragte, ob ich einen Wein wollte. Ich dachte, ich hätte mich verhört, bis mir dämmerte, dass ihn jemand geschickt hatte.

Den nächsten Tag spielten wir im Garten, beobachteten die Pferde und statteten dem Bautzener Kornmarkt-Center einen Besuch ab. Ich nutzte die Gunst der Stunde und konnte endlich mal wieder in Ruhe Unterwäsche anprobieren und kaufen, während der kleine Piranha mehrere Runden in einem Münz-Hubschrauber drehte, derweilen ihn eine geschäftstüchtige Verkäuferin beaufsichtigte (ihre nicht minder geschäftstüchtige Kollegin reichte mir regelmäßig neue, teure Wäschestücke hinter den Samtvorhang). Wir aßen Eis und teilten uns eine Kinderportion „Fish & Chips“ bei Nordsee, währenddessen der kleine Piranha jede Menge Schabernack anstellte und dazu schallend lachend den Kopf in den Nacken schmiss.

Obwohl der Piranha sich auch mehrfach absentierte und ich die Beine in die Hand nehmen musste, hatten wir jede Menge Spaß und der Piranha kommentierte meine Anproben mit schmeichelhaften Äußerungen die „Schicki siehst Du aus, Mama“. Weniger schmeichelhaft äußerte er hingegen seine Bedenken, dass mein eher großzügig bemessenes Hinterteil auf seinen neuen Kinderhocker passen könnte… bzw. – zu diesem Fazit kam der Piranha – nicht passen würde. „Du passt da nicht rauf, Mama, Dein Popo ist zu groß“… Nur die zweite Feier am Abend in einem örtlichen Steakhaus war dem kleinen Piranha zuviel. Nach einem 2-stündigen, überfälligen Nickerchen im Auto mahnte er gegen 21.30 erbost zum Aufbruch.

Gestern vormittag traten wir die 6 1/2-stündige Heimreise an und ich freue mich jetzt noch mehr auf unseren Nordsee-Trip Ende des Monats. Ja, es wird anstrengender (besonders für meine Nerven, wenn er losrennt), aber gleichzeitig so süß und drollig. Ich bin immer ganz gerührt, wenn wir uns unterhalten und einfach Hand in Händchen umherschlendern. Oder der Piranha mich in puncto Manieren belehrt. Mama: „Schatz, wirf mal den Ball rüber“ Er: „Wie heißt das, Mama?“ Ich: „Bitte“ „Ok, Mama, gerne“. Seufz. Hachja!

Habt einen tollen Wochenstart!

Eure Single City Mama

Neuanfang

Guten Morgen meine Lieben,

da die vergangenen zwei Wochen überwiegend „alltagsstrudelig“ (take that, Duden!) vor sich hindümpelten, war es relativ ruhig auf unserem Blog. Spielplatz-Soirees, Sommerfeste, ein Kindergeburtstag, „Erwachsenen-Termine“ – langweilig war es nie.

Ich bin wieder semi-genesen im Büro klangvolle Sätze über digitale Themen aneinanderreihen und der kleine Piranha bereitet sich mental (und verbal!!) auf den Wechsel seines Kindergartens vor. Und dann steht Ende des Monats noch unser Nordsee-Urlaub an. Natürlich ist die Nordsee im Vergleich zu früher bereisten Destinationen (Australien, Mexiko, USA) vergleichsweise unspektakulär, aber wunderschön. Entspannt. Leckere Fischbrötchen, salzige Luft, Meeeeeer, Tiere und mein kleiner Piranha, der auf strubbeligen Ponyrücken mit seiner charakteristisch dreckigen Kinderlache die Umgebung erkundet. Hachja.

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Mit Vollgas in den nächsten Lebensabschnitt – der kleine Piranha ist bald ein „Elementarkind“ (Bild: Single City Mama)

Was den Kita-Wechsel in drei Wochen angeht: Auch mir als Gewohnheitstier steht das etwas bevor. Da hat man sich gerade in eine Gruppe eingefügt, kennt alle Eltern mit Namen, hält auf Kindergeburtstagen nette Schnacks und flupp – schon wieder was Neues. Dabei ist dieses Gefühl der Zugehörigkeit etwas sehr schönes. Auch gestern beim Salsa fiel mir auch, dass ich mich jetzt, nach 5 Monaten, richtig angekommen fühle. Die Bewegungen werden fließender, der Kopf schaltet sich langsam aus und es ist einfach richtig nett. Ich weiß, wie meine „Mittänzer“ heißen, was sie machen und die Stimmung ist gelöst und entspannt.

Manchmal muss ich lachen, wenn ich daran denke, wie sehr sich mein Leben seit der Ankunft des Piranhas verändert hat. Sich die Prioritäten verschoben haben. Aber auch, wie der kleine Mann und die Verantwortung für ihn mir hilft, meine eigenen Grenzen souveräner abzustecken und mich zu strukturieren.

Und dann dieses kleine lachende Kindergesicht, klebrige Händchen und warme Ärmchen, die das Herz zum Schmelzen bringen. Wenn mein Kind reflektiert mit mir spricht, liebevoll-stolz „meine Mama“ schnurrt und ich denke „Du warst doch gerade noch ein 3 mm großer Punkt auf dem Ultraschallbild, ein Adjektiv auf dem Clearblue. Wann ist das alles passiert?“. Es passiert alles jetzt. Und es ist aufregend. Aufregend und beängstigend. Veränderung bedeutet, dass jeder Tag ein Neuanfang ist.

Eure Single City Mama

*** Portrait Single City Mama ***

Hallo Ihr Lieben,

um Euch die Single City Mama-Portraitreihe näher zu bringen (den Anfang machten dieses Jahr die tollen Coaching-Power-Mamas Wiebke und Dagmar) schlüpfe ich heute in die Rolle der Portraitierten (wobei Ihr mich durch unsere Anekdoten sowieso schon ziemlich gut kennt). Wenn Ihr selbst Lust habt, portraitiert zu werden und eine Botschaft für andere Mamas habt, meldet Euch sehr gerne.

Single City Mama Wiebke ist 33, Chaosbiene aus Leidenschaft und alleinerziehend seit Stunde null (das richtige Kind unter den falschen Umständen). Wenn Ihr vor fünf Jahren mit ihrem Freundeskreis gesprochen hättet, wäre sie vermutlich die letzte, die irgendeiner an einem Wickeltisch vermutet hatte.

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Wiebi liebt Sprachen, Lesen, das Reisen, guten Wein – und seit einigen Monaten das Salsa tanzen. Geboren und aufgewachsen in Hamburg, dichtete sie schon zu Grundschulzeiten über Krabben mit anglophonen Vornamen, ging zum Studium nach Greifswald, wo sie 5 Jahre Amerikanistik (postmoderne amerikanische Literatur und eine M.A. Arbeit über Identität in mexikanisch-amerikanischer Dramatik), Kommunikationswissenschaften (PR und unzählige Modelle, die ihr mittlerweile wieder entfallen sind) und BWL (Gesundheitsmanagement, weil das der lustigste Lehrstuhl mit wenig Mathe war) studierte, ein PR-Volontariat absolvierte, weil sie „einfach gerne schreibt und gut mit Menschen kann“. Zum Arbeiten 2011 nach München, wo ihr der Piranha-Vater über den Weg lief. 2013 zog es sie zurück nach Hamburg, wo sich der Kreis im Juni 2014 mit der Geburt des kleinen Piranhas schließt. Ursprünglich wollte sie in der Elternzeit ihren Doktor machen (Diss. schreiben, wenn das Baby schläft), wurde dann aber von ihrem Mikro-Studenten und seinen 3-Monats-Koliken eines Besseren belehrt (Spülmaschine einräumen und Augenringe abdecken, WENN das Baby schläft)…

Seitdem sind die beiden ein urbanes Dreamteam, auch wenn der 1,04 m kleine Kerl, mittlerweile 3 1/4, sich gerne machohaft „der Mann“ nennt und seiner Mama manchmal ganz schön auf der Nase rumtanzt. Ein Leben ohne ihn kann sie sich nicht mehr vorstellen, und ist dem „Mann“ dankbar, dass er Struktur in ihr Chaosleben gebracht hat. Für die mehrfach geplante Weltreise hat das Sparschwein ohnehin nie gereicht.

Heute arbeitet sie 30 Stunden in einer Redaktion direkt um die Ecke, bloggt über das Single Mamatum, schreibt Artikel für die Wirtschaftsmedien und entwirft Content Kampagnen für Buchverlage. Für Wiebke, die aus einer Juristenfamilie stammt, sind die Rechte der Single Mamas eine Herzensangelegenheit und Offenheit, Toleranz und Empathie Grundwerte, die für ein glückliches Miteinander sorgen. Herzlichkeit und ein trockener Humor können auch nie schaden.

Wiebis Rat an alle Single Mamas: „Sich die eigenen Stärken bewusst machen, konsequent Grenzen ziehen, einen liebevollen Umgang mit sich selbst haben und dem weisen Oscar glauben: Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut ist, ist es nicht das Ende“.

Fundstück: „Was alles war“ von Annette Mingels

Hallo Ihr Lieben,

nachdem ich heute den fünften Morgen in Folge mit Fieber, das an der 40 Grad-Marke kratzte, aufgewacht bin, bin ich noch mal zu meinem Hausarzt gedüst und habe mir ein unaussprechliches Antibiotikum geben lassen. Er vermutete zwar zunächst einen Virus, aber da sich wirklich nullkommanull Besserung einstellte, darf jetzt die Keule ran (und ich fühle mich nach zwei Einheiten schon etwas besser und glühe nicht mehr wie ne 60 Watt Birne).

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Für die Erstellung dieses Bildes musste ich erstmal zahlreiche Rotzfahnen beiseite räumen ;-)) (Bild: Single City Mama)

Die ungewohnt viele, freie Zeit habe ich heute – einem halben Regenwald verschnaubend  – auf dem Sofa gelegen und ein Buch gelesen, das ich für die Arbeit rezensieren will. Aber es hat mich so begeistert, dass ich es auch hier sehr passend finde, denn es ist nicht nur sehr schön und intensiv erzählt, sondern setzt sich auch eindringlich mit dem Thema „Familie“ auseinander. Was uns prägt – Erziehung oder Gene? Die Entscheidungen, die wir treffen? Und die Achtsamkeit, die uns häufig im Alltag fehlt.

Die Protagonistin Susa, Meeresbiologin, wurde als Baby adoptiert und wuchs bei liebevollen Adoptiveltern auf. Mit Mitte dreißig lernt sie Henryk kennen, der nach dem Tod seiner Frau seine kleinen Töchter allein großzieht. Susa und Henryk verlieben sich und werden eine Familie, die wenige Jahre später durch das gemeinsame Baby Leve ergänzt wird. Zu Beginn des Romans nimmt Susas leibliche Mutter Viola, eine Weltenbummlerin und (Über-) lebenskünstlerin, wieder Kontakt zu Susa auf. Diese ist hin- und hergerissen zwischen Befremdung, durch die narzisstischen Züge der Frau, zu der sie keinerlei mütterliche Bindung verspürt, und der Neugier nach ihren Wurzeln.

Viola ist allerdings nur eine Randfigur des Romans, die Susa zum Nachdenken anregt. Das Kennenlernen ihrer unbekannten Brüder, die Suche nach ihrem biologischen Erzeuger, der schmerzhafte Tod ihres geliebten Adoptivvaters und die kriselnde Ehe zwischen Susa und Henryk, die sich in den Spannungen des Alltags gegenseitig zu verlieren drohen – das alles geht unheimlich unter die Haut.

All die Fragen, die wir nicht stellen wollen. Die Prioritäten, die wir setzen – jede Entscheidung für etwas, sagt Susa, ist auch die Entscheidung gegen etwas.

Lyrisch meisterhaft schildert Annette Mingels die Zerrissenheit vieler Frauen. Der konstante Spagat zwischen eigenen Bedürfnissen und denen der Partner oder Kinder, Kind und Karriere – schließt das eine realistisch das andere aus? Hetzen wir zu sehr durch unseren Alltag? Und das große Thema Patchwork. Können wir nicht-leibliche Kinder ebenso lieben wie unsere biologischen? Wie wichtig ist der Kontakt zu biologischen Halbgeschwistern? Sind das fremde Menschen – oder verbindet das Blut quasi instinktiv?

Meine persönliche Meinung dazu ist, dass die Erziehung einen weitaus größeren Einfluss auf unsere emotionale Entwicklung und Reife hat, als unsere Gene. Wer sich geborgen und geliebt weiß, dem mangelt es an nichts. Ist das naiv? Bleibt trotzdem eine Leere, wenn Fragen ungeklärt sind? Ich weiß es nicht, da ich mir diese Fragen bisher nie gestellt habe. Sicher würden sie in einer Patchworkbeziehung relevant werden.

Worin ich mich wiedergefunden habe, ist die Reue Susas, über Zeit, die ungenutzt blieb, Dinge, die nicht gesagt wurden. Wenn ich mit 25 gewusst hätte, dass mir nur so kurze Zeit mit meiner Mutter bleiben würde, hätte ich nicht ständig an meinem Handy oder Computer geklebt, um mich über Dinge mit Menschen auszutauschen, die heute keinerlei Bedeutung mehr haben. Ich hätte gerne noch so viel mit ihr geredet, sie so viel gefragt, nicht nur als Mutter, sondern auch als Freundin.

Manchmal ertappe ich mich, wenn ich abends ko und genervt bin, wenn der kleine Piranha zum x-sten mal maulig etwas einfordert. Oft schäme ich mich fast, wenn ich – wie jetzt – mein Bett für mich brauche. Doch der Gedanke, dass ich diese Zeit nicht intensiv genug erlebe, macht mir Angst. Sie geht so wahnsinnig schnell vorbei. Wir saßen heute auf dem Teppich und haben Duplo Züge gebaut. Ich konnte kaum sprechen, aber kleine Piranha hat mich mit seinem Arztkoffer untersucht und wir waren auf Augenhöhe. Ich möchte diese intensiven Momente mit meinem Kind, und auch mit meinem Vater und meiner Schwester.

Ich hoffe, alle drei wissen, wie sehr ich sie liebe. Ich hoffe, meine Mutter wusste es, auch wenn sie manche Tage meinen Kopf nur hinter einem Laptop-Display entdeckte und deswegen traurig war. Ich wünsche mir ein öfteres Innehalten im Alltag, Zeit für gute Bücher, tolle Gespräche und Begegnungen. Mehr Kraft zum Loslassen. Mehr Mut zu Ehrlichkeit. Und mehr Liebe für sich selbst mit allen Stärken und Schwächen. Ich sage inzwischen, was ich denke und fühle, und bin der festen Überzeugung, dass alles, was einen Platz in Deinem Leben haben soll, einen bekommt. Dass wir uns so wenig wie möglich verbiegen sollten. „Was alles war“ war eine echte Bereicherung und hat einen tristen Tag sehr viel schöner gemacht!

Liebe Grüße von Eurer

Single City Mama