Hello Food: Wir kochen!

Post enthält Werbung, da wir die Kochbox gratis testen durften

Aloha Lieblingsmamas,

im Zuge unserer persönlichen Frühjahrsvorbereitung wage ich mich aktuell mal wieder an das Thema Kochen.

Wer mich persönlich kennt und schon mal von mir bewirtet wurde, weiß, dass Kochen (ebenso wie Backen, Aufräumen und Organisieren) absolut nicht meine Stärke ist. Mir fehlt es sowohl an Kreativität, als auch an Muße und Platz in der Küche, um Gerichte, die über warm gemachte Tortellini, Spiegeleier (und auch diese mehr schlecht als recht) und gut gebräunte Pfannkuchen hinaus gehen.

Letztes Jahr war ich zu einem Blogger-Event von HelloFresh eingeladen. Durch den Abend führte eine prominente Talkrunde. Der allgemeine Tonus war, dass ein gemeinsames warmes Abendessen mit den Kindern quasi obligatorisch ist. Im Geiste sah ich den kleinen Piranha mit Stulle und Paprika „Dragons“ auf unserem Sofa rezipieren, während ich Wäsche falte. Ich fühlte mich ertappt. Und verdrängte das Thema erstmal lieber wieder als zu weit von unserer Lebensrealität und meinen Koch“künsten“ entfernt.

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Dem kleinen Piranha hat’s gemundet… (Bilder: Single City Mama)

Nun kam wieder eine Box (meine liebe Blogger-Kollegin Susanna hatte mich darauf aufmerksam gemacht) und ich nutzte die Gunst der Stunde.

In der Kochbox war alles drin, was man für vier kreative Gerichte braucht – von der Anleitung (wie zur Hölle schwitzt man etwas an?) bis hin zum Mini-Päckchen Backpulver und karibischer Würzmischung. Kann doch eigentlich nicht so schwer sein, dachte ich, und schon stand ich vor der nächsten Herausforderung: Zeit.

Zwar dauern die einzelnen Gerichte maximal 40 min, aber in unserem pickepacke vollen Alltag sind die schon gar nicht so einfach freizuschaufeln.

Gestern Abend war es dann wieder so weit (am Montag hatte ich mich schon am Hühnchen Süß-Sauer versucht, ebenfalls sehr köstlich!). Es sollte karibischen Süßkartoffel-Kokos-Eintopf mit Bananen-Pfannkuchen geben. Nom!

Bevor’s verkommt, dachte ich mir mit Blick auf die mittlerweile verrottete Petersilie, und begann zu schnippeln. Zusätzlich regte ich mich über das selbstgestiftete Chaos in meiner Küche auf, die eigentlich gar nicht so winzig ist. Doch ich konnte kaum alle Schälchen mit Knobi und Zwiebel, Süßkartoffeln, Tomaten und Paprika platzieren, ohne dass mir Müslipackungen und Früchtetees entgegen flogen.

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Der kleine Piranha schnappte sich seinen Hocker und half, wo er konnte. Irgendwann wurde es ihm langweilig, und er schlüpfte ich meine Schuhe, wickelte sich meinen Schal um und freute sich einen Ast. „Ich bin Mama,“ wieherte er fröhlich und versuchte, sich in mein neues Kleid zu „schießen“.

Nachher hat es allen gut geschmeckt. Tante Hu resümierte, dass es einem Curry auf den Seychellen ähnelte. Yeah!

Unser Fazit: Das Kochbox-System ist prima für alle, die in der Küche Anleitung und Inpiration gebrauchen können. Die Boxen enthalten alles, was man für schmackhafte Gerichte für 2-4 Personen braucht.

Der Nachteil: Man braucht natürlich Zeit zum Kochen. Planungs-Legastheniker wie ich kommen hier schnell an ihre Grenzen. Es geht schneller, Ravioli aufzuwärmen.

ABER – und das ist ein wichtiger Punkt – eine gesunde und ausgewogene Ernährung basiert ja auch auf Planung. Die Boxen sind flexibel orderbar und alles ist genau portioniert – kein Einkaufen, kein Abwiegen, nichts wird weggeschmissen (es sei denn, man lässt wie ich die Petersilie verrotten). Preislich liegen die Boxen etwa bei den Kosten für einen entsprechend großen Supermarkteinkauf – freie Lieferung zum Wunschtermin inklusive.

Uns hat`s geschmeckt!

Liebste Grüße von Eurer

Single City Mama

Stolz und Vorurteil(e)

Lieblingsmamas,

ein Thema, das mir persönlich sehr am Herzen liegt, ist das Thema Gesundheit, Ernährung und Gewicht. Definitiv nicht, weil ich glaube, dass wir alle in Größe 38 umherflitzen und irgendwelchen medialen Photoshop-Idealen hinterherhechten sollten, sondern weil unser Ess- und Stressverhalten einen unfassbar großen Einfluss auf unsere Lebensqualität hat – und ein direkter Spiegel für das ist, was in uns vorgeht.

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Bild: Pixabay

Seit ich denken kann, habe ich in irgendeiner Form mit meinem Gewicht zu tun. Ich war ein moppeliges Kind, ein übergewichtiger Teenie und verlor mit Anfang 20 gänzlich die Kontrolle. Was es nicht besser machte, war die Tatsache, dass die meisten Menschen in meinem Umfeld ein größeres Problem mit meinem Gewicht hatten, als ich selbst.

Meine Mutter war selbst sehr diszipliniert und sorgte sich. Entsprechend versuchte sie es zwar wohlmeinend, aber psychologisch fragwürdig, mit der harten Tour, mich zum abnehmen zu bewegen: „Dich will später keiner“, „Du verbaust Dir alles“.

Oft wurde mir mahnend zugetragen, dass viele Bekannte ihr Bedauern über meinen körperlichen Zustand bekundet hatten. „Du bist so ein hübsches Mädchen, es ist ein Jammer“,“ als wäre ich durch mein Gewicht in irgendeiner Weise defizitär und mein Lebenssinn bestünde darin, einen oberflächlichen Typen an Land zu ziehen. Man braucht wahrscheinlich nicht viel psychologische Kenntnisse, um zu wissen, dass diese Taktik nicht unbedingt erfolgversprechend war.

Ich blockte ab und nahm weiter zu. Gefühle verdrängte ich mit Essen. Als eine Mutter starb, eskalierte meine „Strategie“ gänzlich. Es war mir einfach egal. Ich wollte die Trauer nicht fühlen, ich scherte mich nicht um mein Gewicht und irgendwann nahm das Ganze wirklich bedenkliche Züge an, als ich mich richtig unwohl fühlte.

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Zwei Bilder von mir, zwischen denen etwa 50 Kg liegen…

Also suchte ich mir ein medizinisches Programm, das auf eine Langzeitkombi aus Sport, Ernährung und Psychologie setzt und nahm ganz viel ab. Ihr könnt Euch das ähnlich zu einer Metamorphose eines Schmetterlings vorstellen. Ich wurde mit Komplimenten überhäuft, mir passten plötzlich schicke Klamotten, ich war eine Heldin der Nachbarschaft, ein beliebtes Flirtobjekt und fühlte mich körperlich sauwohl, was ich auch ausstrahlte. Auf Entwertung folgte Idealisierung.

„Happy End“, könnte man meinen, wenn ich denn stärker an den Gründen gearbeitet hätte, warum ich überhaupt Probleme mit meinem Gewicht gehabt hatte. Ich hatte nicht die geringste Ahnung, wie man „normal“ mit Gefühlen umgeht, wie man Stress anders begegnen kann, als ihn runterzuschlucken, impulsiv zu verdrängen, und warum mich als Menschen so viel mehr ausmacht, als die Meinung anderer und eine Zahl auf der Waage.

Auch als ich deswegen eine Therapie machte (mit dem Gewicht sank auch meine Stressresilienz und sämtliche verdrängte Gefühle der Trauer flogen mir in Form von Panikattacken und Angstzuständen um die Ohren), fiel mir die Umsetzung in der Praxis denkbar schwer. In den kommenden Jahre kletterte mein Gewicht wieder hoch, ging wieder runter, kletterte hoch etc pp.

Zwar erreichte ich nie wieder die „schlimmsten Zeiten“, aber eine direkte Verbindung zwischen meiner emotionalen Verfassung und meinem Gewicht und Wohlbefinden blieb. Bei Stress nehme ich zu, dann irgendwann wieder ab etc. Ein Mittelweg ist schwierig, vor allem als Mama. Die Prioritäten verschieben sich, die Zeit, die uns für uns selbst bleibt, ist verschwindend gering. Oft brauchen wir einfach schnell Energie, Verzicht funktioniert meist nicht lange.

Trotzdem bin ich eine selbstbewusste, starke und erfolgreiche Frau. Trotz meiner Macken mag ich mich und versuche dem kleinen Piranha ebenfalls ein positives Selbstbild und Selbstvertrauen zu vermitteln.

Heute bekam ich eine Mail von Imke Krüger, Dreifach-Mama und Personal Trainerin, die mit Sei stolz auf Dich ein eigenes Fitness- und Ernährungsprogramm speziell für Mütter entwickelt hat. Warum wird sie Euch selbst bald hier im Blog berichten.

Ich werde Imkes Programm für Euch testen und Euch von meinen Erfahrungen berichten!

Liebste Grüße von Eurer

Single City Mama

 

 

 

Gefühle sind für Superhelden

Hallo meine Lieben,

so, nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub… ich wäre dann wieder soweit! Bei uns ist ganz schön was los gerade. Nachdem Baba-Opa, der kleine Piranha und ich Freitag Nacht in den heimatlichen Bahnhof eingelaufen waren, ging es für mich am Montag morgen mit dem Flieger zu unserem Kunden nach Düsseldorf.

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Hakuna Matata. Kein Stress ist auch keine Lösung. Oder doch? (Bild: Pixabay)

Just als Claus, mein Chef, und ich aus dem Meeting kamen und wieder aufbrechen wollten gen Flughafen, erhielt ich eine SMS von Baba-Opa, der an diesem Tag den Piranha hütete, dass der Hausarzt ihn wegen seiner extremen Schlappheit zum Aufpäppeln und Diagnostik ins Krankenhaus überwiesen hatte – er sollte Dienstag morgen „einrücken“.

Ich sorgte mich, allerdings klang Baba-Opa selbst ganz entspannt. Größere Sorgen als seine Gesundheit bereitete ihm offensichtlich die Tatsache, dass ein abgeranzter Koffer mit seinen Jugend-Dias beinahe der Entrümpelung zum Opfer gefallen war und schleunigst evakuiert werden müsste.

Gleichzeitig begannen die sanitären Umbauarbeiten bei uns im Haus. Der Schlagbohrer surrt seitdem Beethovens Neunte. Zum Glück geht es Baba-Opa schon deutlich besser und wir hoffen, ihn am Wochenende wieder bei uns zu haben.

Für den kleinen Piranha stand gestern Morgen die große U9 an. Größtenteils ist alles prima. Da sein gemaltes Strichmännchen über sämtliche Gliedmaßen verfügte und zumindest neutral-amüsiert dreinblickte, attestierte man ihm die künstlerische Begabung eines Sechsjährigen.

Mit stolz geschwellter Brust nahm ich die weiteren Diagnosen in Empfang: Eine uns bis dato unbekannte Kinderärztin informierte mich, dass der Piranha den Hörtest unterdurchschnittlich absolviert hatte und überwies uns an den HNO-Arzt.

Da der Piranha von jeher mit einem großen Haupt gesegnet ist (wie Mutter und Großmutter, denen ebenfalls kaum Hüte und Mützen passen), sollen wir zudem noch demnächst in der Kinder-Radiologie seinen Kopf ultraschallen lassen. WTF? Zwar bestehe per se kein Grund zur Sorge bzw. auch keinerlei neurologische Auffälligkeiten, aber sicher sei sicher, er sei schon sehr groß, meinte sie. Nun ja. Tatsächlich war ich – als bekennender Hypochonder – in dieser Sache wirklich entspannt. Wenn hier etwas in meinen Genen liegt, dann der Dickschädel.

Da ich mit dem Klemptner heute noch einiges besprechen musste, schaffte ich es mal wieder nicht, den Piranha pünktlich in die Kita zu bringen, was prompt eine Standpauke der Erzieher zur Folge hatte. „Es bricht mir das Herz, dass er dann den Morgenkreis verpasst“ erklärte mir Erzieher Leo* (so heißt er nicht wirklich, ätsch) unter Bezug auf den heiligen Gral der Kleinkind-Pädagogik (arammsammsamm) und zähneknirschend gelobte ich Besserung.

Meine Hoffnung, dass wir mit der Einschulung in die Vorschule im August unter anderem die Hamburger Baustellenlogistik umschiffen könnten (momentan kostet mich jede Strecke ca. 25 Minuten mit dem Auto), wurde je zerschlagen, da während unseres Urlaubs der zweite Ablehnungsbescheid einer nahegelegenen Grundschule eintrudelte. „Zu viele Anmeldungen, tut uns Leid, ab auf die Warteliste mit Euch“. Angry City Mama!

Ich fragte mich, ob es eventuell doch möglich sei, meinen Körper in viele kleine Stücke zu zerteilen und strategisch sinnvoll zu positionieren. Kommt Achtsamkeit vielleicht von Achtelung? Vorschläge werden gerne entgegen genommen.

Seit Monaten hatte ich mir vorgenommen, meine „Panikpillchen“, die ich seit 2,5 Jahren gegen die Angstzustände nehme, mal auszuschleichen. Zwar vertrage ich sie gut und bin angstfrei, aber immer Medikamente einzuwerfen, kann ja auch keine Lösung sein.

Dachte ich mir während der Urlaubs (natürlich) und reduzierte die Dosis. Ich war zwar darauf vorbereitet, dass mit sinkendem Serotonin-Spiegel das emotionale Spektrum deutlich größer wird, aber so langsam dämmert mir, dass es gerade in dieser Woche vermutlich keine allzu clevere Idee war. So ein kleiner innerer Schutzwall hat auch deutliche Vorteile. Gefühle sind nur was für echte Superhelden.

Aber ich taste mich mal aus meiner Komfortzone. Und übe mich in sinnvollem Stressmanagement. Sport und so. In der Theorie setze ich mal ein Häkchen dran.

Ich wünsch Euch was, Ihr Lieben.

Eure Single City Mama

Schatzi, schenk mir ein Foto!

Lieblingsmamas!

Von unseren Räumungsambitionen in Baba-Opas Haus berichtete ich Euch bereits. Am Wochenende waren die „Kinderzimmer“ dran, also jene Räumlichkeiten, die Tante Hu und ich einst bewohnt und mit Leben und jeder Menge Ramsch (Salzkristalllampen, Bravo Hits 8-25 und Diddl-Mappen, um nur einige Interior-Lowlights zu nennen) befüllt hatten.

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Wir haben sogar gefühlte 1,5 Wochen (bis das Porto die Mitgliedspauschale überschritt) einen Fanclub geleitet… (Bild: dpa)

Ihr glaubt nicht, was bei der Entrümpelung zweier Regale alles zutage gefördert wurde. Von leidenschaftlichen Schriftstücken (inkl. Heiratsanträgen) meiner ersten Teenager-Liebeleien bis hin zu jeder Menge Fotos und den Chroniken eines chronischen Aggro-Teenagers, der den Jungs in der Klasse Prozente gab (also verschriftlicht als Ausdruck der „Wertschätzung“ versteht sich, nicht im Sinne eines unanständigen Discounts) – alles dabei. Auch ein Riesen-Foto eines Sporttrainers, in den ich mit 14 furchtbar verliebt war, ist noch da. Der Umschlag trägt die Aufschrift „Viel Spaß damit!“.

Die Entstehungsgeschichte ist mir immer noch ein bisschen peinlich, da meine Freundin Philine (Tante Phili) es im Ballraum ergatterte, indem sie dem Motiv verkündete, dass es für meinen 14. Geburtstag bestimmt war. Gefreut habe ich mich natürlich trotzdem. Die Schmetterlinge haben nie wieder so wild in meinem Bauch getanzt. Hach. Der kleine Piranha fragte misstrauisch: „Mama, wer ist dieser Mann?“.

Als ich dazu kistenweise abgestandenes Make Up sortierte, musste ich lachen. Diese Eitelkeit – long time gone. Ein ungeschminkter Gang zum Bäcker wäre damals undenkbar gewesen.

Heute tusche ich mir die Wimpern an der Ampel und schlage aus akutem Haargummi-Mangel schon mal unfreiwillig mit einer Kindersocke im Haar im Büro auf. Meine Kollegen können ein Lied davon singen, da es regelmäßig für Gelächter sorgt.

Dazu muss ich sagen, dass meine Haut seit der Pubertät viel, viel besser geworden ist. Ich schiebe das auch und vor allem auf die Hormone. Irgendein positives Beiwerk muss der Alterungsprozess ja auch haben!

Am Wochenende geht das muntere Räumen in die nächste Runde. Mal gucken, was mir dann noch Schönes in die Hände fällt…

Liebste Grüße von Eurer Single City Mama (ehemalige Co-Leitung des „Diddl-Fanclub Käsekuchen“, heute Elternvertretung der Robben-Gruppe)

 

 

Vom Erholungs-Klimax und lispelnden Piranhas

Post entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit Europa Apotheek

Lieblingsmamas,

da es draussen nass und schmuddelich ist, versuche ich mich gerade mit Gedanken an unseren bevorstehenden Urlaub abzulenken.

Wie jedes Jahr reisen wir in Kürze wieder im Generationen-Trupp mit Baba-Opa ins Zillertal. Dort steht ein schönes Kinderhotel, dem wir seit einigen Jahren die Treue halten. Was Urlaube angeht, bin ich ein kleiner Spießer. Bekanntes erhöht den Erholungsfaktor! Bekanntes + Kinderbetreuung + Panoramapool ist sozusagen der Klimax der Mama-Relaxation.

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Bild: Markus Bormann/Fotolia

Damit ich mich in zwei Wochen nicht bergabwärts kugele, bin ich kulinarisch in der vergangenen Woche noch mal etwas auf die Bremse getreten. Klappt bis jetzt ganz gut, obwohl eine zuckerreiche Faschingssoirée dazwischen lag. Seit September habe ich jetzt 18 Kilo abgenommen und fühle mich schon richtig frühlingsfit und bereit für meine schönen Kleider!

Aber zurück zur Urlaubsplanung. Neben unserem Doppelfach-Koffer werde ich diesmal auch an genügend Meds und ein Fieberthermometer denken und mich vor der Reise bei Europa Apotheek online eindecken. Unvergessen, als der kleine Piranha vor zwei Jahren auf dem Bauernhof hoch fieberte und ich nachts an fremden Appartments klopfte, um Säuglingszäpfchen zu schnorren. Wovon ich dem Piranha direkt zwei hintereinander in den Allerwertesten schob (ist der Rabenmutter-Award schon vergeben?).

Was Medis und lecker Proteinshakes angeht, bin ich übrigens ein großer Fan von Versandapotheken geworden. Meistens googele ich vorher, wo es Rabattaktionen gibt. Manchmal muss Baba-Opa als Neukunde herhalten. Über den mache ich mich übrigens (noch) gerne lustig, wenn er mit feuchten Augen erzählt, dass die Margarine an einem Wochenende in einem Supermarkt am Ende der Stadt drei Cent billiger ist.

Wenn wir aus dem Urlaub zurück sind stehen gleich mehrere Termine an: Eine ganztägige Geschäftsreise, die U9 des Piranhas und mein Termin beim Amtsgericht wegen der Beitrags-Streitigkeiten mit unserer desaströsen Ex-Kita. Fun!

Außerdem werde ich mich wohl um eine Logopädie für den Piranha kümmern müssen. Er lispelt noch ziemlich stark. Doch während man mich in der Grundschule beim 4 1/2-jährigen-Gespräch bat, das Thema möglichst vor der Vorschule in Angriff zu nehmen, streuben sich unsere Kinderärzte bisweilen ein Rezept auszustellen mit dem Hinweis, ein Kind müsse erst mit sechs die S-Laute richtig bilden können. Was(s) denn nu?

Insgesamt befürchte ich, durch die überlange Schnullerzeit zum „Sprachfehler“ des Piranhas beigetragen zu haben. Als ich das Thema während der Begutachtung der Sandflöhe/Virenbeiwerk bei unserer Kinderärztin erneut eintüten wollte, entgegnete die nur „na, Sie stoßen ja auch mit der Zunge etwas an“. Als ob ich den „ätschebätsche, mein Kind lis(s)pelt, tu was dagegen“ gemacht hätte.

Tue ich tatsächlich und das geht vermutlich auch nicht mehr weg. Die meisten finden es „niedlich“, der Rest ist höflich genug, mir nichts Gegenteiliges zu berichten. Manchmal achte ich regelrecht darauf, es zu unterlassen, weil mich starkes Lispeln selbst furchtbar nervt, aber dann klingt es noch merkwürdiger.

Ich war selbst während des Studiums mal bei einer Logopädin, weil ich immer viel zu schnell geredet habe, aber so richtig gebracht hat es auch nichts. Durch zehn Jahre in einem Kommunikationsberuf ist das mittlerweile alles Routine, so schnell bringt mich und meine Atmung nichts aus der Fassung.

Nur wenn ich aufgeregt bin, verselbstständigt meine Zunge sich. Das merke ich dann selber. Embrace your differences! Würde ich auch zum Piranha sagen, aber es ist doch sehr stark und in der Vor- und Grundschule täte er sich damit sicher keinen Gefallen.

Ich werde Euch auf dem Laufenden halten und wünsch Euch was, Ihr Lieben!

Eure Single City Mama

Gewinnspiel: Wer kommt mit uns ernten?

Post entstand in freundlicher Kooperation mit Meine-Ernte

Guten Morgen meine Lieben,

gestern berichtete ich Euch von unseren Veggie-botanischen Ambitionen!

Dazu habe ich am Nachmittag von dem lieben Meine-Ernte-Team die Nachricht bekommen, dass es in Norderstedt bei Hamburg noch freie Gärten gibt und ich einen unter Euch verlosen kann ❤

Wer von den City- und Umland-Hamburgern hat Lust, ein frisches, sonniges Gartenjahr (Wert: 229,-) zu gewinnen?

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Ganz viel Sonne und leckeres Gemüse – wir sind sehr gespannt auf unser Gartenjahr! (Bild: Meine-Ernte)

Um das Gärtnern für Euch möglichst stressfrei zu halten, bietet das Team von Meine-Ernte Euch einen professionell vorbereiteten Gemüsegarten mit über 20 verschiedenen Gemüsesorten bepflanzt und besät.

Der Nahrung beim Wachsen zusehen

Dazu gibt es Gartengeräte und Gießwasser vor Ort; professionelle Unterstützung vor, während und nach der Saison; eine persönliche Einführungsveranstaltung nebst Gemüsehotline, regelmäßige Gärtnersprechstunden beim Profi sowie Lernvideos mit Gartenthemen zum Nachlesen und vielen Tipps.

Natalie und Wanda, die Gründerinnen von Meine-Ernte, erklären, warum das Konzept gerade bei Eltern so beliebt ist:

„Manche möchten ihren Kindern zeigen, dass das Gemüse nicht im Supermarkt in Plastikverpackungen wächst. Andere finden es spannend, durch unser Gartenprojekt in ihrer Versorgung wieder selbstständiger zu werden und mit uns in und von der Natur zu lernen.“

Habt Ihr Lust, Euch selbst mit Veggies zu versorgen und mit uns die Harke zu schwingen?

Dann erzählt mir einfach bis Sonntag, den 10. 3. 2019 (23:59), warum Ihr das Gartenjahr gewinnen möchtet – als Kommentar unter dem Blog, auf Facebook oder schreibt mir eine Mail an wiebke(at)singlecitymama.com.

Liebste Grüße von Eurer

Single City Mama

Sonne, Strand und Sandflöhe?

Post enthält Werbung durch Verlinkung

Lieblingsmamas,

ich hoffe, Ihr habt alle schon ein bisschen Frühlingsluft schnuppern können.

Bei uns geht es zur Zeit drunter und drüber. Nachdem der kleine Piranha und ich letzte Woche zwei herrliche Tage am sommerlichen Timmendorfer Strand verbrachten (das Maritim Club Hotel hatte aus Kulanz eine frühere, eigentlich unstornierbare Buchung geschoben), fanden wir uns gestern mal wieder bei unserer Kinderärztin ein.

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Ob der Ostsee-Strand die Sandflöhe brachte? (Bild: Single City Mama)

Der Piranha hatte seit Freitag plötzlich rote Punkte entwickelt und klagte über Halsschmerzen. Alarm im Sperrbezirk! Da er gegen Masern, Röteln, Windpocken und sämtlichen Spaß geimpft ist, waren Tante Hu, Dr. Google und ich ratlos – und sind es nach wie vor.

Die Diagnose lautete nämlich wahlweise Sandflöhe (brrh!), die er sich am Strand eingefangen haben könnte, oder eine Begleiterscheinung abklingender Enteroviren – ich weiß nicht, was ich verstörender finde. Nach eingehender Ergoogelung der Sandflöhe, vermute ich übrigens, dass es doch die Viren sind.

Den Piranha juckte es (haha) herzlich wenig und er war guter Dinge, insbesondere, da eigentlich heute der Kita-Fasching bevorstand. Leider herrscht jedoch auch in der Kita zurzeit hoher Krankenstand, so dass die Soirée kurzerhand um eine Woche geschoben wurde. Der kleine Piranha verkleidet sich als Ninjago Jay und ist entsprechend ekstatisch – auch ich durfte auch bereits kurz in die Maske schlüpfen, was minutiös durch Bewegtbilder dokumentiert wurde („Mamaaa, mach noch mal nen Videooo“).

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Weniger erfreulich ist, dass ich mich momentan wegen Streitigkeiten ob der Kündigungsfrist mit unserer alten Kita herumärgere und mich diesbezüglich nächsten Monat zu einer mündlichen Verhandlung vor dem Amtsgericht einfinden muss – drückt mir die Daumen.

Auch Baba-Opas Umzug aus unserem Elternhaus in unser jetziges Haus steht für den Frühsommer an. Tante Hu und ich müssen in diesem Zusammenhang nicht nur seinen Umzug und den seiner 7.000.000 Erinnerungen organisieren, sondern auch unsere eigenen Kinderzimmer entrümpeln. Für jemanden, der sich ohnehin nicht allzu gut von Dingen trennt, eine Mammutaufgabe. Tante Hu fasste es neulich treffend zusammen.

Man stößt auf jede Menge Kram, den man eigentlich schon ganz vergessen hat und entsprechend auch nicht vermisst, aber wenn man ihn dann in der Hand hält, fällt das Wegschmeißen schwer.

Wir wollen im Frühjahr mal auf dem Flohmarkt unser Glück probieren 🙂

Ich wünsch Euch was, Ihr Lieben.

Eure Single City Mama

Das F-Wort (nicht das, was Ihr denkt!)

Lieblingsmamas,

immer wieder bin ich gerührt von der kindlich-unschuldigen Freundschaftsdefinition des kleinen Piranhas und seiner Kumpels. „Mama, ich habe heute einen neuen Freund gefunden“, verkündet er regelmäßig stolz, wenn er in der Kita mit einem „neuen“ Kind gespielt hat. Wurscht, dass er teilweise gar nicht weiß, wie das Kind heißt. Jemand, der nett ist und mit dem er gerne spielt, ist ein „Freund“.

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(Symbolbild: Unsplash)

Mit zunehmendem Alter wird diese Definition ein bisschen komplexer. Das musste auch der kleine Piranha erfahren, als er den etwas älteren Sohn einer Bekannten unschuldig fragte, ob er sein Freund sei und dieser – eigentlich total korrekt – entgegnete, dass ein gemeinsames Spiel noch keine Freundschaft begründet. Stimmt ja eigentlich – ein bisschen Exklusivität darf man als „Freund“ schließlich erwarten.

Dabei ist das Verständnis des kleinen Piranhas in Bezug auf das zarte Band der Zuneigung tiefgründiger, als ich zunächst dachte. Als wir Silvester im Kreise der Familie ein Partyspiel spielten, bei dem wir 2018 Revue passieren ließen, wurde der Piranha mit der Frage konfrontiert, wer sein Jahr 2018 besonders bereichert hatte.

„Dejan“ erklärte er mit vollem Herzen und meinte seinen engsten Kita-Kumpel. „Er war immer für mich da“. Wir alle waren sehr gerührt.

Mitten in den Vorbereitungen meiner eigenen Geburtstagsparty (whoop whoop!!) musste ich auch bei der Planung der Gästeliste neulich über das Wort Freundschaft nachdenken und wie sich der Kontext verändert.

Früher, in den Dino-Zeiten der Kindheit, gab es ein bis zwei „allerbeste“ Freundinnen, mit denen man ständig unterwegs war und über alles gequatscht hat. Aber oft verlief sich der Kontakt – mal mehr, mal  weniger schmerzhaft, ähnlich wie bei einer Trennung. Dann kam die Cliquen-Philosophie, die sich durch weite Teile der Schulzeit und des Studiums zog.

Und dann sind da die Menschen, die man eigentlich kaum kennt, aber bei denen einfach Chemie und Wellenlänge stimmen. Und die plötzlich wichtig werden. Und auch zum Mikrokosmos „Freundschaft“ gehören, gefühlt sogar mehr als andere, die man schon sein halbes Leben lang kennt. Apropos halbes Leben: Auch da gibt es Freundschaften, die heute immer noch bestehen, und die mir total nahestehen. Wir sind zusammen erwachsen geworden. Also so ein bisschen zumindest, auf dem Papier.

Was mir bei der Planung meines Geburtstags auffiel: Aus jedem Lebensabschnitt ist immer noch jemand in meinem Leben präsent. Kindergarten, Grundschule, Schule, Studium, Ausland, berufliche Stationen, Zufallsbekanntschaften, bei denen es einfach „geklickt“ hat – es ist ein schönes Gefühl, viele Menschen zu haben, die einem etwas bedeuten und vice versa.

Natürlich gibt es Abstufungen. Es gibt Menschen, die ich sehr gerne mag, mit denen ich aber einfach sehr selten spreche. Bei den meisten ist das ok. Wenn wir uns wiedersehen, knüpfen wir genau dort an, wo wir aufgehört haben. Grund für den seltenen Kontakt ist meistens, dass sich der Alltag durch unterschiedliche Lebensentwürfe und Entfernungen kaum überschneidet. Keiner nimmt es dem anderen übel.

Verunsicherungen gibt es eigentlich nur, wenn die Erwartungen unterschiedlich sind, sich einer mehr Verbindlichkeit oder Kontakt wünscht. Oder beim anderen Geschlecht: Wenn man einfach nicht weiß, woran man ist. Liebe, Freundschaft, eigentlich Liebe, aber noch mehr Angst, Freunde mit Vorzügen – wer blickt denn da noch durch? Und was darf man wo erwarten???

Dann stellt sich meiner küch. psych. Meinung nach immer die Frage, wie wichtig einem gerade dieser Mensch ist, und bis wohin es gesund ist, Kompromisse einzugehen (Stichwort: Selbstfürsorge). Andere ändern zu wollen ist schließlich müßig. Also lieber die Frage: Tut mir das gut? Und offen und möglichst vorwurfsfrei ansprechen. „Du, ich hätte mir eigentlich gewünscht, dass…“. Dann sind die Karten auf dem Tisch und der andere kann reagieren.

Dazu gibt es Freunde, die ich ganz regelmäßig sehe, und das ist toll – ich würde sie um nichts in der Welt missen wollen. Man ist immer up-to-date, was beim anderen gerade los ist, holt und gibt sich Rat und öffnet sich emotional total. Numerisch gesehen sind das natürlich die wenigsten, aber auch das ist total okay.

Aber es gibt auch Freundschaften, die sich wieder auseinander entwickeln. Ich finde, das ist auch total normal und gesund (meistens ist es ja ein beidseitiges Gefühl, wenn es nicht mehr so richtig „passt“), solange kein tieferer Groll dahintersteckt, der ausgesprochen werden sollte. Wir alle verändern uns schließlich. Das sieht man schon beim kleinen Piranha. Einige enge Freundschaften sind beständig, bei anderen verläuft sich der Kontakt, immer wieder kommen neue Menschen, Ansichten und Dynamiken dazu.

Nicht alles lässt sich rational erklären. Bei der Freundschaft ist ja wie bei der Liebe immer eine große unbekannte Variable dabei. Der eine Mensch ist total anders als man selbst und gerade deshalb total spannend. Oder tickt ganz ähnlich und ist dadurch ein guter Ratgeber, mit dem man viel lachen kann.

Ich freu mich schon total auf meinen Geburtstag. Von außen betrachtet wird es wirklich ein buntes Sammelsurium an Menschen, die mich aus ganz unterschiedlichen Stationen bzw. Situationen kennen. Mit meiner Freundin Sybille habe ich schon im Kindergarten den Ententanz getanzt, meine Freundin Tina kommt extra aus München angereist, um den Abend mit mir zu feiern. Meine Schwester, Tante Hu, die gleichzeitig meine beste Freundin und „Stimme der Vernunft“ ist, ist selbstredend am Start… und so viele liebe Leute mehr. Aber: Keiner ist zufällig auf der Liste gelandet. Alle bedeuten mir viel und ich bin froh, dass es sie gibt.

Ich bin gespannt, wie sich das Netz des kleinen Piranhas entwickelt. Wer sein Leben bereichert, wen er mir vorstellt, über wen wir uns vielleicht sogar streiten…

Schließlich zeigen ja unsere Freunde auch immer ein bisschen, wer wir selber sind. Ich bin stolz auf meine!

Liebste Grüße,

Eure Single City Mama

 

 

Baba-Opas Storytelling

Lieblingsmamas,

am vergangenen Wochenende haben wir uns in Cuxhaven den eiskalten Nordsee-Wind um die Nase wehen lassen!

Dafür sattelten wir Freitag Nachmittag die Pferde, verluden 4/5 der Familie Piranha (Tante Hu zog Skifahren mit der Kanzlei in Saalbach-Hinterglemm vor, Sauerei!) in mein provisorisch entrümpeltes Auto und düsten mit Piranha und Beagle „Eddie“ auf der Rückbank los.

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Die Fahrt war unkompliziert und Baba-Opa erzählte herrliche Anekdoten aus seiner Jugend. Ich hatte gar nicht mehr auf dem Zettel, wie umtriebig er damals gewesen war. Er erzählte von seiner ersten Liebe, die nach dem Abitur in ein Internat in Oberfranken „verschifft“ worden war. Baba-Opa pendelte damals zu der besagten Dame und verdiente sich in der benachbarten „Pension Puff“ Kost und Logis.

Als er 1967 der Marine beitrat, hatte er direkt zu Beginn einen schweren Autounfall, nachdem er nach einem 36-Stunden-Einsatz übermüdet in einen Graben fuhr und ihm das Wasser anschließend bis zum Hals lief. Trotz diverser Frakturen überstanden Baba-Opa und seine Mitfahrer den Unfall zum Glück ohne Spätfolgen.

Dann berichtete Baba-Opa überaus unterhaltsam von seinen Auto-Exkursionen durch Europa (z.B. Spanien inklusive Schildkröten-Schmuggel) und seiner Marine-Ausbildung (u.a. auf dem Segelschulschiff Gorch Fock). Als auf einer Südamerika-Reise eigentlich seine Beförderung anstand, wurde Baba-Opa Opfer einer ziemlich fiesen Verleumnung.

In Brasilien sollten nämlich Lebensmittel und Spirituosen an Bord gebracht werden. Nach einigem Hin-und Her mussten die Güter händisch von Deck zu Deck gereicht werden. Als Baba-Opa auf Deck 3 plötzlich von oben eine einsame Vodka-Flasche gereicht bekam, überlegte er kurz, sie abzuzwacken und sich einen feucht-fröhlichen Abend zu machen, reichte sie dann aber weiter nach unten – mit fatalen Folgen.

Irgendwer hatte sich nämlich einen feucht-fröhlichen Abend gemacht und die Flasche danach einfach im Kabinenmüll entsorgt. Da niemand die Flasche zuordnen konnte, Baba-Opa jedoch als Überreicher identifiziert worden war, erhielt er einen Verweis wegen Diebstahls in seiner Akte. Die anstehende Beförderung wurde für Baba-Opa gestrichen und er musste als einziger der Crew den Rest der Reise in seiner Matrosenkluft verbringen.

Baba-Opa war verständlicherweise erbost und beschwerte sich beim Kommandanten. Dort wurde ihm mitgeteilt, dass Widerstand zwecklos sei und er die Entscheidung zu akzeptieren habe. Seine Einsprüche wurden abgelehnt. Baba-Opa ging – zusammen mit zwei Freunden – vor das zuständige Gericht, wo man sich verglich. Er wurde nachträglich befördert und beschloss, nach seiner Marine-Zeit in der Crew 4/67 Jura zu studieren. Auch Oma lernte er – viele Jahre später – auf einem Schiffsempfang, natürlich am Buffett, kennen.

Ich war mir nach unserer Autofahrt nicht sicher, ob ich die ersten Geschichten schon mal gehört hatte, aber war dankbar, dass mein Vater sie so launig zum Besten gab – als wären sie erst gestern passiert und nicht vor 50 Jahren. Auch freute er sich sichtlich, sie zu erzählen. „Kennst Du die Geschichte gar nicht?“ fragte er, und setzte schon zum Reden an.

In Cuxhaven verbrachten wir zwei schöne Tage. Am Sonntagmorgen gab es einen kurzen Eklat, als der Hund das Müsli des kleinen Piranhas speiste. Ein Vergehen, dass das Kind erst verzieh, als er im nahegelegenen Hotel ein neues Müsli bekam. Mein Stresslevel war zwischenzeitlich relativ hoch, als ich zwischen einem sehr lebhaften 4-jährigen und meinem Vater, dem das ganze bisweilen etwas auf die Nerven ging, vermittelte.

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Der Versuch, den Piranha nachts ohne Windeln schlafen zu lassen, blieb leider erfolglos, so dass er erst sein und dann mein Bett unter Wasser setzte, aber zum Glück gab es Waschmaschinen und Kekse.

Die Meerluft war traumhaft, wir spazierten über Strand und Dünen und kamen wie immer mit vielen Menschen ins Gespräch. Als ich bei Taifun/Comma nach einem Bolero-Jäckchen suchte, unterstützte der kleine Piranha tatkräftig den Verkäufer, was ihm seinen ersten handschriftlichen Arbeitsvertrag einbrachte.

Der Piranha „unterschrieb“ und zeigte das Schriftstück stolz Menschen in der Fußgängerzone. Abends aßen wir Fisch und der kleine Piranha und ich checkten gestern noch die Thalasso-Therme in Duhnen aus. Baba-Opa verbrachte die meiste Zeit aufgrund seiner eingeschränkten Mobilität in der Ferienwohnung, was seiner Reiselust aber keinen Abbruch tut.

Im März touren wir wieder gemeinsam in die Alpen in das wunderschöne Alpina im Zillertal – ich freu mich schon.

Liebste Grüße und habt einen guten Wochenstart,

Eure Single City Mama

Mama, die zauberhafte Zahnfee

Post entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit baby-walz

Hallo meine Lieben,

aus aktuellem Anlass  – der kleine Piranha flasht seit Verlust von „Schneidezahn-unten-links“ regelmäßig vor Freunden, Passanten und Restaurantbedienungen ungefragt seine Zahnlücke – beschäftige ich mich aktuell mit dem Thema Zähne.

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Zahnringe gab es bei uns auch jede Menge… (Bild: baby-walz)

Auf die Lücke ist er seeehr stolz und präsentiert feierlich den nachkommenden „große-Jungs-Zahn“. Vorgestern bat er mich sogar ein Foto von seiner Mundhöhle zu machen. Falls jemand meine Handydaten ausspionieren möchte – you are more than welcome!

Natürlich besuchte uns auch die Zahnfee (etwas verspätet, denn bei ihrem ersten Versuch, ein Präsent niederzulegen, wachte der kleine Piranha auf und verwechselte die Fee mit mir, ob meines elfengleichen Antlitzes natürlich absolut verständlich ;-))

Die Fee klampfte sich den Zahn in der Dose, ließ eine Paw Patrol-Kopfhörer-Mütze dort und sorgte so für noch mehr Euphorie. Mittlerweile findet der kleine Piranha den Status „zahnlos“ sogar ein bisschen zu cool („Mama, was passiert, wenn ich mir alle Zähne raushaue? Bringt die Zahnfee dann ganz viele Geschenke?“). Nö. Aber mehr Toblerone für mich, muhaha!

Seiteneinwurf: Wusstet Ihr, dass einige Babies schon mit Zähnen auf die Welt kommen? Zum Glück war dem bei uns nicht der Fall, andernfalls hätte meine Brust vielleicht auch ohne mich das Weite gesucht.

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Es gab eine Zeit im Hause Piranha, als Kauen vollkommen überbewertet wurde…

Auch die Zahnpflege ist leider nicht des Piranhas größtes Hobby. Ich habe mir schon allerhand einfallen lassen (z.B. selbst-komponierte Smash Hits über Tiger- und Drachenzähne, bei denen der Piranha Refrain-artig „ghhhrrrrr“ machen muss und ich wie ein Schimpanse mit der Kinderzahnbürste bewaffnet um ihn herum hüpfe), und so rocken wir das momentan eigentlich ganz gut.

Das Zahnen selber verlief bei uns eigentlich ganz entspannt. Der Piranha sabberte, was das Zeug hielt und ab und zu schmierte ich Zahngel auf die betroffenen Stellen, aber an schlaflose Nächte oder dergleichen kann ich mich nicht erinnern. Vielleicht hab ich das aber auch verdrängt.

Den ersten Zahnarztbesuch starteten wir vor etwa einem halben Jahr. Statt zu einem Kinderzahnarzt nahm ich den Piranha einfach mit zu meiner Ärztin und ließ ihn schon bei der Zahnreinigung zusehen. Zum Glück war der Besuch vollkommen unkompliziert und zog keine weiteren Behandlungen mit sich, so dass ich der nächsten Visite entspannt entgegenblicke.

Wenn Euch das Thema Zähne und Zahnen interessiert, kann ich Euch die Themenseite über Zahnen von baby-walz ans Herz legen oder aber die Blogbeiträge unserer Kinderärztin Dr. McGowan.

Auf alle Fälle macht es Sinn, mit spätestens drei Jahren mal beim Zahndoktor vorstellig zu werden, auch um dem Kind Angst und Scheu zu nehmen.

Liebste Grüße,

Eure Single City Mama