Kita-Amor und Orgelmusik

Lieblingsmamas,

nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub… oder wie sagt man so schön?

Der Alltag hat mich zumindest mit Lichtgeschwindigkeit wieder absorbiert. Gefühlt hetzen wir täglich von einem Schwimmkurs (2x die Woche), zum Turnen, zum Lichterfest zum… ach, Ihr kennt das! Es ist schön, aber auch ganz schön zehrend – und auf die ewigen Pendeleien, die eine Großstadt wie Hamburg so mit sich bringt, könnte ich gut und gerne verzichten.

Leider ist nach starken Regenfällen auch die Batterie unseres Autos „Lothar“ verreckt, so dass ich aktuell den Flitzer von Tante Hu spazieren führe. Und mir täglich vornehme, den ADAC zu konsultieren und Lothar in die Werkstatt zu navigieren. Ahh… if I had world enough and time (Andrew Marvell).

Der kleine Piranha hat in den vergangenen Wochen noch mal einen großen Entwicklungsschub gemacht und ist mittlerweile eine kleine, reflektierte Persönlichkeit. Er hat ganz viele gute Ideen (und noch mehr komplizierte Fragen) und interessiert sich nach wie vor für alles, was irgendwie mit Biologie, Physik oder Mathe zu tun hat – ganz und gar nichts, was irgendwie mit meinem DNA-Strang in Verbindung zu bringen ist.

Ein Trauma bleibt meine mündliche Abiturprüfung in Physik, als ich mit einem riesengroßen Geodreieck vor der Tafel stand und einfach mal von nichts ne Ahnung hatte, weder von Einstein und seiner Theorie, noch von Strahlen, die irgendwie, irgendwo einfallen… De fuck?

NC-Fächer blieben mir dann zwar verwehrt, aber da meine Begabungen eh im sprach- und literaturwissenschaftlichen Bereich liegen, hat’s ja dann doch noch geklappt 😉 Mein Uni-Zeugnis hat übrigens der Dekan des Instituts für Orgelmusik unterschrieben.

Bild: Pixabay

Was besonders niedlich ist, ist dass der kleine Piranha und seine Kumpels so langsam die Liebe entdecken. Zwar ist der Piranha noch hochoffiziell in mich verliebt (hach <3), eröffnete mir aber auch kürzlich im Indoor Spielpark, dass er bei den Autoscootern „jemanden kennengelernt“ habe. Der Tonfall verriet, dass der Piranha durchaus sehr interessiert war. Das kleine Mädchen und er hatten gemeinsam Bälle eingesammelt und sich damit ein Slush-Eis an der Kiosk-Kasse gesichert. Nummern wurden nicht getauscht.

Auch im Freundeskreis des kleinen Piranhas hat Amor bereits Pfeile verschossen. Während ein Freund sich erklärtermaßen in ein zauberhaftes kleines Mädchen aus dem vorherigen Schwimmkurs verliebt hatte, ist Piranha-Freund Talis sogar schon mit einer Kita-Freundin hochoffiziell in den Hafen der Ehe eingelaufen. Derzeit schauen die Eheleute nach Ringen – sealing the deal, meine Lieben.

Als „Geschiedene“ (mit etwa 5 Jahren hatte ich in Omas Garten in einer feierlichen Zeremonie meinen 2-Jahre älteren Cousin Alex geehelicht. Mittlerweile ist er verheiratet und Papa von zwei Kindern, der Schuft!)) habe ich natürlich vollstes Verständnis.

Heute Nachmittag wird bei uns in der Kita noch das Lichterfest zelebriert, aber da der kleine Piranha vorher noch seinen Seepferdchenkurs am anderen Ende der Stadt hat, werde ich (mal wieder) den halben Nachmittag auf der Straße verbringen. Der Abend-Vino ist bereits eingekühlt.

Ich wünsch Euch was, Ihr Lieben!

Eure Single City Mama

Der Mama-Laden (und Herren zum Nahekommen)

Hallo meine Lieben,

so richtig Ruhe kehrt bei uns zurzeit nicht ein. Der kleine Piranha durchläuft gerade eine (vermutlich altersbedingte) Trotzphase und testet seine und meine Grenzen täglich sehr intensiv. Die Konsequenz, wenn es nicht nach seiner Stupsnase geht, ist meistens, dass er mich im Mama-Laden verkaufen oder zu Tante Hu ziehen möchte. Auch eine andere „nette fremde Dame“ möchte er ggf. ansprechen, ob sie seine Mama sein mag.

Am Wochenende ernteten der kleine Piranha und ich im strömenden Regen frische Äpfel im Alten Land. (Bilder: Single City Mama)

Dazu werden regelmäßig Drohgebärden aufgefahren. „Wenn Du mir dies und das nicht kaufst, dann schreie ich jetzt ganz laut/laufe weg/schmeiße dies und das runter“, was zu amüsierten Passanten und einer sehr gereizten Mama führt.

Wirklich Sorgen um unsere Bindung mache ich mir allerdings nicht, da die Verkaufspläne immer wieder mit Liebesschwüren geschmückt sind – so fragt er immer, welcher Planet am weitesten von der Erde entfernt ist, und erklärt dann, dass er mich bis dorthin lieb hat. Balsam für die geschundene Mama-Seele!

Am Wochenende kündigte er wiederholt seinen Auszug an, elaborierte dann aber, dass er zurückkehren würde, sobald er ein Geschwisterchen hätte. Ich erklärte, dass das bestimmt irgendwann der Fall ist, aber zurzeit nicht geplant. „Dann kannst Du doch einfach mal endlich einem Herrn ganz nahe kommen, und noch ein Baby machen,“ erinnerte sich der Piranha an meine Blitzaufklärung vor einigen Monaten, in der ich auf weitere Details ebenso verzichtete wie Geschichten von Konrad dem Klapperstorch.

Oh mann! Überhaupt fragt mich der Piranha liebend gern Löcher in den Bauch. Ein Klassiker ist abends ganz kurz vor dem Einschlafen. „Mama, wo sprechen die Leute Chinesisch?“ „Was würde passieren, wenn ein Böser bei uns einbricht und alle meine Tiere klaut?“ „Wie tief muss man graben, bis man beim Erdkern ankommt“? oder „Wann machen wir eine Weltreise“? sind Fragen, die ihn stark beschäftigen.

Apropos Reise: Nächste Woche steht mein erster längerer Urlaub ohne meinen Piranha an. Tante Hu und ich machen gemeinsam etwas über eine Woche lang Japan unsicher (wobei das ob des gerade abgezogenen Taifuns eine sehr unpassende Wortwahl ist, wie mir gerade auffällt!)

Bright Lights of Tokio, Ninja-Restaurant, eine Geisha-Tour in Kyoto und ein Ryokan mit privatem Onsen am Fuji-Berg – ich bin ganz, ganz doll aufgeregt. Auch mein neuer Pass, auf dem ich ein bisschen aussehe wie ein bekiffter Steppen-Iltis, ist endlich da!

Da ist er – der Iltis. Damit Ihr alle mal herzhaft lachen könnt!

Wenig Lust hab ich auf den langen Flug (11 Stunden +), aber da ich es dieser Tage so selten ins Kino schaffe, kann ich bestimmt einige cineastische Bildungslücken schließen 😀 Außerdem werde ich das Tablet noch mit Law & Order New York bespielen.

Der kleine Piranha hat für die Woche meiner Abwesenheit schon einen prall gefüllten Terminkalender. Neben Baba-Opa und Eddie hütet eine liebe Freundin aus München eine Woche bei uns ein und es stehen Kindergeburtstage, Turnen, Malen, sein nächster Schwimmkurs (leider muss das Seepferdchen noch ein wenig auf den Piranha warten), das Planetarium und das sehr beliebte Halloween an.

Ich werde berichten und wünsche Euch was, Ihr Lieben.

Eure Single City Mama

Das leere Haus und der Schmetterlings-Friedhof

Lieblingsmamas,

es ist vollbracht.

Nach einem großen Kraftaufwand ist unser übergeräumiges Elternhaus entrümpelt und bald, nach der obligatorischen Renovierung, ist es bereit für den Einzug der neuen Mieter – einer jungen Familie mit drei kleinen „Piranhas“. Die letzten Tage hatten es nochmal richtig in sich. Es galt, unsere Zimmer auszusortieren und dabei relativ emotionslos zu entscheiden, was mit muss bzw. darf. Struktur reinbringen. Meine ganz große Stärke. Nicht!

Das leere Haus. (Bilder: Single City Mama privat)

In meinem Jugendzimmer türmte sich Teenie-Kram – von angebrochenen Oilily und Chippie-„Düften“, über Liebesbriefe bis hin zu einem Riesen-Foto von W., meiner ersten ganz, ganz großen und ebenso einseitigen Liebe. Obwohl – auch den Skilehrer H. habe ich sehr geliebt in seinem feuerroten Skianzug. Damals, mit 12. Nunja. Und meine Klassenkameraden C. und R., die aber alle Mädels ziemlich gut fanden.

Nagut. W., also der vierte Mann in meinem Leben, trat durch einen Sportverein in mein Herz (er war der Trainer, damals 22, und zum Glück, ebenso wie H. (damals 31) nicht so pervers, meine brennenden Gefühle zu erwidern!). Meine Hormone tanzten Samba.

Sidenote: Warum kann man eigentlich mit 14 wildfremde Männer sooo sehr und leidenschaftlich „lieben“ und 20 Jahre später gleicht der Bauch einem Schmetterlings-Friedhof, man ist vorsichtig und überängstlich bezüglich jedweger Gefühlsregung/Risikos? Nennen wir es „bindungs-skeptisch“.

Aber zurück zu W… Da in der Clique jeder von meiner Liebe wusste (und mich damit aufzog) gab es zum 14. Geburtstag ein großes Foto von W., selbstbewusst grinsend, im Ballraum, das meine Freundin Philine (Patentante des kleinen Piranhas) geschossen hatte. Natürlich mit der Ankündigung, dass es ein Geburtstagsgeschenk für mich sei.

Leider ist W’s Konterfei (mittlerweile wohnt er mit seiner Familie nur wenige Straßen entfernt und übt auf mich in etwa die Anziehung eines abgestandenen Hustensaftes aus) letzte Woche der Vor-Entrümpelung unserer Handwerker zum Opfer gefallen. After all this time. Shocker!

Viele der alten (also tatsächlich alt und nicht nur abgerockten) Möbel und Kleiderschränke hatte ich noch über eBay Kleinanzeigen verschenkt – und das allermeiste wurde zum Glück auch abgeholt. Unter den Abnehmern waren einige sehr nette Leute, die sich aufrichtig freuten – ein schönes Gefühl, nicht alle Habseligkeiten in die Tonne kloppen zu müssen.

Vorgestern Abend ging ich das Schlafzimmer meiner Mutter durch. Was eigentlich emotionaler sein sollte und ich lange vor mir her geschoben hatte, erledigte ich relativ routiniert und abgestumpft: Ich verstaute die meiste Kleidung in Beuteln für eine wohltätige Organisation und sortierte Taschen und Schmuck. Das allermeiste wird gespendet, was absolut im Sinne meiner Mutter wäre. Ich beschloss, ihr dafür einen riesengroßen Blumenstrauss zu bringen. Der kleine Piranha ergatterte noch ein bisschen Kram und Plüschtiere und nach etwa fünf Stunden waren wir fertig.

Kurz zögerte ich bei lang gehüteten Erinnerungen wie etwa unserer Milchzähne und Wunschzettel – aber ganz ehrlich? Wo soll das alles hin? Ich dachte an Aufräum-Queen Marie Condo, die gute Seele. Sparkte mein Milchzahn „Joy“? Nope. Negativ. Weg damit.

Das Fazit der Mammut-Entrümpelung: Ich werde mich nie wieder wundern, wenn mein Konto im Dispo ist. Und man muss viel öfter ausmisten. Materiell. Emotional. Ich glaube, ich muss mir die Tage noch mal Marie Condo bei einer Flasche Vino zu Gemüte führen.

Ich bin sehr froh, dass jetzt wieder ein bisschen Ruhe einkehrt. Die letzten Tage war ich so angespannt, dass auch der kleine Piranha Wind davon bekam – und selbst bockte und trotzte. Er rollte Klopapier-Rollen ab und beschimpfte mich unter anderem charmant als „drei Tonnen Müll“. Das Ganze gipfelte darin, dass er zusammen mit seinem Freund Talis auf dem Spielplatz Tauben mit Stöcken piesakte und Eddie, unseren Beagle, heilos mit seinem Trockenfutter überfütterte. Ted Bundy in the making?

Ich schimpfte laut, wütend und ziemlich verzweifelt mit den Jungs – warum sie Tiere quälen würden, und dass es überhaupt nicht lustig sei und der Piranha gleich ins Bett müsse und sämtliche Fernseh-Freuden bis auf Weiteres gestrichen würden. Abends schlief der Piranha in meinem Arm ein.

Die nächsten zwei Wochen werden wir es alles etwas entspannter angehen. Der kleine Piranha wird am Samstag zur Seepferdchen-Prüfung antreten, aber es sieht leider so aus, als müsse er noch einen Kurs dranhängen. Nicht schlimm – das Ergebnis soll ja auch halten, nämlich dass der Piranha sich sicher und ohne Angst (letztere ist für ihn ohnehin ein Fremdwort) im Wasser bewegt.

Letzten Samstag, als die ersten Kurskinder in der vorletzten Stunde bereits ihr Abzeichen erhielten und nur der Piranha und sein Freund Louis noch nicht dran waren, weinte er schon bitterlich. Ich überlegte, ihm die vermeintliche „Niederlage“ zu ersparen und die nächste Stunde einfach ausfallen zu lassen, aber Louis‘ Mama argumentierte, dass ja auch das – sollte es so sein – zum größer werden dazu gehört.

So sei es. Ich halte Euch auf dem Laufenden und wünsche Euch was, Ihr Lieben. Genießt den schmuddeligen Herbst!

Eure Single City Mama

La Isla Bonita

Lieblingsmamas,

nach einer regenreichen Woche auf der Baleraren-Insel Ibiza sind der kleine Piranha und ich wieder im Lande.

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Bilder: Single City Mama privat

Schön war’s – wenngleich auch sehr nass und stürmisch. Aufgrund meiner ungnädigen Wetterapp hatte ich schon einpaar Tage vor unserer Abreise begonnen, mich geistig-seelisch auf Schmuddelwetter im Urlaubsparadies einzustellen, aber eine Jacke hab ich trotzdem nicht eingepackt – pfffhhh.

Montag abend „zugten“ wir zum Flug nach Hannover und keine 24 Stunden später bezogen wir unser schickes Zimmer im tollen Spa-Hotel.

Wellnessiger Komfort im Last Minute-Gewand war dieses mal so verdammt attraktiv,  dass ich auf das Prädikat Club- oder Kinderhotel verzichtete und beschloss, von unserer eleganten Base aus die Insel auf eigene Faust zu erkunden.

Und das taten wir auch. Wir trotzten dem Nieselregen, spazierten täglich über die Promenade von Santa Eularia und tuckerten mit der kleinen Bimmelbahn (Thomas Train) zum Hippie Markt Las Daliahs in San Antonio. Der kleine Piranha war ekstatisch und sinnierte selbst über die Übernahme eines Standes, um Steine und Muscheln zu verkaufen und Geld für weiteres Spielzeug zu generieren.

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Das nostalgische Karussell kurbelte der Besitzer per Hand an…

Am Sonntag – dem ersten wirklich sonnigen Tag unserer Reise – wollten wir uns eigentlich auf den puderigen Stränden von Formentera aalen und waren entsprechen „früh“ aufgestanden – aufgrund des starken Windes fuhren die Fähren allerdings nicht und so blieben wir in Santa Eularia und breiteten uns dort am Strand aus.

Ich grub unseren schäbbigen 15 Euro-Kiosk-Sonnenschirm in den Sand, um ihn nur wenig später frustriert in der Mülltonne zu entsorgen, nachdem er fast unseren britischen Mit-Sonnenanbetern um die Ohren geflogen wäre und dabei zerbog – ob das die Austrittsverhandlungen beschleunigt hätte?

Natürlich hatte auch dieser Urlaub sein Quäntchen Chaos, etwa als ich ohne Sichtung einer Preisliste für die Piranha-Kleidung den hoteleigenen Wäscheservice konsultierte. „Wash only, no iron“ kreuzte ich auf dem Beutel an und kalkulierte etwa 20 Euro ein, nachdem ich am Vortag bereits mit einem nassen Wäschesack durch den Ort gestiefelt war und die „Lavandoria“, die uns empfohlen worden war, nicht existierte.

Am nächsten Tag wurde uns ein elegantes Korbgeflecht mit der sauber gefalteten Wäsche aufs Zimmer gebracht – und mich traf fast der Schlag. 146,- für ein Tüte H&M Couture in Gr. 116?

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146 Euro (!!) hielt unser Hotel für einen durchaus angemessenen Wäsche-Preis…

Entrüstet stapfte ich an die Rezeption und hielt einem Assistant Manager mehrere der winzigen Kleidungsstücke unter die Nase. Er versprach sich zu kümmern, murmelte aber auch „What do you expect in a 5-Star-Hotel?“.

Aus Kulanz erließ man mir am nächsten Tag immerhin 50 Prozent der Rechnung – und die Erkenntnis, nie wieder einen entsprechenden „Laundry-Service“ in Anspruch zu nehmen.

Der Piranha verstand sich blendend mit den anderen Hotelgästen, übte mit Babies im betreuten Kinderzimmer das Laufen (jetzt möchte er mehr denn je ein Geschwisterchen und legte mir abermals das „Nahekommen“ mit einem beliebigen Mann, wahlweise auch Familienmitglied, nahe).

Ich hab es übrigens tatsächlich irgendwie geschafft, im Urlaub ein ganzes Buch zu lesen – und diesmal war es kein Groschenroman.

 

Hachja. Jetzt hat der Alltag uns wieder und es steht noch einiges bevor: Der Piranha und ich verbringen noch ein Wochenende in München (für mich das erste Wiesn-Revival seit 2013, hodihodihodihodihey) und Tante Hu geht Anfang Oktober auf Weltreise.

Über ihre Erlebnisse – und die Reisevorbereitungen – bloggt sie auf FlyingFrankie. Alle Reisebienchen unter Euch unbedingt reinschauen :-).

Ich besuche sie dann in Japan – und freue mich riiiesig drauf. Bis dahin muss ich allerdings noch fleißig Geld in die strapazierte Urlaubskasse spülen.

Ich wünsch Euch was, Ihr Lieben!

Eure Single City Mama

Spieglein, Spieglein…

Post enthält Werbung ohne Auftrag und basiert auf einem Produktpäckchen von Frei

Lieblingsmamas,

erinnert Ihr Euch an die Zeiten, als die Vorstellung, ohne Make Up das Haus zu verlassen, einer Vollkatastrophe glich? Der Apokalypse jeglichen Selbstbewusstseins?

Ehrlich, als Teenie mit einem Faible für blauen Lidschatten und mindestens drei Nuancen zu dunklem Make up, wäre das unverzeihlich gewesen. Bedenklicher noch: Mein gesamter Selbstwert definierte sich zu großen Teilen darüber, ob ich mich attraktiv fühlte oder nicht. Dabei konnte ich aussehen wie ein sonnenverbrannter Gartenschlumpf – das subjektive Gefühl war entscheidend.

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Credits: Unsplash

Heute: Who fucking cares? Ich verlasse gelegentlich (meistens wenn ich es ganz eilig habe) ungeschminkt das Haus. Oder tusche mir die Wimpern an der Ampel. Und ganz ehrlich: Bis auf einige Ausnahmen („geht`s Dir nicht gut? Du siehst etwas angeschlagen aus. Hast Du geweint?“ wird es sehr selten kommentiert.

Interessanterweise kommt gerade von Männern öfters das Feedback, dass ihnen der Natural Look tatsächlich besser gefällt.

Früher habe ich das übrigens für ein besonders hartnäckiges, parentales Gerücht gehalten und es meinem Vater SEHR lange nachgetragen, dass er so sich „sooo sehr wünschte“, dass ich zu meiner Konfirmation (1998) ungeschminkt erscheine. Ich fühlte mich wie ein geschälter Apfel. Okay, ich sah auch so aus. Danke dafür, Baba-Opa.

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Ich „oben ohne“? Früher wirklich komplett undenkbar. Heute ist die Haut unter meinen Augen meist dunkler als meine Lider ;-)…

Aber es gibt einpaar Beauty-Produkte, auf die ich nicht verzichten möchte. Denn sie machen einfach ein gutes Gefühl.

Single City Mamas Top 5:

Haarkur: Ich habe von Natur aus lockige, dicke Haare, die beinahe jeder Friseur als „trocken“ klassifiziert. Ein besonders biestiger Zeitgenosse hat mich sogar mal fast zum Weinen gebracht, als er meine Haare wiederholt als Beleidigung für seine Coiffeurs-Griffel bezeichnete („ehrlich, nee, das geht gaaar nicht!“ An dieser Stelle: FY, Haarfritze XY). Entsprechend kure ich meine Haare bei jedem Waschen, so dass sie etwas weniger trocken sind. Mein Favorit: Die Kollektion von Aussie Repair.

Leichtes Make Up: Als Teenie hatte ich wirklich sehr unreine Haut. Eine Hardcore-Salbe vom Hautarzt sorgte dafür, dass ich mir „das größte Organ“ in Streifen vom Gesicht ziehen konnte. Es fühlte sich furchtbar an. Meistens kleisterte ich mir viel teures Make-up (Dior, Chanel etc.) in die Schnute, für das der Großteil meines Taschengeldes drauf ging. Ich sah völlig überschminkt aus.

Spätestens mit der Schwangerschaft haben die Hormone es da wirklich gut mit mir gemeint: Ich bekam eine Bombenhaut, die zwar zu leichten Rötungen neigt und schnell spannt, aber ich verlasse auch ungeschminkt das Haus und hab so gut wie nie Pickel. Heute nutze ich ganz banale Drogerie-Foundation, z.B. von L’Oreal und manchmal Concealer. Den vergesse ich meistens.

Parfum: Es ist sooo schwer, einen schönen Duft zu finden. Von den meistens Parfums und Eau de Toilettes wird mir richtiggehend schlecht oder ich rieche wie ein orientalisches Bordell. Es gibt also nur wirklich wenige, die ich mir ab und zu mal ansprühe und das sind Versace Bright Crystal oder D&G Light Blue.

Bodypflege: Wer kennt noch Fuzzy Peach aus dem Body Shop? Hachja, ich habe es so sehr geliebt. Fast so sehr wie Oilily. Heute fehlt mir meistens die Zeit mich richtig einzucremen, obwohl es so wichtig ist: Ich habe nämlich ein extrem schlechtes Bindegewebe.

Erste Dehnungsstreifen an der Brust hatte ich schon mit 12, fast bevor ich überhaupt Brüste hatte – eine Tatsache, die meine Mutter damals komplett auf mein ungesundes Essverhalten schob und als KO-Kriterium für spätere Partnerschaften wertete. Ich sah viele sehr unsensible Hautärzte. „Da kann man nichts mehr machen“. Bäm – ausgemustert.

Memo an mein Teenie-Ich: Es interessiert niemanden, wirklich niemanden. Niemanden! Es hat sich nie jemand beschwert, der mir nah genug kam. Ich bin ja kein Kerl, aber ich kann mir sowieso nicht vorstellen, dass ein einziger Mann DABEI darüber nachdenkt, ob die Haut der Frau, die er gerade begehrt, an einigen Stellen etwas heller und dünner ist. Vielleicht eine Modelagentur, aber sonst interessiert es wirklich – erwähnte ich es bereits? – niemanden.

Ein Geheimtipp, von dem ich mir gewünscht hätte, es viel früher entdeckt zu haben, ist  das Frei Figuröl. Ein angenehmer, leichter Duft, ein tolles Hautgefühl und nichts klebt – herrlich. Und ich hab das Gefühl, meine Silhouette ist tatsächlich gestrafft. Zumindest fühlt sie sich so an. Also für mich.

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Aber meine Lieben, bei all diesen Sachen steht immer das Gefühl im Vordergrund.

Ganz ehrlich, ich würde mich nie, niemals für einen Typen verbiegen oder meinen Selbstwert davon abhängig machen, wie mich ein Kerl optisch findet. So viele Menschen – Männer und Frauen – sind auf so viele unterschiedliche Arten schön. Ich persönlich finde gelackte Typen zum Beispiel gar nicht anziehend und Intelligenz und Witz total sexy.

Manchmal ist man einfach nicht jemandes Typ – und das ist total ok. Den Großteil der Anziehung regeln sowieso die lieben Hormone. Solange ich mich gepflegt und attraktiv fühle und es mir gelingt, eine innere Entspanntheit und Zufriedenheit (zerknirschte Gesichtszüge sind viel schlimmer als ein delliger Po) auch nach außen zu tragen, ist das das einzige Beauty-Geheimnis, das ich wirklich brauche.

Übrigens: Der kleine Piranha huldigt manchmal ganz aufrichtig neue Outfits „Du siehst schick aus, Mama!“, freut sich aber auch gehässig über unvorteilhafte Aufnahmen, die er mit dem Smartphone von mir macht. Eines davon wollte er sogar über sein Hochbett hängen.

Was ist Euer Beautyrezept? Worauf könntet Ihr nicht verzichten? Was kann zugunsten von Zeit geopfert werden?

Liebst,

Eure Single City Mama

Mehr Generationen, mehr Stress?

Lieblingsmamas,

der Sommer gibt hier gerade nochmal Vollgas und im Piranhaversum wird es nicht langweilig.

Baba-Opa hat sich in seiner barrierefreien EG-Wohnung bei uns im Haus gut eingelebt. Wie erwartet, kommt es des öfteren noch zu Konflikten. Entweder Baba-Opa und der kleine Piranha, eigentlich ein Herz und eine Seele, liegen sich nach zuviel Aufeinanderklucken in den Haaren oder aber Tante Hu und ich müssen unseren Vater gelegentlich daran erinnern, dass seine Töchter mittlerweile erwachsen sind, jeweils über Universitätsabschlüsse, eigene Haushalte, Jobs und Kinder und Neffen verfügen. Also eines um genau zu sein.

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Erst kürzlich elaborierte Baba-Opa wieder ausführlich, was ich wann zu tun habe und wie ich meinen Tag zu strukturieren habe.

Ich war genervt. „Papa, Du weißt schon, dass ich 35 Jahre alt bin?“ fragte ich patzig. „Hmpfbmhffg“ grummelte mein Vater und hielt mir sein leeres Glas hin. „Stell Dir vor, Dein Vater hätte Dir in dem Alter noch reingequatscht“, versuchte ich an seine Solidarität zu appellieren. Mit 35 hatte mein Vater schließlich „schon“ meine Mutter geheiratet und war für damalige Zeiten schon verdammt spät dran.

„Du bist aber nicht verheiratet“, konterte mein Vater süffisant – übersetzt: bis Du einen Ring am Finger hast, hast Du Deinem Vater zu dienen – und ich sah ein, dass die Diskussion zu nichts führen würde.

Fakt ist: Mein Vater ist ein Macho. Liebenswert und auf seine Weise auch hilfsbereit, aber auch anspruchsvoll und „alte Schule“, wenn es um das Rollenverständnis geht. Hauptsächlich aber bequem. Dass der kleine Piranha ihm mit seinen fünf Jahren schon ordentlich Kontra gibt, ist eine Tatsache, die mein Vater schlecht verknust. Ich bin da wesentlich angepasster und „geländegängiger“ – was die Situation nicht unbedingt besser macht.

Da man ihn mit 73 Lenzen nicht mehr ändert, muss ich mich immer öfter an meine Selbstbehauptung und Abgrenzungsskills erinnern. Erst kürzlich rief er mich aus meiner Wohnung lautstark hinunter, um mich zu instruieren, seine Zeitung aus seinem direkt vor der Tür parkenden PKW zu holen. What!? Ich tat es nicht. Er akzeptierte es. Ein Lichtblick?

Auch die Tatsache, dass Eddie nun mit uns im Haus wohnt, bringt unseren Tagesablauf in Schwung. Positiv, denn ich bewege mich naturgemäß wesentlich mehr als früher. Der kleine Piranha begleitet mich oft mehr oder minder motzend auf den Spaziergang und sammelt dabei Steine und Brombeeren. Bernsstein und Gold türmen sich im Kinderzimmer noch und nöcher, ich sag es Euch, meine Lieben! Ich reiche gleich meine Kündigung ein und spann die Matte zwischen den Yukka-Palmen.

Vergangenen Freitag nutzten wir das Bombenwetter und fuhren mit Eddie und unseren Freunden Susann und Joni im Gepäck nach Timmendorf. Wesentlich später als geplant, da ich mich noch in der Arbeit verzettelt und zuguterletzt noch aus unserem Haus ausgesperrt hatte.

Es war trotzdem ein schöner Ausflug, aber für mich alles andere als entspannt, da ich am Hundestrand zwischen Kind und einem rolligen Hund hin- und herflitzte und von einer aggressiven Wespe in den Zeh gestochen wurde. Sehr unschön!

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Den Sonntag verbrachten der kleine Piranha und ich international mit meinem Salsa-Lehrer César und seiner jüngst aus Peru eingetroffenen Familie am Elbstrand. Die Kids waren beide im gleichen Alter und verständigten sich mit Händen und Füßen, nachdem ich dem Piranha schon die Basics auf der Fahrt zum Fähranleger beigebracht hatte. „Holaaaa Rodrigo“ blökte er fröhlich zur Begrüssung und das Eis war gebrochen.

Auch das kommende WE verspricht wieder sehr aktivitätenreich zu werden. Planschen im Stadtpark, Grillen im Garten und das gute, alte Planetarium, das wir momentan sehr häufig besuchen. Läuft, würde ich sagen.

Ich wünsch Euch was, Ihr Lieben. Genießt den Sommer!

Eure Single City Mama

 

Single Mama: Urlaub mit (und ohne) Kind

Dieser Post basiert auf unseren persönlichen Erfahrungen und enthält unbezahlte Werbung

Lieblingsmamas,

nach den Ferien ist vor den Ferien!

Das große Highlight, wenn Ihr noch keine schulpflichtigen Kinder habt: Ihr könnt überfüllten Hotels und Ferienpreisen in aller Regel ein Schnippchen schlagen, wenn Ihr Euch nach Off-Season-Angeboten umschaut.

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(Bild: Sai Kiran Anagani für Unsplash)

Damit der Urlaub auch für uns als Single Mamas so schön und erholsam wie möglich wird, solltet Ihr einiges beachten:

  • Die Destination

Thailand, Mallotze oder der Elbstrand? Klar, Kindern ist es meistens erstmal völlig wurscht, wo sie im Sand buddeln. ABER – wir Mamas wollen ja schließlich auch etwas davon haben, mal andere Ländern und Kulturen genießen.

Der kleine Piranha und ich verfolgen meist bei unseren Trips einen entspannten Mix: spontane 1-2 Tagestrips an Nord- und Ostsee, zwei Urlaube, die etwas weiter weggehen (darunter min. ein Kinderhotel, die maximale Flugzeit betrug bisher vier Stunden) und ein gelegentliches Wiebi-Only-Wochenende zum relaxen – just me, myself & I – traumhaft.

Unser Fazit: Jedes Ziel hat seinen Reiz, aber stresst Euch nicht. Einiges lässt sich mehr genießen, wenn die Kids etwas älter sind.

In Deutschland sind wir große Fans der Bahn und der Kinderabteile (mittlerweile gibt es auf ICE-Strecken auch Kinderbetreuung). Service-technisch haben wir hier bisher auf etwa 30 Fahrten sehr gute Erfahrungen gemacht und viele nette Leute kennengelernt.

Wenn Ihr destinationstechnisch flexibel seid, können sich Last-Minute-Angebote oder Eurowings Blind Booking lohnen – hier haben wir schon sehr coole Schnäppchen gesichtet. Stornierungen unkompliziert. Top-Ziel für nächstes Jahr: Olbia, Sardienien <3.

  • Die Vorbereitung

Wo buche ich eine Reise mit Kind? Online gibt es viele Last Minute-Portale, auch Reisebüros können eine gute Anlaufstelle sein – gerade, wenn man sich beraten lässt.

Cluburlaub: Wohlfühlen, wenn man’s gesellig mag

Wer Cluburlaub mag, findet tolle Clubhotels mit Kinderbetreuung, zum Beispiel bei Robinson. Hier gibt es sogar spezielle Single-mit-Kind-Angebote und Vernetzungsmöglichkeiten via App. Unsere Erfahrung im „Robinson Club Esquinzo Playa“ auf Furteventura: Qualitativ sehr hochwertig und exzellenter Service. Mama und Kind happy!

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Trubelig, aber bunt und schön: Wir haben uns im Robinson Club Esquinzo Playa sehr wohl gefühlt. (Bilder: Single City Mama privat)

Auch spezielle Kinderhotels (vor allem in Deutschland, Südtirol und Österreich) gehen explizit auf die Bedürfnisse von Familien – allen Familien-Konstellationen – ein. Rund-um-Betreuung vom Feinsten, die aber auch etwas kostet. Dafür kommt Ihr maximal erholt – mit neuen Freundschaften im Gepäck – nach Hause und die Kids finden es meistens großartig.

Wir kennen bisher drei – das Kinderhotel Oberjoch, das Alpina Family im Zillertal und das Feuerstein im Südtirol – und haben uns in allen dreien rundum wohl gefühlt. Vor allem das Alpina haben wir fest ins Herz geschlossen. Sehr familiär, kulant und servicetechnisch herausragend.

Preistipp: Vor allem in der Hochsaison haben auch viele „normale“ Hotels, die auf allen gängigen Reiseportalen gelistet sind, einen Kinderclub bzw. ein betreutes Kinderzimmer – das ist in der Regel etwas günstiger, aber auch mehr „Massentourismus“.

Wer über die jeweiligen Webseiten direkt bucht, oder bei Umbuchungen mit dem Hotel direkt in Kontakt tritt, kann oft auf Kulanz hoffen – hier waren unsere Erfahrungen bisher durchweg positiv.

Mein Tipp: Viele Kinderhotels bieten kurze Specials (z.B. 4-für-3) zum Kennenlernen an. So haben wir letztes Jahr erstmal Südtirol kennen und lieben gelernt.

Auf eigene Faust unterwegs

Bei Individualreisen empfehle ich, alles so stressfrei wie möglich zu organisieren – gerade, wenn Ihr alleine mit Kids unterwegs seid.

Ein Mietwagen kann eine gute Idee sein, wenn man flexibel sein und viel sehen will – kann aber gerade bei einer Auslandspanne (bei uns in Italien) super viel Stress und unvorhergesehene Kosten verursachen.

Die Bilanz: Die Motorenleuchte hatte umsonst geblinkt, wir blieben auf 400,- Kosten und viel Stress sitzen. Meh!

Familienrundreisen: Gute Idee, schlecht umgesetzt

Wer Rundreisen mag, findet im Internet auch Anbieter, die speziell auf Familien ausgerichtet sind. Die Idee: Ferne Länder familiär mit anderen Kindern und Eltern erkunden. Klingt erstmal super!

Aber Vorsicht: Während die Routen traumhaft klingen, scheint das Konzept bei einigen Anbietern wie z.B. Djoser Family von Djoser Reisen noch nicht ausgegoren.

Der kleine Piranha und ich haben bei Djoser einen furchtbar unkulanten, unterirdischen Service erlebt – Umbuchung einer Djoser Family Reise ausgeschlossen, patzige Kommunikation („Ist halt Ihr Pech“), neun Tage (!) nach der Stornorechnung folgte per Mail die Androhung des Mahnverfahrens (!). Beschwerden beantworten weder Kundenservice noch Marketing, sondern einzig – buchhalterisch pragmatisch – die Buchhaltung.

Etwas, das man als Kunde im Allgemeinen und erholungssuchende Mama im Besonderen definitiv nicht braucht.

Unser Fazit: Schöne Routen, katastrophal umgesetzt. Ob’s an der Erfahrung oder der Kundenphilosophie mangelt – wer weiß. Ärgerlich, aber lehrreich!

  • Mama only: Lasst das Netzwerk glühen!

Manchmal brauchen Mamas eine Auszeit. Und so schön der Urlaub mit Kind ist, kann er gerade für Single Eltern auch echt anstregend sein.

Gerade wenn die Kids es gut mitmachen, bin ich großer Freund von kleinen Auszeiten.

Gut organisiert genießen die Kinder es meist, von Omas und Opas, Verwandten und Freunden betüddelt zu werden. Täglicher Kontakt über Facetime und ein angekündigtes Präsent können den Trennungsschmerz mindern :-).

Ein Wellness-WE nur für mich ist zweimal im Jahr fest eingeplant.

Und im Oktober fliege ich mit Tante Hu für eine Woche nach Japan. Zum Glück lebt Baba-Opa mittlerweile bei uns im Haus und zur Unterstützung hütet eine liebe Freundin aus München die Woche bei uns ein. Das Netzwerk ist aktiviert und dem kleinen Piranha und mir steht definitiv ein Abenteuer bevor.

Habt Ihr noch Tipps und Erfahrungen?

Ich wünsch Euch was, Ihr Lieben.

Eure Single City Mama

Wochenrückblick

Hallo meine Lieben,

was für eine Woche! Ein kreativerer Titel fällt mir selbst als Redakteurin für den folgenden Mix an Gedanken und Wahrnehmungen übrigens nicht ein – ich bitte, meine Ineloquenz zu entschuldigen.

Wir hatten lieben Besuch aus NRW von Daniela und ihrem Sohn Niklas, die wir im Winter 2016 während unserer Mutter-Kind-Kur auf Borkum kennengelernt hatten. Das war der schöne Teil.

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Beachclub und Pötte gucken – geht immer. (Bilder: Single City Mama)

Tief betroffen gemacht hat mich jedoch das furchtbare Unglück in Frankfurt vor wenigen Tagen. Obwohl ich ein gefühlvoller Mensch bin, weine ich relativ selten, aber das Schicksal dieses kleinen Jungen und seiner Familie hat mir viele Tränen des Mitgefühls in die Augen getrieben.

Natürlich ist klar, dass nur ein offensichtlich tief gestörter Mensch zu so einer Tat imstande ist, doch der Gedanke an dieses furchtbare Schicksal gepaart mit dem Wissen, schon so viele Male in der selben Situation an einem Bahnsteig gestanden zu haben… unbeschreiblich. Wieviel können Menschen ertragen? Wie grausam, wie wahllos ist das Schicksal?

Nachts ging ich ans Hochbett und trug mein schlafendes Kind zu mir ins Bett. Ich vergrub meine Nase in seinen Nacken und betete zum Kopfkissengott, dass uns niemals ein ähnliches Schicksal ereilen möge.

Vor dem kleinen Piranha sprach ich nicht über das Geschehene. Schon ein mit Baba-Opa rezipierter Krimi, in dem ein Kind vor ein fahrendes Auto geworfen wurde, hatte ihn vor einigen Monaten schwer beschäftigt. Immer wieder hatte er mich gefragt, warum jemand so etwas tue (if only I knew) und gesagt, dass er hoffe, dass dies nie ihm selbst oder einem seiner Freunde passieren würde.

Als ich den Piranha-Freund Joni gestern aus dem Kindergarten abholte, sprach er von sich aus das furchtbare Drama an. Er hatte von seinem Freund Theo davon gehört. „Es gibt sehr, sehr böse Menschen“ bestätigte ich und fragte mich, ob diese undifferenzierte Erklärung in irgendeiner Weise pädagogisch wertvoll war. Alles andere hätte den Horizont eines 5-jährigen aber vermutlich auch überfordert.

Was Borkum angeht: Viel hat sich seit jenem Winter 2016 geändert, die Freundschaft zu unseren lieben Tischnachbarn ist geblieben – und so besuchen uns die Zwei jedes Jahr einmal im Jahr im Sommer und wir machen gemeinsam die Stadt unsicher.

Dieses mal standen eine Stadtrundfahrt mit dem berühmten Doppeldecker, der Beachclub Hamburg del Mar und das Kinder-Schlecht-Wetter-Paradies Rabatzz auf dem Programm.

Niklas (knapp 7) und der kleine Piranha (5) verbindet eine innige Zuneigung, obwohl beide vom Temperament her ganz unterschiedlich ticken, aber beide Jungs waren sehr traurig, als gestern die Trennung bevorstand. Wir versprachen unseren baldigen Gegenbesuch.

Nachmittags widmete ich mich mit dem kleinen Piranha und seinem Wochenbett-Kumpel Joni der Gartenpflege, da abends Mietinteressenten vorbeischneien wollten.

SingleCityMama_Eddie

Der kleine Piranha liebt Eddie abgöttisch, liebt es aber auch, den Hund zu necken.

Gefühlt in Dauerschleife wiederholte ich mein Mantra, dass Eddie der Hund nicht gepiesakt wird, und man um Himmels willen nicht mit Gewehren auf Mensch oder Tier zielt. Zum Glück nahmen es unsere aktuellen brasilianischen Mieter mit viel Humor, als ihnen ein Spielzeuggewehr vom Rummel im Gesicht baumelte. Was kommt morgen? Kopflose Tauben?

Die Kinder pinkelten beim Spaziergang mit dem Hund um die Wette, aßen Brombeeren vom Strauch, und ich fragte mich, ob der wahllose Zulauf zweier Fünfjähriger wohl plausibel wäre (Hunde sind ja ein echter Kindermagnet!).

Der kleine Piranha hatte das besagte „Gewehr“ im qualitativ fragwürdigen Set auf dem Rummel beim Entenangeln gewonnen und zum Glück großmütig an seinen Freund verliehen. Ich bat dessen Mama, es im Anschluss unauffällig verschwinden zu lassen. „Ich sehe, was ich tun kann“ scherzte meine Freundin Susann.

Am Wochenende steht die Hochzeit einer lieben Schulfreundin auf der Flussschifferkirche (wie cool ist das denn?) an. Whoop whoop!

Der Piranha beendet seinen ersten Schwimmkurs mit einer Elterndarbietung, übernachtet bei seinem Kumpel (dem Möchtegern-Jäger Joni) und Sonntag sind wir mal wieder im Planetarium. Das fand er nämlich total cool – done deal.

SingleCityMama_Planetarium

Das gute, alte Planetarium. So ganz haben sich die Sternenbilder mir immer noch nicht erschlossen.

Ich wünsche Euch was, Ihr Lieben.

Eure Single City Mama

Der Adler ist gelandet

Lieblingsmamas,

es ist vollbracht!

Baba-Opa und Eddie, der Beagle, sind am Wochenende ins Casa de Piranha eingezogen. In weiser Voraussicht hatte Dr. med. Uropa Piranha (1908-1992) das Haus Ende der 50er Jahre mit vier separaten Wohneinheiten gebaut.

Als meine Mutter noch lebte, hatte sie im Erdgeschoss ihre Kanzlei. Mittlerweile haben wir die Zimmer saniert und barrierefrei möbliert, so dass Baba-Opa – mehr schlecht als recht zu Fuß – gut klar kommt.

SingleCityMama_Eddie

Familien-Beagle Eddie hat sich auf den Terrassenpolstern bereits gut eingelebt. (Bilder: Single City Mama)

Für die ganze Familie ist es erstmal eine Umstellung, aber wir grooven uns ganz gut ein. Baba-Opa hatte heute zum zweiten mal in Folge den Kita-Shuttle für den Piranha übernommen. Wir hatten verschlafen und mein Vater saß bereits im Auto, als er mich zornig anrief. Ich hob das schlafende Kind aus dem Bett, zog es schnell an, und die Männer sausten davon.

Da Eddie anfing zu kläffen, kaum dass die Tür ins Haus gefallen war, warf ich sämliche Eitelkeiten über Bord, schnappte mir ungeschminkt, fern der Heimat und in einer schwarzen Pyjama-Hose, die mit viel Phantasie auch als Leggings einer modisch-unkundigen durchgehen konnte, die Leine und stolzierte beschämt um den Park. Immerhin ein Straßenarbeiter konnte meinem „Nature-Look“ etwas abgewinnen und hupte fröhlich … oder verspottend … you never know!!

Ich konnte ohne meine Kontaktlinsen kaum gucken und hoffte inständig, niemand bekanntes zu treffen, als unsere Nachbarin Sophie, Frauchen von Schnappo und Purzel, von der anderen Straßenseite winkte. „Willkommen in der Welt der Hundebesitzer“, rief sie fröhlich. Ich beschleunigte meinen Schritt.

Langsam kehrt wieder Ruhe ein. Die Sommerpause der Kita ist überstanden. Der Piranha hatte zwei Ferienkurse absolviert – Parkours-Turnen und Malen in der Kunsthalle – was er auch ziemlich großartig fand, aber aufgrund der überschaubaren Zeiten für mich ein logistischer Supergau.

SingleCityMama_Elbstrand

Es wird diese Woche richtig heiß in der City und entsprechend planen wir einpaar gemächliche Outdoor-Aktivitäten und einen Tages-Abstecher an die Nordsee. Letzte Woche waren wir zum allerersten Mal am Elbstrand – der kleine Piranha hatte sich ein Strandpicknick gewünscht. Ein echtes Highlight und aufgrund der Riesen-Treppe im Treppenviertel (höhö) ein luftraubendes Workout (Memo an mich: Viel mehr Sport!).

Doller am pusten war ich glaub ich nur 2017, als ich vergessen hatte, dass das Hamburger Wahrzeichen – der Michel – einen Fahrstuhl hat, und mit meinem Date – nicht aus Hamburg – die 650 Stufen nach oben galoppiert bin. Mit einigen Pausen, um meine Herzfrequenz wieder in den dreistelligen Bereich zu befördern. Knallrot, völlig aus der Puste und jede Menge Herzklopfen – was will man bei einem Date eigentlich mehr? Auf dem Rückweg sahen wir dann den Fahrstuhl. Achso, wir sehen uns übrigens immer noch ;).

Ich wünsch Euch was, meine Lieben. Genießt den Sommer!

Eure höchst unsportliche Single City Mama

 

Mein Schulkind-in-spe

Post entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit Belmil

Lieblingsmamas,

kürzlich berichtete ich Euch ja bereits von dem Kleinkind-/Schulkind-Zwittertums des kleinen Piranhas, manifestiert in der geburtstaglichen „Küken versus Predator“-Euphorie.

Obwohl er, geboren am 1. Juni, rein rechnerisch ein „Muss-Kind“ für das Schuljahr 2020/2021 ist, gehen die Meinungen in meinem Freundeskreis auseinander. Einige plädieren für längere Spielzeit im Kindergarten, anderen wollen normal einschulen. Das letzte Wort hat vermutlich noch der berühmte Schularzt (gibt es den eigentlich noch?). Ihr seht, ich bin total gut vorbereitet.

Mein Baby so gar nicht babyhaft mit Schulranzen (!!) Zum Glück hab ich noch 1 Jahr, um mich daran zu gewöhnen… (Bilder: Single City Mama privat)

Aber ich glaube der Piranha ist bereit für das Bildungssystem. Langsam gerate ich an meine naturwissenschaftlichen Grenzen. Den Unterschied zwischen Lava und Magma konnte ich schnell ergoogeln, aber wenn es um kosmische Entfernungen und tektonische Platten geht, öhmmm…

Nachdem Baba-Opa ihm kürzlich Flausen eines vermeintlichen „Höllenfeuers“ in den Kopf gesetzt hat, das unter der Erde brodelt, habe ich auch das edukative Talent meines (eigentlich gut gebildeten) Vaters in Frage gestellt. Aber die beiden gucken gerne zusammen Tier- und Meeresdokus und Baba-Opa legt tatsächlich eine Engelsgeduld bei der Beantwortung der Fragen des kleinen Piranhas an den Tag.

SingleCityMama_Ranzen

Ich persönlich liebe ja Weltraum-Bezug sehr. Könnte sein, dass ich beim Design etwas Einfluss genommen habe 😉 

Es lernt sich besser mit „leichtem Gepäck“

Kürzlich erreichte uns nach einer Kooperationsanfrage ein wunderschöner Schulranzen des Herstellers Belmil.

Tante Hu und mein erster Gedanke waren: „Waren die nicht früher größer?“ bis uns einfiel, dass wir einfach viel, viel kleiner waren.

Dem Piranha jedenfalls steht er ausgezeichnet und ist durch den ergonomischen Sitz auf dem Kinderrücken prima zu tragen. Er schnappte sich den Ranzen gleich zum „Probelaufen“. Ein Leichtgewicht (900 g) im stylischen Astro-Design (könnte sein, dass ich hier etwas beraten habe)!

Ursprünglich hatte ich geplant, das Kind im Sommer auf eine der umliegenden Vorschulen zu schicken. Weniger aus schulischer Perspektive, sondern weil unsere Kita in Hamburg-Altona doch ein gutes Eck von uns entfernt ist und lange Wege bedeutet. Das wirkt sich natürlich auch auf den Freundeskreis des Piranhas aus.

Allerdings erreichten uns von beiden avisierten Vorschulen standardisierte Absagen. Da wir uns in der Kita eigentlich wohlfühlen, ich das offene Konzept sehr schätze (hier muss ich öfters mit Baba-Opa diskutieren, der das generationsbedingt für neumodischen Schnickschnack hält und mir Texte von Menschen ans Herz legt, die er in Vorabend-Talkshows gesehen und für gut befunden hat.

Dance my name, kid!

„Lies mal Kind, alles Humbug!“ echauffierte er sich kürzlich, als ob der Piranha anarchisch und vom Bildungssystem vernachlässigt durch die endlosen Weiten seiner „Öko-Kita“ galoppieren und seinen Vornamen performen würde. Wenigstens ist der kurz und tanzbar.

Spaß beiseite – die Kita eines skandinavischen Trägers praktiziert „Reggio-Pädagogik“, was bedeutet, dass die Kids viel selbst erkunden. Aber selbstverständlich sind kompetente Erzieher vor Ort und geben Anleitung und Hilfestellung.

Schon unsere Krippe war eine Reggio-Einrichtung und der damalige pädagogische Leiter Freddy erklärte mir – während ich den Piranha in einer Kissen-Ecke stillte – dass es vor allem darum ginge, die Kinder die Welt selbst kreativ entdecken zu lassen. So gäbe es zum Beispiel keine ausgemalten Weihnachtsmänner, die die Kinder nur noch ausschneiden sollten, sondern sie würden angeleitet, sich mit dem Thema Weihnachten kreativ auseinander zu setzen.

Aber zurück zur Vorschule:  Nach dem gerichtlichen Heckmeck mit unserer alten Kita (erwähnte ich bereits, wer hier triumphierte?) sah ich mich nicht in der Verfassung, einen Widerspruch und ggf. rechtliche Schritte gegen den Ablehnungsbescheid einzuleiten.

Wir bleiben der Kita noch ein Jahr erhalten und dann wird der Piranha ab dem nächsten Jahr ein Schulkind sein – mit einem verdammt stylishen Ranzen. Und ich eine Schulkind-Mutter! Ah! Wann ist das passiert?

Ich freue mich auf Eure Meinungen zu dem Thema.

Liebste Grüße,

Eure Single City Mama