La Isla Bonita

Lieblingsmamas,

nach einer regenreichen Woche auf der Baleraren-Insel Ibiza sind der kleine Piranha und ich wieder im Lande.

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Bilder: Single City Mama privat

Schön war’s – wenngleich auch sehr nass und stürmisch. Aufgrund meiner ungnädigen Wetterapp hatte ich schon einpaar Tage vor unserer Abreise begonnen, mich geistig-seelisch auf Schmuddelwetter im Urlaubsparadies einzustellen, aber eine Jacke hab ich trotzdem nicht eingepackt – pfffhhh.

Montag abend „zugten“ wir zum Flug nach Hannover und keine 24 Stunden später bezogen wir unser schickes Zimmer im tollen Spa-Hotel.

Wellnessiger Komfort im Last Minute-Gewand war dieses mal so verdammt attraktiv,  dass ich auf das Prädikat Club- oder Kinderhotel verzichtete und beschloss, von unserer eleganten Base aus die Insel auf eigene Faust zu erkunden.

Und das taten wir auch. Wir trotzten dem Nieselregen, spazierten täglich über die Promenade von Santa Eularia und tuckerten mit der kleinen Bimmelbahn (Thomas Train) zum Hippie Markt Las Daliahs in San Antonio. Der kleine Piranha war ekstatisch und sinnierte selbst über die Übernahme eines Standes, um Steine und Muscheln zu verkaufen und Geld für weiteres Spielzeug zu generieren.

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Das nostalgische Karussell kurbelte der Besitzer per Hand an…

Am Sonntag – dem ersten wirklich sonnigen Tag unserer Reise – wollten wir uns eigentlich auf den puderigen Stränden von Formentera aalen und waren entsprechen „früh“ aufgestanden – aufgrund des starken Windes fuhren die Fähren allerdings nicht und so blieben wir in Santa Eularia und breiteten uns dort am Strand aus.

Ich grub unseren schäbbigen 15 Euro-Kiosk-Sonnenschirm in den Sand, um ihn nur wenig später frustriert in der Mülltonne zu entsorgen, nachdem er fast unseren britischen Mit-Sonnenanbetern um die Ohren geflogen wäre und dabei zerbog – ob das die Austrittsverhandlungen beschleunigt hätte?

Natürlich hatte auch dieser Urlaub sein Quäntchen Chaos, etwa als ich ohne Sichtung einer Preisliste für die Piranha-Kleidung den hoteleigenen Wäscheservice konsultierte. „Wash only, no iron“ kreuzte ich auf dem Beutel an und kalkulierte etwa 20 Euro ein, nachdem ich am Vortag bereits mit einem nassen Wäschesack durch den Ort gestiefelt war und die „Lavandoria“, die uns empfohlen worden war, nicht existierte.

Am nächsten Tag wurde uns ein elegantes Korbgeflecht mit der sauber gefalteten Wäsche aufs Zimmer gebracht – und mich traf fast der Schlag. 146,- für ein Tüte H&M Couture in Gr. 116?

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146 Euro (!!) hielt unser Hotel für einen durchaus angemessenen Wäsche-Preis…

Entrüstet stapfte ich an die Rezeption und hielt einem Assistant Manager mehrere der winzigen Kleidungsstücke unter die Nase. Er versprach sich zu kümmern, murmelte aber auch „What do you expect in a 5-Star-Hotel?“.

Aus Kulanz erließ man mir am nächsten Tag immerhin 50 Prozent der Rechnung – und die Erkenntnis, nie wieder einen entsprechenden „Laundry-Service“ in Anspruch zu nehmen.

Der Piranha verstand sich blendend mit den anderen Hotelgästen, übte mit Babies im betreuten Kinderzimmer das Laufen (jetzt möchte er mehr denn je ein Geschwisterchen und legte mir abermals das „Nahekommen“ mit einem beliebigen Mann, wahlweise auch Familienmitglied, nahe).

Ich hab es übrigens tatsächlich irgendwie geschafft, im Urlaub ein ganzes Buch zu lesen – und diesmal war es kein Groschenroman.

 

Hachja. Jetzt hat der Alltag uns wieder und es steht noch einiges bevor: Der Piranha und ich verbringen noch ein Wochenende in München (für mich das erste Wiesn-Revival seit 2013, hodihodihodihodihey) und Tante Hu geht Anfang Oktober auf Weltreise.

Über ihre Erlebnisse – und die Reisevorbereitungen – bloggt sie auf FlyingFrankie. Alle Reisebienchen unter Euch unbedingt reinschauen :-).

Ich besuche sie dann in Japan – und freue mich riiiesig drauf. Bis dahin muss ich allerdings noch fleißig Geld in die strapazierte Urlaubskasse spülen.

Ich wünsch Euch was, Ihr Lieben!

Eure Single City Mama

Spieglein, Spieglein…

Post enthält Werbung ohne Auftrag und basiert auf einem Produktpäckchen von Frei

Lieblingsmamas,

erinnert Ihr Euch an die Zeiten, als die Vorstellung, ohne Make Up das Haus zu verlassen, einer Vollkatastrophe glich? Der Apokalypse jeglichen Selbstbewusstseins?

Ehrlich, als Teenie mit einem Faible für blauen Lidschatten und mindestens drei Nuancen zu dunklem Make up, wäre das unverzeihlich gewesen. Bedenklicher noch: Mein gesamter Selbstwert definierte sich zu großen Teilen darüber, ob ich mich attraktiv fühlte oder nicht. Dabei konnte ich aussehen wie ein sonnenverbrannter Gartenschlumpf – das subjektive Gefühl war entscheidend.

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Credits: Unsplash

Heute: Who fucking cares? Ich verlasse gelegentlich (meistens wenn ich es ganz eilig habe) ungeschminkt das Haus. Oder tusche mir die Wimpern an der Ampel. Und ganz ehrlich: Bis auf einige Ausnahmen („geht`s Dir nicht gut? Du siehst etwas angeschlagen aus. Hast Du geweint?“ wird es sehr selten kommentiert.

Interessanterweise kommt gerade von Männern öfters das Feedback, dass ihnen der Natural Look tatsächlich besser gefällt.

Früher habe ich das übrigens für ein besonders hartnäckiges, parentales Gerücht gehalten und es meinem Vater SEHR lange nachgetragen, dass er so sich „sooo sehr wünschte“, dass ich zu meiner Konfirmation (1998) ungeschminkt erscheine. Ich fühlte mich wie ein geschälter Apfel. Okay, ich sah auch so aus. Danke dafür, Baba-Opa.

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Ich „oben ohne“? Früher wirklich komplett undenkbar. Heute ist die Haut unter meinen Augen meist dunkler als meine Lider ;-)…

Aber es gibt einpaar Beauty-Produkte, auf die ich nicht verzichten möchte. Denn sie machen einfach ein gutes Gefühl.

Single City Mamas Top 5:

Haarkur: Ich habe von Natur aus lockige, dicke Haare, die beinahe jeder Friseur als „trocken“ klassifiziert. Ein besonders biestiger Zeitgenosse hat mich sogar mal fast zum Weinen gebracht, als er meine Haare wiederholt als Beleidigung für seine Coiffeurs-Griffel bezeichnete („ehrlich, nee, das geht gaaar nicht!“ An dieser Stelle: FY, Haarfritze XY). Entsprechend kure ich meine Haare bei jedem Waschen, so dass sie etwas weniger trocken sind. Mein Favorit: Die Kollektion von Aussie Repair.

Leichtes Make Up: Als Teenie hatte ich wirklich sehr unreine Haut. Eine Hardcore-Salbe vom Hautarzt sorgte dafür, dass ich mir „das größte Organ“ in Streifen vom Gesicht ziehen konnte. Es fühlte sich furchtbar an. Meistens kleisterte ich mir viel teures Make-up (Dior, Chanel etc.) in die Schnute, für das der Großteil meines Taschengeldes drauf ging. Ich sah völlig überschminkt aus.

Spätestens mit der Schwangerschaft haben die Hormone es da wirklich gut mit mir gemeint: Ich bekam eine Bombenhaut, die zwar zu leichten Rötungen neigt und schnell spannt, aber ich verlasse auch ungeschminkt das Haus und hab so gut wie nie Pickel. Heute nutze ich ganz banale Drogerie-Foundation, z.B. von L’Oreal und manchmal Concealer. Den vergesse ich meistens.

Parfum: Es ist sooo schwer, einen schönen Duft zu finden. Von den meistens Parfums und Eau de Toilettes wird mir richtiggehend schlecht oder ich rieche wie ein orientalisches Bordell. Es gibt also nur wirklich wenige, die ich mir ab und zu mal ansprühe und das sind Versace Bright Crystal oder D&G Light Blue.

Bodypflege: Wer kennt noch Fuzzy Peach aus dem Body Shop? Hachja, ich habe es so sehr geliebt. Fast so sehr wie Oilily. Heute fehlt mir meistens die Zeit mich richtig einzucremen, obwohl es so wichtig ist: Ich habe nämlich ein extrem schlechtes Bindegewebe.

Erste Dehnungsstreifen an der Brust hatte ich schon mit 12, fast bevor ich überhaupt Brüste hatte – eine Tatsache, die meine Mutter damals komplett auf mein ungesundes Essverhalten schob und als KO-Kriterium für spätere Partnerschaften wertete. Ich sah viele sehr unsensible Hautärzte. „Da kann man nichts mehr machen“. Bäm – ausgemustert.

Memo an mein Teenie-Ich: Es interessiert niemanden, wirklich niemanden. Niemanden! Es hat sich nie jemand beschwert, der mir nah genug kam. Ich bin ja kein Kerl, aber ich kann mir sowieso nicht vorstellen, dass ein einziger Mann DABEI darüber nachdenkt, ob die Haut der Frau, die er gerade begehrt, an einigen Stellen etwas heller und dünner ist. Vielleicht eine Modelagentur, aber sonst interessiert es wirklich – erwähnte ich es bereits? – niemanden.

Ein Geheimtipp, von dem ich mir gewünscht hätte, es viel früher entdeckt zu haben, ist  das Frei Figuröl. Ein angenehmer, leichter Duft, ein tolles Hautgefühl und nichts klebt – herrlich. Und ich hab das Gefühl, meine Silhouette ist tatsächlich gestrafft. Zumindest fühlt sie sich so an. Also für mich.

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Aber meine Lieben, bei all diesen Sachen steht immer das Gefühl im Vordergrund.

Ganz ehrlich, ich würde mich nie, niemals für einen Typen verbiegen oder meinen Selbstwert davon abhängig machen, wie mich ein Kerl optisch findet. So viele Menschen – Männer und Frauen – sind auf so viele unterschiedliche Arten schön. Ich persönlich finde gelackte Typen zum Beispiel gar nicht anziehend und Intelligenz und Witz total sexy.

Manchmal ist man einfach nicht jemandes Typ – und das ist total ok. Den Großteil der Anziehung regeln sowieso die lieben Hormone. Solange ich mich gepflegt und attraktiv fühle und es mir gelingt, eine innere Entspanntheit und Zufriedenheit (zerknirschte Gesichtszüge sind viel schlimmer als ein delliger Po) auch nach außen zu tragen, ist das das einzige Beauty-Geheimnis, das ich wirklich brauche.

Übrigens: Der kleine Piranha huldigt manchmal ganz aufrichtig neue Outfits „Du siehst schick aus, Mama!“, freut sich aber auch gehässig über unvorteilhafte Aufnahmen, die er mit dem Smartphone von mir macht. Eines davon wollte er sogar über sein Hochbett hängen.

Was ist Euer Beautyrezept? Worauf könntet Ihr nicht verzichten? Was kann zugunsten von Zeit geopfert werden?

Liebst,

Eure Single City Mama