Single Mama: Urlaub mit (und ohne) Kind

Dieser Post basiert auf unseren persönlichen Erfahrungen und enthält unbezahlte Werbung

Lieblingsmamas,

nach den Ferien ist vor den Ferien!

Das große Highlight, wenn Ihr noch keine schulpflichtigen Kinder habt: Ihr könnt überfüllten Hotels und Ferienpreisen in aller Regel ein Schnippchen schlagen, wenn Ihr Euch nach Off-Season-Angeboten umschaut.

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(Bild: Sai Kiran Anagani für Unsplash)

Damit der Urlaub auch für uns als Single Mamas so schön und erholsam wie möglich wird, solltet Ihr einiges beachten:

  • Die Destination

Thailand, Mallotze oder der Elbstrand? Klar, Kindern ist es meistens erstmal völlig wurscht, wo sie im Sand buddeln. ABER – wir Mamas wollen ja schließlich auch etwas davon haben, mal andere Ländern und Kulturen genießen.

Der kleine Piranha und ich verfolgen meist bei unseren Trips einen entspannten Mix: spontane 1-2 Tagestrips an Nord- und Ostsee, zwei Urlaube, die etwas weiter weggehen (darunter min. ein Kinderhotel, die maximale Flugzeit betrug bisher vier Stunden) und ein gelegentliches Wiebi-Only-Wochenende zum relaxen – just me, myself & I – traumhaft.

Unser Fazit: Jedes Ziel hat seinen Reiz, aber stresst Euch nicht. Einiges lässt sich mehr genießen, wenn die Kids etwas älter sind.

In Deutschland sind wir große Fans der Bahn und der Kinderabteile (mittlerweile gibt es auf ICE-Strecken auch Kinderbetreuung). Service-technisch haben wir hier bisher auf etwa 30 Fahrten sehr gute Erfahrungen gemacht und viele nette Leute kennengelernt.

Wenn Ihr destinationstechnisch flexibel seid, können sich Last-Minute-Angebote oder Eurowings Blind Booking lohnen – hier haben wir schon sehr coole Schnäppchen gesichtet. Stornierungen unkompliziert. Top-Ziel für nächstes Jahr: Olbia, Sardienien <3.

  • Die Vorbereitung

Wo buche ich eine Reise mit Kind? Online gibt es viele Last Minute-Portale, auch Reisebüros können eine gute Anlaufstelle sein – gerade, wenn man sich beraten lässt.

Cluburlaub: Wohlfühlen, wenn man’s gesellig mag

Wer Cluburlaub mag, findet tolle Clubhotels mit Kinderbetreuung, zum Beispiel bei Robinson. Hier gibt es sogar spezielle Single-mit-Kind-Angebote und Vernetzungsmöglichkeiten via App. Unsere Erfahrung im „Robinson Club Esquinzo Playa“ auf Furteventura: Qualitativ sehr hochwertig und exzellenter Service. Mama und Kind happy!

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Trubelig, aber bunt und schön: Wir haben uns im Robinson Club Esquinzo Playa sehr wohl gefühlt. (Bilder: Single City Mama privat)

Auch spezielle Kinderhotels (vor allem in Deutschland, Südtirol und Österreich) gehen explizit auf die Bedürfnisse von Familien – allen Familien-Konstellationen – ein. Rund-um-Betreuung vom Feinsten, die aber auch etwas kostet. Dafür kommt Ihr maximal erholt – mit neuen Freundschaften im Gepäck – nach Hause und die Kids finden es meistens großartig.

Wir kennen bisher drei – das Kinderhotel Oberjoch, das Alpina Family im Zillertal und das Feuerstein im Südtirol – und haben uns in allen dreien rundum wohl gefühlt. Vor allem das Alpina haben wir fest ins Herz geschlossen. Sehr familiär, kulant und servicetechnisch herausragend.

Preistipp: Vor allem in der Hochsaison haben auch viele „normale“ Hotels, die auf allen gängigen Reiseportalen gelistet sind, einen Kinderclub bzw. ein betreutes Kinderzimmer – das ist in der Regel etwas günstiger, aber auch mehr „Massentourismus“.

Wer über die jeweiligen Webseiten direkt bucht, oder bei Umbuchungen mit dem Hotel direkt in Kontakt tritt, kann oft auf Kulanz hoffen – hier waren unsere Erfahrungen bisher durchweg positiv.

Mein Tipp: Viele Kinderhotels bieten kurze Specials (z.B. 4-für-3) zum Kennenlernen an. So haben wir letztes Jahr erstmal Südtirol kennen und lieben gelernt.

Auf eigene Faust unterwegs

Bei Individualreisen empfehle ich, alles so stressfrei wie möglich zu organisieren – gerade, wenn Ihr alleine mit Kids unterwegs seid.

Ein Mietwagen kann eine gute Idee sein, wenn man flexibel sein und viel sehen will – kann aber gerade bei einer Auslandspanne (bei uns in Italien) super viel Stress und unvorhergesehene Kosten verursachen.

Die Bilanz: Die Motorenleuchte hatte umsonst geblinkt, wir blieben auf 400,- Kosten und viel Stress sitzen. Meh!

Familienrundreisen: Gute Idee, schlecht umgesetzt

Wer Rundreisen mag, findet im Internet auch Anbieter, die speziell auf Familien ausgerichtet sind. Die Idee: Ferne Länder familiär mit anderen Kindern und Eltern erkunden. Klingt erstmal super!

Aber Vorsicht: Während die Routen traumhaft klingen, scheint das Konzept bei einigen Anbietern wie z.B. Djoser Family von Djoser Reisen noch nicht ausgegoren.

Der kleine Piranha und ich haben bei Djoser einen furchtbar unkulanten, unterirdischen Service erlebt – Umbuchung einer Djoser Family Reise ausgeschlossen, patzige Kommunikation („Ist halt Ihr Pech“), neun Tage (!) nach der Stornorechnung folgte per Mail die Androhung des Mahnverfahrens (!). Beschwerden beantworten weder Kundenservice noch Marketing, sondern einzig – buchhalterisch pragmatisch – die Buchhaltung.

Etwas, das man als Kunde im Allgemeinen und erholungssuchende Mama im Besonderen definitiv nicht braucht.

Unser Fazit: Schöne Routen, katastrophal umgesetzt. Ob’s an der Erfahrung oder der Kundenphilosophie mangelt – wer weiß. Ärgerlich, aber lehrreich!

  • Mama only: Lasst das Netzwerk glühen!

Manchmal brauchen Mamas eine Auszeit. Und so schön der Urlaub mit Kind ist, kann er gerade für Single Eltern auch echt anstregend sein.

Gerade wenn die Kids es gut mitmachen, bin ich großer Freund von kleinen Auszeiten.

Gut organisiert genießen die Kinder es meist, von Omas und Opas, Verwandten und Freunden betüddelt zu werden. Täglicher Kontakt über Facetime und ein angekündigtes Präsent können den Trennungsschmerz mindern :-).

Ein Wellness-WE nur für mich ist zweimal im Jahr fest eingeplant.

Und im Oktober fliege ich mit Tante Hu für eine Woche nach Japan. Zum Glück lebt Baba-Opa mittlerweile bei uns im Haus und zur Unterstützung hütet eine liebe Freundin aus München die Woche bei uns ein. Das Netzwerk ist aktiviert und dem kleinen Piranha und mir steht definitiv ein Abenteuer bevor.

Habt Ihr noch Tipps und Erfahrungen?

Ich wünsch Euch was, Ihr Lieben.

Eure Single City Mama

Hühnerstall und kalte Füße

Lieblingsmamas,

nachdem wir gerade noch souverän den Alltag gerockt hatten, haute mich letzte Woche direkt eine fiese Erkältung aus den Socken.

Auch mein Wiebi-Only Wochenende an der Ostsee war in Gefahr. Ich hatte endlich einen würdigen Timeslot und ein super Angebot gefunden, um mal wieder zwei Tage ganz mit mir allein zu entspannen und frische Meerluft zu genießen. Canceln und verschieben kam nicht in Frage. Ich fuhr. Schniefig, aber total motiviert. Mit einem Case voll fragwürdigster 90er Mucke im Auto, da mein Radio kaputt ist, düste ich Freitag mittag 4,5 Stunden ans Meer.

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Es war wie immer sehr schön. Barfuß durch den kühlen Ostseesand zu spazieren, die frische Luft und das entspannte Ausschlafen jagten die Erkältung zum Teufel und ich hatte endlich mal wieder Zeit, zumindest über die Hälfte eines Buches zu lesen. Eines sehr seichten Buches, aber immerhin.

Am Samstag mietete ich mir ein Fahrrad, cruiste zum Strand – und fast wäre ich am Abend sogar endlich mal wieder tanzen gegangen. Aber nur fast.

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Und das kam so: Während ich nach dem Strand in der Hotelbar entspannt einen Cappucino schlürfte, kam ein stark angeheiterter Mann an meinen Tisch, eine Packung Kaltwachs-Streifen in der Hand. Ob ich seinem Kumpel – der sich auf den zweiten Blick als Herr mit Haifischkappe und rosa Tütü herausstellte – eine empfindliche Körperzone enthaaren und dafür einen Obulus für die Junggesellen-Kasse entrichten wolle. Hö?

Na klar doch. Ich stellte meinen Cappu ab, wärmte die Streifen in meiner Hand, platzierte sie auf der Wade des Hai-Bräutigams und zapp – die Menge johlte.

Zerzaust wurde ich mit diversen Handys gefilmt, während ich noch mal Hand anlegte (die Gratis-Depilation schien dem Bräutigam offensichtlich zu gefallen). Also winkten mich die Jungs – eine Gruppe richtig netter, geselliger Berliner – an ihren Tisch. Ich bekam einen Drink (mein Angebot, einen auszugeben, wurde ganz gentlemanesque von den Jungs verneint, wobei einige mit sich harderten).

Wir kamen ins Quatschen und ich wurde direkt adoptiert und zum Grillen und Feiern im „Hühnerstall“, der Insel-Disse, eingeladen. Ü30-Party! Ich verneinte erstmal lächelnd und wünschte den Jungs eine coole Party. Doch als ich abends allein in meinem Zimmer saß, bekam ich tatsächlich Lust aufs Tanzen.

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Ach, was solls, dachte ich, zog mir mein Kleid an, die Haare durchs Glätteisen und legte Make Up auf. Das wird bestimmt lustig und die Jungs wirkten witzig, entspannt und den Umständen entsprechend vernünftig. Und Tanzen in der Dorf-Disse hatte doch irgendwie Charme. Ich beschloss, meine Komfortzone zugunsten von 90er Mucke und Sanddornschnappi zu verlassen.

Da auf der Insel irgendwie kein Taxi zu greifen und ich stocknüchtern war, schnappte ich mir mein eigenes Auto und fuhr um Punkt 22.30 – dem Beginn (!!) der Party im Hühnerstall – auf dem benachbarten Aldi-Parkplatz ein. Da checkte ich mein Make Up – für eine schnelle Improvisation durchaus ordentlich – und ließ meinen Blick schweifen.

Auf die Disco (Stil: Vereinsgebäude) wunderbar dezent mit Vermietungshinweis. Auf das Publikum, hauptsächlich Teenies, die offensichtlich zur Geisterstunde schon in den Daunen liegen müssten, und auf den Kindersitz des kleinen Piranhas in meinem Auto – ich wartete 4-5 Herzschläge ab und ich drehte einfach wieder um.

Schnell kam im Hotel die Schminke wieder runter, ich tauschte Kleid gegen Nachthemd, ließ mich aufs Bett fallen und las meine Schmonzette, während ich ein Glas Sauvignon schlürfte und mich keinen Tag jünger fühlte als 35,25 Jahre.

Was für ein Wochenende!

Eure ordentlich durchgepustete und erholte Single City Mama

 

Hodi odi ohh di ho di eh!

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Servus, meine Lieben!

Heute grüßen Euch die Piranhas aus den wunderschönen Zillertaler Alpen. Eine Woche lang lassen wir uns hier gemeinsam mit Baba-Opa den Bergwind um die Nase pusten und freuen uns über die erste Frühlingssonne.

Hachja! Das vierte Mal sind wir jetzt im Alpina Familienhotel in Fügen und begeisterte Stammgäste. Wenn sich das sehr werblich liest, ist es eine Hommage aus tiefster Überzeugung – wir sind nämlich ganz normal zahlende Gäste. Aber, ach es ist so wunderschön!

Das Alpina ist eines dieser Hotels, das trotz Top-Standards eine Seele hat und wo Dir jeder mit einem ehrlichen, freundlichen Lächeln den Popo hinterherträgt.

Das Essen ist ein Gedicht – wirklich, ich bin schon so viel und weit gereist, aber ich erinnere mich nicht, in einem Hotel jemals so gut gegessen zu haben. Buffett und à la Carte, inklusive Themenabenden und einem sprudelnden Schokobrunnen (der allein hat meiner Meinung nach schon Michelin-Sterne verdient). Dazu ein Abenteuer-Spielplatz, Streicheltiere, Motorräder für Kids, Skischule, Kinderclub inkl. großem Bällebad, mit strategisch perfekt auf die Dinner-Zeit abgestimmten Highlights wie Paw Patrol im Kinderkino, Mini-Disco oder Tiere-Basteln.

Ihr merkt schon, ich bin ein bisschen verliebt. Auf dem Berg waren wir leider nicht, da Baba-Opa gesundheitlich etwas strauchelt und Miss Mountain Genius aka ich natürlich das passende Schuhwerk im Flachland vergessen hat. Na super!

Dafür schwimme ich jeden Vormittag nachdem ich den letzten Krümel des Frühstücksbuffetts inhaliert habe, im Panorama-Pool (Adults only, ein Glück! Die Kids haben natürlich ihren eigenen Badetempel mit großer Wasserrutsche) meine Runden, schaue in die Berge und freue mich über das Leben im Allgemeinen und unseren Urlaub im Besonderen.

Es klingt vielleicht ein bisschen bizarr, aber die kristallklare Landluft und der dezente Geruch von „Kuhkacki“ setzen dem ganzen ein bisschen das Swarovski-Geröll ans Krönchen. Bin ich Kuhkaphil? Wer weiß!

Der kleine Piranha hat schon Freundschaften geschlossen und auch wenn nichts an seinen Freund Linus heranreicht, den er im letzten Jahr hier kennenlernte und die wie Pattex aneinander klebten, geht er gerne in den Kids Club und ist untröstlich, dass wir nach zwei mal schlafen schon wieder nach Hause müssen. Der leidende Blick – „Mutter, Du schickst mich in diese Vorhölle zurück“?

Doch auch der schönste Urlaub… Ihr kennt den Schnack! Montag hat uns der Alltag wieder – aber wie Ihr wisst, passiert bei uns gerade sehr viel. Baba-Opa bezieht in Kürze eine Wohnung bei uns im Haus und wir wühlen uns derweil durch Staub und Erinnerungen.

Passt auf Euch auf Ihr Lieben, gönnt Euch Auszeiten und genießt die Sonne!

Eure Single City Mama

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Travelling Mama

Lieblingsmamas,

oh man, der Februar nähert sich dem Ende entgegen und es war viel zu ruhig auf unserem Blog. Der Alltag – ich sag’s Euch! Wir waren reihum krank und eine Woche zuhause hat mich auch arbeitstechnisch ganz schön zurück geworfen.

Dafür steht der Februar bei uns aber auch im Zeichen der tollen Kurztrips. Letztes Wochenende war ich mit Tante Hu zu einem wunderbar-nerdigen Quiz-Event in der Hauptstadt. Ich fühlte mich zwar im Nachgang ungebildeter denn je, aber es war definitiv ein Erlebnis (es gibt keine Antwortmöglichkeiten und die Fragen aus Geschichte, Politik, Musik, Lifestyle, Sport, Wirtschaft und Wissenschaft haben es richtig ins sich! Bei vielen ist es mir absolut schleierhaft, woher Menschen so etwas wissen).

Zudem mietete uns meine Schwester anlässlich ihres 29+ Geburtstags in ein wunderschönes Wellness-Hotel am Ku’damm ein. Ein rundum tolles WE!

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Wissen und Wellness – ein schönes Sister-WE in der Hauptstadt (Bilder: Single City Mama)

Das geht am Freitag schon in der Verlängerung, denn wir reisen nach Prag. Und da waren wir beide noch nie! Der kleine Piranha verbringt die Mama-freien Tage bei engen Freunden und Baba-Opa, wobei die zwei ihre Männer-Runden richtig genießen.

Als kleine Entschädigung fahren der kleine Mann und ich kommende Woche für zwei Tage an den Timmendorfer Strand und lösen eine Gutschrift aus einer alten Stornierung ein. Ich freue mich sehr auf Strand und Planschgelage und viel Zeit mit dem kleinen Raubfisch. Zwischendurch arbeite ich natürlich auch ganz normal und rotiere zwischen allerlei freiwilligen und weniger freiwilligen sozialen Verpflichtungen – Ihr kennt das.

Apropos freuen: Der Frühling kommt, yippieh! Ich bin mittlerweile mehr als bereit für Sonne und Garten und Cafés und überhaupt ❤ Geht Euch das auch so? Ein roter Mantel ist schon wieder am Start (mein roter Lieblingsmantel von Desigual kneift leider noch ein bisschen und darf noch einpaar Wochen auslüften). Allein die frische, sonnige Luft – Happiness!

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Der Frühling steht in den Startlöchern – läuft bei uns…

Ich wünsche Euch was, Ihr Lieben!

Eure Single City Mama

 

Baba-Opas Storytelling

Lieblingsmamas,

am vergangenen Wochenende haben wir uns in Cuxhaven den eiskalten Nordsee-Wind um die Nase wehen lassen!

Dafür sattelten wir Freitag Nachmittag die Pferde, verluden 4/5 der Familie Piranha (Tante Hu zog Skifahren mit der Kanzlei in Saalbach-Hinterglemm vor, Sauerei!) in mein provisorisch entrümpeltes Auto und düsten mit Piranha und Beagle „Eddie“ auf der Rückbank los.

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Die Fahrt war unkompliziert und Baba-Opa erzählte herrliche Anekdoten aus seiner Jugend. Ich hatte gar nicht mehr auf dem Zettel, wie umtriebig er damals gewesen war. Er erzählte von seiner ersten Liebe, die nach dem Abitur in ein Internat in Oberfranken „verschifft“ worden war. Baba-Opa pendelte damals zu der besagten Dame und verdiente sich in der benachbarten „Pension Puff“ Kost und Logis.

Als er 1967 der Marine beitrat, hatte er direkt zu Beginn einen schweren Autounfall, nachdem er nach einem 36-Stunden-Einsatz übermüdet in einen Graben fuhr und ihm das Wasser anschließend bis zum Hals lief. Trotz diverser Frakturen überstanden Baba-Opa und seine Mitfahrer den Unfall zum Glück ohne Spätfolgen.

Dann berichtete Baba-Opa überaus unterhaltsam von seinen Auto-Exkursionen durch Europa (z.B. Spanien inklusive Schildkröten-Schmuggel) und seiner Marine-Ausbildung (u.a. auf dem Segelschulschiff Gorch Fock). Als auf einer Südamerika-Reise eigentlich seine Beförderung anstand, wurde Baba-Opa Opfer einer ziemlich fiesen Verleumnung.

In Brasilien sollten nämlich Lebensmittel und Spirituosen an Bord gebracht werden. Nach einigem Hin-und Her mussten die Güter händisch von Deck zu Deck gereicht werden. Als Baba-Opa auf Deck 3 plötzlich von oben eine einsame Vodka-Flasche gereicht bekam, überlegte er kurz, sie abzuzwacken und sich einen feucht-fröhlichen Abend zu machen, reichte sie dann aber weiter nach unten – mit fatalen Folgen.

Irgendwer hatte sich nämlich einen feucht-fröhlichen Abend gemacht und die Flasche danach einfach im Kabinenmüll entsorgt. Da niemand die Flasche zuordnen konnte, Baba-Opa jedoch als Überreicher identifiziert worden war, erhielt er einen Verweis wegen Diebstahls in seiner Akte. Die anstehende Beförderung wurde für Baba-Opa gestrichen und er musste als einziger der Crew den Rest der Reise in seiner Matrosenkluft verbringen.

Baba-Opa war verständlicherweise erbost und beschwerte sich beim Kommandanten. Dort wurde ihm mitgeteilt, dass Widerstand zwecklos sei und er die Entscheidung zu akzeptieren habe. Seine Einsprüche wurden abgelehnt. Baba-Opa ging – zusammen mit zwei Freunden – vor das zuständige Gericht, wo man sich verglich. Er wurde nachträglich befördert und beschloss, nach seiner Marine-Zeit in der Crew 4/67 Jura zu studieren. Auch Oma lernte er – viele Jahre später – auf einem Schiffsempfang, natürlich am Buffett, kennen.

Ich war mir nach unserer Autofahrt nicht sicher, ob ich die ersten Geschichten schon mal gehört hatte, aber war dankbar, dass mein Vater sie so launig zum Besten gab – als wären sie erst gestern passiert und nicht vor 50 Jahren. Auch freute er sich sichtlich, sie zu erzählen. „Kennst Du die Geschichte gar nicht?“ fragte er, und setzte schon zum Reden an.

In Cuxhaven verbrachten wir zwei schöne Tage. Am Sonntagmorgen gab es einen kurzen Eklat, als der Hund das Müsli des kleinen Piranhas speiste. Ein Vergehen, dass das Kind erst verzieh, als er im nahegelegenen Hotel ein neues Müsli bekam. Mein Stresslevel war zwischenzeitlich relativ hoch, als ich zwischen einem sehr lebhaften 4-jährigen und meinem Vater, dem das ganze bisweilen etwas auf die Nerven ging, vermittelte.

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Der Versuch, den Piranha nachts ohne Windeln schlafen zu lassen, blieb leider erfolglos, so dass er erst sein und dann mein Bett unter Wasser setzte, aber zum Glück gab es Waschmaschinen und Kekse.

Die Meerluft war traumhaft, wir spazierten über Strand und Dünen und kamen wie immer mit vielen Menschen ins Gespräch. Als ich bei Taifun/Comma nach einem Bolero-Jäckchen suchte, unterstützte der kleine Piranha tatkräftig den Verkäufer, was ihm seinen ersten handschriftlichen Arbeitsvertrag einbrachte.

Der Piranha „unterschrieb“ und zeigte das Schriftstück stolz Menschen in der Fußgängerzone. Abends aßen wir Fisch und der kleine Piranha und ich checkten gestern noch die Thalasso-Therme in Duhnen aus. Baba-Opa verbrachte die meiste Zeit aufgrund seiner eingeschränkten Mobilität in der Ferienwohnung, was seiner Reiselust aber keinen Abbruch tut.

Im März touren wir wieder gemeinsam in die Alpen in das wunderschöne Alpina im Zillertal – ich freu mich schon.

Liebste Grüße und habt einen guten Wochenstart,

Eure Single City Mama

Solo-Trip

Guten Morgen meine Lieben,

eine ereignisreiche Woche geht in die nächste über, und wisst Ihr was: Endspurt!! Noch 7 Tage bis zum gepflegten „Weihnachtschaos-Familienknatsch-Geschenke-Aufreiß-Marathon“. Whoop whoop!

Tatsächlich ist noch kein Tannenbaum bei uns eingezogen. Letzte Woche bin ich nach einem nicht ganz untypischen Reisedesaster (auf dem Weg zum Flughafen verreckte das Auto an der Kreuzung, weil ein Riemen gerissen ist… fragt mich nicht welcher, aber der Keilriemen war es nicht) mit mehrstündiger Verspätung in Zürich gelandet.

Vollkommen blank bis auf eine Barschaft von etwa 1,50,-, da ich meine EC-Karte in der Hektik des Morgens im Portemonnaie der Weihnachtsfeier vergessen hatte. Wer mich kennt, wird wahrscheinlich nur müde lächeln. Überraschen tut es keinen.

Meine Schwester – Tante Hu – und ich rockten die Schweizer Metropole, bummelten über den Weihnachtsmarkt, beschlossen, im nächsten Leben Gastronom in Zürich zu werden (alle Läden waren proppevoll!!), und sahen uns eine ziemlich spannende Weltraum-Ausstellung in der ETH Zürich an.

Als eine freundliche Mitarbeiterin uns anbot, uns die Ausstellung über Geophysik im Allgemeinen und die Entstehung des Universums im Besonderen zu erklären, wiegelte ich freundlich mit einem Hinweis auf unseren nicht-naturwissenschaftlichen Hintergrund (Perlen vor die Säue und so, die arme Frau hatte vermutlich auch so Stress genug und hatte keine Lust, uns den „Urknall für Idioten“ zu erklären) ab. Meine Schwester tadelte: „Wir hätten uns neu erfinden können!“).

Kurze Zeit später saß ich schon wieder im Flieger gen Heimat, um den Abend mit dem kleinen Piranha zu verbringen.

Leider war der – halb geschäftliche – Zürich-Trip ausgerechnet in die Woche meines alljährlichen Mini-Wellness-Urlaubs gefallen und so plagte mich dem Piranha gegenüber ein schlechtes Gewissen. Allerdings, wie sich rausstellte, vollkommen unbegründet, da dem kleinen Mann allerhand Action bevorstand.

Am Freitag nachmittag sauste ich – mit repariertem Auto – viel später als geplant gen Usedom, der kleine Piranha übernachtete bei seinem Freund Joni, mit dem er sich vorher beim Stockbrot-Grillen und toben im Park richtig ausgepowert hatte. Gestern frönte er mit meiner Schwester einem gepflegten „Neffe-Tanten-Tag“, das heißt, die beiden chillten auf der Couch und buken Kekse. Fair enough!

Und ich? Ließ im Usedomer Kölpinsee alle fünfe gerade sein. Ich schwamm, las, spazierte am Strand entlang und ließ mir den kalten Ostsee-Wind um die Nase peitschen. Und ich schlief wie ein Baby bis mindestens 8.30.

Ein Bekannter schrieb mir als Reaktion auf meine geposteten Fotos, dass er mich nächstes mal gerne begleiten würde, und ich erzählte, wie heilig mir dieser „Solo-Trip“ ist. Dieses eine Dezember-Wochenende gehört mir ganz allein!

Nachdem ich Sonntag nach einem ausgiebigen Frühstück (die Genießerin in mir ärgert sich jedesmal, wenn zu früh das Sättigungsgefühl einsetzt), einer Stunde im Pool und einer Rückenmassage ausgecheckt hatte, stattete ich spontan noch meiner hochschwangeren Freundin Caro einen Besuch in Greifswald, unserer Unistadt, ab. Caro erwartet in Kürze ihre Zwillinge, eine strahlende dreifach-Mama in spe.

Wir brachten uns gegenseitig auf den neuesten Stand und bevor ich mich aufmachte Richtung Ostsee-Autobahn, machte ich noch einen kleinen Abstecher zum hiesigen Weihnachtsmarkt auf dem Greifswalder Marktplatz.

Greifswald-Besuche sind immer ein etwas komisches Gefühl und ich fühle mich latent alt. Keine bekannten Gesichter – nicht mal der Typ, der schon damals im 25. Semester die Mensa-Parties geschmissen hatte, lief noch durch die Fußgängerzone. Neue Straßenverläufe, neue Supermärkte, sogar unser abgerocktes Institut, das damals noch von der Gravitation bedroht war, war mittlerweile renoviert worden.

Während ich auf dem Weihnachtsmarkt einen Crepe mit „wenig Nutella“ verzehrte (die Crepista schaute mich etwas entgeistert an: „Sind Sie sicher?“) dämmerte mir, dass es 15 Jahre her ist, dass ich mich mit meiner Schwester (Tante Hu-in-spe, damals 17, heute 29+x) im Schlepptau in der Universität einschrieb.

Mein Abi war nicht gerade der Burner, und da ich unbedingt „Kommunikationswissenschaften“ studieren wollte (um mal „irgendwas mit Medien“ zu machen, auch aus Ermangelung naturwissenschaftlicher Fähigkeiten und anderer Reichtum-versprechender Talente) und keinen perversen Eins-Komma-NC vorweisen konnte, kam das muckelige Greifswald schnell ins Gespräch). Ich hab es nie bereut!

Damals war ich 19, kein Job, kein Piranha weit und breit, dafür ein langes Magisterstudium mit vielen spannenden und weniger spannenden Seminaren, Freundschaften, die kamen, blieben oder sich zerliefen, eine kleine 1-Zimmer-Wohnung – genannt „Butze“ – in Bahnhofsnähe (mein Vater dachte bis weit in mein Studium hinein, dass ich im nicht-existenten Greifswalder Rot-Licht-Milieu hausen würde), viele wochenendliche Hamburg-Fahrten mit unzähligen Mitfahrern, die ich am schwarzen Brett aufgetan hatte, um die Spritkosten zu teilen.

Apropos Fahrt: Die Rückfahrt war unkompliziert. Abends fiel mir der kleine Piranha glücklich in die Arme und erkundigte sich zunächst, ob ich ihm auch die versprochene Überraschung mitgebracht hatte. Hatte ich – einen billig aussehenden Weihnachtsmarkt-Plastikferrari am Stock aus Ermangelung wertigerer Alternativen und Muscheln vom Koserower Beach), aber das Kind war froh, nahm die Muschel mit in die Badewanne, und zusammen mit Tante Hu aßen wir chinesisch und ließen das Wochenende Revue passieren.

Ehrlich: Diese kleinen „Wiebi-only-Trips“ sind ein wichtiger Aspekt der Selbstfürsorge. Ich liebe das nichts-tun, meinen Gedanken nachzuhängen und Runde um Runde durch den Pool zu planschen. Nach zwei Tagen reicht es dann auch, es wird einsam und irgendwie bin ich in diesen Wellness-Tempeln auch immer der Quoten-Single.

Wenigstens habe ich mir das Abendmenu dieses mal geklemmt, nachdem ich in Südtirol allein an einem runden Tisch mitten im Raum saß und mit freundlichen Blicken Hof hielt.

Ein bisschen schlechtes Gewissen reist immer mit, besonders als ich die vielen Muscheln am Strand sah und das hoteleigene Kinderspielzimmer, aber eine entspannte Mama kommt ja auch dem kleinen Piranha zugute.

Und immer mal wieder sollte man das Frau-sein, das „eigenständige-Person-sein“ jenseits des Mama-Daseins auch zelebrieren. Word!!

Liebste Grüße von Eurer

Single City Mama

City Lights & Sandschildkröten

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Lieblingsmamas!

Heute folgt mal wieder ein Update von uns. Wir sind wie immer viel on Tour und frieren nach dem plötzlichen Wintereinbruch uns gehörig einen Ast!

Vorletztes Wochenende hatten der kleine Piranha und ich spontan einen Ausflug an die Nordsee gemacht. Nachdem wir in St. Peter-Ording vor der Arche Noah eine Sandschildkröte (die wir „Kridi die lachenende Lochschildkröte“ getauft hatten) düsten wir weiter nach Büsum.

 

Am nächsten Tag fuhren wir dann in die Heuler-Aufzucht nach Friedrichskoog. Wer es noch nicht kennt: Hier werden kleine, verlorene Robben- und Seehund-Babies aufgepäppelt, bis sie sich im großen, weiten Meer allein zurecht finden können.

Für den Piranha ein echtes Highlight. Robbies aus nächster Nähe – und sogar ein ausgestopftes Tier, dessen Anblick eine lange Diskussion zum Thema Endlichkeit mit sich brachte (hatte ich erzählt, dass Baba-Opa ihm neulich von einem vermeintlichen Höllenfeuer unter der Erde erzählt hatte? Nein?)

Ich hatte mich bereits gewundert, warum das Kind ständig von der Hitze unter der Erde sprach und war irritiert – und auch ein bisschen stolz – ob des vermeintlichen geophysischen Knowhows meines Kindes. Bis sich aufklärte, dass Baba-Opa Mythen von Höllenfeuern in die Welt gesetzt hatte. Nunja.

Letztes Wochenende nutzten wir die Sparpreise der Deutschen Bahn und fuhren nach Frankfurt. Dort genossen wir traumhaftes Wetter, cruisten über den Main und trafen uns mit dem Vater des kleinen Piranhas und dem hiesigen Großvater. Die Männer verlustierten sich im Legostore und gingen in eine Dinoausstellung, während ich entspannt auf der Zeil nach einer schönen Winterjacke Ausschau hielt (und fündig wurde).

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Ach, und wir hatten unser „Vorstellungsgespräch“ an der örtlichen Grundschule, um den Piranha für nächstes Jahr für die Vorschule anzumelden. Er freut sich riesig und spricht schon ständig von „seiner“ Schule – ob es klappt, erfahren wir aber erst Anfang des Jahres. Zumindest hat der kommunikative Piranha – wie Ihr Euch vorstellen könnt – bei anwesenden Lehrkörpern einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Wir freuen uns übrigens schon total auf die Weihnachtszeit. Nächste Woche folgt hier noch ein bisschen Bastelinput von der Meisterin der Unkreativität (moi) und passend dazu sind wir am kommenden Wochenende auch wieder beim Familienwerken angemeldet, um aus Holz ein Präsent für Baba-Opa zu zaubern (ich erinnere mich, dass mein Vater – wesentlich länger als es angebracht war – stets Selbstgebasteltes von seinen Töchtern eingefordert hat – jetzt kommt Karma!!)

Liebste Grüße und macht es Euch warm!

Eure Single City Mama

Reisen am Rande des Wahnsinns

Ihr Lieben,

der Norden hat uns wieder! Ich schniefe und keuche auf dem letzten Loch, bin gestresst bis in die Haarspitzen und beschließe, die nächste Auszeit einfach in Fließdecken mumifiziert auf meinem durchgesessenen Bigsofa zu verbringen und morbide Krimiserien zu rezipieren – jawohl!!

Aber der Reihe nach. Von unserer chaotischen Anreise und meinen verschwiemelten Augen hatte ich Euch ja schon berichtet. Das sollte noch nicht alles gewesen sein, was Murphy, der alte Bastard, für uns bereit hielt.

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Der kleine Piranha genießt die Aussicht vom Berg…

Nachdem wir einpaar wirklich schöne Tage im Feuerstein verlebt hatten und ich nach ausgiebiger Massage, köstlichen Abendmenüs und unverhoffter Freizeit (der kleine Piranha liebte den Kids Club und zog es auch vor, in Begleitung der anderen Kinder zu dinieren) mich richtig erholt hatte, kam Freitag der nächste Hammer.

Schon kurz nach unserer Abreise in München hatte ich bemerkt, dass im Wagen ein rotes Ausrufezeichen blinkte. Die Handbremse war gelöst, alles schien ok, aber dieses Lämpchen blinkte hartnäckig. Also rief ich Freitag vor unserer geplanten Weiterfahrt nach Meran in einer nahegelegenen Werkstatt an. „Kommen Sie vorbei, dann lesen wir den Fehler aus“, tirolerte der freundliche Herr und ich machte den ersten Kardinalfehler.

Da es sich ja um einen Mietwagen handelte und ich etwas ängstlich war, im Zweifel auf hohen Werkstattkosten sitzen zu bleiben, rief ich zunächst die Service-Hotline unseres Verleihers an. Damit begann die Odysee, denn statt dass ich selbst kurz zum Fehlerauslesen fahren durfte, wartete ich die nächsten drei Stunden auf den italienischen ADAC, der das Auto mitnahm und zwei weitere Stunden, bis mir ein Mitarbeiter des Automobilclubs mitteilte, dass ich nun heute doch keinen Ersatzwagen bekommen könnte. Am nächsten Tag stünde aber in Bozen (ca. 80 Km südlich) einer bereit, den ich mir abholen könnte.

Ich war bedient. Unser Hotel in Meran war nicht stornierbar, ich buchte auf eigene Kosten eine weitere Nacht (die ich null genießen konnte) im Kinderhotel und tuckerte am nächsten Morgen ebenfalls auf eigene Kosten im Taxi nach Bozen. Die Aussagen, ob ich dieses Geld jemals wiedersehen würde, variierten, was mich schon mal nicht sehr glücklich machte. „Ditt is halt n Risiko, wenn man n Mietfahrzeug nimmt, wa“, berlinerte ein frecher Mitarbeiter der Mietwagenfirma, mit dem ich mich danach richtig in die Wolle bekam.

Der kleine Piranha spürte meine Anspannung und war zornig. „Du bist nicht für mich da“, wütete er bereits Freitag und schmiss sich immer wieder theatralisch aufs Bett.

Single City Mama_Urlaub

Auf der Alm doa gibts koa Stress…

Als wir Samstag Nachmittag endlich in Meran angekommen waren, versuchte ich den ganzen Stress und meine aufkommende Erkältung irgendwie zu verdrängen – es gibt schlimmeres und viele leidgeplagte Menschen, die sich wünschen würden, mit uns zu tauschen, sagte ich mir – und wir machten uns eine schöne Zeit, bis wir Sonntag die Rückreise gen München antraten.

Zwischendurch zweifelte ich immer wieder an meiner Reisekompetenz. Gefühlt passierte sowas überdurchschnittlich häufig mir, was auch nicht zuletzt ein bisschen an meinem grundchaotischen Naturell liegt. Da dockt fucking Murphy gerne an!

Apropos… wir verbrachten noch zwei Nächte in München, gingen in den Zoo und besuchten Freunde und wollten eigentlich am Dienstag morgen mit dem Flugzeug die Rückreise antreten. Eigentlich! Denn trotz einer für meine Verhältnisse wirklich guten Planung ging an diesem Morgen alles schief. Die Mietwagen-Rückgabe und Reklamation zog sich wie Kaugummi, ich latschte erstmal in das falsche Terminal (was am riesigen FJS-Airport in München fatal ist), reihte mich in die längste Sicherheitsschlange ein, hetzte wie verrückt und kam – Ihr könnt es Euch denken – doch zu spät.

Der Flieger stand zwar noch da, aber das Boarding war geschlossen. Schon in der Sicherheitsschlange hinter der arabischen Großfamilie brachen bei mir die Dämme (ein sehr seltenes Ereignis) und ich weinte bitterlich, bis mir die Mascara in den Ausschnitt tropfte. Die Security-Mitarbeiter waren besorgt und tatsächlich sehr mitfühlend, während ich unter Tränen röchelnd unser Pech an diesem Tag beklagte.

Auch der kleine Piranha war sehr empathisch und beruhigte mich „Mama, mach Dir keine Sorgen, ich bin bei Dir“. „Wir nehmen einfach den nächsten Flieger!“ Hätten wir auch, aber da ich ein Schnäppchen gebucht hatte, hätte uns die Neubuchung mehr als 500,- Schienen gekostet. Ich überlegte nach Alternativen. Die Bahn wäre eine Option gewesen, aber ich – verheult, verschnupft und vollbepackt – fühlte mich nicht in der Lage, mit Kind und Kegel in die S-Bahn zu steigen und zum HBF zu düsen. Geschweige denn eine Zugfahrt auf mich zu nehmen.

Ich würde Autofahren, beschloss ich, und eine sehr liebe Dame am Mietwagen-Schalter (diesmal ein anderer Anbieter) hatte Mitleid mit uns und organisierte uns sehr günstig einen muckeligen Fiat Panda, mit dem wir die 900 Km Rückreise antraten.

Tatsächlich lief das sogar richtig smooth (ich wurde nur einmal geblitzt!), gegen 22.30 waren wir wieder zuhause und ich mittlerweile richtig krank. Mit dem abfallenden Stress quittierte auch mein Rest-Immunsystem seinen Dienst und zeigte mir ne Nase.

So Ihr Lieben, das war unser Reisebericht. Über die Destination kann ich aber nur Positives berichten. Ich liebe die Berge, das Wetter war toll, das Essen köstlich, die Kind meistens entspannt. Ich bin über meinen Angst-Schatten gesprungen und mit dem Piranha mehrmals Alpin Bob gefahren, wir trafen nette Leute und genossen den Spätsommer in den Alpen. Zwischendurch hinterfragte mich meine Kompetenz als Mutter und menschliches Wesen und ärgerte mich über Chaos, Karma und dass ich gerade in solchen Situationen manchmal an die Grenzen meiner Selbstständigkeit gerate.

Es klingt furchtbar unemanzipiert, aber gerade in solchen Stressmomenten wünsche ich mir jemanden, der mir den Kopf gerade rückt, nicht ganz so verpeilt ist wie ich, und das Chaos nicht ganz so magisch anzieht, an meiner Seite. Ein bisschen mehr Ratio ist doch sehr sexy, im Gegenzug biete ich Kreativität und Empathie.

Jetzt werde ich mir erstmal einen weiteren Tee kochen und mich mit Pharma-Smarties eindecken. Ich wünsche Euch was, Ihr Lieben! Yay Südtirol 🙂

Liebst,

Eure schniefige Single City Chaos Mama

Single City Ma(ma)tschauge in Südtirol

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Lieblingsmamas,

wir sind wieder on tour!!!! Gestern morgen konnten der kleine Piranha und ich unseren heiß ersehnten Südtirol-Urlaub antreten. Fast hätte es nicht geklappt, da ich am Sonntag Abend eine schwere allergische Reaktion hatte (Auslöser unknown), woraufhin meine Augen und mein ganzes Gesicht enorm anschwollen. Gar-nicht-schön!

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Zwischen diese Bildern liegen 7 Stunden und drei Antiallergika…

„Mama sieht aus wie ein Monster“, fasste es der kleine Piranha in seiner gewohnt charmanten Art zusammen. Ich war extrem gefrustet. Nicht nur war die Schwellung ziemlich unangenehm, ich fühlte mich total entstellt. Nach Besuchen bei meiner Augenärztin und meinem Hausarzt beschloss ich, zu reisen. Der Piranha saß – im wahrsten Sinne des Wortes – auf gepackten Koffern und freute sich riesig. Wer wären wir denn, wenn so ein olles Matschauge unsere Pläne durchkreuzen könnte? Und wozu gibt es Sonnenbrillen? Und überhaupt – ich steh da doch total drüber…

Um 12.50 verließ ich die Arztpraxis – exakt eine Stunde (!!) später boardeten wir in allerallerletzter Sekunde unseren Flieger. „Ihr seid zu spät, Ihr Lieben!“, begrüßte uns der freundliche Herr am Gate A42, und ich schilderte – in rasender Geschwindigkeit und konfus – unsere Lage. Ich vermute, der gute Mann hatte Mitleid, fand noch zwei Plätzchen in der letzten Reihe und wir sausten in den Bus und ab in den Flieger.

Der kleine Piranha war übrigens sehr erbost, da die Tatsache, dass wir hinten ausstiegen, ihn um das Vergnügen brachte, unseren Piloten „Marcus“ in typischer Piranha-Manier überschwänglich zu begrüßen. Ein Becher Weingummi von der Flugbegleiterin konnte ihn schließlich besänftigen.

In München nahmen der kleine Mann und ich unseren mobilen Reisebegleiter – einen Dacia-Kombi namens „Daphne“- in Empfang und heizten los.

Wir kamen zwar erstmal nur bis zur Raststätte Vaterstetten, weil das Kind einen „Riiiiiesenhunger“ hatte (für den Rest des Happy Meals opferte ich mich dann), doch gegen 20.15 erreichten wir  – 1000 „Wann sind wir daaaa?“’s später – müde und immer noch entstellt (1st World Problems, ich weiß!!) das Feuerstein in Südtirol.

Schee ist’s, Ihr Lieben. Ich frühstückte mit Sonnenbrille, der kleine Piranha gesellte sich freiwillig in die Kinderbetreuung und am Nachmittag malten wir gemeinsam im Atelier und planschten im Pool.  Nach dem 6. Antiallergikum schwillen meine Augen nun langsam aber sicher ab und die Sterzinger Apothekerin war sogar so lieb, mich mit hypoallergenen Kosmetikpröbchen zu versorgen.

 

 

Jetzt schläft der kleine Raubfisch und verarbeitet die Erlebnisse des Tages. Ich hab bis eben noch ein bisschen gearbeitet und freu mich gleich auf ein kuscheliges Bett.

Am Freitag wollen wir weiter südlich nach Meran, aber vorher noch relaxen, schwimmen und einen Milchhof besuchen -whoop whoop!

Seid gedrückt meine Lieben, sonnige Grüße aus dem Alpenparadies!

Eure Single City Mama

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Als Single Mama Cluburlaub buchen? Ein Interview mit Clubdirektor Andi Wittmann

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Moin moin Ihr Lieben,

der Norden hat uns wieder! Auch in der schönsten Stadt der Welt – wie wir Hamburger unsere Heimatstadt völlig unparteiisch gern betiteln – weht ein Wind, aber es ist frühsommerlich mild. Der kleine Piranha ist gefühlt noch im Urlaubsmodus und hätte heute morgen glatt den Brunch mit Baba-Opa in der Bar Celona verschlafen.

Das Fazit unserer fünf Tage im Robinson Club Esquinzo Playa: Es war herrlich. Wir würden jederzeit wiederkommen. Mein Vorurteil, dass ich mich als Single Mama in einem Familienclub irgendwie verloren fühlen könnte, hat sich absolut nicht bestätigt – im Gegenteil. Die Atmosphäre war so aufgeschlossen, die Tische groß und offen, dass man fast automatisch mit Menschen ins Gespräch kommen musste.

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Der Österreicher Andi Wittmann leitet im siebten Jahr den Robinson Club Esquinzo Playa auf Fuerteventura. Der begeisterte Kitesurfer ist verheiratet mit Chrissie und hat zwei kleine Söhne.

Ich freue mich, dass Clubdirektor Andi Wittmann sich die Zeit genommen hat, mir einpaar Fragen zum Thema Club Urlaub für Single Mamas und Papas zu beantworten.

Der sympathische Österreicher und Ehemann von Chrissie leitet im siebten Jahr den Club Esquinzo Playa auf Fuerteventura. Er ist selbst Papa von zwei Söhnen (8 und 5) und kann sich dadurch ziemlich gut in die Bedürfnisse erholungssuchender Eltern hineinversetzen. In unserem Interview an der Bar plaudert Andi über die drei Säulen Kinderbetreuung, Sport und Theater, die den Urlaub im Esquinzo Playa – neben ganz viel Sonne und einem glitzernden türkis-blauen Atlantik vor der Türe – so attraktiv machen.

Travel-Hack: Schon vor der Reise Kontakte knüpfen…

Er zeigt mir die Robinson App mit Pinnwand-Funktion, auf der sich Urlauber in spe austauschen und schon vor der Reise Kontakte knüpfen können. So fragt die alleinreisende Mama einer 9-jährigen, ob während ihres Urlaubszeitraums im August auch andere Mütter mit ihren etwa gleichaltrigen Töchtern im Club sein werden.

Der Esquinzo Playa ist ein Familienclub – dabei ist es völlig wurscht, ob die Familie aus 2, 3 oder gar 8 Personen besteht. Andi Wittmann weiß: „Etwa fünf Prozent unserer Gäste reisen allein mit Kind oder Kindern an. In unserem Club gibt es deshalb bereits bei der Buchung extra Angebote für Singles mit Kind. Bei einem Single Stammtisch haben die Erwachsenen die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen und den Urlaub bei gegenseitiger Sympathie gemeinsam zu verbringen.“

Hotellerie erkennt Bedürfnisse von Single- und Patchwork-Familien

Dabei muss es natürlich auch bei den Kindern funken. Spannend: Auch aus Hotellerie-Sicht wird auch das Thema Patchwork immer interessanter, insbesondere wenn es um die Anordnung der Zimmer geht. Zimmer mit Verbindungstüren sind zum Beispiel eine Option, die in Zukunft eine Rolle spielen könnte.

Sportlich kommt im Robinson Club Esquinzo Playa jeder auf seine Kosten. Der Club verfügt über ein riesiges Sportangebot – u.a. die größte Tennis-Anlage der Kanaren – und außerdem den größten Roby Club überhaupt, in dem Kinder liebevoll von einem Team aus ausgebildeten Erziehern und jungen Menschen, die sich selbst das Kindsein bewahrt haben, betreut werden – eine unschlagbare Kombination, wenn es darum geht, die Bedürfnisse der Kinder zu erkennen und ihnen auf Augenhöhe zu begegnen.

„Wenn die Kinder morgens aufstehen und direkt in den Roby Club wollen, ist das für uns das größte Kompliment“, lacht Andi. „Dann haben wir alles richtig gemacht.“

Auf den Roby Club ist der Clubdirektor besonders stolz. „Den haben wir auf links gedreht und komplett neu gestaltet“. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Liebevoll dekorierte Spiel(t)räume, ein Kinderbecken mit großer, offener Wasserrutsche, ein toller Meerblick-Spielplatz, Klettergerüste, Matschanlage, und und und. Das Abenteuer ist immer zum Greifen nah. In der Schwimmschule Sharky können Eltern unkompliziert Schwimmstunden für die Kleinen buchen – auch Kraulunterricht für Erwachsene wird angeboten.

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Maskottchen Roby ist DER Star im Kinderclub…

Neben der Kinderbetreuung gibt es einen großen Wellfit-Bereich, der nur für Erwachsene zugänglich ist. Hier massiert zum Beispiel Andis Frau Chrissie mit vielen kompetenten Kolleginnen und Kollegen die Gäste. Jeder kann Sport machen und im Rahmen einer individuellen Analyse sein persönliches Stresslevel testen. Ich traue mich das gar nicht und genieße lieber die herrliche Massage mit duftenden Kokos-Ölen und Lotionen.

Fündig statt pfundig: Tausend Köstlichkeiten im Restaurant

Während der Massage erzählt mir Andis Frau Chrissie, dass einige Gäste schon seit vielen Jahren kommen. Sind sie früher mit ihren Kindern gereist, kommen sie heute mit ihren Enkeln oder allein. Rückzugsmöglichkeiten vom Kinderjubel- und Trubel gibt es schließlich genug. Auch das Essen ist fantastisch und abwechslungsreich. Das Angebot ist so riesig, dass jeder fündig wird – aber nicht unbedingt pfundig. In der Wellfit-Ecke gibt es Gesundes aus dem Wok, dazu viel frisches Obst und Spezialitäten vom Grill.

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Hüpfburg unter Palmen – ein großes Highlight für die Kleinen…

Auch auf Entertainment muss im Club niemand verzichten. Tagsüber finden zum Beispiel Quizze und Bingos statt, abends lädt das Teatro zu tollen Shows. Maskottchen Roby wartet zu unterschiedlichen Zeiten am Schachbrett auf und verteilt „High Fives“ an die Gäste, abends können kleine Beine zur Kinderdisko tanzen und bekommen eine Gute Nacht-Geschichte vorgelesen. Zum Kinderfest überzeugte eine riesige Minions-Hüpfburg, deren Anblick den kleinen Piranha zum Usain Bolt werden ließ. Pünktlich zum Auftakt der Fußball-WM wartete eine große Leinwand und ein angrenzender Bratwurst-Stand auf die „Public Viewer“.

Ein buntes kulturelles Angebot aus abendlichen Shows rundet das Entertainment-Angebot für Erwachsene ab. Beim Esquinzo Unplugged können dann auch die Großen – wenn das Sandmännchen seinen Job gemacht hat – ausgelassen feiern.

Prädikat: Paradiesisch – auch für Single Mamas und Papas

Neben meinen eigenen Eindrücken, die ich während der Reise gesammelt habe, rundet das Gespräch mit Andi mein Bild vom Robinson Club Esquinzo Playa ab: es ist absolut familienfreundlich. Ein Paradies für Groß und Klein, Singles und Paare, Kinder, Eltern und Großeltern. Wichtig: Nichts wird einem aufgezwängt. Wer gern mal Zeit für sich und seine Kinder genießt, kann das genauso tun, wie sporteln und quatschen.

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Der kleine Piranha lässt den Blick über den Atlantik gleiten. „Schön wars, Mama“ resümiert der kleine Mann begeistert.

Die großen, runden Achtertische im Buffett-Restaurant machen es einfach, ins Gespräch zu kommen, aber genauso wenig stört es jemanden, wenn man sich mal bewusst nur auf sich und seine Kinder konzentriert.

Wir werden auf jeden Fall wiederkommen und bedanken uns beim Robinson-Team und den Clubmitarbeitern für die herzliche Gastfreundschaft. Eines war schnell klar: Alle sind zurecht stolz auf den herrlichen Club,

Eure Single City Mama