Pablo Piranha oder: Der Weitsprung des Apfels

Post entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit Jako-o

Lieblingsmamas,

mit Beginn der schönsten, kältesten, promillereichsten Zeit des Jahres ist die Kreativität des kleinen Piranhas ungebrochen. Dass er dieses Talent nicht von mir geerbt hat, erwähnte ich bereits. Ich bin weder musikalisch, noch künstlerisch begabt, noch habe ich ein ausgeprägtes räumliches Denken, was sich insbesondere beim Möbelaufbau und Einparken bemerkbar macht.

Dafür hat der Apfel (in diesem Fall der kleine Piranha) einen ganz schönen Satz weg vom „Stamm der Unkreativität“ (moi) gemacht: In der Kita ist mein Kind nämlich meistens das erste und eines der enthusiastischsten im „Atelier“, täglich erweitern bunte Werke die innerfamiliäre Kunstsammlung des Pablo Piranha.

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Bam: Mit ein bisschen Zeit und Geduld lassen sich tolle Sachen zaubern… (Bild: Jako-o)

Erst kürzlich drückte mir eine Mama leicht beschämt ein Gemälde in die Hand, das der Piranha ihr kurz zuvor geschenkt hatte. Sie habe schon so viel von ihrem eigenen Sohn, ich hätte dafür bestimmt mehr Verwendung. Pfffh! Kennt Ihr die Geschichte von den Elefantenbildern, die für Preise eines de Kooning weggingen?

Um in diesem Jahr die Begabung des Piranhas auch zuhause zu fördern (völlig selbstlos, versteht sich, während ich chi…. aufräume ;-), beschloss ich, über meinen Schatten zu springen und direkt einpaar einfache Bastelutensilien in unser Haus zu holen – und nach entsprechenden Angeboten zu recherchieren.

Zum dritten mal nehmen der kleine Piranha und ich am Samstag morgen in der Werkzeugkiste in Altona am „Familienwerken“ teil. Der große Vorteil: Es macht Spaß und kaum Dreck zu Hause. Ehrlich gesagt bin ich froh über jeden Klebestift, der nicht in meiner Handtasche auftaucht. Offen. An Cent-Stücken – oder schlimmer – Ausweisen hängend.

Ein bisschen was haben wir natürlich trotzdem. Neben Dauerbrennern wie Steckperlen (die mittlerweile unfreiwillig unseren Garten zieren) sind unsere kreativen Ergüsse meist von den Jahreszeiten inspiriert. Entsprechende Ideen und Anleitungen tummeln sich dabei praktischerweise direkt im Web (z.B. bei Jako-o).

So machten wir uns im Oktober zum Beispiel standesgemäß an die Erschaffung einer kleinen Kastanienfamilie, die unsere überschaubare Mischpoke symbolisierte. In liebevoller, etwas tollpatschiger Handarbeit wurde aus drei großen Kastanien, Pfeifenreinigern und einem Bart aus Q-Tip-Spitze Baba-Opa gefertigt, mein nussiges Konterfei bestach durch ein besonders ausladendes Hinterteil. Das Kind, Beagle Eddie und Tante Hu waren ebenfalls charakteristisch-bezaubernd. Das Gute: Es war gar nicht so kompliziert, wie ich zunächst gedacht hatte. Was mir an handwerklich-kreativem Talent abgeht, macht der kleine Piranha durch seine strahlenden Äuglein und stolzgeschwellte Brust mehr als wett.

Tipp: Wenn man mal selbst wenig Zeit und Muße hat, um Schere und Kleber zu schwingen, gibt es oft auch lokale Angebote. Der kleine Piranha ist zum Beispiel heute Nachmittag mit seinem Freund Talis bei einem nahegelegenden Indoor Spielplatz und fertigt eine eigene Trommel. Und mit seiner Babysitterin Bente, einer angehenden Grundschullehrerin, bastelt der kleine Mann aktuell jeden Montag kleine Goodies, die in Kürze unseren Tannenbaum zieren werden.

Apropos: Bald stehen ja auch schon wieder die ersten Plätzchennachmittage an. Da machen wir es uns ehrlich gesagt aber ganz einfach – Butter, Zucker, Eier, Mehl, die Hälfte des Teiges vorab verkosten – und fertig sind die Ausstecher, die Baba-Opa – bestenfalls unverkohlt – als Babysitting-Honorar kassiert.

Also, meine Lieben: Bastelt, was das Zeug hält! Und zeigt her, Eure Kunstwerke!

Liebste Grüße von Eurer

Single City Mama

Action please: Unsere Highlights im Herbst

Post enthält Werbung ohne Auftrag

Liebe Mamas,

es herbstelt! Entsprechend haben sich die Piranha-Aktivitäten in unserem Kalender ein wenig verschoben. Anbei habe ich mal einpaar Vorschläge für Euch gesammelt (weil ich sowas selbst immer spannend finde, ich habe keine Kooperation mit den genannten Betrieben).

  1. Äpfel ernten im Alten Land

Nom nom nom – die Äpfel blühen. Der kleine Piranha liebt – im Gegensatz zu mir – Obst heiß und innig. Bei Baba-Opa im Garten sammelt er gern die Äpfel auf, die mein Vater und er kürzlich tatsächlich eingekocht und verputzt haben.

Um das ganze nochmal auf ein anderes Level zu heben, planen wir nachher einen Ausflug ins Alte Land, wo das Obst selbst gepflückt werden kann. Highlight!

      2. Indoor-Spielplatz

Ich bin ja persönlich nicht so die Spielplatz-Mama. Meistens langweile ich mich, während ich versuche, nicht ständig auf mein Handy zu starren. Also nehme ich mittlerweile gern befreundete Kiddies mit, so auch am vergangenen Feiertag unseren Freund Joni.

Da das Wetter ziemlich durchwachsen war und der Indoor-Spielplatz in unserer Nähe kürzlich dicht gemacht wurde, düsten wir ins Rabazz. Es war laut, voll und riesig – aber für die Kids ein echtes Erlebnis inkl. ganz großer Teppich-Rutsche, Wasserbooten, Bauklötzewelt, Kletteranlagen- und Tunnel, Schaumstoffball-Schussarena, Restaurant etc pp. Nachteil: Für uns drei zahlte ich 30 Tacken – eine Tagesaktivität also.

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   3. Bastelstunde

Meine Kreativität endet an der Tastatur meines Notebooks. Ich war noch nie besonders talentiert im Basteln oder Malen. Aber der kleine Piranha liebt es, und so habe ich kürzlich ein Buch über Kastanienfiguren besorgt und wir machten uns gemeinsam mit Tante Hu ans Werkeln. Praktisch: Das Ganze ist wetterfest, vergleichsweise unaufwändig und superkreativ.

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   4. Schwimmen

Ich liebe schwimmen. Am liebsten wenn es dunkel und frisch ist und das Freibad angenehm warm. Kopf aus und los gehts. Mit dem kleinen Piranha ist es weniger entspannt, aber ich schmelze regelmäßig dahin, wenn er mit seinen Schwimmflügeln durch die Hallen wandert und vom Beckenrand hüpft. Mein Lieblingsbad mit Kind ist das Arriba in Norderstedt. Wir müssen unbedingt mal wieder hin!

    5. Waldspielplätze

Siehe oben. Auch wenn die Spielis nicht unbedingt mein Ding sind, ist der kleine Piranha sehr gern dort. Ein schöner großer Waldspielplatz, der auch zum Tippi-Bauen einlädt, ist der Spielplatz am Niendorfer Gehege. Auch im Stadtpark gibt es einige schöne mit ganz viel Outdoor-Feeling.

   6. Ponyreiten

Ponyreiten mitten in der City? Geht zum Beispiel in Klövensteen oder im Niendorfer Gehege. Für 9,-/30 min. bekommt mein ein Pony in die Hand und kann das einmal um die große Koppel führen. Frische Luft und tierischer Spaß inklusive!

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   7. Werken

Seit wir kürzlich in Südtirol in der Holzwerkstatt waren, ist der kleine Piranha ganz vernarrt ins werkeln. Ich hatte im Netz etwas recherchiert und bin dabei auf die Werkzeugkiste in Altona gestoßen.

Hier gibt es einmal im Monat das so genannte Familienwerken, bei dem Eltern und Kinder gemeinsam kleine Kunstwerke (z.B. Boote, Flugzeuge, Autos) werkeln können und anschließend bemalen.

Der kleine Piranha und ich sägten und feilten gemeinschaftlich und hatten tatsächlich soviel Spaß, dass ich uns für November und Dezember schon wieder angemeldet habe. Kostenpunkt: Um die 30,- für 3 Stunden inkl. Werkzeug und Mitnahme des Gebastelten.

    8. Ausflüge

Seit der kleine Piranha Baby war, fahren wir ca. 3-4 mal im Jahr an die Nordsee nach St. Peter-Ording. Ich liebe den Strand dort und es reicht auch oft schon ein Tagesausflug  für den Mini-Tapetenwechsel.

Mehrere Urlaube haben wir mittlerweile schon in Büsum auf der Schäferei Rolfs verbracht. Die sind zwar immer sehr gut gebucht, aber von Hamburg aus auch ein schönes Tagesziel – Ponyreiten und Kuchen essen kann man hier übrigens auch sehr gut.

Habt Ihr noch Ideen? Nächste Woche wollen wir uns pünktlich zur Halloween-Party des kleinen Mannes an Kürbisschnitzen und danach ans Basteln eines Adventskalenders machen, yeah!!

Liebste Grüße,

Eure Single City Mama

„You never walk alone“

„You never walk alone“

… sang Mathou für seine drei Söhne und diese wunderschöne Ballade beinhaltet die Quintessenz unseres Borkum-Abenteuers. Mit all unseren Ängsten und Sorgen – dem, was wir täglich fühlen und tun – sind wir nicht allein, denn in der Akrobatik des Alltags sitzen wir Mamas alle in einem Boot. Und das schipperte für uns in diesem Monat an der ostfriesischen Küste entlang.

Nach 3 Wochen hieß es vorgestern Abschied nehmen, denn die Hansestadt hat uns wieder!

Am Mittwoch Abend sind der kleine Piranha und ich nach einer mehrstündigen Rückreise, die gefühlt einer kleinen Weltumrundung glich und sämtliche Transportmitel beinhaltete, die die DB in ihrem Portfolio führt, in der schönsten Stadt der Welt gelandet.

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Wieder im Alltag – die Nordsee im Herzen…

Und der Alltag hat uns direkt wieder in Beschlag genommen. Noch zu später Stunde bespielte der kleine Piranha selig sein gesamtes Hab und Gut und bockte sich anschließend durch seinen ersten Tag zurück in der heimischen Kita. Als sein Vater Marco ihn gestern nachmittag abholte, fand er in der Ecke einen erbosten Piranha vor, der alles andere als glücklich schien, wieder zuhause zu sein.

„Das ist nicht der Ole, den ich kenne“ sagte mir die Kita-Leitung heute morgen und es war klar: Der kleine Piranha muss sich erst akklimatisieren. Wir waren immerhin 3 Wochen weg – 3 Wochen in einem kleinen, behüteten Mikrokosmos an der See.

21 Tage, an denen es ständig jemanden zum Spielen gab. Viel frische Luft, die klarer nicht sein könnte, und einen traumhaften Strandspielplatz mit Blick auf das weite Meer. Ein tägliches Mittagsschläfchen mit Mama und drei mal am Tag ein abwechslungsreiches Buffett. Zugegeben – Jamie Oliver würde es die Zehennägel hochziehen, aber im Vergleich zu meiner nicht-existenten Kochkunst eindeutig Haute Cuisine.

So wie der kleine Piranha muss auch ich mich erst in den Alltag wieder einfinden und nun versuchen, das Erlernte in die Praxis umzusetzen:

  • Mir mehr Zeit für Entspannung nehmen
  • Sport und Bewegung fest in meinen Alltag integrieren, um den Kopf frei zu bekommen
  • Kreativität als Ausgleich für stressige Arbeitstage leben und lieben lernen
  • Das Akzeptieren und Loslassen von Ängsten und Gefühlen – die Gefühle sind da, mein Körper reagiert auf seelischen Stress und doch braucht es mir keine Angst zu machen (Stichwort: Liebesdienst des Unterbewusstseins)

Ich vermisse unsere lieben Kur-Mädels jetzt schon und wünsche jeder einzelnen viel Glück und Zufriedenheit auf ihrem Weg zurück in den Alltag. Einen souveräneren Umgang mit Ängsten und Sorgen und vor allem, die Fähigkeit zu lieben und zu lachen und sich an den schönen Dingen des Alltags zu erfreuen – und dabei gleichzeitig wichtige Grenzen zu setzen.

Allen Mamas, die mit einer MuKiKu liebäugeln, kann ich nur sagen: Macht es – nehmt Euch diese (Aus-) Zeit für Euch. Es tut Euch gut und schenkt Euch neue Kraft und Energie. Und vor allem inspiriert es Eure Kreativität und Gedanken, für einen ausgeglichenen Alltag als Muttifunktionstalente.

Eure Single City Mama