Jingledings und die Süßigkeitenpresse

Jingledingledingledings,

guten Morgen, meine Lieben. Ich überlege gerade bei meinem ersten Kaffee, was die Weihnachtszeit mit mir emotional macht und bin zu folgendem Ergebnis gekommen: nicht viel.

Ja doch, mit Kind ist Weihnachten wirklich sehr viel schöner als ohne Kind. Fastend sind die Weihnachtsmärkte zwar in erster Linie nur eines, nämlich teuer, bäh! Back-Aktionen konnte ich erfolgreich outsourcen, ein Lebkuchen-Haus wurde am Sonntag errichtet. Eine große grüne Pappe und selbstklebende Glitzerfolie träumen noch davon, ein pornöser Tür-Baum zu werden.

Aber – während meine Stimmung weniger besinnlich ist, ist die Freude des Piranhas ungebrochen. Gestern Abend stellten wir rudimentär geputzte (mit einem Papiertuch abgewischte) Winterstiefel und einen Teller Kekse vor die Tür – für den Nikolaus und sein „Geviech“.

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Der Piranha war nach eigenen Angaben ein „gaaanz liebes Kind“. Referenzen ausstehend! (alle Bilder: Single City Mama privat)

Der Piranha legte seinen Wunschzettel dazu, der in diesem Jahr vergleichsweise bescheiden ausfiel. Etwas bizarr mutete eine „Süßigkeitenpresse“ an, in die man Brötchen reintut, die dann „irgendwie so zu Süßigkeiten“ werden. Ahh ja! Schnell erklärte ich dem Piranha, dass der Weihnachtsmann die Zettel zwar durchaus zur Inspiration nutzt, aber auch einen großen Kick aus Überraschungspräsenten zieht.

Heute morgen jedenfalls war die Freude riesig, als der Piranha gefüllte Stiefel und ein Tierbuch vorfand, das er direkt in der Kita (und den Bauarbeitern vor der Kita) stolz präsentierte. Freundlich wünschte er sämtlichen Passanten, denen wir gestern Abend und heute morgen begegneten, einen schönen Nikolaustag. Aufgrund der morgendlichen Euphorie, die ich unter meiner warmen, kuscheligen Bettdecke verfolgte, waren wir sogar mal halbwegs pünktlich in der Kita – yippieh!

Ein bis zwei mal die Woche stöbern wir über den Weihnachtsmarkt in unserem Stadtteil, wo der Piranha Karussell fährt, wir Schmalzgebäck für Baba-Opa besorgen und ich sehnsüchtig den Crepe-Sand fixiere. Positiv: Seit dem Start meines Gruppen-Fastens im September habe ich 16 Kg verloren und fühle mich körperlich total wohl.

In your face, cremiger Schoko-Crepe. Um es mit Chris Isaak zu sagen: What a wicked thing to do, to make me dream of youuuu… 😉 Einen werde ich mir in dieser Saison definitiv noch gönnen und jeden cremigen, labberigen Krümel zelebrieren. Und dazu einen Eierlikör. Jawohl!

Nächste Woche bin ich mit Tante Hu für einen Tag in Zürich und freu mich schon darauf, den dortigen Crepli-Stand sehnsuchtsvoll zu fixieren. Außerdem soll es eine coole Lichtershow geben.

Am Freitag geht es dann nach Usedom – mein jährliches Wiebi-only-Weekend. 48 Stunden nur ich, der Strand, das Meer und ein wundervoller Wellness-Bereich. Der kleine Piranha übernachtet derweil bei seinem Freund Joni und wird von Tante Hu und Baba-Opa verwöhnt, so dass ich ohne schlechtes Gewissen mal zwei Tage meinen Gedanken nachhängen, frische Ostsee-Luft tanken, schwimmen und entspannen kann. Juhuu!

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Unsere Wohnung ist mittlerweile auch weihnachtlich dekoriert. Obwohl ich kein großes Talent dafür habe und es meist ziemlich zusammengewürfelt aussieht, macht mir sowas ziemlich viel Spaß. Ebenso wie gemütliche Fondue-Abende. Hier muss ich mir noch eine halbwegs gesunde Alternative überlegen.

Vermutlich wird heute noch der Tannenbaum bei uns einziehen, obwohl ich etwas Angst habe, ihn durch unsere hoffnungslos überheizte Butze frühzeitig ins Tannen-Nirvana zu bugsieren. Ich halte Euch auf dem laufenden!!

Genießt die Adventszeit, Ihr Lieben, und lasst Euch nicht zu sehr stressen.

Eure Single City Mama

Single City Wauwau & Sohn

Hallo meine Lieben,

es bellt im Hause Piranha! Der kleine Raubfisch hat die Hundephase erreicht. Die Gründe für die Identifikation mit Eddie, unserem Beagle, der bei Baba-Opa lebt, liegen zwar weiterhin im Dunkeln, aber der kleine Mann ist Feuer und Flamme.

Meistens spricht er von sich, dem „kleinen Wauwau“, in der der dritten Person. „Der kleine Wauwau hat Hunger“ oder „Darf der kleine Wauwau einen Griesbrei essen?“. Vor allem, wenn es um das Herunterholen von Spielsachen geht oder Speisen zubereitet werden sollen, wird der „große Wauwau“ aka ich zu Rate gezogen.

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Der kleine Piranha macht sich für den Kitafasching bereit…

Auch kalendarisch ist der kleine Kläffer der gemeinen Zeitrechnung schon einige Monate voraus und hat seinen Wunschzettel im Geiste bereits erstellt. Der Weihnachtsmann soll neben einem Hundekorb auch eine Hundeleine und einen Hundetransportkäfig bringen. (ist klar, kleiner Wauwau!)

Lustigerweise erinnern mich die animalischen Freuden des kleinen Piranhas an eine Zeit im Leben von Mini-Tante Hu. Die war nämlich ebenfalls im Alter von etwa drei Jahren temporär ein Dackel und bekam vom Weihnachtsmann ein entsprechendes Körbchen geschenkt 😛

Kürzlich las Baba-Opa uns beim Familienfrühstück in der „B…. örse am Sonntag“ das chinesische Horoskop vor.  Der kleine Piranha jubilierte, da es ihn selbst als Pferd, Baba-Opa als Hund, Tante Hu als Tiger und mich als Ratte klassifizierte. „Mama, Du bist ein Ratte… muhahaha“ tönt es seitdem mehrfach täglich, begleitet von einer dreckigen Kleinkinderlache.

Hat der kleine Piranha nur verdammt viel Phantasie oder sind menschliche Wauwaus weiter verbreitet, als ich dachte? Als ich ein bisschen recherchierte, wurde ich auf einen interessanten Artikel aufmerksam:

Rollenspiele setzen mit ungefähr drei Jahren ein, machen Kindern aber oft bis weit in die Grundschulzeit hinein Freude. Für die Kita- und Vorschulzeit sind sie eine sehr typische und häufige Form des Spielens. (Quelle: Kindergesundheit-Info)

Demnach spielen sich die Kids in die Welt der Erwachsenen hinein. What? Sprach’s und strich sich die Haare hinter die Schlappohren. Weiter heißt es:

Das Rollenspiel hilft, Erlebnisse zu verarbeiten und Ängste abzubauen. Indem Kinder das, was sie erlebt haben, im Rollenspiel darstellen, können sie es leichter verarbeiten. Auch Ängste können auf diese Weise bearbeitet werden: So versucht beispielsweise manches Kind, seine Angst vor Hunden zu überwinden, indem es selbst immer wieder spielt, ein Hund zu sein.

Angst hat der kleine Piranha sicher nicht – das bewiesen schon zahlreiche Begegnungen mit zum Teil gigantischen Doggen, die der Piranha zärtlich mit „Hallo Wauwi“ begrüßte. Aber dennoch: Die Argumentation leuchtet ein.

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Nach unserem letzten Bauernhofurlaub scheint mir die Kuh eine durchaus würdige Nachfolgerolle… (Bild: Karneval Universe)

Jaja, wie der kleine Piranha zum Kitafasching erschien könnt Ihr Euch vorstellen… Großer Wauwau ist schon gespannt, was als nächstes kommt. Zum Glück gibt es bei Hagenbeck und natürlich im Internet jede Menge Inspiration 🙂

Animalische Grüße von Eurer

Single City Mama