City Lights & Sandschildkröten

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Lieblingsmamas!

Heute folgt mal wieder ein Update von uns. Wir sind wie immer viel on Tour und frieren nach dem plötzlichen Wintereinbruch uns gehörig einen Ast!

Vorletztes Wochenende hatten der kleine Piranha und ich spontan einen Ausflug an die Nordsee gemacht. Nachdem wir in St. Peter-Ording vor der Arche Noah eine Sandschildkröte (die wir „Kridi die lachenende Lochschildkröte“ getauft hatten) düsten wir weiter nach Büsum.

 

Am nächsten Tag fuhren wir dann in die Heuler-Aufzucht nach Friedrichskoog. Wer es noch nicht kennt: Hier werden kleine, verlorene Robben- und Seehund-Babies aufgepäppelt, bis sie sich im großen, weiten Meer allein zurecht finden können.

Für den Piranha ein echtes Highlight. Robbies aus nächster Nähe – und sogar ein ausgestopftes Tier, dessen Anblick eine lange Diskussion zum Thema Endlichkeit mit sich brachte (hatte ich erzählt, dass Baba-Opa ihm neulich von einem vermeintlichen Höllenfeuer unter der Erde erzählt hatte? Nein?)

Ich hatte mich bereits gewundert, warum das Kind ständig von der Hitze unter der Erde sprach und war irritiert – und auch ein bisschen stolz – ob des vermeintlichen geophysischen Knowhows meines Kindes. Bis sich aufklärte, dass Baba-Opa Mythen von Höllenfeuern in die Welt gesetzt hatte. Nunja.

Letztes Wochenende nutzten wir die Sparpreise der Deutschen Bahn und fuhren nach Frankfurt. Dort genossen wir traumhaftes Wetter, cruisten über den Main und trafen uns mit dem Vater des kleinen Piranhas und dem hiesigen Großvater. Die Männer verlustierten sich im Legostore und gingen in eine Dinoausstellung, während ich entspannt auf der Zeil nach einer schönen Winterjacke Ausschau hielt (und fündig wurde).

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Ach, und wir hatten unser „Vorstellungsgespräch“ an der örtlichen Grundschule, um den Piranha für nächstes Jahr für die Vorschule anzumelden. Er freut sich riesig und spricht schon ständig von „seiner“ Schule – ob es klappt, erfahren wir aber erst Anfang des Jahres. Zumindest hat der kommunikative Piranha – wie Ihr Euch vorstellen könnt – bei anwesenden Lehrkörpern einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Wir freuen uns übrigens schon total auf die Weihnachtszeit. Nächste Woche folgt hier noch ein bisschen Bastelinput von der Meisterin der Unkreativität (moi) und passend dazu sind wir am kommenden Wochenende auch wieder beim Familienwerken angemeldet, um aus Holz ein Präsent für Baba-Opa zu zaubern (ich erinnere mich, dass mein Vater – wesentlich länger als es angebracht war – stets Selbstgebasteltes von seinen Töchtern eingefordert hat – jetzt kommt Karma!!)

Liebste Grüße und macht es Euch warm!

Eure Single City Mama

Single City Mama in da Country

Ihr Lieben,

nach einer 5-tägigen Auszeit auf dem Bauernhof sind der kleine Piranha und ich – einen Tag früher als geplant, weil der Piranha hohes Fieber bekam – am Freitag wieder im Großstadtdschungel gestrandet.

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Selbst für mich als geborene, gebürtige, urban verwurzelte Großstadt-Pflanze war der Exkurs in das Landleben ein echtes Highlight.

Wir bewohnten ein niedliches Appartment inmitten von Wiesen und Deichen in Büsumer-Deichhausen kurz vor dem Nordseestädchen Büsum. Jeden Morgen liefen wir vorbei an Ponyweiden und Pferdeställen auf den Hof der Schäferei Rolfs, den Ihr Euch als El Dorado für kurze Matschhosen-Beinchen vorstellen könnt.

Es gibt ein großes Café, ein riesiges Außengelände mit Klettergerüsten, einen Spielplatz, eine Spielscheune, eine Kinderwerkstatt zum Basteln, Hasen, Katzen (und Mäuse), Ponies, Hühner, Schafe, Hängebauchschweine… Ein Paradies für all die kleinen Nachwuchsbauern und Entdecker – und dazu noch ein laufender landwirtschaftlicher-Betrieb, der allein durch die Traktoren-Dichte ein Highlight in für den kleinen Piranha und seine kleinen Gefährten war.

Jeder Zentimeter ist familienfreundlich mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Ohne mit der Wimper zu zucken teilte uns die liebe Dame am Buffett einen großen, prominenten Tisch als „unseren“ Frühstückstisch zu, auch wenn kleinere zur Verfügung gestanden hätten – eine Geste, die ich ihr hoch anrechnete.

Der Piranha litt zwar unter gelegentlichem Heimweh (insbesondere, da er nicht sein gesamtes Hab & Gut in seine Reisebox gestopft bekommen hatte), aber eigentlich fand er es ziemlich großartig. Jeden Morgen durfte er eine halbe Stunde auf dem Pony reiten (der kleine Piranha schielte dabei besonders auf jene Ponies, die eigentlich jenseits seiner Größenliga trabten) und nachmittags wurde in der Jahreszeitenwerkstatt gebastelt mit anschließender gemeinschaftlicher Tierfütterung.

Anm. der Red.: Wenn mir vor einigen Jahren jemand gesagt hätte, dass ich mal auf einem Bauernhof aus Socken „Plapperponies“ schaffen und „Allesfresser“ filzen würde, hätte ich vermutlich an seinem (und meinem) Geisteszustand gezweifelt, aber wir hatten jede Menge Spaß.

Trotz unseres voll ausgestatteten Appartments gönnte ich uns jeden Morgen das große Frühstücksbuffett im Café und auch wenn ich als einzige Single Mama von manchen Urlaubsgenossen etwas exotisch beäugt wurde, waren alle sehr nett und aufgeschlossen, halfen im Akutfall sofort mit Zäpfchen aus (ich hatte natürlich Berge von Klamotten, aber weder Fieberthermometer noch Medikamente eingepackt, was dazu führte, dass ich Norman Bates‘ Style mitten in der Nacht bei Nachbarn klopfen musste) und wir haben schnell nette Kontakte geknüpft.

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Nach dem Frühstück und Ponyclub machten der kleine Piranha und ich Ausflüge – nach Downtown Büsum, auf den Deich oder ins gar nicht so weit entfernte St. Peter-Ording, meinen Lieblingsstrandort – und abends gingen wir essen (Kind Pommes, Mama Fisch), oder ich zauberte aufwändige Menus à la SpagBol, Griesbrei & Ravioli, die wir gemeinsam einnahmen, während das Kind meine Schlafgeräusche immitierte und sich dabei köstlich amüsierte.

Okay, wirklich entspannen konnte ich nicht, dafür ist der kleine Piranha einfach zu aktiv, zu sehr Mama-Kind, und munter und es gab niemanden, der mich bei der Betreuung mal ablösen hätte können. Wenn er gegen 20.30 sein Haupt bettete, lag auch ich – um höchstens 2 Stunden später nochmal aufzustehen und meine Kontaktlinsen rauszunehmen.

Dafür genoss ich die frische Luft und Zeit mit dem kleinen Mann, der mit seinem Mundwerk alle erheiterte und mir die Schamesröte ins Gesicht trieb, in vollen Zügen.

Es war ein Abenteuer – und wir fühlten uns pudelwohl.

Eure Single City Country Mama