Edinbur(rrr)gh

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Achja, meine Lieben,

Weihnachten naht und die Zeit läuft gefühlt noch mal um Einiges Schneller als sonst.

Was ist passiert im Hause Piranha? Der Herr des Hauses hat seine Seepferdchen-Prüfung bestanden und ist seitdem stolzer Teilnehmer des hiesigen Bronze-Clubs. Tante Hu ist immer noch auf Weltreise und emigriert in diesen Stunden vom Kolumbianischen Cartagena auf das nordamerikanische Festland.

Auch uns hatte das Fernweh gepackt und der kleine Piranha und ich verbrachten gerade ein schönes lange WE im schottischen Edinburgh. Das Wetter war, wie es für Schottland typisch ist, regnerisch und kühl, aber wir hatten jede Menge Programm auf dem Zettel.

Für mich war es der sechste oder siebte Trip in die charmante Metropole, für den kleinen Piranha (stilecht mit Nessie-Mütze bekleidet) war es Premiere.

Wir residierten in einem „Private Ensuite“ im Edinburgh Central Youth Hostel – hauptsächlich, weil es, wenngleich etwas abgerockt, superzentral und absolut bezahlbar ist.

Was man für den Rest Edinburghs nicht behaupten kann. Gegen die Stadt (eine meiner allerliebsten Lieblingsstädte überhaupt) war selbst Tokio ein echter Schnapper – 16,50 Pfund für eine (!) Fahrt mit dem Riesenrad oder 6,50 Pfund für einen primitiven (allerdings ausgesprochen köstlichen!) Nutella-Crepe, weitere 5 Pfund für’s Entenangeln… ich war schockiert!

Da wir zumindest Flug (Easyjet) und Unterkunft günstig geschossen hatten, hatte ich uns noch einpaar kindgerechte Aktivitäten dazu gebucht, darunter eine Schlossbesichtigung (der kleine Piranha war leider nicht ganz so fasziniert, wie ich gehofft hatte), eine Licht-Dino-Ausstellung im Zoo (Urzeittiere als chinesische Laternen – großartig und wirklich etwas Besonderes!) und eine Tour durch das Camera Obscura, die ich in meiner gewohnten Verpeiltheit gleich doppelt gebucht hatte. Nunja.

Wir spiesen Fish & Chips und dinierten am letzten Abend mit meinem alten Freund David, der im Januar zum ersten Mal Papa wird, bei einem hiesigen Italiener Lasagne. David und ich hatten uns das letzte Jahr vor knapp 10 Jahren gesehen, als wir noch jung und unbedarft waren. Es ist schon lustig, wie sich das Leben verändert – allein die Gespräche. Er durfte einem ausgewachsenem Trotzanfall des Piranhas beiwohnen und ich konnte es mir nicht verkneifen, im Hinblick auf die baldige Geburt seines Sohnes öfter mal „Freu Dich schon mal drauf“ einzustreuen.

Insgesamt hatte der kleine Piranha mal wieder zahlreiche Kontakte zu Landsleuten und Einheimischen geknüpft. Schon im Flieger freundete er sich mit einer Fahrrad-Gang aus Hildesheim an, die wir auf dem Leith Walk zufällig nochmal trafen. „Guck mal Mama, da sind die coolen Jungs wieder“, freute sich der Piranha, und deutete auf die bärtigen Mitvierziger, die sich landestypisch in einen Schottenrock geschossen hatten.

Mein Kind sprach fleißig Englisch, stellte sich vor und artikulierte höflich „Thank you“. Da unser erster Logopäden-Termin erst am Freitag morgen ansteht, klappte letzteres besonders gut ;-).

Am Montag flogen wir wieder nach Hause und fädelten uns nahtlos in unseren Alltag ein. Naja fast, der Piranha kam Dienstag in eine unfreiwillige One-on-One Betreuung mit Baba-Opa, da ich den Wecker nicht gehört und gnadenlos verpennt hatte. Letzterer (also Baba-Opa, nicht der Wecker) hatte sich übrigens nach eigener Aussage während unserer Abwesenheit mal „so richtig erholt“. Es sei ihm gegönnt.

Gestern Abend besuchten wir noch den hiesigen Weihnachtsmarkt ums Eck und ich freute mich über bezahlbaren Glühwein und Crepe und einen langen Schnack mit meiner lieben Freundin Sybille. Gegen 21.00 war ich dann so durchgefroren, dass ich kaum das Auto gestartet bekam, weil meine Finger streikten.

Kommendes WE bin ich im Süden. Liebe Freunde treffen und die lokalen Adventsmärkte auschecken. Der kleine Piranha passt derweil auf seinen Opa auf. Und heute zieht noch der Tannenbaum bei uns ein.

Ich wünsch Euch was, Ihr Lieben. Genießt die Adventszeit.

Eure Single City Mama

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