Kita-Amor und Orgelmusik

Lieblingsmamas,

nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub… oder wie sagt man so schön?

Der Alltag hat mich zumindest mit Lichtgeschwindigkeit wieder absorbiert. Gefühlt hetzen wir täglich von einem Schwimmkurs (2x die Woche), zum Turnen, zum Lichterfest zum… ach, Ihr kennt das! Es ist schön, aber auch ganz schön zehrend – und auf die ewigen Pendeleien, die eine Großstadt wie Hamburg so mit sich bringt, könnte ich gut und gerne verzichten.

Leider ist nach starken Regenfällen auch die Batterie unseres Autos „Lothar“ verreckt, so dass ich aktuell den Flitzer von Tante Hu spazieren führe. Und mir täglich vornehme, den ADAC zu konsultieren und Lothar in die Werkstatt zu navigieren. Ahh… if I had world enough and time (Andrew Marvell).

Der kleine Piranha hat in den vergangenen Wochen noch mal einen großen Entwicklungsschub gemacht und ist mittlerweile eine kleine, reflektierte Persönlichkeit. Er hat ganz viele gute Ideen (und noch mehr komplizierte Fragen) und interessiert sich nach wie vor für alles, was irgendwie mit Biologie, Physik oder Mathe zu tun hat – ganz und gar nichts, was irgendwie mit meinem DNA-Strang in Verbindung zu bringen ist.

Ein Trauma bleibt meine mündliche Abiturprüfung in Physik, als ich mit einem riesengroßen Geodreieck vor der Tafel stand und einfach mal von nichts ne Ahnung hatte, weder von Einstein und seiner Theorie, noch von Strahlen, die irgendwie, irgendwo einfallen… De fuck?

NC-Fächer blieben mir dann zwar verwehrt, aber da meine Begabungen eh im sprach- und literaturwissenschaftlichen Bereich liegen, hat’s ja dann doch noch geklappt 😉 Mein Uni-Zeugnis hat übrigens der Dekan des Instituts für Orgelmusik unterschrieben.

Bild: Pixabay

Was besonders niedlich ist, ist dass der kleine Piranha und seine Kumpels so langsam die Liebe entdecken. Zwar ist der Piranha noch hochoffiziell in mich verliebt (hach <3), eröffnete mir aber auch kürzlich im Indoor Spielpark, dass er bei den Autoscootern „jemanden kennengelernt“ habe. Der Tonfall verriet, dass der Piranha durchaus sehr interessiert war. Das kleine Mädchen und er hatten gemeinsam Bälle eingesammelt und sich damit ein Slush-Eis an der Kiosk-Kasse gesichert. Nummern wurden nicht getauscht.

Auch im Freundeskreis des kleinen Piranhas hat Amor bereits Pfeile verschossen. Während ein Freund sich erklärtermaßen in ein zauberhaftes kleines Mädchen aus dem vorherigen Schwimmkurs verliebt hatte, ist Piranha-Freund Talis sogar schon mit einer Kita-Freundin hochoffiziell in den Hafen der Ehe eingelaufen. Derzeit schauen die Eheleute nach Ringen – sealing the deal, meine Lieben.

Als „Geschiedene“ (mit etwa 5 Jahren hatte ich in Omas Garten in einer feierlichen Zeremonie meinen 2-Jahre älteren Cousin Alex geehelicht. Mittlerweile ist er verheiratet und Papa von zwei Kindern, der Schuft!)) habe ich natürlich vollstes Verständnis.

Heute Nachmittag wird bei uns in der Kita noch das Lichterfest zelebriert, aber da der kleine Piranha vorher noch seinen Seepferdchenkurs am anderen Ende der Stadt hat, werde ich (mal wieder) den halben Nachmittag auf der Straße verbringen. Der Abend-Vino ist bereits eingekühlt.

Ich wünsch Euch was, Ihr Lieben!

Eure Single City Mama

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