Country Vibes – wir gärtnern bald!

Dieser Post enthält Infos und Links zu unserer Kooperation mit Meine-Ernte

Lieblingsmamas,

wir gehen unter die Gärtner!

Das ich das mal schreibe, mutet für den ein oder anderen, der mich besser kennt, bizarr an, denn wenn ich eines absolut nicht habe, ist es ein grüner Daumen. Unvergessen bleibt eine Anekdote aus meiner München-Zeit, als mir das Nachbars-Pärchen vor ihrem Erasmus-Jahr seine Balkon-Pflanzen anvertraute.

Garten_SingleCityMama

Das, meine Lieben, sind bald wir. Herr Möhre ist Baba-Opa. Denkt Euch einfach die Krücke dazu… (Bild: Meine-Ernte)

Ich warnte die beiden natürlich vor. Das Paar lachte; alles sei besser, als sie einfach verdorren zu lassen. True Words! Etwa vier Monate später kam der Mann, um sechs große – natürlich leere – Blumenkübel wieder abzuholen. Wir schwiegen beide. Betreten stellte ich fest, dass es wohl einfach zu kalt gewesen war.

Ich behielt lieber für mich, dass die Pflanzen nur etwa zwei Wochen in meiner Obhut überlebt haben. All meine Ikea-Pflanzen, Bambusse (Bamben?) und sogar Kakteen ereilte ein ähnliches Schicksal. Ich kann das einfach nicht (mimimi). Mittlerweile gibt es bei uns nur noch Kunstblumen. Anm. der Redaktion: Dem Piranha geht es blendend! Er atmet, ist wohlgenährt und sauber ;-).

Nein, aber im Ernst: Ich bin eine City Mama durch und durch. Den Großteil meines Lebens habe ich in Großstädten verbracht – Hamburg, München, San Diego – nur zum Studium zog es mich ins possierliche Greifswald an der Ostsee. Was auch schön war! Aber ich liebe den Trubel der Stadt, offene Geschäfte, Cafés und Restaurants und Busse im Minutentakt.

Als meine Schwester und ich noch klein waren, besaßen unsere Eltern ein Haus in der Lüneburger Heide. Mein Vater (Baba-Opa) hatte dort seine Kindheit verbracht. Das Haus grenzte an einen großen Wald und Pferdekoppeln, Tante Hu und ich spielten dort regelmäßig mit den Nachbarskindern, ritten auf Steckenpferden und suchten Ostereier im Wald.

Retrospektiv kann ich sagen: Es war idyllisch und wunderschön. Das Haus war staubig, plüschig und roch immer mittelschwer nach Jahrhundertmuff. Es gab keine Spülmaschine und ein Abend auf dem Sofa forderte meine Hausstaub-Allergie zum Tango und meine Nase zum 100m-Sprint auf – aber die Vögel zwitscherten, die Luft war (abgesehen von den Tango-Milben) gut und die Welt schien dort, in einem 300-Seelen-Dorf südlich von Lüneburg, noch absolut in Ordnung. Der größte Claim-to-Fame der Ortschaft war übrigens, dass in der gleichen Straße ein Mitglied einer bekannten Deutschen Rockband residierte.

Als größeres Kind und Teenie fand ich es sterbenslangweilig und uncool. Der nächste Supermarkt war zwei Kilometer entfernt, Süßigkeitengeschäfte gab es nicht und meine Schulfreunde waren viel zu weit weg. Mimimi!

Vor drei Jahren hat Baba-Opa „die Heide“ verkauft. Es war eindeutig die richtige Entscheidung, da großer Sanierungsbedarf bestand und wir es kaum nutzten. Wir fanden eine liebe Käuferin, die sich in das Haus – „eine zauberhafte Puppenstube“ -schockverliebt hatte und es tatsächlich weitestgehend so beließ, wie es war – nur machte sie es viel schöner, pflegte das Grundstück und dekorierte es liebevoll. Ur-Baba Opa (1908-1992), der das Haus vor ewigen Zeiten von einer Tante geschenkt bekommen und dann erweitert hatte, stolziert stolz über seine Wolke, da bin ich sicher!

Aber meine Stadtaffinität soll nicht bedeuten, dass ich ländliches Idyll nicht zu schätzen weiß. Seit der Piranha zwei ist, machen wir mindestens ein bis zweimal im Jahr Bauernhof-Ferien in Büsum an der Nordsee. Der kleine Raubfisch liebt Tiere und ich genieße Natur und Ruhe – in Maßen – heute auch in vollen Zügen.

Vom Prädikat „Öko“ bin ich vermutlich so weit entfernt wie Bruce/Kaitlyn Jenner von Walter „Bruce“ Willis, aber vor kurzem beschloss ich aus verschiedenen Gründen, unsere Ernährung weitestgehend vegetarisch zu gestalten.

Von daher passte eine Kooperation perfekt: Der Piranha und ich bekommen in diesem Jahr einen Gemüsegarten von Meine Ernte zum Testen – ein tolles Projekt, auf das ich mich riesig freue.

Wir werden hier auf einem vorbereiteten Stückchen Land unser eigenes Gemüse anbauen. Da ich absolut keinen grünen Daumen habe (s.o.), wird es für mich eine große Herausforderung – aber zum Glück gibt es umfangreiche Tutorials, Infoabende und die fachmännische Grundpflege eines heimischen Hofes in Norderstedt.

Der Hit: Alles, was wir in unserem Garten säen, können wir sukzessive über die Saison ernten und verputzen. Am aufgeregtesten ist vermutlich der kleine Piranha, für den Gartenarbeit ein echtes Highlight ist. Wir werden berichten!

Liebste Grüße von Eurer

Single City Mama

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