Mein Baby gehört zu mir

Hallo Ihr Lieben,

Anfang der Woche spielten sich im Hause Piranha herzzerreißende Szenen ab. Wie erwähnt sollte der kleine Piranha die 2-wöchige Sommerpause des Kindergartens in einer verschwesterten Einrichtung überbrücken. „Super“, dachte ich, da es ihm dort letztes Jahr gut gefallen hatte und ich gerade mit vielen Kampagnen einiges auf dem Tisch habe und Urlaub grad so gar nicht ins Konzept passt.

Verwilderte Henne mit Kken auf Kauai, Hawaii, USA.

Mama-Glucke oder Instinkt? Ich behalte mein Küken die Woche bei mir… (Bild: Fotolia/DirkR)

Weniger super fand das der kleine Piranha, der seinen Unmut schon auf der Fahrt nach Altona lautstark kundtat. Zwar taute er nach einiger Zeit und vielen heißen Tränen im Kindergarten etwas auf, aber auf der Rückfahrt bat er mich, ihn dort nicht wieder hinzubringen. Dasselbe Spiel am nächsten Tag und die Panik stand dem kleinen Piranha in den Augen, als ich zum Gehen ansetzte – obwohl Jette, unsere Ansprechpartnerin, sich rührend kümmerte. Wieder weinte er so bitterlich, dass es mir das Herz brach.

Ich bin normalerweise alles andere als gluckig und oft sind Bock- und Trotzphasen des kleinen Mannes etwas, das ich mit innerlicher Höchstspannung und äußerlichem „Hakuna Matata, Kiddo“ in Kauf nehme (eine Freundin neulich „Du bist ja immer die Entspannung in Person“ und ich innerlich „HAHAHAHAAA“).

Aber in diesem Fall sagte mir der berühmte Mutterinstinkt, dass es Zeit war, mein schluchzendes „Baby“ dort wieder rauszunehmen und zu improvisieren – eine der Hauptqualifikationen jeder (Single) Mama. Ein 2-wöchiger Spagat zwischen Projektmanagement, Digitalisierung, Bloggeraktionen, Industrie 4.0 und der Pampers-Industrie, juhu! Auch wenn ich als Redakteurin bezahlt werde – mein Hauptjob ist immer noch mein kleines Männchen, für den ich im Bedarfsfall auch die Krallen ausfahre und die Tastatur einpacke.

Die fremde Umgebung, die unbekannten Gesichter und die der knapppen Zeit geschuldete mangelnde Eingewöhnung – das alles stresste den kleinen Raubfisch schließlich so sehr, dass sein Immunsystem prompt reagierte und den Dienst quittierte. Gestern Abend stieg das Fieber an die 40 und der Piranha freute sich, den heutigen Tag mit unserer Haushaltshilfe Renata „Nata“ und Baba-Opa in seinen eigenen vier quitschegelben Wänden zu verbringen. Ich werde schauen, dass ich meine wichtigsten Aufgaben schnell abgearbeitet bekomme, vieles ins Home Office verlagere und entsprechende Urlaubstage einplanen.

Schließlich steht in wenigen Wochen die Umgewöhnung in den Elementarbereich an und ich hoffe, dass der Piranha das in seiner gewohnten Fröhlichkeit und seinem Urvertrauen meistert. Heute Nacht um drei stand er vor der großen Heia und nachdem er mir mit in den Schlaf gab „Mama, Du darfst nicht laut sein. Nur ein bisschen, hörst Du?“ kuschelte er sich an mich und schlief ein. Mein Baby gehört zu mir und ohne jegliche Gluckenallüren hat diese Woche der Mutterinstinkt gesiegt.

„Bok-bockige“ Grüße von Eurer

Single City Mama

 

 

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