Windstärke 12 im Bäuchlein: Unser Survival-Kit

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Zäpfchen, Nasentropfen, Windsalbe… Wind was? Kaum war der kleine Piranha auf der Welt, begann ich mich mit dem Inhalt einer fürstlichen Haus- und Reiseapotheke auseinanderzusetzen. Was würden wir brauchen, um die berühmt-berüchtigten 3-Monatskoliken, die auch den Piranha plagten, zu lindern? Was tun bei Stürzen und Platzwunden?

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Die Kinder-Pharmazie: Unsere Top 5 Helferlein… (Bild: napatcha/Fotolia)

Hier findet Ihr unsere Top 5 medizinische Helferlein, die uns gut und sicher durch die ersten 30 Monate Piranhatum manövriert haben. Für alle gilt natürlich vor Selbst-Anwendung: Zu Risiken und Nebenwirkungen den (Kinder-)Arzt oder Apotheker Eures Vertrauens fragen.

Kümmelzäpfchen

Kaum ein Anblick berührt das frisch-gebackene Mutterherz so sehr, wie ihr kleines Würmchen, das mit aufgetriebenem Bauch auf der Wickelkommode liegt und vor Schmerzen wimmert und weint. Ich ging mit dem kleinen Mann zum Osteopathen, trug ihn im Fliegergriff und stillte, was das Zeug hielt. Viele Ärzte und Hebammen sagten uns damals, dass das einzig wirklich wirksame Mittel gegen die Koliken die Zeit ist. Nach 3 Monaten ist in den allermeisten Fällen der Spuk vorbei. Was uns dennoch wirklich geholfen und dem kleinen Piranha und mir die Nächte erleichtert hat, waren Kümmelzäpfchen.

Windsalbe

Wind was? Von Windsalbe, deren Funktionalität bereits im Namen liegt, hatte ich noch nie etwas gehört. Doch auch sie wurde mir in der Kolikphase wärmstens empfohlen. Der Clue: In kreisenden Bewegungen wird die Salbe auf dem Babybäuchlein einmassiert und bringt Linderung. Ich hatte das Gefühl, dass die Salbe in Verbindung mit der wohltuenden Massage Ole gut geholfen hat.

Paracetamol

Unser Allheilmittelchen, das beim kleinen Piranha nur zum Einsatz kommt, wenn er wirklich hoch fiebert. Da er meistens trotz subtropischer Körpertemperaturen vergleichsweise munter ist, gebe ich ihm ein Zäpfchen zum Schlafen bzw. tagsüber, wenn das Fieber die 40-Grad-Marke knackt. Wirkt bei uns ratzfatz und zuverlässig!

Erste-Hilfe-Kit

Während unserer letzten ICE-Fahrt nach München passierte das Malheur: Der kleine Piranha war erst seit Kurzem auf zwei Beinen unterwegs und rannte in vollem Eifer gegen die Tür des Personalabteils. Eine Wunde an der Stirn fing sofort an zu bluten und die Schaffnerin griff direkt beherzt zu ihrem Hände-Desinfektionsgel. Das war natürlich alles andere als geeignet, um die Wunde zu desinfizieren. Seitdem habe ich immer Desinfektionsspray und Pflaster in unserer Reiseapotheke.

Hustensaft

Einer von uns hustet seit 2 1/2 Jahren eigentlich immer. Meistens funktioniert das nach dem Domino-Prinzip: Der kleine Piranha schleppt die Bazillen aus der Kita ein und dann heißt es „Tick, Du bist’s“ und Mama pustet sich gefühlt die Lunge raus. Wenn kein Antibiotikum ran muss, hilft uns Hustensaft immer sehr gut und der kleine Piranha freut sich regelmäßig einen Ast auf die süße, klebrige Medikation.

Bei allen Erkrankungen des Piranhas gilt: Wir doktern nach dem Mamainstinkt. Geht es ihm richtig mies, gehen wir sofort zur Kinderärztin. Hustet er bzw. zeigt normale Anzeichen einer Erkältung oder übergibt sich sporadisch, warte ich in der Regel einen Tag ab und behalte ihn zu Hause. Unsere Hausapotheke stocken wir ganz unkompliziert zum Beispiel bei Apotal auf.

Mittelohrentzündungen mussten wir meistens direkt mit einem Flüssig-Antibiotikum zu Leibe rücken, aber ehrlich: So sehr ich die Homöopathie schätze, Sir Alexander Fleming war ein weiser Mann und: watt mutt, datt mutt!

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1928 entdeckte der Schotte und spätere „Sir“ Alexander Fleming das Penicillin… (Bild: Gettyimages)

Last but not Least: Ganz viel Kuscheln, Bettruhe – Sondergenehmigung für die „große Heia“ inklusive – und Schnüffeln an „Werner“ und „Robbie“ 🙂

Zum Glück ist der kleine Piranha nicht zuletzt durch beherztes Herumtollen auf Baba-Opas steinalten Orientteppichen gut abgehärtet und hat ein Street Fighter-würdiges Immunsystem – TSCHAKKA!

Eure Single City Mama