Sekt oder Sekte? Mama atmet Feuer

Sat nam, mein Lieben! Gestern abend hatte ich meine zweite Stunde Kundalini Yoga und ich bin nach wie vor hellauf begeistert. Ort des Geschehens ist ein lauschiges Yoga-Zentrum in Hamburgs Nord-Westen und der Guru ein Endsechziger Niederländer mit Turban und weißer Kutte – der wohl entspannteste Mensch, dem ich jemals begegnet bin.

yoga

Kundalini Yoga: Atmen, dehnen, meditieren – aber vor allem: innehalten… (Bild: vector_factory/Fotolia)

Schon beim Reinkommen in den warm-beleuchteten, dezent-spirituell dekorierten Raum spürte ich: Hier wird gleich abgeschaltet. Und tatsächlich – nach ein paar grotesken Warm-Up-Übungen, bei denen wir liebevoll einzelne Gliedmaßen wie Babies im Arm wogen und Füße in Richtungen kreisten, in die sie eigentlich nicht hingehören, wurde geatmet. Tief und lang, kurz und innig (der so genannte „Feueratem“, der Energie spendet) – aber vor allem: bewusst. Die Energie floss. Zu Beginn rasten meine Gedanken noch – Ängste, Alltagssorgen, Deadlines, Befindlichkeiten…

Doch je mehr ich mich der Stunde hingab, desto ruhiger wurde ich und die Gedanken flogen mit einem breiten Saaaaat (Einatmen) Naaaaaam (Ausatmen). Ich sang beherzt die Mantren mit, ohne einen Gedanken an die Trefferquote meiner Töne zu verschwenden.

Und das Beste: Es fühlte sich völlig natürlich an und war mir überhaupt nicht peinlich. Früher hätte ich laut losgeprustet und verschwörerisch nach Menschen gespäht, die meinen schrägen Humor teilen und mit denen ich mich danach über das Geschehen hätte lustig machen und Sekten-Theorien diskutieren können. Doch ich wollte nicht darüber lachen.

Ich ließ mich ein und gewann: Ein schönes neues Hobby, das mir gut tut und mir zu neuer Balance verhilft.

Sat nam, Freunde. Probiert es aus!

Eure Single City Mama

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