Olympisches Gold für Opa!

Jeder, der mich kennt, weiß, dass die Olympischen Spiele mit nur periphär tangieren (ich war in der Schule eine jener Sportskanonen, die bei den Bundesjugendspielen regelmäßig durch Rückwärts-Würfe und Schnecken-Sprints auffielen und denen der Bundespräsident nicht mal das Klopapier signiert hätte).

Jeder, der meinen Vater kennt, weiß auch, von welchem Ast meines Stammbaums ich meine Sportlichkeit geerbt habe. Mein Vater bewegt sich (auch altersbedingt) äußerst ungern weiter als es der Radius meines Elternhauses, der angrenzenden Terrasse und seines Autos, das direkt in der Einfahrt steht, verlangt).

Medal, Award, Winning.

Die familiäre Gold-Medaille hat Opa sich nach seinem Sprint redlich verdient… Bild: Billionphotos.com/ Fotolia

Doch gestern qualifizierte mein Vater sich direkt für Olympisches Gold im Reaktiven Sprint. Was war passiert? Mein Vater hütete nachmittags den kleinen Piranha, so dass ich einen Arztbesuch wahrnehmen konnte. Normalerweise laufen diese Sitting-Sessions tagsüber so ab, dass der kleine Piranha im Wohnzimmer mit Duplos spielt, während mein Vater komplexe Kreuzworträtsel löst (Laufvogel mit drei Buchstaben) oder mit Bekannten telefonische Verabredungen zu gemeinsamen „Gentleman of Leisure“-Gatherings trifft.

So auch gestern. Doch während mein Vater entspannt telefonierte, hörte er auf ein mal ein Klicken der Haustür. Was er nicht mehr hörte waren der kleine Piranha und der Familien-Beagle „Edgar“ (Wa-Wa). Eine Tatsache, die meinen Vater nach einer kurzen Erinnerung („Das Kind kann ja jetzt Türen öffnen“) aus dem Sofa schießen und durch die offene Haustür direkt auf die Straße sprinten ließ.

Dort stolzierte der kleine Piranha (der kurzfristig „Wa-Wa“ noch an der Leine führte, bis dieser sich losriss und in Richtigung Freiheit aka des benachbarten ALDI-Marktes galoppierte). Mein Vater überwältigte zuerst das Kind und nach einer Zögerminute seitens des Tieres (Freiheit versus Fressen- und regelmäßige Schmuseeinheiten) auch unseren Hund.

Mein Vater hatte sich zunächst entschieden, dieses traumatische Erlebnis für sich zu behalten, doch unsere Hundesitterin verplapperte sich später. Und ich bin froh. Denn es zeigt, dass mit zunehmendem Alter des Piranhas die häuslichen Sicherheitsvorkehrungen (Haustür immer von innen abschließen!!) weiter verstärkt werden müssen.

Und ich bin stolz auf meinen Vater, dass er so prompt reagierte. Die familiäre Goldmedaille hat er sich definitiv verdient!

Eure Single City Mama

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